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14 Jahre alt, im Wachstum und -6.75 / -7.25 Dioptrien

BYate^s-F8axn


Ich bleibe trotz Gegenwind bei meiner Behauptung, daß Kurzsichtigkeit (meist gepaart mit Astigmatismus) ab 5 Dioptrien eine schwere Behinderung ist.Anscheinend ist hier einigen Leuten nicht klar,daß in diesem Bereich die Gefahr von Netzhautlöchern,bzw. NH-Ablösung, sowie verstärkte Neigung zu grünem und grauem Star erheblich anwächst.Nicht zu vergessen die durch die Dehnung des Glaskörpers verursachten Trübungen (Mouches volant )und Glaskörperabhebungen, die ebenfalls zu NH-Schäden führen können.Weiterhin neigen Fehlsichtige zur Entwicklung eines trockenen Auges( bedingt durch Kontaktlinsen ,aber auch durch Starren ohne Lidbewegung und Befeuchtung).Das nur am Rande, denn ich will durch meinen Beitrag hier darauf aufmerksam machen,daß der Prävention von Kurzsichtigkeit keinerlei Beachtung geschenkt wird.Die Augenmedizin hat für mich auf diesem Gebiet vollkommen versagt. Ein erbärmliches Ergebnis einer Wissenschaft, die lieber die Hornhaut zuerst aufschneidet und dann abdampft (Laser), als die eigentliche Ursache dieser Augenerkrankung ernsthaft zu erforschen.Ich meine, daß Dr. William Bates in seinem Werk " Better eyesight without glasses" die Grundlage für eine wirksame Bekämpfung dieser Augenseuche gelegt hat ! Ich halte dies für den einzigen Ansatzpunkt, von selbst etwas gegen Sehverschlechterung zu bewirken.Aber das interessiert natürlich keinen Augenarzt !

Ich wollte hier niemanden diskriminieren oder zu Nahe treten, aber ich meine : Dies mußte einmal gesagt werden !!!

CRhamSon[ix


Dann solltest du allerdings wissen, dass Kurzsichtigkeit aufgrund eines zu langen Augapfels entsteht und damit die Prävention schwierig sein dürfte.

AYntigxone


Und wodurch wird der Augapfel länger?

E1hemaUliger. Nutze+r (#5=43915x)


Vielleicht hat der te an den Augen ja noch was, was er als einschränkend empfindet.

M0eronYymy


Bei allem Verständnis dafür, dass du deine eigene Situation (wenn ich das richtig verstehe) als einschränkend siehst, so solltest du doch in der Lage sein, den Unterschied zwischen subjektiver Einschränkung (sie ist subjektiv, weil das eben nicht alle in derselben Lage, so empfinden), die natürlich vollkommen legitim ist, und objektiver (keine restitutio ad integrum mit geringem Aufwand, und gesellschaftlich anerkannte Einschränkung in den Aktivitäten des täglichen Lebens) Behinderung zu sehen.

Auch Argumente zur Kurzsichtigkeit als Risikofaktor ändern an diesem Unterschied nichts, da ein Risikofaktor eben das ist, aber keine Behinderung, besonders auch weil in den meisten Fällen eine regelmäßige augenärztliche Untersuchung das Risiko stark minimiert (erbliche Vorbelastung für gewisse Krebsarten ist unangenehm, ist aber per se keine Behinderung, genausowenig wie das TischlerIn-Sein, auch wenn die damit verbundenen Tätigkeiten ein Risikofaktor für den Verlust von einem oder mehreren Fingern ist).

Prävention von Kurzsichtigkeit keinerlei Beachtung geschenkt wird

dieser Augenseuche

Der Grund dafür ist relativ einfach: Die meisten Menschen empfinden Kurzsichtigkeit wegen der mannigfaltigen Korrekturmöglichkeiten nicht als Seuche (was natürlich ohnehin ein unsinniges Wort in diesem Zusammenhang ist) und nicht als Behinderung (ich nehmee sogar an, dass die meisten, die das als einschränkend empfinden eher eine Brillenphobie haben bzw. sich vor allem ästhetisch 'behindert' fühlen). Das kannst du für falsch halten (but who are you to say so) oder für einen Effekt der Gehirnwäsche durch die konspirativ organisierten Optikerinnen und Augenärztinnen, es ist aber so und deshalb besteht kein großer Bedarf an Prävention, noch an alternativen Heilungsansätzen für Myopie. Ich z.B. habe eine Kurzsichtigkeit von über 6 Dioptrien und fühle mich praktisch überhaupt nicht eingeschränkt, nicht weil ich nicht weiß, was ich ohne Korrektur nicht machen kann oder was die Risikofaktoren sind (ich hatte schon Löcher in der Netzhaut und bin gelasert worden), sondern weil es für mich subjektiv keine Situation gibt, wo ich denke, es wäre besser, nicht kurzsichtig zu sein. Und für mich hat die Augenheilkunde also keine Fehler gemacht und ich würde auch nicht wollen, dass sie mehr Resourcen für die Erforschung von Prävention von Myopie zur Verfügung stellt, weil ich denke, dass sie wichtigere Aufgaben hat.

