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Vitrektomie und Kataraktoperation

Jfivkana hat die Diskussion gestartet


Ich hatte vor ca einem Monat eine Glaskörper und Linsenentfernung auf Grund einer proliferativen diabetischen Retinopathie. Das Auge ist nun mit Silikonöl gefüllt, ich erhielt eine neue Linse. Später soll das Silikonöl gegen Wasser ausgetauscht werden.

Erst sah ich gar nichts auf dem Auge, dann Schatten, inzwischen sehr verschwommene Konturen.

Ich würde gerne wissen, ob jemand ähnliches erlebt hat, wie lange der Heilungsprozess dauerte ond ob überhaupt Hoffnung auf klares Sehen wieder besteht.

Jivana

Antworten
M>argxa


Vitrektomie

Hallo,

ich war 1998 blind und wurde auch vitrektomiert, allerdings hatte ich

das Glück, daß bei mir sofort Wasser eingefüllt wurde. M.W. ist

Silikonöl nicht so günstig, wie ich von anderen Betroffenen erfahren

habe. Allerdings wird das wohl deshalb gemacht, damit die Netzhaut

sich gut anlegt. Nach einem halben Jahr muß das Silikonöl wieder

entfernt werden, sonst droht der Grüne Star.

Es kann schon einige Wochen dauern, bis sich Dein Sehvermögen

bessert, aber wie gesagt, bei Silikonöl bin ich da skeptisch. Ich

konnte schon nach wenigen Tagen ganz gut sehen.

Gewöhnlich tritt nach der Vitrektomie irgendwann der Graue Star auf,

so war es auch bei mir, der wurde komplikationslos operiert. Ich kann

wieder ganz gut sehen. Mein Bericht ist im Internet nachzulesen.

Jqiv&ana


Silikonöl und Wasser

Marga, ich bedanke mich für deine Informationen und ich hatte auch schon vor meiner Operation deinen Bericht im Internet gelesen, der mich sehr beeindruckt hat.

Was mir noch wichtig wäre, ist, was andere mit der Silikonölfüllung im Auge durch/erleben, wie sie mit dem Sehen klargekommen sind und wie die Operation des Austausches des Öls mit dem Wasser funktioniert und wie lange dann die Genesung dauert.

Ich komme mir mit der beschränkten Sicht so nutzlos vor, ich kann zur Zeit weder zur Arbeit gehen noch Auto fahren. Mir geht alles viel zu langsam voran.

Liebe Grüße

MdaNrgxa


Silikonöl

Hallo,

was Du schreibst, kann ich gut nachvollziehen. Momentan habe ich

keinen Mailkontakt mehr mit irgendeinem Betroffenen. Ich denke aber

doch, daß nach Entfernung des Silikonöls das Sehvermögen besser

werden sollte, das hängt natürlich vom Zustand der Netzhaut ab.

Ich vermute, Du bist auch vorher oder während der Vitrektomie

gelasert worden (?).

Ganz wichtig ist: Eine gute BZ-Einstellung, vor allem keine schweren

Hypos oder Schwankungen sowie ein gut eingestellter Blutdruck:

120/70, höchstens 130/80.

Darf ich fragen, in welcher Klinik Du operiert wurdest?

Ich drück Dir die Daumen und wünsche erst mal ein sonniges

Karnevalswochenende

Rita

Jpi&vanxa


Sehvermögen nach Vitrektomie

Hallo Marga/Rita,

vielen Dank für deine Aussagen bezüglich Öl- und Wasserfüllung. Bei mir ist die Netzhaut völlig geschädigt, ich war vorher gelasert worden, die Netzhaut hatte sich so sehr abgelöst, dass ich auf dem rechten Auge nur noch wie durch ein verzerrtes winziges Schlüsselloch sehen konnte, zwischendurch war es ganz dunkel. Das Öl musste eingefüllt werden, denn sonst wachsen die wuchernden Adern weiterhin in das Auge hinein. Das Auge muss erst noch weiter gelasert werden und zur Ruhe kommen, bevor die Wasserlösung eingefüllt wird.

Ich wurde operiert von dem meiner Meinung und Erfahrung nach besten Arzt, den ich bekommen konnte, einem Chefarzt und Professor in der Augenabteilung einer städtischen Klinik . Ich denke, dass er menschlich sehr einfühlsam ist, mir immer wieder Hoffnung macht, sich Zeit nimmt und fachlich exzellent gearbeitet hat und arbeitet. Auch das Lasern schmerzt nicht. Wenn ich zur Kontrolle hingehe, werde ich erst von zwei Assistenzärzten untersucht, anschließend untersucht er mich persönlich und klärt mich jeweils über den postoperativen Entwicklungsstand auf.

