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Zeit für den Optiker?

esll_enlamurxa hat die Diskussion gestartet


Hallo alle

Ich habe eine Frage und denke, dass ihr mir möglicherweise helfen könnt. Ich bin Studentin, 22 Jahre alt und hatte letzthin etwas Mühe mit dem Sehen. Vor den Sommersemesterferien hatte ich gemerkt, dass ich kleine Schrift vom Beamer währenden Vorlesungen nicht mehr scharf lesen konnte und hatte auch öfters Kopfschmerzen und ein ziehen in den Augen. Das hat sich aber nach der Prüfungsphase gelegt und ich habe das auf den Stress abgeschoben. Den ganzen Sommer hatte ich nur selten Kopfschmerzen und auch mit dem Sehen kaum Probleme und dachte das hätte sich gelegt.

Jetzt hat die Uni wieder angefangen und ich hatte schon wieder die selben Probleme. Ich bin mir aber unsicher, ob sich ein Gang zum Optiker lohnt bzw. ob ich überstürzt handle, denn ich hatte ja jetzt mehrere Monate Ruhe.

Ich habe echt keine Ahnung davon, deswegen bin ich mir so unsicher und hoffe ihr könnt mir helfen.

Was ist eure Erfahrung damit? Kann es sein, dass es wirklich nur der Stress von der Uni ist (bzw. jetzt die Aufregung, da man den ganzen Sommer kaum was dafür getan hat und sich nun wieder "daran gewöhnen" muss – ich weiss klingt jetzt total Klischeehaft ;-D ). Soll ich den geschätzten Herr bzw. Frau Optikerin damit belästigen oder noch etwas abwarten ob sichs wieder legt?

Antworten
Hsappy B5anana


Grundsätzlich ist ab 20 ein jährlicher Sehtest defintiv zu empfehlen. Ich vermute mal das sich bei dir ganz langsam eine leichte Fehlsichtigkeit entwickelt. Gehe ml zum Optiker und/oder zum Augenarzt. WEnn du eine Fehlsichtigkeit hast bekommst du ne Brille und wirst schnell wieder Beschwerdefrei sein. Wenn du Brillen nicht magst, kannst du es ja mit Kontaktlinsen versuchen. :-)

H]ap^py B7anBanxa


Mit einem Sehtest bist du beim Optiker übrigens in der Regel deutlich besser aufgehoben als beim Augenarzt. Der Augenarzt ist für die Augenerkrankungen an sich zuständig. :)

SdunfOlo.wer_73


Auch wenn Augenoptiker beim Sehtest besser sind: Gerade bei neuer Fehlsichtigkeit ist eine ärztliche Abklärung IMMER zu empfehlen. Und ggf. eine Kontrolle pro Jahr. Das Auge macht sich halt bei Problemen/Erkrankungen erst sehr spät bemerkbar.

Bei gefühlt schwankender Sehstärke würde ich zudem nicht gleich nach dem 1. Test Brillengläser bestellen, sondern noch 2-3x messen lassen (z.B. unterschiedliche Tageszeiten, unterschiedliche Sehbelastung vorher). Ich kann abens (nach langem Arbeitstag plus Zeit am PC) immer schlechter gucken als morgens, sollte daher nicht unbedingt abends die Augen messen lassen.

Shchl/itzFauigex67


Was hält denn nun davon ab, zum Optiker zu gehen und einfach prüfen zu lassen? Ich meine, man studiert, ist intelligent und dann solche Pippifrage.... Warum sooo viel Unsicherheit?

Gibt überhaupt ein tolles Buch von der GU: Besser sehen in 5 Minuten. Da geht es hauptsächlich auch um Augenstress. Hat mir meine Zahnärztin empfohlen, sie macht das täglich, weil sie eben sehr angestrengt in Wurzelkanäle schauen muß....

e8llenLlyaurxa


Vielen Dank für euer Antworten. :)^

Mein Zögern kommt daher, dass ich ein wenig irritiert bin, dass ich jetzt beinahe zwei Monate keine Sehprobleme hatte und ich nicht sicher bin, ob es evtl. stressbedingt ist. Dass ich studiere spielt dabei keine Rolle, denn mein Studium geht in eine Andere Richtung – ich habe wirklich keine Ahnung von Fehlsichtigkeiten.

Aber ich denke ihr habt Recht, ein Gang zum Optiker bzw. Augenarzt sollte dies schon klären. Ich werde am Montag einen Termin abmachten. Glücklicherweise arbeitet die Schwester eines Freundes in einer Augenarztpraxis und die hat mir heute gesagt, dass sie mir möglicherweise bereits am Montag einen Termin geben kann, da ihr gestern kurzfristig gleich zwei Leute den Termin abgesagt haben – sonst ist die Wartezeit über zwei Monate. Die Chance nutz ich gleich ;-D . Denn langsam fängt es an mich zu stören.

Grundsätzlich habe ich kein Problem eine Brille zu tragen, doch was mich schon ein wenig stören würde, wäre wenn ich sie immer tragen müsste. Und ob ich Kontaktlinsen möchte weiss ich nicht.

Ich habe mich jetzt ein wenig über Fehlsichtigkeiten informiert und so einen Online-Sehtest gemacht. Laut diesem habe ich einen Visus ca. 0.6. Ich weiss, dass dies nur bedingt was taugt, aber ich denke so von Gefühl her, dass ich keine allzugrosse Korrektur brauche. Oder ist ein Visus von 0.6 sehr schlecht?

Was ich alles so gelesen habe, deutet bei mir alles auf eine leichte Kurzsichtigkeit hin. Neuerdings ist mir allerdings auch aufgefallen, dass ich irgendwie Mühe habe zu fokussieren, d.h. wenn ich die Ferne schaue und dann in die Nähe brauchen meine Augen zwei-drei Sekunden bis ich auch in der Nähe scharf sehen kann. Naja. Ich denke eine Brille wird schon nötig sein :-) . Ist aber halb so wild.

Sobald ich mehr weiss, schreib ich hier, da könnt ihr mir sicherlich auch sonstige Tipps bezüglich Gläserwahl etc. geben könnt – noch ein Gebiet von dem ich keine Ahnung habe . :)z

A8ntigGone


Hi

Grundsätzlich habe ich kein Problem eine Brille zu tragen, doch was mich schon ein wenig stören würde, wäre wenn ich sie immer tragen müsste. Und ob ich Kontaktlinsen möchte weiss ich nicht.

Du wirst eine geringe Kurzsichtigkeit und/oder einen leichten Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) haben.

Eine Brille ist dann hilfreich, wenn man die kleine Schrift vom Beamer während der Vorlesungen lesen muss. Auf keinen Fall sollte man jedoch eine Brille bei geringen Werten einer Kurzsichtigkeit den ganzen Tag tragen.

Gibt überhaupt ein tolles Buch von der GU: Besser sehen in 5 Minuten

Ich persönlich mag die Bücher von GU nicht, weil sie eher oberflächlich für die breite Masse sind.

Eine sehr hilfreiche Übung, besonders zu Beginn einer Kurzsichtigkeit ist die Extremakkomodation. Google findet eine Menge dazu.

Die kannst du auch während der Vorlesung ausprobieren und würde wetten, dass du danach die Schrift des Beamers etwas deutlicher sehen kannst.

Zu den Brillengläsern:

Es kommt darauf an, was für ein Gestell man wählt. In ein zierliches Gestell passen am besten Gläser ( es gibt Glas und Kunstoff) mit einem höheren Index. Normal ist 1,5.

1,6 ist dann schon höher und mehr brauchst du auf keinen Fall. Hier mehr zum Glasindex:

[[http://www.lensonlineshop.de/Home-Der-Glasindex.html]]

Auf jeden Fall stimme ich zu, dass man vor dem Kauf der ersten Brille mehrere Messungen und das noch am besten zu unterschiedlichen Tageszeiten machen lassen sollte. Das Sehen ist nicht statisch, es verändert sich im Laufe des Tages.

eXllen]laur2a


Hallo

Danke für den Link und den Tipp mit den Augenübungen. Was ich noch vergessen habe zu erwähnen: Im Frühling als ich das mit dem Sehen zuerst bermekt habe hatte ich beim Lesen oft brennende Augen. Ich dachte damals es wäre Gräserallergie, aber jetzt wo ich wieder mehr lese ist es wieder da – und Gräser blühen jetzt sicher keine ;-). Ich vermute das hängt auch damit zusammen.

Das mit dieser Extremakkomodation klingt interessant, ich bin nicht wirklich scharf darauf ständig eine Brille zu tragen. Habs jetzt einmal ausprobiert habe aber dadurch Kopfschmerzen bekommen, wenn ich so sehr in die Nähe fokussiere. Hab ich die Übung falsch gemacht? Es heisst ja, man solle "so nahe wie möglich" akkomodieren (neues Fachwort gelernt :)z ). Bei mir war da so bei ca. 20-25 cm Schluss, näher geht nicht.

A)ntizgbone


Das klingt mehr nach einer Übersichtigkeit (=Weitsichtigkeit).

Die macht sich oft erst in späteren Jahren bemerkbar, wenn die Akkomodatinsfähigkeit nachlässt. Dann kann es zu Augenbrennen und Kopfschmerzen kommen.

Die wirklichen Werte bekommt man beim Augenarzt mittels Tropfen, die die Akkomodation ausschalten raus.

Also ab zum Augenarzt und berichten, was er gesagt hat.

Die Extremakkomodation ist gut bei Kurz- UND Weitsichtigkeit. Dort länger hinsehen, wo man mehr Schwierigkeit hat, scharf zu sehen.

A5ntig4oxne


Wenn du Lust hast (ich zumindest lerne gerne neue Sachen), guck mal hier, was Akkomodation ist:

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Akkommodation_%28Auge%29]]

Auch wenn ich Wikipedia vermeide und lieber auf anderen Seiten Quellen suche, sind diese Abbildungen sehr gut:

[[http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Akkomodbreiterp.png]]

eTlleznla'urxa


Danke für die aufschlussreichen Links! Tatsächlich, wenn ich so über Weitsichtigkeit nachlese könnte es durchaus das sein :)z .

Ich hoffe jetzt, dass das mit dem Augenarzt klappt, denn 2 Monate warten mag ich nicht. Ich befürchte das mit der Extremakkomodation ist im Moment nichts für mich – auch der zweite Versuch führte nur zu Kopfschmerzen.

Wenn ich jetzt so darüber nachdenke habe ich schon länger diese Probleme, zu nächst nur manchmal und eben vor den Sommerferien dann stärker und jetzt noch mehr :-/ . Ich denke, dass ich es während dem Sommer nicht gemerkt habe liegt daran, dass ich kaum etwas lesen musste und auch nicht auf projezierte Folien schauen musste, darum ist es nicht so aufgefallen. Schon den ganzen Tag versuch ich etwas zu lesen aber nach so einer Stunde fangen mir die Augen an zu brennen :-| . Ich glaube ich lass es für heute mal sein und geh ins Bett, morgen geht's dann vielleicht besser.

Nochmals Danke für die Hilfe!

ADnti6gonxe


Ich befürchte das mit der Extremakkomodation ist im Moment nichts für mich – auch der zweite Versuch führte nur zu Kopfschmerzen.

Du kannst den Punkt in der Nähe auch weiter wegschieben, so dass du keine Kopfschmerzen bekommst.

Z.B. nicht dichter als 50 cm (oder auch 1m) vor dem Auge und den Punkt dann mit der Zeit dichter ans Auge verlegen.

erlle!nlauxra


Also das mit dem Augenarzt heute hat geklappt, meine Bekannte konnte das mit dem Termin arrangieren. Dies ist aber auch schon das einzig erfreuliche an dieser Sache.

Ich muss sagen ich war äusserst aufgeregt! Aber alle in der Praxis waren sehr nett und hilfsbereit und haben sich recht lange Zeit genommen für mich – auch der Augenarzt. Nachdem ich die Probleme geschildert hatte wurden meine Augen getropft und wurde erst dann richtig getestet, ihr kennt es wahrscheinlich wie das abläuft. Lange Rede kurzer Sinn: die Madame braucht eine Brille :)=. Das hatte ich ja auch schon erwartet. Was mich aber von Stuhl umgehauen ist die Tatsache, dass ich stark weitsichtig bin und eine dementsprechend hohe Korrektur benötige. Auf dem Rezept steht:

R: +4.25, + 1.25 177° und L: +4.5, +0.75 89°.

Der Augenarzt meinte, ich hätte das bis anhin wohl gut akkomodieren können, aber da ich nun diese Beschwerden habe brauche ich diese Korrektur und müsse ständig Brille tragen. Damit muss ich mich jetzt wohl abfinden, denn seit ich es weiss stört es mich noch viel mehr. Zudem soll ich in 3-4 Monaten nochmals vorbeikommen, da ich dann womöglich schon eine neue Stärke brauche, weil sich erst dann die Muskeln richtig entspannen.

Das muss ich zuerst noch verdauen, aber ich gehe morgen schon zum Optiker denke ich und brings hinter mich ;-) .

Wie sieht das im Vergleich aus, was sind so "typische" Werte für die erste Brille? Ich kann das gar nicht einordnen. Und: weiss jemand wie dick die Gläser werden bzw. ob man die Stärke der Korrektur sehen wird?

HvaKpp_y `Banaxna


+4,5 Dioptrien ist schon ganz enorm viel. Lass das nochmal von einem Optiker testen. Denn wenn das stimmt, müssten deine Beschwerden deutlich schlimmer sein. Eigentlich dürftest du fast nichts mehr klar sehen, wenn du so schlimm weitsichtig wärst. Augenärzte sind zudem oft bei weitem nicht so gut im Sehtest durchführen wie Optiker. Denn nur die Optiker sind wirklich darin ausgebildet und nimmt sich eine halbe Stunde und länger Zeit. Der Augenarzt ist für die Erkrankungen zuständig und bei dem ist man anch spätestens 5 Minuten wieder draußen.

R_oggerRxabbit


R: +4.25, + 1.25 177° und L: +4.5, +0.75 89°.

Krass :-o . Das ist echt viel und ich wundere ich, dass du bei diesen Werten unsicher warst, ob du überhaupt gehen sollst. Für die erste Brille ist das meiner Meinung nach ziemlich viel. Ich denke schon, dass ein Augenarzt durchaus in der Lage ist die Werte zu bestimmen, aber wenn du dich damit wohler fühlst, schadet es ja nicht, beim Optiker noch einmal einen Sehtest zu machen und dann die Werte abzugleichen. Aber hey, ist doch alles kein Weltuntergang :)_ .

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