Bei Wililam Bates weiß ich nicht – schadet wahrscheinlich nicht und ist so im Sinne von Feldenkrais-Übungen sicher OK. Wie die wissenschaftliche Beweislage aussieht, weiß ich nicht, wahrscheinlich aber nicht zu üppig. Und das gibt dann doch zu denken, denn die meisten alternativen Theorien, wenn sie denn plausibel genug sind, werden irgendwann massiver aufgegriffen, denn es gibt immer ein Interesse – humanitäre und wissenschaftliche – das auch für eine Theorie spräche. Also dass die Ideen seit 80 Jahren unterdrückt würden, erscheint mir nicht plausibel, wenn ich mir das wissenschaftsgeschichtlich ansehe. Und solange es keine größeren wissenschaftlichen Studien darüber gibt – nicht Einzelstudien zu Hühnern, denn man würde sich wundern, wozu es die noch gibt – würde ich nicht all mein Geld auf eine solche Theorie setzen. Möglicherweise besteht aber daran auch kein großes Interesse – um den Spieß der Gegenargumentation einmal umzudrehen – denn das läge auch nicht im wirtschaftlichen Interesse derer, die mit Büchern zu dem Thema Geld verdienen und deren Glaubwürdigkeit sich zum Teil auch daraus speist, rebellisch die Stimme gegen 'das System der etablierte wissenschaftlichen Meinung' zu erheben, eher daraus, dass sie selbst eine kohärente und plausible Theorie vorlegen (auch x-mal in der Wissenschaftshistorie vorgekommen).

Das ist natürlich auch nur (m)eine Meinung.

S6keylxa


Kurzsichtigkeit bzw. Brille ist in unserer Gesellschaft so normal wie 3. Zähne und somit keinesfalls vergleichbar mit einem Leben im Rollstuhl; [...]

Ich kann nur ermutigen, es gibt so viele Arten der Sehhilfen einschl. Laser-OPs, und schon alleine das macht die Fehlsichtigkeit federleicht gegenüber dem Schicksal eines gelähmten Menschen.

E!hemaliger !Nutzer l(#5s43915x)


Es kann sich aber auch nicht jeder lasern lassen!Ab einer gewissen Dioptrienzahl funktioniert das nicht mehr.

Ich sage es mal so: einschränkend wird das mit den Augen da, wo man halt Nachteile hat, z.B. wenn man augenbedingt keinen Führerschein machen kann. Damit hat man auf dem Arbeitsmarkt eindeutig Nachteile. Und es gibt genügend Leute, die sich beim "Grad der Behinderung" in einer Grauzone bewegen. Es ist zwar eine Einschränkung da, aber sie bekommen keinen Grad der Behinderung.

Zum anderen kommen bei vielen Leuten ja noch mehr Augenleiden dazu, als bloß mal ein bisschen Kurzsichtigkeit. Jemand weiter oben sprach das ja bereits an. Glaskörpertrübung. Ich habe das mit -11 entsprechend. Mir tanzen oft Spinnweben vor den Augen deshalb.

Ich habe mehrere Augenabnormalitäten zusammen und kriege damit nicht mal 30% bspw. Habe von Geburt an sehr stark geschielt, was zwa roptisch nicht mehr sichtbar ist, aber was natürlich zu mangelndem räumlichem Sehen führt. Das geht meistens mit Nystagmus (= Augapfelzittern) einher. Durch das Schielen ist das eine Auge wesentlich schwächer. Ich habe auf dem Auge zwar "nur" -7, habe aber dennoch nur eine Sehleistung von ca. 40%. Das andere Auge mit den -11 erreicht etwas 63%.

Dazu bin ich nachtblind.

Bin bei mehreren Augenärzten gewesen, wegen der Führerscheinsache. Mir stellt dieses Attest mit der Geschwindigkeitsbegrenzung niemand aus. Vor allem auch weil das mit der Nachtsicht n Problem ist. Dann müssten die mir dafür n weiteres Attest ausstellen: darf nachts nicht fahren.

Ich finde, manche machen sich das hier sehr einfach.

Wenn man keinen Grad der Behinderung hat und dann von Arbeitgebern irgendwie diskriminiert wird, hat man ja keine Handhabe, z.B. durch einen Behindertenbeauftragten.

Wenn jemand lediglich 40 und 60% hat, macht sich das im Alltag schon bemerkbar. Ich habe ja bspw. das Problem, dass das linke Auge durchs Schielen nicht aktiv sieht. Wenn mir jemand von links kommt, sehe ich das manchmal nicht wirklich. Hat schon Kollisionen gegeben.