Was er erreicht hat: mein Blickfeld hat sich geweitet (weiter als in den letzten 2-3 Jahren), ich sehe verschwommen und etwas gewellt, aber ich kann Formen und Farben erkennen. Und er hat mir mit dem Satz "Sie werden wieder gut sehen" Hoffnung gegeben.

Im Gegensatz dazu war ich vorher in Behandlung bei einem anderen Professor in einer Augenklinik. Dieser Arzt hat mich ein Jahr lang gelasert, auf brutale Weise. Ich habe jedes Mal fast geschrien vor Schmerzen, die Augen brannten bestialisch und ich konnte 2-3 Tage lang nichts sehen, wobei auch jedes Lasern einen erheblichen Sehverlust darstellte.

Jeder Laserschuss hat gestochen, als ob man mit einer dicken Stopfnadel in das Auge ginge. Dass sich mein Auge so verschlechterte, führe ich auf die Laserbehandlungen und die falsche Beratung dieses Arztes zurück. Als ich dann auf dem einen Auge blind wurde, meinte er, er könne nichts mehr machen, damit sei er überfordert.

Trotz meines schlimmen Augenleidens hatte ich das große Glück schließlich doch in die Hände des richtigen Arztes zu geraten!

Warst du auf beiden Augen blind? Wie lange? Was machst du gegen Zuckerschwankungen?

Liebe Grüße

MNargXa


Lasern - blind - BZ-Schwankungen

Hallo Jivana,

also - Lasern tut nur in wenigen Ausnahmefällen weh, so ist es nach-

zulesen und so habe ich es auch erlebt. Ich denke aber, daß es bei

der Qualität der Lasergeräte große Unterschiede gibt. Mein hiesiger

AA hatte mich, als sich 1996 die ersten Blutkringel einstellten, in drei

Sitzungen jeweils mit etwa 200 Schüssen gelasert. Das brachte aber

nur vorübergehend einen Stillstand der Einblutungen.

Bei meinem ersten Termin in der Uniklinik Aachen wurde ich auch

gelasert, in einem Auge wurde aber die Laserung nach ca. 70 Schüssen

abgebrochen, weil die Strahlen nicht mehr durch die Schleier durch-

dringen konnten. Dann fiel das Stichwort OP, was mich zunäcsht ziem-

lich schockte.

Während der Vitrektomie wurden beide Augen mit 1000 Schüssen

gelasert. Diese vielen kleinen Punkte kann ich manchmal auch jetzt

noch sehen. Natürlich wird dadurch die Netzhaut an den Stellen

beschädigt, dennoch hab ich wohl viel Glück gehabt. Ich kann sogar

nachts ganz gut sehen, sogar im hellen Sonnenlicht ohne Sonnen-

brille auskommen, nehme sie aber meistens mit, vor allem beim

Autofahren.

Ja, ich war auf beiden Augen blind - Restsehvermögen 3 %, ich

konnte nur noch hell und dunkel unterscheiden, nicht mehr allein

aus dem Haus gehen, höchstens zu meinem Diabetologen, der

geradeaus in 300 m seine Praxis hat.

Richtig blind war ich etwa ein halbes Jahr. Das war schon schlimm,

ich fühlte mich von allem ausgeschlossen, habe mich aufs Radio-Hören

konzentriert. Mein Mann hat mir zwar aus der Zeitung vorgelesen,

aber war er vorlas, hat mich nicht unbedingt interessiert ;-)

Beim Kochen hat er mir geholfen. Ich sagte ihm auch, laß bloß alle

Gewürze da stehen, wo sie immer standen.

Einmal stieß ich eine Sprudelflasche um, die hatte ich nicht gesehen,

weil sie kein kontrastreiches Etikett trug.

Was BZ-Schwankungen angeht, so ist mein Typ 2 Diabetes sehr

brav, weil ich auch brav bin ;-) Ich wende noch die altmodische CT

an, meine Werte sind im grünen Bereich, mein Doc ist voll mit mir

zufrieden.

Liebe Sonntagsgrüße

Rita

MmiIndy(-Sue


Mein Mann soll zur Vitrektomie!

