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Brillengläser zu dick?

Csalizfor!nia9x4


Ich reiche noch was nach:

aus nur das ich sie den ganzen Tag tragen soll macht mich noch etwas nervös.

Zur Eingewöhnung ist es tatsächlich sinnvoll die neue Brille erstmal möglichst durchgehend zu tragen weil das Gehirn einige Tage braucht um sich an den neuen Seheindruck zu gewöhnen. Wenn Du diese Phase überstanden hast, kannst Du natürlich selbst entscheiden in welchen Situationen Du die Brille trägst, dabei kannst Du nichts verkehrt machen.

S#as[cha;_knowsl_best


Hi *:)

in den vergangenen Wochen habe ich mit großem - teilweise privatem, teils beruflich bedingtem - Interesse durch den Thread hier gekämpft. Nun veröffentliche ich mal ich meine Erfahrungen zur Problematik mit der Stärke und Ästhetik von Brillengläsern.

Auch ich bin kurzsichtig. Schon seit frühester Kindheit. Anders als die TE kenne ich also nur das Leben mit Brille. Ich entstamme einer Familie in der praktisch jeder mehr oder weniger kurzsichtig ist. Von moderaten Werten im Kindesalter kam ich mit stetig ansteigender Myopie auf heute mit 32 Jahren Werte von sph. -10,25 bzw. -10,75 dpt sowie beidseitig schwach ausgeprägtem Astigmatismus. Mit steigenden Werten wurde natürlich stets ein möglichst dünnes, komfortabeles Brillenglas angestrebt. Wobei ich heute (nachdem ich mich aus gegebenem Anlass und Leidenschaft zur Materie für den Beruf des Augenoptikers entschieden habe) sagen muß, daß sich dünnes Brillenglas und komfortables sehen nicht 100% vereinen lässt. Also Tami, da hattest Du instinktiv seit Anfang schon die richtige Entscheidung bei der Auswahl Deiner Brillengläser getroffen. Zumal die Werte moderat und noch nicht stabil waren. Selbst mit meinen wesentlich stärkeren entscheide ich mich noch für niedrigen Brechungsindex. Privat auf jedenfall. Im Berufsleben ist mir das leider nicht möglich. Mein Arbeitgeber, ein national bekanntes Unternehmen, wünscht daß vom Personal im Geschäft der aktuellen Mode entsprechende Brillen getragen werden. Von denen, die emmetrop sind, übrigens auch, halt ohne korrektur. Mit meiner auch bei hohem Brechungsindex auffallenden Fehlsichtigkeit, wegen der entstehenden Effekte bin ich nach Empfinden der Allgemeinheit nicht das Paradebeispiel dezent wirkender Brillengläser. Deshalb trifft man mich dienstlich nur sichtbar leicht kurzsichtig mit "ästhetisch dünnen" Brillengläsern an. Die kann ich tragen weil ich meine eigentliche Kurzsichtigkeit mittels entsprechend angepasster Kontaktlinsen auf einen Restwert von -1,00 dpt. reduziere. Im privaten Leben tue ich dies nicht. Ich bin das nicht. Mag mich mit starken Brillengläsern. Das entspricht aber nicht dem Geschmack des Durchschnittsbürgers, wie ich bei meiner Arbeit an der Nachfrage nach möglichst ultradünnem Glasmaterial - schon bei leichten Fehlsichtigkeiten - aber auch im Privatleben immer wieder erlebe. Man könnte vermuten, daß ein Mensch der offensichtlich starke Brillengläser trägt, nur darauf beschränkt wird. Es ist fernab des gängigen Schönheitsideals. Besonders vom anderen Geschlecht sind die Reaktionen nicht positiv. Hat vllt. mit uralten Kriterien bei der Partnerwahl zu tun.

Auf jedenfall Tami, finde ich gut daß Du Dich für den Brechungsindex 1,5 entschieden hast und damit für Brillengläser die eine optimale Abbildungsqualität bieten. Mehr von Dir zu lesen wäre schön :)D

Liebe Grüße

S.teevexn01


@ Sascha

Ich und Tami (meine Freundin) finden Index 1.5 und gutes Sehen auch viel angebrachter als dieser High-Index.

Viele Grüße

L;uf?tschgiyff/-Faxn


@ Sascha_knows_best

Ich finde es ziemlich unmöglich, was sich dein Arbeitgeber da herausnimmt! (doch wohl nicht der mit f...?).

Ich finde es allerdings nicht nur unmöglich, sondern auch unklug von deinem Arbeitgeber. Wie angenehm würde ich als Kundin es finden, von einem Optiker bedient zu werden, der ungefähr meine Stärken hat! Da fühlt man sich doch gleich gut aufgehoben und viel kompetenter beraten, weil man sicher sein kann, dass der Optiker weiß, wovon er redet. Und dort würde ich auch gern zur Stammkundin...

Was ist eigentlich, wenn du mal aus irgendeinem Grund keine Linsen tragen kannst? Wirst du dann krank geschrieben oder in die Werkstatt verbannt?

