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14 Jahre alt, im Wachstum und -6.75 / -7.25 Dioptrien

E#hemalige4r Nudtzer (I#54391x5)


na ja das war eine Sache, bei der ich mir vorher nichts gedacht habe. Es sind zwei Nannystellen im Ausland gewesen, die ich als Sprachreise sozusagen bzw. als Überbrückung angedacht hatte.

Bei den einen habe ich nur mal gesagt, dass ich keine 10/10 habe und die drehten direkt am Rad, dass man mir ja die Kids nicht mehr anvertrauen könne und ich habe denen von vornherein gesagt, dass ich kurzsichtig sei. Die haben mich rausgeworfen.

Bei der zweiten Familie bin ich mit dem Mann mit zwei Kaffeebechern in der Hand zusammengestoßen. Er kam mir von links rein. Ich schrieb ja schon weiter oben, dass ich mit dem linken Auge Probleme habe. Das Gesichtsfeld ist de facto sehr eingeschränkt. Na er fragte mich dann natürlich auch, ob ich was mitn Augen habe. Das Problem ist, dass durch dieses Malheur der ganze Teppich versaut war... Die beiden Kaffeebecher sind überall hingespritzt.

Wenn dir das nicht klar ist, wie diskriminierend Leute sein können, frage ich mich wirklich, wo du lebst.

Mein guter Freund, mit dem ich bald zusammen lebe, hat ne Gehbehinderung. Was meinst du, was der alles so einstecken muss? Auch an der Uni haben die Dozenten ihn sogar schon diskriminiert. Der ist mit der Behindertenbeauftragten bereits dagegen vorgegangen.

Als Lehrer sehe ich das heute auch nicht als Problem an, keine Top-Sehleistung zu haben. Im Unterricht beeinträchtigt das nicht. Das Einzige, was ich eben immer haben werde, ist diese elendige Fahrerei. Es ist nun generell ein Unterschied, ob man FS hat oder immer auf die Öffis angewiesen ist. Was nicht heißt, dass Letzteres nicht geht.

Ich habe jetzt auch übergangsweise einige Monate nen Job gehabt, wo ich täglich 4h gependelt bin. Ich bin, bis auf ein einziges Mal, nie zu spät gekommen.

Im Übrigen spreche ich in diesen Fällen mit den Jobs oder Diskriminierungen ja nicht bloß von jemandem, der nen schlechteren Visus hat, sondern von jemandem, der durchs Schielen quasi, was das aktive Sehen angeht, einäugig ist.

Ich habe das schon insoweit gelernt zu kompensieren, was ich allerdings dazu bemerken muss ist, dass es über die Jahre schlechter geworden ist bei mir.

Ich sage es mal so: im gewöhnlichen Alltag, z.B. wenn ich einkaufen gehe, walke, schwimme, meine Unterrichtssachen mache oder was auch immer, dann fällt das niemandem auf. Es fällt da auf, wo es um Feinheiten ginge. Aber so was würde ich eben als Job auch nicht in Erwägung ziehen.

Ich habe im Studium Verwaltungsarbeit mal beim Arzt gemacht, Nachhilfe gegeben, Kinderbetreuung gemacht, Texte lektoriert usw. Und jetzt hatte ich übergangsweise nen Job als Behinderten-Betreuer. Das fiel da nirgends auf.

G[utckixgucki


Wenn dir das nicht klar ist, wie diskriminierend Leute sein können, frage ich mich wirklich, wo du lebst.

Es gibt sicherlich Leute die diskriminierend sein können. Aber ich suche mir meine Freunde aus, die mich so akzeptieren wie ich bin, mit denen ich offen über meine Probleme reden kann und umgekehrt auch. Und wenn man eigene Probleme gleich thematisiert und offen legt, so kommt es überhaupt nicht zur Diskriminierung. Übrigens haben die allermeisten Menschen irgendein Problem.

Ich habe auch Freunde, wo der Mann eine Gehbehinderung hat, der hat aber einen tollen Beruf, muss viele Konferenzen halten und steht viel im öffentlichen Leben. Der wurde jedoch noch nie diskriminiert. Aber vielleicht sind wir in Luxemburg ja generell auch toleranter. In Luxemburg leben und arbeiten ja auch viele Ausländer von verschiedensten Nationen und Religionen tolerant und friedlich zusammen.

Kleiner Tipp noch: All diejenigen von denen Sie diskriminiert werden, einfach nicht beachten, auf solche Leute kann man gut verzichten. Und sollte es bei der Arbeit Probleme geben, offen mit dem Chef darüber sprechen und dann ist das Problem meist schnell gelöst.

A&llZeustolxl


@ Guckigucki

Man kann sich nicht immer entscheiden, mit welchen Leuten man zu tun hat. Es geht nicht.

EtheEmali1ger Nu,tzecr (#543x915)


Na, von meinen Freunden und Bekannten diskriminiert mich niemand. Die haben fast selbst alle was.

Mir ging es um die Allgemeinheit und auch um dieses Nanny-Beispiel. Ich habe ja bei der ersten Familie sogar noch nachgelegt, dass ich damit zahllose Jobs schon gemacht habe usw.

