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Ich brauche eine Brille, will es meinen Eltern aber nicht sagen

b5oaKndlkkraxma


Man könnte meinen du wärst schwanger, oder hättest sonst etwas verbrochen...

Du könntest natürlich auch sagen "Mama, Papa, ich bin schwanger". Und wenn dann irgendwann Sturm abgeklungen ist sagst du: "Ich bin gar nicht schwanger, brauche aber ne Brille und weiß nicht, wie ichs sagen soll" :=o

Phfiffe^rl=inxg


Was ich immer noch nicht verstehe: was ist denn der worst case? Also wie reagiert sie im schlimmsten Falle auf die Tatsache, dass du eine Brille brauchst? Wovor hast du Angst?

H[apppyA B!anana


Cornelia, so habe ich es gemAcht. Einfach gefragt ob sie das lesen kann. Und zAck wars raus. Meine Mutter war total verständnisvoll. Obwohl keiner außer Oma und Opa.

S;arUah87


und hast du es ihnen jetzt endlich gesagt? ":/

Scunfulow%er`_73


Jetzt mal völlig im Ernst:

Notfalls schreib' einen Zettel oder eine Email oder eine SMS.

Aber aktuell machst Du Dir das Leben echt unnötig schwer! Diese tagelange Rumgeeiere kann auch nicht anstrengender sein als eine kurze blöde Reaktion. Die ich für unwahrscheinlich halte.

A=dd2o


Als Notbehelf: Geh zu Rossmann oder ähnlichen Drogeriemärkten und kauf dir eine Lesebrille für wenige Euro. Ich würde es aber von einem AUgenarzt untersuchen lassen und dir eine richtige Brille verpassen lassen. Ich selbst hatte in der Schule auch eine Brille, verlor sie dann auf einer Wanderung als Student und stellte fest, daß ich auch ohne Brille wieder gut sehe...

L&ufts[chiiff-Fxan


@ Addo

Ich glaube eher, dass sie kurzsichtig ist, da wird ihr eine Lesehilfe für Alterssichtige ganz bestimmt nicht helfen!

A~ngi8x5


Also ich kann die Angst sehr gut nachvollziehen.Klar denkt man sich im ersten Moment:"Man stellt die sich an,soll sie es den Eltern doch sagen!"

Aber so einfach ist das nicht,wenn man etwas jahrelang mit sich herumschleppt oder verschweigt.Ich habe auch etwa in der fünften Klasse gemerkt,dass ich schlechter sehe.Zum Augenarzt bin ich erst vor einiger Zeit also ca 17Jahre später!!!!!!!Die Angst war zu groß.Schwer zu beschreiben.Ich wollte keine Brille, fand das häßlich.Im Leben,sowohl in der Schule als auch im Job habe ich mich immer durchgemogelt.Einen Führerschein habe ich nie gemacht.Habe immer behauptet Angst zu haben.Aber natürlich wurden die Augen immer schlechter.Bis es mich irgendwann so genervt hat und ich zum Augenarzt bin.Tja da drin habe ich erstmal geheult ohne Ende...meine Augen sind wirklich schlecht -1,75 und -2,0.Ich hätte das vermeiden können,trage aber nun die volle Verantwortung und stehe zu meiner Brille.Leicht war das dennoch nicht.

Deswegen auch mein Rat an die TE:

Sag es deinen Eltern,denn Fakt ist:deine Augen werden von alleine nicht besser,ganz im Gegenteil

L<uftsch5if)f-xFan


@ diemitdergelbenhose

Ich habe mal überlegt, woran das noch liegen könnte. Mama hat mal erzählt, dass sie, während sie mit meiner großen Schwester schwanger war, täglich 1 Glas Karottensaft getrunken hat, obwohl sie von Karottensaft brechen kõnnte. Und das nur, dass meine Schwester keine Brille braucht...

Ich glaube tatsächlich, dass genau HIER dein Problem liegt. Aus der Begebenheit mit dem Karottensaft geht ja hervor, dass deine Mutter es aus irgendeinem Grunde schlimm findet, eine Brille zu brauchen, und dieses Schlimme ihren Kindern unbedingt ersparen möchte. Du befürchtest also, deine Mutter zu enttäuschen, wenn du eine Brille brauchst - und von diesem Gedanken musst du dich unbedingt frei machen - denn hier geht es um DICH, DU musst in der Schule und im Leben klar kommen, und das wird auf Dauer sehr schwierig, wenn du schlecht siehst.

Seit der Schwangerschaft sind so viele Jahre vergangen, deine Mutter ist inzwischen älter und vernünftiger geworden, und wahrscheinlich war diese Karottensaft-Geschichte auch ein bisschen übertrieben, ich denke, selbst wenn deine Schwester schon mit einem halben Jahr eine Brille gebraucht hätte, wäre deine Mutter ganz schnell damit fertig geworden und hätte ihr Kind ganz sicher deswegen nicht abgelehnt, genauso wenig wie sie dich ablehnen wird, wenn du eine Brille brauchst.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es wahnsinnig schwer ist, ich konnte als Kind mit meinen Eltern auch nie über meine Kurzsichtigkeit reden - aber allein die Tatsache, dass du dich mit deinem Problem hier ins Forum getraut hast, zeigt doch, dass du auch den Mumm hast, dein Problem zu lösen. DU SCHAFFST ES GANZ SICHER!!!

L(uftschikff-FRaxn


Ich lese gerade im Beitrag von Angi85, dass sie sich auch so durchgemogelt hat wie ich und deswegen auf den Führerschein verzichtet hat. Ich habe aus demselben Grund niemals ein Musikinstrument gelernt, und jetzt bereue ich es. Du legst dir also selbst Steine in den Weg, wenn du es nicht schaffst, zu deiner Fehlsichtigkeit zu stehen.

