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Brillengläser zu dick?

M9erFonymxy


Und der Eindruck, dass mir alles mögliche an "Phobien", Irrationalität und sonstige "Unreife" unterstellt würde, wenn ich keine Brille tragen möchte.

Ich habe ausgeführt, warum ich das so sehe. Das kann man natürlich auch anders sehen.

Ich bewerte Phobien und Irrationalitäten nicht. Ich hatte und habe genügend von jenen.

Und jede hat ein Recht auf ihre eigenen Phobien, Irrationalitäten und Widersprüchlichkeiten.

Tsamiz20x14


Eure unterschiedlichen Sichtweisen zu der Sache finde ich sehr interessant.

Dann gebe ich auch mal mein Statement dazu ab.

Also, es ist halt so, dass ich mich selber nicht als Brillenträgerin sehe. Nach etwas Eingewöhnungszeit lief es anfangs zwar relativ gut, aber irgendwann habe ich dann festgestellt, dass Brille tragen doch nix für mich ist. Wieso das dann so kam, weiss ich nicht genau. Jedenfalls habe ich meine Brille immer seltener getragen, das steigerte sich so weit, dass ich sie aktuell eigentlich nur noch zum Autofahren und Fernsehen nutze. Dass diese Methode Einschränkungen mit sich bringt, sofern masn nicht nur -0,50 Dioptrien hat, ist wahrscheinlich jedem Kurzsichtigen klar.

Bei mir ist es so, dass ich das ständige scharfe Sehen nicht so sehr vermisse, wenn ich keine Brille trage. In vielen Situationen nervt es zwar, Dinge nur schlecht oder gar nicht zu erkennen, aber man kann damit leben. Also das macht mich jetzt nicht total fertig oder so. Und wenn es so wäre, hätte ich ja Möglichkeit, Abhilfe zu schaffen: Brille tragen 8-)

Kontaktlinsen wären natürlich die ultimative Lösung, weil man die nicht sieht und man super damit sehen kann ;-D

Dabei liegst du mit dem Stichwort "Phobie" vielleicht gar nicht so falsch, da ich tatsächlich einige Bedenken habe, was Kontaktlinsen betrifft. Darum überlege ich noch, ob ich mal einen Termin beim Anpasser machen sollte ":/

Da man mit meinen Werten auch ohne Korrektur noch einigermaßen klarkommen kann, ist der "Leidensdruck" nicht so hoch - bei Werten wie -8 Dioptrien wäre es natürlich keine Option, nicht zu handeln.

T;ami2J014


Nachtrag:

Es macht mir nichts aus, wenn jemand Kritik an meinem Vorgehen äußert - wenn ich mich irrational verhalte, darf man mir das sagen, ohne dass ich deswegen eine Krise kriege ;-D

1400 swatxch


Da man mit meinen Werten auch ohne Korrektur noch einigermaßen klarkommen kann, ist der "Leidensdruck" nicht so hoch

Nun ja...wenn man keinen wert darauf legt was zu sehen..

ApntigYone


Da man mit meinen Werten auch ohne Korrektur noch einigermaßen klarkommen kann

Tami, Blinde kommen auch "einigermaßen klar". ;-)

MLeruoAny'my


Ich war in meiner prä-KL Teenagezeit auch mit ungefähr dieser Stärke unterwegs. Geschafft habe ich es, dass es ganz wenigen Leuten auffiel (das war ja das Ziel, nicht als nicht-Brille-tragend erkannt zu werden). Aber Klarkommen im Sinne von keinen Stress Haben war das wahrlich nicht. Vielleicht ist das in der Schule anders, wo man ja ständig Dinge tun muss, die mit -4 Dioptrien einfach nicht möglich sind (von der Tafel, dem Overhead, etc. Lesen). Ich kann mich auch nicht mit jemandem in einem Lokal treffen, weil es mir einfach zu peinlich wäre, herumzugehen zu den Tischen und die Bekannten einfach nicht zu sehen. Praktisch geht es, wenn nichts Überraschendes passiert. Aber falls ich einen Straßennamen hätte lesen müssen, oder die Anzeigetafel in einem Bahnhof, wäre ich überfordert gewesen. Ich glaube, ich hätte selbst beim Computer näher heranrücken müssen. Also Unannehmlichkeiten, die mich dazu geführt haben, dass ich KL, die mir erst ab 14 'genehmigt' wurden, als die Rettung all meiner Miserien anzusehen. Waren sie auch in dem Sinne, dass ich damit sehen konnte und dieser Art von Stress weg war.