Wie gesagt, ansonsten sehe ich das auch nicht als Problem. Bei Lehrern tolerieren/akzeptieren das, soweit ich mitbekommen habe, die meisten. Ich meine, dass ich noch bissl Silberblick nachbehalten habe, kann man durchaus sehen.

Was halt 2-3 SuS nur mal meinten, dass es so aussehe, als ob ich die nicht richtig angucken würde. Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, die Teens mit Namen anzusprechen und mich mehr in ihre Nähe dann zu begeben. Aus der Ferne mag es manchmal so aussehen, als ob ich die nicht richtig angucke,. Ist sehr unterschiedlich.

EHhemalvige^r Nut_zerF (#543x915)


Luxembourg, Holland oder USA sind sowieso für mich ne andere Schiene. Da haben Behinderte, Kranke, psychisch Erkrankte sowieso ne etwas andere Stellung.

In den USA gehört es ja schon fast zum guten Ton, zum Therapeuten zu gehen. Ich war mal einige Wochen dort und es erstaunte mich direkt, wie offen die Leute dort mit Krankheit usw. umgehen. Das habe ich hier bisher kaum erlebt.

i=vy01d3x)


@ allestoll

es gibt tag u. nacht kontaktlinsen, die möglichkeit zu lasern oder die varinte multifokallinsen. letztere varianten aber nur bei konstanten werten möglich

G%ucki^guc_kxi


Mir ging es um die Allgemeinheit und auch um dieses Nanny-Beispiel. Ich habe ja bei der ersten Familie sogar noch nachgelegt, dass ich damit zahllose Jobs schon gemacht habe usw.

Die Augen waren bestimmt nicht ausschlaggebend für die Entlassung. Die Nannys Arbeitgeber hätten dann auch sonst was gefunden um Sie zu entlassen. Das Kaffee Missgeschick kam Ihnen bestimmt entgegend. Mit Nanny's Familien habe ich schon sehr oft komische Dinge gehört.

E{he(maliger NuLtzer /(#543915)


Das kann natürlich sein, dass das Haar in der Suppe gesucht worden ist.

A<ll=estoxll


Oh nee, jetzt ist es schon so weit.

Mit Kontaktlinse kann rechts nur noch auf Visus 80 korrigiert werden.

C0un-nan


Ich kenne Dein Problem nur allzugut. Bei mir fing es damals im Schulalter an. Zuerst hatte ich so um die -3 Diop. mit der Zeit wurde es dann immer mehr. Manchmal veränderten sich die Werte von Jahr zu Jahr nur geringfügig, aber es gab auch Jahre mit über 1 Diop. Veränderung. Das machte mich damals auch völlig fertig. Jeder Augenarztbesuch war für mich der totale Horror. Dabei wußte ich mit der Zeit dann irgendwann, dass sich meine Augen wieder "verschlechtert" hatten. Gerade wenn man zur Schule geht und die Zahlen und Buchstaben an der Tafel nicht mehr so deutlich sieht, dann ahnt man schnell was. Damals sagten mir die Ärzte, dass ich mir keine Sorgen zu machen brauche, da meine Augen ansonsten völlig gesund sind und der Prozess irgendwann zum Stillstand kommt. Bei mir war es so, dass meine Augen bis 20 Jahre sich am meisten veränderten, danach verlangsamte sich das ganze. Zwischen 20 – 30 Jahre gab es dann noch einige Veränderungen. Mit ca. 30 Jahren kam das ganze tatsächlich zum Stillstand. Heute bin ich 41 Jahre alt und habe so um die -13 Diop. Das klingt jetzt viel, aber im Grunde ist es egal, ob man nun – 6 Diop. oder -13 Diop. hat. Gedanken machte ich mir immer über die Dicke meiner Brillengläser. Natürlich war ich wenig amused darüber. Glücklicherweise gibt es heute hochbrechendes Glas in Kombination mit einem kleineren Gestell, so dass man mir die Stärken anhand der Brille nicht ansieht. So komme ich ganz gut klar damit. Aber es ist natürlich nervig, wenn man im Bett oder in der Dusche nichts sieht. Kontaktlinsen trage ich auch, aber länger als 6 Stunden vertrage ich sie nicht, da meine Augen zu trocken dafür sind. Spezielle Benetzungslösungen nutze ich dann auch noch.

Bei meinem letzten Augenarztbesuch wurde mir gesagt, dass die refraktive Linsenchirugie große Fortschritte gemacht hat bzw. weiterhin macht. Lasern scheidet bei mir aufgrund der Stärken aus. Dafür kann heute ein Austausch der Augenlinse vorgenommen werden bzw. es wird eine zusätzliche künstliche Linse eingesetzt. Es gibt da mehrere Verfahren. Derzeit scheue ich noch etwas davor zurück, aber ich spiele schon mit dem Gedanken, das irgendwann in den nächsten Jahren machen zu lassen. Der Gedanke ohne Brille bzw. Kontaktlinsen auszukommen ist für mich zu verlockend. Allerdings weiß ich auch nicht, wie es sich dann mit weiteren Veränderungen des Auges verhält. Heute mit gut 40 merke ich schon, dass jetzt auch noch die Weitsichtigkeit dazukommt. Ich werde mich bei nächster Gelegenheit ausführlicher vom Arzt dazu beraten lassen.

