» »

Panik vor Augenarztbesucht - Dringend nötig, aber zu große Angst

glumXmibäxrli hat die Diskussion gestartet


Hallo :-)

ich weiß nicht, ob der Faden nicht besser im Bereich Psychologie untergebracht ist. Wenn ja, bitte verschieben :-)

Ich habe sehr spezielle Augen (Amblyopie, Hornhautverkrümmung, leichtes Schielen und noch einige weitere Sachen). Dazu allgemein schlechte Augenwerte, komme mit Brille nur auf eine Sehleistung von knapp 60%, das linke Auge hat sogar nur 20% Sehleistung. Das schränkt mich im Alltag leider ziemlich ein.

Nun gut, diese Probleme wurden viel zu spät entdeckt, da meine Mutter von vier Augenärzten (sie wusste, dass mit meinen Augen etwas nicht stimmt) als hysterische Übermutti abgestempelt wurde >:( . Irgendwann fand sie dann einen Arzt, der ihre Sorgen ernst nahm, da kamen dann auch die Diagnosen raus. Für eine vernünftige Behandlung war es zu spät, es wurde nur noch "Schadensbegrenzung" gemacht. Ich musste im Alter von 7-12 Jahren das gute Auge komplett Abkleben, 12 Stunden am Tag. Dazu noch drei Stunden jeden Tag in einen komischen Apparat schauen. Über einen Zeitraum von fünf Jahren! Jeden Tag! Das war für mich als Kind/Teenager echt eine, sorry, beschissene Zeit. Dazu alle sechs Wochen zum Augenarzt. Diese Augenarztbesuche waren für mich schlimm, fast schon traumatisierend. Der Arzt mochte fachlich kompetent sein, menschlich war er es nicht! Ich wurde angemeckert, warum ich so schlechte Werte hätte, fast jedes Mal gab es riesen Vorwürfe vom Augenarzt an meine Eltern und mich. Er prophezeite, dass ich mit 20 blind wäre.

Dazu bekam ich alle 3 Monate diese furchtbaren Augentropfen, die die Pupille erweitern. Das war für mich ebenfalls tierisch schlimm, denn die Wirkung hielt jedes Mal eine volle Woche an. ich war in dieser Zeit extrem lichtempfindlich, konnte nicht richtig Sehen, geschweige denn Lesen. Saß in dieser Zeit nur zu Hause im abgedunkelten Zimmer und konnte gar nichts machen.

Gut, wie man merkt, war es ziemlich schlimm für mich. Als die Behandlung dann endlich abgeschlossen war, wollte ich unbedingt Kontaktlinsen haben. Der Arzt war dagegen und stellte kein Rezept aus. Da ging ich gar nicht mehr zum Augenarzt. War das letzte Mal mit 13 zur Untersuchung, dann noch mit 16 für ein Gutachten (Führerschein). Das kann man aber nicht als Untersuchung zählen. Grob fahrlässig, ich weiß!

Alle zwei Jahre lies ich mir vom Optiker neue Brillengläser machen, aber ich bezweifele, dass diese richtig für meine Augen waren...

Nun habe beschlossen, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Zu einem "Wald-und-Wiesen"-Augenarzt will ich nicht mehr, die sind meist überfordert. Also hab ich einen Termin in einer Poliklinik an einem Universitätskrankenhaus gemacht. Die Klinik hat einen sehr guten Ruf, gerade für Spezialfälle. Musste auch lange auf einen Termin warten, was ich aber gar nicht so schlimm fand :=o . Nun rückt der Termin immer näher und ich bekomme richtige Panikattacken. War schon mehrmals kurz davor, den Termin abzusagen und mir wieder beim Optiker neue Gläser machen zu lassen. Aber ich merke genau, dass sich meine Augen ziemlich verschlechtert haben und Probleme machen. So, wie kann ich mich überwinden, den Termin wahrzunehmen?