Also wenn man die Brille immer bei sich hat, um sie im Notfall (wie eben z.B. auf einem Bahnhof oder bei einer Powerpointpräsentation) aufzusetzen, dann geht das noch. Aber sonst war der Druck so groß, dass ich große Unannehmlichkeiten mit den KL auf mich genommen hätte, wenn ich sie nur bekommen hätte.

O~mikrxon


Ich habe ähnliche Werte wie Tami. Für mich wäre es aber undenkbar ohne Sehhilfe durchs Leben zu gehen, da ich Dinge nur noch sehr schemenhaft wahrnehme. In unbekannter Umgebung oder schlechten Lichtverhältnissen ist es noch schwieriger, etwas zu erkennen. Auch hätte ich Angst, andere zu gefährden, z. B. indem ich vor Fahrradfahrer oder Autos laufe, weil ich sie nicht erkannt habe. Es ist zwar eine persönliche Angelegenheit, aber ich würde jedem bei über -4 dpt dazu raten, eine Sehhilfe zu benutzen, egal ob Brille oder Kontaktlinsen.

;-)

1u00$ swatxch


Für mich wäre es aber undenkbar ohne Sehhilfe durchs Leben zu gehen

Ich verstehe es auch nicht. die Lebensqualität leidet doch sehr wenn man so schlecht sieht :|N

.

Auch hätte ich Angst, andere zu gefährden, z. B. indem ich vor Fahrradfahrer oder Autos laufe, weil ich sie nicht erkannt habe.

Sicherheitsbedenken hatte auch ich bereits angesprochen und dabei auf den möglichen Einfluss des Freundes verwiesen. Dazu geäußert hat er sich nicht. Ich jedenfalls wäre sehr beunruhigt zu wissen das meine kurzsichtige Freundin ständig ohne Korrektur draußen ist. Mit mir hätte sie Stress bei so viel unvernunft.

A~nj\a_E


die Lebensqualität leidet doch sehr wenn man so schlecht sieht

Wieso leidet das die Lebensqualität? Eine Einschränkung der Lebensqualität verbinde ich in erster Linie mit Schmerzen, Behinderungen, Missempfindungen (z.B. auch Schwindel, Benommenheit) etc.

Natürlich kann man von schlechtem Sehen auch Kopfschmerzen, Schwindel etc. bekommen, aber nur wenn man krampfhaft versucht, scharf zu sehen. Das tue ich aber nicht. Ich will eigentlich gar nicht richtig scharf sehen, empfinde es als unangenehm.

Da mit meinen Werten um etwa -5 (die sich auch immer noch etwas zu steigern scheinen) es jedoch tatsächlich sehr unsicher ist, ohne Brille rumzulaufen, habe ich für mich die Lösung gefunden: Ich trage im Alltag meistenteils eine ältere, um 1-2 Dioptrien zu schwache Brille, und setze zum Autofahren, Kino, Theater, Museum etc. dann eine Brille mit den aktuellen Werten auf.

1Z00 _swLatcxh


Wieso leidet das die Lebensqualität? 

Deinen Text verstehe ich nicht ganz ":/

Du sagst das jemand, der mit über -4 Dioptrien im Alltag ohne Brille oder KL unterwegs ist dadurch nicht unbedingt in seiner Lebensqualität eingeschränkt ist.

Selber hast du ähnliche Werte, die du aber mit einer etwas zu schwachen Brille korrigierst, so daß eine Defizit von -1,etwas Dioptrien bleibt. Und diese ~1,5 vergleichst du mit -4,25 ?

Mit einem Vergleich deiner -5 und den -4,25 wärst du näher dran gewesen, das hätte ich verstanden, aber einen unkorrigierten Rest von -1,was kann man doch kaum mit -4,was gleichsetzen.

Wenn solche Werte ohne Korrektur so angenehm wären, warum korrigierst du dann auf -1,x runter?

M*ero.nyxmy


es jedoch tatsächlich sehr unsicher ist,

Wenn du da jetzt noch hinzufügst, dass es auch sehr unkomfortabel ist, weil du dich einfach mit -5 oder auch -4 schlechter orientieren kannst (da du Anzeigetafeln, Straßenbahnnummern, Straßennahmen, Türschilder, Tafelbilder/Projektionen, etc. nicht oder schlecht lesen/erkennen kannst), dann ist das das, was mit verminderter Lebensqualität gemeint ist.

L1uftRschifef-fF*an


Wobei zur Lebensqualität ja auch eine soziale Komponente gehört - z.B., dass man für stur und unhöflich gehalten wird, wenn man Bekannte "übersieht", dass man für wenig hilfsbereit oder aufmerksam gehalten wird, weil man nicht mitbekommt, wo es bei jemandem "hakt".

Ebenso gehören zur sozialen Komponente Dinge, die man unterschiedlich empfinden kann: Dem einen dürfte es unangenehm sein, sich z.B. die Preistafel bei McDonalds von seiner Begleitung vorlesen lassen zu müssen, der andere genießt es vielleicht, bei so vielen Dingen des täglichen Lebens Hilfe zu benötigen und vor allem: zu bekommen! Der eine wird dazu tendieren, seine Hilflosigkeit zu kaschieren, weil sie ihm peinlich ist, der anderer wird sie hervorheben, weil sie ihm Aufmerksamkeit bringt. Für den einen bedeutet seine unkorrigierte Kurzsichtigkeit also Stress und Unannehmlichkeiten, somit eine Einschränkung seiner Lebensqualität, für den anderen macht vielleicht gerade seine Hilflosigkeit und die Freude an der Hilfsbereitschaft seiner Umgebung seine Lebensqualität aus.

Wer es natürlich pragmatisch handhabt, dort "blind" herumläuft, wo es machbar ist und er sich dabei wohl fühlt, aber auch keine Scheu hat, bei McDonalds seine Brille herauszuholen, um die Tafel zu lesen, oder mit Brille Auto zu fahren, wer auch offen damit umgeht, wenn ihn mal jemand für unhöflich hält, weil er nicht gegrüßt hat, für dessen Lebensqualität sehe ich keine großen Probleme.

mbonte+melo!ne


Ne Bekannte von mir zieht ihre Brille auch jeweils nur auf, wenn es absolut notwendig ist.

Also die Episode mit der Tafel im Mc-Do kenne ich bestens.

Bevor sie jeweils ihre Brille aus der Handtasche kramt, versucht sie zuerst krampfhaft etwas zu entziffern.

Lustige Szenen jeweils

130L0 sNwatch


@ Luftschiff-Fan

der andere genießt es vielleicht, bei so vielen Dingen des täglichen Lebens Hilfe zu benötigen und vor allem: zu bekommen! 

Ich wüsste jetzt nicht, was daran ein Genuß sein sollte :-/

Mir ist es sehr unangenehm, zum beispiel beim Augenarzt zur Untersuchung ohne Linsen oder Brille ständig von der MTA Hilfe angeboten zu bekommen, wenn ich nach dem Sehtest auch nur vom Untersuchungsstuhl zurück zum Tisch will wo ich meine Brille abgelegt habe. Es nervt mich sogar sehr.

Ebenso unverständlich ist mir, wieso dicke Brillengläser für viele mit Hilflosigkeit oder Unfähigkeit verbunden sind. Die gerne gestellte Frage "darfst du überhaupt Auto fahren wenn du so schlecht siehst?" fällt mir dazu ein >:(

AYnja=_xE


Deinen Text verstehe ich nicht ganz ":/

Du sagst das jemand, der mit über -4 Dioptrien im Alltag ohne Brille oder KL unterwegs ist dadurch nicht unbedingt in seiner Lebensqualität eingeschränkt ist.

Selber hast du ähnliche Werte, die du aber mit einer etwas zu schwachen Brille korrigierst, so daß eine Defizit von -1,etwas Dioptrien bleibt. Und diese ~1,5 vergleichst du mit -4,25 ?

Mit einem Vergleich deiner -5 und den -4,25 wärst du näher dran gewesen, das hätte ich verstanden, aber einen unkorrigierten Rest von -1,was kann man doch kaum mit -4,was gleichsetzen.

Wenn solche Werte ohne Korrektur so angenehm wären, warum korrigierst du dann auf -1,x runter?

Sorry, wenn ich mich so undeutlich ausgedrückt haben sollte :-o

Die Erfahrung, mit -4 oder -5 ohne Brille rumzulaufen, kenn ich natürlich auch ;-)

Aber mittlerweile mach ich das nur noch in sehr vertrauter Umgebung.

Ganz scharf zu sehen empfinde ich allerdings nach wie vor als richtig unangenehm, daher der Kompromiss mit der Unterkorrektur.

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