Hallo!

Mein Mann ist 48 Jahre alt und kann fast nichts mehr lesen. Nach Laserbehandlung soll er eine Vitrektomie durchführen lassen . In welche Klinik soll er gehen? Habt ihr irgendwelche Erfahrungen?

Vielen Dank im Voraus für alle Tips!

Mindy-Sue

MWargxa


Welche Klinik

Ist er Diabetiker?

Dein Mann sollte sich möglichst in eine Uni-Augenklinik mit dem Fach-

gebiet Netzhautchirurgie einweisen lassen. Ich persönlich kann das

Klinikum Aachen empfehlen, auch Köln und München haben einen

guten Ruf. Viel Erfolg!

Myin$dy-Suxe


Hallo Marga!

Ja, mein Mann ist Diabetiker!

Vielen Dank für Deine Tips! Wir wohnen in der Nähe von Nürnberg, wollen uns aber in 2 Wochen an der Uni- Klinik Marburg vorstellen, die uns empfohlen worden ist. Hast Du, oder ein Anderer im Netz, irgendwelche Informationen über diese Klinik. Nächste andere Alternativen wären Erlangen oder München.

Tschüss und Danke

Mindy-Sue

MGarga


Marburg soll auch gut sein.

[[http://www.med.uni-marburg.de/d-einrichtungen/augenklinik/]]

Wichtig bei Diabetes ist, daß sowohl der Blutzucker als auch der Blut-

druck gut eingestellt sind. Große BZ-Schwankungen und Hypos sind

schädlich für die Augen. Auch ein abruptes Herunterspritzen von hohen

Werten ist schädlich. Aspirin/ASS und Marcumar können Netzhaut-

blutungen verursachen/verstärken.

l,orexna


Hallo Mindy-Sue

Habe gute Erfahrungen in der Uni - Koln gemacht. Ich bin 37 Jahre hatte nie was mit den Augen gehabt bis vor drei Jahren mir plötzlich die Linse im linken Auge geplatzt war, danach hatte ich 6 OP ' s und es kamm zur Netzhautablösung die erst eine Woche später vom Arzt erkannt worden ist. Ich bin nach Köln in die Uni Klinik überwiesen worden. Da ich zu der Zeit auf dem linken Auge Blind war gaben die Ärzte mir nur sehr wenig Hoffnung die wollten es versuchen das ich wenigstens noch hell und dunkel unterscheiden kann. Die OP hat gut geklapt heute sehe ich inzwischen schon 20 % mit dem Auge. Auch auf dem rechten Auge bekamm ich eine Netzhautablösung ein Jahr später die auch erst 10 Wochen später Operiert wurde. Auch diese Op wurde zum Glück in Köln gemacht, sonst währe ich heute warscheinlich Blind. Es ist unheimlich wichtig eine Nethautablösung möglichst sofort zu Operieren soviel weiß ich heute jedenfals. Ich denke egal in welche Klinik Ihr Mann geht es sollte möglichst einen Netzhautspezialisten haben. Bei einer Netzhautablösung nicht lange warten möglichst sovort Operiren um so besser sind die Chanzen fürs spätere sehen, oft geht es um Stunden. Leider muste ich das ganze erst jetzt erfahren da mich mein Arzt über das Risiko nicht aufgeklährt hatte.

TOI, TOI, TOI das ihr Mann einen guten Arzt findet und guten erfolg dabei hat.

Gruß Pusteblume 13

JviMvanxa


möglichst in die Nähe

Hallo Mindy-Sue

eine Vitrektomie bei Diabetes ist ein sehr schwerer Eingriff.

Drei Kriterien sind meines Erachtens wichtig bei der Entscheidung:

1. Schnelligkeit, jeder Tag kann über sein Augenlicht entscheiden.

2. Vertrauen und fachliches Können, du solltest den Fähigkeiten und der Menschlichkeit des Arztes vertrauen

3. Die Klinik sollte in der Nähe eures Wohnortes sein, da man nach der Operation zu vielen Nachuntersuchungen fahren muss. (Die kann zwar dein Augenarzt auch machen, doch es ist besser, wenn der Operateur selber das macht)

Was hat dein Mann genau, d. h. welche Schäden haben sich in seinem Auge gebildet? Dann kann ich mehr auf Grund meiner Erfahrung mitteilen.