Also so viel zum Thema man müsse ja so ungefähr blind sein, damit man die Fresse aufreißen darf. :-/

mkonRd+stterne


Auch eine Sehbehinderung ist eine Behinderung.

@ Meronymy

Es gibt Menschen für die gibt es nichts schlimmeres als ein unerfüllter Kinderwunsch. Es gibt Menschen für die gibt es nichts schlimmeres als 5 Pfund Übergwicht. Es gibt Menschen für die gibt es nichts schlimmeres als Haarausfall. Es gibt Menschen für die gibt es nichts schlimmeres als eine krumme Nase.

Du erwartest von einer Jugendlichen, dass sie den Unterschied zwischen subjektivem Leid und objektiver Behinderung erkennt. Warum? Erwachsene können es doch auch nicht.

@ Skeyla

Kurzsichtigkeit bzw. Brille ist in unserer Gesellschaft so normal wie 3. Zähne und somit keinesfalls vergleichbar mit einem Leben im Rollstuhl; [...]

Ich sehe hier keinen Grund zur Herablassung.

EghemaEliger FNutzjer ( #543x915)


na ja, v.a. sind immer noch genügend Leute Mobbingopfern wegen Brille, Augenproblemen. Das kann man ja nun nicht weg leugnen.

Entweder ist es die Ästhetik (bäh fette Gläser) oder weil die Leute Einschränkungen beim Sport haben. Kinder und Jugendliche sind nun mal vielfach grausam, was so was angeht...

Allerdings sehe ich bei dem Vorstellungshorizont mancher Erwachsenen zu denen von Kindern und Jugendlichen auch nicht den wirklichen Unterschied. ]:D

Wenn jemand z.B. ne leichte Gehbehinderung hat, ist das auch ne Einschränkung... von dem her kann man auch "schwächere Augenerkrankungen" als Einschränkung sehen.

Nicht umsonst werden 0 Dioptrien und ein Visus von 1,0-1,5 als Normalität, gesund angesehen. Alles, was davon abweicht, wird korrigiert – kann aber nicht immer korrigiert werden.

Der TE kann ja auch nen schlechten Visus bspw. haben. Es gibt genügend Leute, die sogar bei -6 schon einen deutlich schlechteren Visus als 1,0 haben. Das soll dann keine Einschränkung sein?

Ich muss z.B. bei meinen Augenwerten bereits n Fernglas benutzen, wenn ich Objekte, z.B. manche Straßenschilder oder auch mal die Schilder am Bahnhof sehen möchte, ohne mich da in zu krasse Nähe zu begeben, was teilweise auch sehr zeitaufwändig werden kann.

MDero4nymxy


@ Hilaria

Eine Sehbehinderung ist natürlich eine Behinderung, das habe ich oben auch deutlich gesagt, und bei deinen Symptomen sollte man das auch als solche anerkennen. Aber eine auf Normalvisus korrigierte Kurzsichtigkeit ist keine Behinderung, finde ich, das ist ja der Punkt. Ist nicht ur-super und kann bei genügend Blöden in der Umgebung zu Mobbing führen (was aber natürlich gerade bei der Konzeption von Fehlsichtigkeit als Behinderung ansetzt), aber ist eben mit kleinem Aufwand verschwunden (im Gegensatz zur Gehbehinderung).

@mond+sterne

Du erwartest von einer Jugendlichen, dass sie den Unterschied zwischen subjektivem Leid und objektiver Behinderung erkennt. Warum? Erwachsene können es doch auch nicht.

Meine Rede richtete sich ja eigentlich an Bates-Fan. Aber eigentlich können auch 14-Jährige den Unterschied begreifen, rational meine ich. Das subjektive Empfinden von Leid und Einschränkung, das will und kann nicht wegargumentieren, also wenn man etwas als schlimm empfindet, dann ist das so. Nur man soll nicht das subjektive Leid in einen objektiven Tatbestand umargumentieren.

E4hemalniger NLutze"r (#54391x5)


Vielleicht kann es ja bei ihm nicht auf Normalvisus korrigiert werden?

Ich kenne Leute, die round about -7 haben, die auch bloß 60-80% damit sehen. Das ist ja auch keine Normalsichtigkeit mehr.

M[ero|nymy


Dann hätte TE das geschrieben. Sonst besteht die Behinderung hauptsächlich darin, in der Früh nur Schemen zu sehen und des Gefühls des Auf-die-Brille-Angewiesen-Seins.

A6lAl\estoxll


Ich habe eine starke Hornhautverkrümmung und brauch die Brille auch,weil ich sonst alles ein wenig verzerrt sehe. Das hat mein Vater auch.

Bei meiner Schwester kann der Visus schon nicht mehr mit Brille auf 100% korrigiert werden, und ich habe Angst, dass das bei mir auch so laufen wird.

Akllest]oll


Ich bin übrigens eine sie.

E/hema.liger NutXzeLr (#5439x15)


-ich finde, man sollte jemandem, der noch jünger ist, das nachsehen. :-)

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