Meine größte Angst sind diese Tropfen. Gibt es Mittel, die nicht so lange anhalten?

Mag mir jemand ein bisschen Mut machen?

Danke fürs Lesen @:)

Antworten
S@y2nonjymerixn


Hallo!

Ich denke, wenn du dich an der Klinik untersuchen lässt, ist das das einzig richtige!

Schlussendlich bleibt dir nichts anderes übrig, als da durch. Wartest du noch länger, könnte sich deine Sehkraft verschlimmern, und das ist ja wirklich keine Option!

Ich weiss, wie sich diese Angst anfühlt. Es ist beschissen.

Was die Augentropfen angeht: ich musste mir diese nur einmal einträufeln lassen.....ist echt ne üble Sache. Nach ca. 3 Stunden waren die Pupillen jedoch wieder normal gross und ich konnte normal sehen.

Ich finde das seltsam, dass es bei dir eine Woche angehalten hat?

Ich würde dies auf jeden Fall auch beim Augenarzt ansprechen, dass du diese Probleme mit den Tropfen zur Pupillenerweiterung hast.

Alles Gute und viel Kraft! Hab keine Angst, geh an den Termin und durch ists.

Es ist eh, wies ist, ändern kannst du nichts.

SOynonyqmexrin


Und ja, ich verstehe gut, dass du nicht hingehen willst.

Ich gehöre auch zu denen. Lieber nicht hingehen, dann hat man auch nichts.....

aber es gibt eben Momente, da ist es unumgänglich.

SDunfl%owerx_73


Warum hast Du Angst vor den Tropfen? Klar ist das blöd, weil man hinterher erstmal nicht richtig gucken kann und leicht geblendet wird. Aber das war's doch schon. Nervig, aber harmlos.

Ich kann Dir nur raten: Die paar Stunden sind NICHTS im Vergleich zum Verlust des Augenlichts.

Ich hatte mehrere Netzhautablösungen (dank Kleinstadt-Augenärzte, die eben nie die Pupillen getropft haben – und dank meiner Entscheidung, dass dann auch der Optiker reicht. Statt Augenarzt). Ergebnis: Mehrere OP's, Silikonplomben in beiden Augen, mehrfach gelasert, Glaskörpertrübung, in einem Auge teilweiser Gesichtsfeldausfall.

Ich sollte auch mind. 2x im Jahr zur Kontrolle. Vor 3 Jahren wurde dabei wieder eine beginnende Ablösung festgestellt und ich wurde notfallmäßig in die Augenklinik geschickt zum sofortigen Lasern.

Gestehe, dass ich jetzt fast 2 Jahre nicht mehr zur Kontrolle war. Weil ich es mit Job, Pendeln und dem Nicht-Gucken-Können nicht hingekriegt habe (und mein Augenarzt sehr früh Feierabend macht).

Und klar, ich hasse das Pupillen weitträufeln auch. Die ganzen Untersuchungen, mit Farbtropfen, Betäubungstropfen, Aufsetzen der Lupe, Starren in diverse Lampen,... Hinterher zermatscht-verheulte Optik und der Tag ist gelaufen. Ja, ich hasse es und habe wenig Lust.

Aber: Ich habe diese Woche einen Termin – und werde hingehen. Eben weil ich sehr genau weiß, was auf dem Spiel steht. Weil ich weiß, wie beschissen es war, eines Tages aufzuwachen und auf einem Auge halb blind zu sein. Und weil ich auch Angst habe, weil die letzte Kontrolle schon wieder so lange her ist.

Alternativen zu den Tropfen gibt es leider keine. Ich weiß aber, dass bei mir die Augenklinik jeweils nur EINEN Tropfen gibt, während mein Augenarzt irgendwie schwächere Tropfen hat, d.h. manchmal noch nachtropft.

Geh' hin. Du musst noch lange mit Deinen Augen leben. Und so lästig die Tropfen auch sind: Es passiert doch nix.

wJanf'riexd


Nun habe ich beschlossen, dass es so nicht mehr weitergehen kann.