Also verzage nicht! Es gibt heute schon viele Möglichkeiten und in den nächsten Jahren werden noch mehr dazukommen. Bis dahin solltest Du dich mit der Situation arrangieren, indem Du dir eine passende Brille bzw. Kontaktlinsen besorgst. Leider weiß man heute immer noch nicht, welche Ursachen die Kurzsichtigkeit hat. Ist schon komisch alles. Aber wenigstens kann man ansonsten ein normales Leben damit führen. Ab und zu ruhig mal denken "Es gibt weitaus schlimmere Dinge"

A2lles'tolxl


Ich war noch einmal beim Optiker...

Und habe eine etwas stärkere Winkelfehlsichtigkeit. Evtl bekomme ich dann doch andere Gläser, mit denen endlich die volle Leistung aus meinem Auge geholt werden kann. Und das ist dann Visus ca. 200! So erreiche ich längst nicht so viel mit normalen Gläsern.

Kontaktlinsen gibt es dafür allerdings leider keine...

Zudem wurde bei mir eine Abnormalie festgestellt: Mein blinder Fleck ist ca. doppelt so groß wie bei anderen Menschen und hat verschwommene Ränder, damit werd ich noch zum Augenarzt und fragen, woher das kommen kann und ob damit irgendwelche Brschwerden später auftauchen können...

mUed/ival


Ich verstehe ganz ehrlich dein Problem nicht und finde das du dich da grad total unnötig in was reinsteigerst! Du hast eine Sehschwäche wie Millionen anderer Deutscher, ich kenne fast keine Menschen die gänzlich ohne Hilfsmittel auskommen! Das ist keine "Behinderung" mehr im eigentlichen sinne, red dir das nicht ein, du hast NUR eine Brille!

NUR??

also ich finde das ist schon eine ganz schön unangenehme Behinderung.

stell Dir doch mal vor:

Robinson Crusoe wäre Kurzsichtig gewesen – er hätte wohl kaum lange überlebt!

Übrigens bei Naturvölkern ist Kurzsichtigkeit extrem selten, die "Kurzsichtigkeitsgene" werden also erst durch unsere zivilisationsbedingten Seh/Lebensgewohnheiten aktiviert!

hier noch was dazu:

[[www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/forschung/article590424/Brille-Spiel-Mann.html]]

M#eroTnSymy


Robinson Crusoe wäre Kurzsichtig gewesen – er hätte wohl kaum lange überlebt!

Wäre er kurzsichtig gewesen, hätte ihm Daniel Defoe eine Lösung zurechtgeschrieben. :-/

Und selbst wenn es ihn gegeben hätte, heißt das jetzt auch nicht viel (außerdem gab es im 18. Jahrhundert schon Brillen).

Übrigens bei Naturvölkern ist Kurzsichtigkeit extrem selten, die "Kurzsichtigkeitsgene" werden also erst durch unsere zivilisationsbedingten Seh/Lebensgewohnheiten aktiviert!

Abgesehen davon, dass "Naturvolk" ein etwas schwer definierbarer Begriff ist, der, glaube ich, auch so in der Anthropologie nicht mehr verwendet wird, ist das eine Allerweltsbehauptung. Und selbst wenn sie bewiesen wäre, was wäre die Schlussfolgerung: dass Fehlsichtigkeit nichts Genetisches hat und nur durch Lebensumstände produziert wird?

Und was ist überhaupt der Schluss? Dass Fehlsichtigkeit ein Produkt der Moderne ist? Aber selbst wenn, dann ist die Moderne doch gerade die Zeit, die Fehlsichtigkeit in der Mehrheit der Fälle ohne große Einschränkungen korrigieren kann, sodass man eben nicht behindert ist (weil du heute auch mit -10D Mammut jagen könntest, während das vor ein paar Jahrtausenden eher dumpf für dich ausgesehen hätte).

Szteelvenx01


Meine Theorie:

Kurzsichtigkeit wird sehr häufig vererbt. Ganz früher konnten sich Kurzsichtige nicht wirklich vermehren, weil es schwierig war zu Überleben wenn man nicht richtig jagen konnte oder die Gefahren zu spät entdeckt hatte.

Jetzt wird das kleine Problem einfach mit einer Sehhilfe ausgeglichen.

;-D

KWaFdhidxya


Habe jetzt nicht alles gelesen, aber: das muss nicht proportional weiter gehen mit der Augenverschlechterung. Habe auch schlechte Augen (etwa wie Du, vielleicht 1 Diop. mehr) und das hat sich als Teenie "festgelegt" – wurde nur sehr schleichend mehr.

Übrigens wurden meine Augen auch von selbst besser, beim letzten Mal hat der Optiker mir eine Brille mit 0,5 weniger gemacht :-o er meinte, das käme sicher daher, dass ich von Bildschirmarbeit umgestiegen bin auf was anderes.

Bis dahin hielt ich das für ein Gerücht mit "Augen anstrengen und schlechte Augen"...

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