Angeblich gibt es doch kaum arbeitslose Optiker, hast du keine Möglichkeit, in einem Betrieb zu arbeiten, wo du du selbst sein darfst, vielleicht bei einem Einzeloptiker, der sich auf Korrektionen für höhere Fehlsichtigkeit spezialisiert hat?

Aqntligonxe


Mein Arbeitgeber, ein national bekanntes Unternehmen, wünscht daß vom Personal im Geschäft der aktuellen Mode entsprechende Brillen getragen werden. Von denen, die emmetrop sind, übrigens auch, halt ohne korrektur.

Klingt sehr nach dem Optiker mit F am Anfang. Eine Freundin arbeitete dort und musste auch ohne Fehlsichtigkeit eine Brille (ohen Stärke) tragen.

:(v

Mhosq`uixt%


So traegt auch jeder der X-tausend Mitarbeiter zum Umsatz des Unternehmens bei - Dank Zwangsverbrillung.

S2aschab_knotws_bxest


@ Steeven 01

Dieser Brechungsindex bietet viele Vorteile. Damit hast Du keine schlechte Wahl getroffen wenn nicht Dein Anspruch ist, die geringste mögliche Randdicke zu erhalten.

@ Luftschiff-Fan

Ich finde es allerdings nicht nur unmöglich, sondern auch unklug von deinem Arbeitgeber. Wie angenehm würde ich als Kundin es finden, von einem Optiker bedient zu werden, der ungefähr meine Stärken hat!

Na ja, der Arbeitgeber wünscht es, wie beschrieben. Schriftliche Anweisung existiert dazu nicht, aber es wird natürlich schon erwartet, daß das Personal einen gewissen Dresscode einhält. Schließlich repräsentieren die Mitarbeiter das Unternehmen und dessen Fähigkeiten. Bei Friseuren z.B. wäre auch nicht gern gesehen, wenn eine Mitarbeiterin an Stelle einer trendigen Frisur einen Dauerwelle wie sie in 1985 modern war trägt. Daß starke, dicke Brillengläser nur von sehr sehr wenigen als attraktiv angesehen werde, dürfte klar sein. Während der Arbeitszeit bin ich so wie es gehandhabt wird einverstanden. Privat habe ich meinen eigenen Stil.

Natürlich ist auch der Umsatz von Interesse. Höheren davon bringt höherer Brechungsindex gepaart mit Glasveredelungen.

Was ist eigentlich, wenn du mal aus irgendeinem Grund keine Linsen tragen kannst? Wirst du dann krank geschrieben oder in die Werkstatt verbannt?

Der Fall ist bisher noch nicht eingetreten aber "verstecken" würde mich der Filialleiter auch dann sicher nicht 8-)

hast du keine Möglichkeit, in einem Betrieb zu arbeiten, wo du du selbst sein darfst, vielleicht bei einem Einzeloptiker, der sich auf Korrektionen für höhere Fehlsichtigkeit spezialisiert hat?

Vor dieser Arbeitsstelle war ich in einem anderen Betrieb tätig. Auch dort galt: Im Geschäft bitte möglichst ästhetische, dünne Gläser. Ist ja Reklame für die Ware. Aus wirtschaftlicher Sicht habe ich dafür logischerweise Verständnis. Zu damaliger Zeit war für mich bzw. meine Brille dünnes Glas einfacher realisierbar, da weniger stark kurzsichtig. Da war die Brille, die ich im Job trug aber privat für mich nur zweite Wahl, weil mir der hohe Brechungsindex zu viele Abbildungsfehler verursacht. Diese werden aber von der Mehrheit der Kunden nicht als störend wahrgenommen und wenn doch, dann als gegeben akzeptiert.

L3ufts-chiff-Fxan


Schließlich repräsentieren die Mitarbeiter das Unternehmen und dessen Fähigkeiten.

Das heißt also, die Fähigkeiten deines Unternehmens liegen schwerpunktmäßig im Verkaufen von mainstreamtauglicher Massenware - du bist also in erster Linie Brillenverkäufer und nicht Fachmann für die Lösung von Sehproblemen? Für eine Stärke von -1 dpt eine ästhetisch und optisch anspruchsvolle Brille zu verkaufen, das müsste ja eigentlich jeder AO drauf haben, der seine Ausbildung erfolgreich absolviert hat, selbst ein AO-Fachverkäufer.

Für einen Kunden mit -10 dpt. eine von Größe und Form her geeignete Fassung zu finden, ihm zu den für seine Sehanforderungen am besten geeigneten Gläsern zu raten - das müssen nicht zwangsläufig die mit dem höchsten Index sein - und dann noch eine zwar nicht dem perfekten Schönheitsideal entsprechende, aber in ihrer Einzigartigkeit und Abgestimmtheit auf das Gesicht des Trägers durchaus als ästhetisch zu empfindende Brille zu fertigen - DAS macht für mich die Fähigkeiten eines Augenoptikers aus! In die Hände eines solchen Optikers würde ich mich jederzeit gerne begeben, weil ich sehe, dass er sich bei der eigenen Brille Mühe gegeben hat mit der Auswahl von Fassung und Gläsern - es muss nicht zwingend Index 1.74 oder 1,9 sein! Und selbst ein Optiker mit Gläsern mit -5 oder - 6 dpt strahlt für mich noch viel mehr Kompetenz aus als einer mit unscheinbaren -1.