(Angi85, ein Grund zum Heulen sind -1,75 oder -2 Dioptrien aber wirklich nicht, da hast du doch richtig schöne dünne Gläser und bist total frei bei der Auswahl der Fassung!)

SPunfElowejr_7x3


@ Angie:

Das sind völlig harmlose Werte. Und verhindern hättest Du zumindest diese Werte nicht. Allerdings schon den ganzen Verzicht im Leben.

Ich hab' –8,50 Dioptrien und lebe auch. ;-) Bin da aber froh, dass ich mit 8 Jahren ständig die Augen zusammengekniffen habe und meine Eltern so gemerkt haben, dass ich eine Brille brauche. Dass ich mit dem Rad gegen einen Pfosten gefahren bin, war dann nur noch das sprichwörtliche iTüpfelchen.

Ich sehe ehrlich gesagt das Problem nicht: Lieber Brille (oder Kontaktlinsen) als schlecht sehend durch den Alltag. Spätestens, wenn man Freunde nicht mehr grüßt...

S"unflCoweCr_7x3


@ Luftschiff-Fan:

Warum ist man mit schlechteren Augen nicht mehr frei in der Wahl der Fassung? Ich habe 3: randlos, Metall, Kunststoff. Und nicht mal extradünne Gläser (bzw. in einer Brille mittlerweile schon).

C~orCneliNa59


Aus der Begebenheit mit dem Karottensaft geht ja hervor, dass deine Mutter es aus irgendeinem Grunde schlimm findet, eine Brille zu brauchen, und dieses Schlimme ihren Kindern unbedingt ersparen möchte.

Vielleicht liegt der Grund dafür in der Kindheit der Mutter. Ich weiß nicht, seit wann sie selber eine Brille trägt, aber wenn sie die schon als Kind bekommen hat, ist die Chance ziemlich groß, daß es Hänseleien gegeben hat. "Brillenschlange" ist uns, glaube ich, allen vertraut. Je nachdem, wie schlimm das war, will sie vielleicht aus diesem Grund ihren Kindern das Brillentragen ersparen. Aber heute gibt´s ja auch noch Alternativen, Kontaktlinsen oder Laser.

Das wäre jetzt mal meine Vermutung.

@ DiemitdergelbenHose

Was ist denn jetzt? Melde dich mal, was weiter passiert ist. Hast du es nun endlich gesagt?

Es kann übrigens gut sein, daß deine Mutter längst gemerkt hat, daß bei dir was im Busch ist und sich Sorgen macht, was das wohl sein könnte. Ich meine, wenn du plötzlich ziemlich einsilbig im Essen rumstocherst und selbst Aufforderungen wie "Räum dein Zimmer auf" ]:D nur ein dumpfes Gemurre erzeugen, dann wissen Eltern im allgemeinen, daß was faul ist. Sie wird froh sein, daß es nur um eine Brille geht und nicht um was Schlimmeres! :)_

L3uftsch)iff-Fxan


@ Sunflower

Warum ist man mit schlechteren Augen nicht mehr frei in der Wahl der Fassung? Ich habe 3: randlos, Metall, Kunststoff. Und nicht mal extradünne Gläser (bzw. in einer Brille mittlerweile schon).

Oh, wie peinlich, da habe ich mich wirklich ungeschickt ausgedrückt! Natürlich ist man frei, und Leute wie du und ich nutzen auch diese Freiheit, aber die meisten anderen haben da Hemmungen, wie man immer wieder auch hier im Forum an Fragen sieht, die in die Richtung gehen: Ich hätte so gern eine randlose Fassung, findet ihr so etwas bei meiner Gläserdicke akzeptabel?

Ich denke, in die Freiheit, die wir beide jetzt haben, sind wir auch erst mit der Zeit hineingewachsen, zumindest war das bei mir so. Ich erinnere mich, dass ich, als ich mit Anfang 20 erstmals öffentlich Brille trug, weil es mit den Linsen nicht mehr ging, das Brilletragen eigentlich gut fand, wenn nur die Gläser nicht so dick gewesen wären! Inzwischen empfinde ich starke Gläser als mein Markenzeichen, wenn ich plötzlich nur noch -2 brauchte, würde ich mich damit gar nicht wohlfühlen.

Leute, die erstmals eine Brille brauchen, finden es aber oft beruhigend, zu hören, dass das keine "Glasbausteine" sein werden...

MHeroMnymIy


Was soll ich denn sagen, wenn sie fragt, seit wann mir das aufgefallen ist?

Nichts, was du sagen kannst, kann falsch sein, finde ich. Am leichtesten ist es natürlich, die Wahrheit zu sagen. Mit einer Begründung, warum du's nicht schon eher gesagt hast.

Also so in der Art: "Schon vor ein paar Monaten. Aber irgendwie wollte ich mir das nicht eingestehen, dass ich schlecht sehe. Vielleicht habe ich mich auch ein bisschen geniert oder hab' Angst davor, eine Brille zu tragen."

Eltern müssen dann auf jeden Fall denken: "Was für eine reife und ein- (wenn vielleicht auch kurz-) -sichtigTochter wir doch haben."

(Dann diskutiert ihr noch ausführlich, was zu machen ist, esst Karotten-/Möhren-Salat, und es kehrt Friede ein im Haus den gelben Hosen.)

Aber ich kann das alles sehr gut nachvollziehen. Ich würde mir das auch tausendmal im Kopf durchspielen und mir einen Katalog von ungünstigen Reaktionen zusammenstellen. Die Tendenz zum Grübeln ist eigentlich eine sympathische Eigenschaft, nur behindert sie manchmal (oder oft).

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