Das ist der entscheidende Satz in deinem Bericht. Bleib dabei und denke daran, dass dir viel Lebensqualität verloren geht, wenn du nichts mehr unternimmst.

Ich wünsche dir alles Gute – du machst es richtig!

Gruß

SJeren:ity_fi4reflxy


huhu die wirkung der tropfen kann laut den ganzen kliniken in denen ich schon wegen gutahcten war zwischen 3 stunden und 24 std. andauern danach ist sie aber weg die pupillen normal das sehen eben wie vor den tropfen.

ich rate dir geh zum arzt oder klinik lass alles untersuchen. wenns nämlich schlimmer wird und du nicht gehst ist es iregdnwann zu spät und dann?

diese untersuchungen sind nicht schlimm machen nichts schlimmes.

da kann ich dir ganz andre sachen sagen wie 12 stunden in der augen tagesklinik und mehrere verscheinde tropfen und ultraschall am auge oder so. aber das alles wird bei dir ja gar nicht gemacht also...

gFummibAärli


Danke für eure lieben Antworten @:)

Ich hab so Angst vor dem Termin, weil ich halt als Kind/Jugendliche so oft dort war und die Termine für mich die pure Hölle waren. Unsensibler Arzt, der einem furchtbar viel Angst macht, diese ganze Behandlung mit dem abgeklebten Auge (auch in der Schule, Kinder können so grausam sein) und der Stress mit meinen Eltern. Vor jedem Termin gab es Streit und hinterher gab es ellenlange Vorwürfe. Das war für mich so unerträglich. Ich meine, ich bin jetzt 20 Jahre alt, meine Eltern kommen natürlich nicht mehr mit zum Arzt und die Behandlung ist ganz alleine meine Sache. Und trotzdem kommen da die schlimmen Erinnerungen hoch.

Warum ich so Angst vor dem Tropfen habe? Nun, zum einen, weil ich halt die Erfahrung gemacht habe, dass die Wirkung so lange anhält. Das wäre fatal, ich fange am Montag ein Praktikum an, das ich unbedingt brauche. Wenn ich von den acht Wochen eine Woche nur wegen der Tropfen ausfalle, wäre das fatal. Und das Praktikum kann ich unter der Wirkung von den Tropfen auf keinen Fall machen. Ich glaube, wenn das Praktikum nicht wäre, hätte ich auch viel weniger Angst.

Seerenity_gfir4eflxy


versuch doch so bald wie möglich den termin zu bekommen. oder eben was zimlich lang wäre nach dem praktikum.

g2ummHiUbärxli


Der Termin steht ja schon seit einem halben Jahr. Absagen oder verschieben würde wieder so lange dauern, das ist ja auch keine Alternative. Und vor einem halben Jahr konnte ich nicht ahnen, dass ich genau dann ein Praktikum mache^^.

Rrenejssanxce


Deine Angst ist nach Deinem Vorlauf wirklich normal.

Da Du alle zwei Jahre beim Optiker warst, wird wohl nichts Dramatisches passiert sein inzwischen; Schlimmes würde dort ja auch auffallen. Beruhige Dich also und geh da durch. Danach wirds Dir super gehen, so erleichtert wirst Du sein. Nur Mut! :°_ :)*

Sgtell^a80


Ich hab so Angst vor dem Termin, weil ich halt als Kind/Jugendliche so oft dort war und die Termine für mich die pure Hölle waren. Unsensibler Arzt, der einem furchtbar viel Angst macht,

Ich an deiner Stelle würde bei dem Termin in der Klink als erstes von diesen Ängsten berichten. Der Arzt kann das ja nicht wissen...und oft ist es hilfreich, wenn man sowas gleich sagt. Du wirst dich besser fühlen und der Arzt kann auch besser auf dich eingehen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Augen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Hals, Nase und Ohren


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH