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Nach Unfall blind

IinWkamW hat die Diskussion gestartet


hallo,

ich bin neu in diesem Forum und möchte euch alle herzlich begrüßen.

Fürs erste möchte ich euch erzählen, was mir passiert ist und wie es mir dabei geht.

Dieses Thema hattet ihr zwar schon, aber ich habe nicht gefunden, wie ich mitschreiben kann.darum nocheinmal neu.

Ich bin eine Frau, das zweite Mal verheiratet, sehr, sehr glücklich. Ich habe eine Tochter aus erster Ehe und einen Enkel, 2 Jahre. Mein Mann hat einen Sohn und eine Tochter und einen Enkel.

Ich werde im Herbst 44.

Vor 15 Jahren, mit knapp 30, hatte ich einen fürchterlichen Unfall auf der Autobahn. Ein stark alkoholisierter Geisterfahrer hat mich voll erwischt. Der Geisterfahrer wurde tötlich verletzt. Ich hatte lebensgefährliche Verletzungen. Unter anderem, schwerste Schädelverletzungen und Gehirnblutungen, ein schweres Schälelhirntrauma eben. Ich mußte schon am Unfallort 2x reanimiert werden. Mit den Hubschrauber kam ich ins nächste Unfallkrankenhaus.

Dort wurde ich noch des öfteren reanimiert, an diesem und in den nächsten Tagen. Es war lange nicht klar, ob ich überhaupt überleben würde und wenn dann wie.

Ich lag sehr lange auf Intesiv, im Koma und dann im künstlichem Tiefsschlaf.

In dieser Zeit uirden bereits mehere notwendige OP's gemacht. Mein Becken war vollkommen zertrümmert. Und sonnst war auch noch so einiges gebrochen oder gequetscht.

Auch habe ich unsere Babys verlohren, Zwillinge, zwei Mädchen. Ich wäre dabei beinahe verblutet – Reanimation. Das Ergebnis war, dass ich keine Kinder mehr bekommen würde.

Und jett die positive, erfreuliche Nachricht: Ich bin, entgegen der Meinung der Gynäkologen schwanger ind ers werden wieder Zwillinge. Wir sind überglücklich, mein Mann und ich. Mein Mann ist mir seit meinem Unfall und auch natürlich schon vorher immer zur Seite gestanden.

Es folgte eine langwierige Reha. Ich war fast 1 1/2 Jahre im Rollstuhl. Terapien um Terapien, für den Körper und für die Seele. Und dann war da ja noch meine Blindheit. Ich mußte alles wieder neu lernen. Jetzt komme ich ausgesprochen gut damit zurecht. Wir gehen sogar Schi fahren.... Die größte Hilfe war und ist mein Mann.

Letzes Jahr im November hatte ich eine Augen OP und seither konnte ich wieder sehen. Ja, KONNTE. Denn der Erfolg war nur von kurzer Dauer, nicht einmal 8 Wochen.

Die allgemeine Annahme der Ärzte war, dass die OP doch nicht so erfolgreich war.

Seit kurzem hat sich aber herausgestellt, dass ich aufgrund der, eben doch erfolgreichen OP, sehen müßte und zwar gut. Denn jetzt bin ich am rechten Auge blind und am linken habe ich 10%. Am linken desswegen nur10%, weil ich von Geburt an auf diesem Auge einen grauen Star hatte und sich somit der Sehnerv nicht richtig entwickeln konnte.

Die wirkliche Ursache hat sich vor 2 Wochen herausgestellt, als ich am Morgen nicht mehr aufstehen konnte, weil ich meine Beine nicht mehr bewegen konnte. Es ist MS, Multible Sklerose. Ich bin ganz schön fertig. Aber ich denke mir, ich habe schon so viel schreckliches geschafft im Leben, da geht das auch noch.

Außerdem, sind da ja noch unsere Babys, die in 4 Monaten kommmen werden. Und der Schub ist ja Gott sei Dank ohne Schäden, wieder zurück gegangen. Nur der erste Schub, das rechte Auge ist blind geblieben. Es hat allerdings auch ein Weilchen gedauert, bis man wußte, woher diese Blindheit nun kommt.

UND ICH WEISS GENAU, DASS MEIN MANN FEST WIE EIN FELSEN HINTER MIR STEHT UND WIR ES NEBEN EINANDER SCHAFFEN WERDEN!

Ich möchte denen Mut machen, die plötzlich eine Behinderung bekommen haben oder zB blind geworden sind. Das leben geht wirklich weiter, und das sehr schön. Wichtig ist immer, das die Familie hinter einem steht!

Ich braue aber bitte auch etwas Zuspruch, wegen meiner MS. Die liegt mir wirkllich schwer im Magen.

Jemand der mit mir das selbe Schicksal teilt. Und ein Paar gute Tipps wären auch nett, danke.

Bis bald

InkaW

Antworten
T-rJewAu


???

Wenn Du blind bist, wie kannst Du dann im Internet surfen und Beiträge wie den oben verfassen?

A<suka


[[http://www.webformator.de/infos/ampc.html Recherche kann manchmal helfen]]

Ion-}Kog* Nixto


als wir uns zu unserm letzten kidn entschlossen haben, war ich mitte 30 und mein mann ende 50.

natürlich würde ich mein kind nicht mehr hergeben, es kommt nun in die schule,

ABER nach wie vor habe ich ein super-schlechtes gewissen, weil es so einen "alten" vater hat, der bestimmt vor seinem 30 geburstag nicht mehr da ist.

ich habe das selbst erlebt, dass ich mit unter 10 halbwaise wurde und das war ganz schrecklich und nun habe ich das gleiche meinem kind auch angetan.

dieser gedanke quält mich ziemlich, wobei mein mann immer argumentiert, dass ja noch die anderen (älteren) geschwister da sind und auch sonst viel familie,

wenn er dann mal gehen muß, ist kind ja nicht alleine.

trotzdem finde ich den gedanken oft sehr bedrückend und so, wie man sich freut, dass kind älter und verständiger wird und mehr persönlihckeit entwickelt, so läuft für meinen mann/unsere familie der countdown.

ich glaube, deine situation wäre mir zuviel, ich hoffe, du hast für dich den richtigen weg gefunden.

ms ist keine tödliche krankheit und die medis sind heutzutage wirklich sehr gut.

amut`umnr-lixke


@ In-Kog Nito

Eine Garantie hast du nie. Auch, wenn dein Mann jünger gewesen wäre, könnte jederzeit etwas passieren. Wir können alle froh sein, wenn wir einigermaßen gesund durchs Leben kommen.

asutum&n-xlike


@ InkaW

Ich bewundere dich. Ich selbst werde immer darauf angeredet wegen einem Kind und verneine es wegen meinem Alter.

Mein Kind ist erwachsen und jetzt noch einmal neu anfangen möchte ich nicht mehr. Auch im Hinblick darauf, dass ich 60 bin, wenn das Kind 20 ist etc.

Ich sehe MS nicht als Schreckgespenst. MS kann in Schüben verlaufen und man kann viele Jahre beschwerdefrei sein.

Meine langjährige Ehe ist damals gescheitert, weil ich keinen Rückhalt von meinem Ex bekam, als ich erfuhr, dass ich krank bin.

Ja, das Leben geht weiter. Auch bei mir. Bei mir bestand im Sommer auch MS-Verdacht. Aber ich habe einen lieben Freund, der zu mir steht :-) Eine endgültige MS-Diagnose habe ich noch nicht und ich genieße jeden Tag meines Lebens, wo es mir gut geht.

Bei dir kamen viele Schicksalsschläge zusammen. Wir leben im Jetzt und sollen nicht daran denken, was passieren kann. Du bist auf dem richtigen Weg mit dieser Einstellung. Deine Zwerge brauchen dich :-)

S4ylkxa


Wuah...mammamia, Du hast ja einen Streifen mitgemacht. Aber mit der Sehfähigkeit, da würde ich dran bleiben. Ich kenne privat eine Frau, die auch MS hat und ihre Schäden bilden sich nach dem Schub immer wieder zurück. Sie konnte nicht mehr sprechen und redet wieder wie ein Wasserfall usw...

Das mit dem Auge könnte sich also wieder geben. *:) @:) :)* :)* :)*

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Hallo Inka!

Erstmal möchte ich dir sagen, dass ich wirklich großen Respekt davor habe wie du dein Leben meisterst, klasse! Viele hätten wohl schon aufgegeben.

Ich habe in meinem vorherigen Job MS-Patienten betreut. MS kann progredient oder remittierend (schubförmig) verlaufen. Ich weiss nicht wie fortgeschritten deine Diagnostik schon ist, oder ob du erst das CIS hattest. Mit einer medikamentösen Therapie kannst du das Fortschreiten der MS um einige Jahre verzögern.

Wurde die Sehstörung mit hochdosiertem Cortison behandelt? In der Regel wird ein Schub mit entzündungshemmenden Medikamenten behandelt um die Entzündung schnell in den Griff zu bekommen und die Symptome zu lindern. An deiner Stelle würde ich mich an ein auf MS spezialisiertes Zentrum wenden. Alles Gute!

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