Ich schreibe aus Süddeutschland, du kannst mir eine e-mail mit deiner e-mailadresse schicken, dann kann ich dir genaueres über die Klinik und die Operation schreiben.

Liebe Grüße und alles Gute für deinen Mann!

Jivana

GLerhgardxWF


Silikonöl rein - raus - rein...

Hallo,

alle genannten Erfahrungen kann ich bestätigen ! Gefährlich ist DER Augenarzt, der nicht zugibt, dass er am Ende seiner Kunst ist...!

Bei mir lief's ähnlich : Großer Netzhautriss - Glaskörpertrübung und erneute Netzhautablösung - Vitrektomie (Silikonöl rein) - erneute OP, diesmal in der Heidelberger Uni-Klinik, die das Auge rettete und die Arbeit von KA-Rüppurr beendete - nach 6 Monaten und scheinbar gutem Verlauf Silikonöl raus und Salzwasser rein. Drei Wochen schöne Aussichten - und dann rissen die Wucherungen auf der Netzhaut dieselbe wieder runter ! (Was der Rüppurrer Prof. übrigens befürchtet hatte...) Jetzt habe ich also gerade wieder eine Woche Augenklinik hinter mir, die Netzhaut ist erneut gut angeheftet, aber das Silikonöl wieder drin - mit allen Konsequenzen. (Und rechts wartet der immer schlimmer werdende Graue Star auf Operation !) Es gibt eine jüngere amerikanische Studie, in denen von 50 % Rück- /Abfallquote geschrieben wird nach Entfernung des Silikons...

Frage: Welche Erfahrungen gibt es mit diesem bzw. gegen dieses Wuchergewebe im Glaskörper, das, wenn nicht frühzeitig unter Kontrolle gebracht, die ganze Maßnahme sabotiert ??? Es gibt Gerüchte, die alternative Medizin hätte erfolgreiche Mittel. Jeglicher Kommentar wäre willkommen...

Gruß an alle Mit-Leidenden

Gerhard

MUarga


Silikonöl

Hallo Gerhard,

ich habe bei den Patienten mit Silikonöl noch keine positiven Erfahrungen

beobachtet. Bei mir wurde zum Glück Wasser eingefüllt - mit noch

immer gutem Ergebnis.

Das Silikonöl wird offenbar dann eingefüllt, wenn dadurch die Netzhaut

womöglich besser anzulegen ist. Leider muß es nach ca. 1/2 Jahr

wieder entfernt werden.

Alternative Methoden wie z.B. Akupunktur haben bei mir nicht geholfen, nur viel Geld gekostet.

Prof. Kirchhof, früher Aachen, jetzt Köln, arbeitet schon seit einigen

Jahren an einer Art Spritze:

[[http://www.ksta.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1024653214740]]

Das Verfahren soll aber nach Informationen anderer Interessenten

noch nicht anwendungsreif sein.

Jsivanxa


silikon wuchergewebe

Hallo Gerhard, (und alle Anderen)

wie geht es dir? bist du noch im Krankenhaus und kannst du dort ins Internet?

Ich bin vor wenigen Wochen wegen dieser verrückten Wucherungen ein zweites Mal operiert worden . Dabei wurde mir ein großer Teil meiner Netzhaut entfernt, der Rest festgelasert und wieder Silikonöl eingefüllt, die Netzhaut wurde mit einer Silikoncerclage befestigt. Ich sehe äußerst wenig, etwas gewellt und sehr verschwommen mit einem großen schwarzen Flecken im Bereich des schärfsten Sehens, und das Gesichtsfeld ist sehr eingeschränkt, doch die Schmerzen sind weniger, ich bin auch etwas besser orientiert als nach der ersten Operation.

Der Arzt meinte bei der letzten Untersuchung die Wucherungen seien durch die Laserung im Moment zur Ruhe gekommen.

Wie kommst du mit dem Silikonöl klar? Ich empfinde es als Fremdkörper und hätte es gern bald wieder entfernt. Doch der Arzt meinte, dass er darüber gar nicht erst sprechen wolle.

Ich bin froh über jeglichen Gedankenaustausch, weil man da doch die Chance hat, etwas Weiteres zu erfahren.

Was ich gut fände, wäre ein Treffen (real oder im Internet) von Menschen, die so etwas erlebt haben und wie sie damit zurecht kommen, z.B. im Alltag, im Beruf, mit der schlagartig reduzierten Sehfähigkeit und der Orientierung.

Viele Grüße Jivana

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