Versteh mich bitte nicht falsch, so lange das für dich o.k. ist, ist es ja vollkommen in Ordnung, es ist nur für mich halt schwer verständlich! Es weckt in mir nicht gerade Vertrauen in einen solchen Betrieb, aber ich muss dort ja nicht kaufen und, vor allen Dingen, ich weiß solche Interna ja normalerweise nicht. Im Grunde kann ich ja in keinem Geschäft wissen, ob der Optiker wirklich nur so schwache Gläser braucht (oder gar keine, woanders gibt es ja auch Optiker ohne Brille) oder stärkere Gläser dort nicht erwünscht sind. Optiker, die selber starke Gläser tragen, trifft man ja generell nur sehr selten an.

LHedniKr]ueger


Für einen Kunden mit -10 dpt. eine von Größe und Form her geeignete Fassung zu finden, ihm zu den für seine Sehanforderungen am besten geeigneten Gläsern zu raten - das müssen nicht zwangsläufig die mit dem höchsten Index sein - und dann noch eine zwar nicht dem perfekten Schönheitsideal entsprechende, aber in ihrer Einzigartigkeit und Abgestimmtheit auf das Gesicht des Trägers durchaus als ästhetisch zu empfindende Brille zu fertigen - DAS macht für mich die Fähigkeiten eines Augenoptikers aus! In die Hände eines solchen Optikers würde ich mich jederzeit gerne begeben, weil ich sehe, dass er sich bei der eigenen Brille Mühe gegeben hat mit der Auswahl von Fassung und Gläsern - es muss nicht zwingend Index 1.74 oder 1,9 sein! Und selbst ein Optiker mit Gläsern mit -5 oder - 6 dpt strahlt für mich noch viel mehr Kompetenz aus als einer mit unscheinbaren -1

Dem muss ich zustimmen. Ich unterstelle einem Optiker mit (fast) Fensterglas auch schon unbewusst eine geringere Kompetenz in die Richtung. Einer mit -10 und mehr, hätte dagegen gute Chancen mein neuer Lieblingsoptiker zu werden.

Stascha_`knows_bxest


 heißt also, die Fähigkeiten deines Unternehmens liegen schwerpunktmäßig im Verkaufen von mainstreamtauglicher Massenware 

So mag es rüber kommen, vielleicht auch weil ich die Sache nicht gut umschrieben habe. Meine starke Fehlsichtigkeit per se ist nicht Problem im Berufsleben. Fakt ist aber, daß Brillengläser wie ich sie privat trage, eine Provokation für wohl jeden Optiker sind (von mir abgesehen ]:D ). Deiner Aussage daß Mitarbeiter mit Brillen die mit Gläsern in simplen Stärken bestückt sind, "mainstreamtauglich" sind und damit vielleicht nicht unbedingt Kompetenz ausstrahlen, stimme ich teilweise zu. Man kann es auch als eine Art Uniform sehen. Das Gros der Kundschaft benötigt aber weit weniger Dioptrien, als ich und hat darum auch eine andere Einstellung dazu. Ästhetik ist hier das Stichwort. Und da ist die Masse der Meinung dünnes Brillenglas = ästhetisch. Nicht nur in unserem Unternehmen ist die Wahrnehmung so, sondern in der ganzen Branche. Der größte Anteil der verkauften Brillen hat eben weniger als -3,00 Dioptrien, das ist mainstream und prägt den Geschmack der Menschen. Nur wirklich sehr wenige finden die verkleinert erscheinenden Augen eines stark kurzsichtigen hinten dicken Gläsern schön. So ist es eben. Auch aufs private Umfeld läßt sich das übertragen. Wenn ich neue Leute kennenlerne, kommt oft nach kurzer Zeit die Frage wieso ich statt starker Brille nicht Kontaktlinsen bevorzuge "da würde man das ja nicht sehen". Auch dort zeigt sich, daß es nicht als attraktiv gilt sich mit starken Brillengläsern in entsprechender Dicke wohl zu fühlen. But who cares?

CLalGifo:rniax94


@ Sascha

bin ich nach Empfinden der Allgemeinheit nicht das Paradebeispiel dezent wirkender Brillengläser. Deshalb trifft man mich dienstlich nur sichtbar leicht kurzsichtig mit "ästhetisch dünnen" Brillengläsern an. 

Ich kann aus Deinem Text nicht erkennen, ob die Stärke Deiner Brille nicht ins Bild passt oder ob die Tatsache daß Du nicht die teuren High-Index-Gläser trägst im Geschäft nicht gern gesehen ist ":/ . Für mich klingt es so, daß Du Dich mit Deiner Dienstbrille eher freiwillig anpaßt ???

CNalixfo)rnia9x4


Antigone

Klingt sehr nach dem Optiker mit F am Anfang. Eine Freundin arbeitete dort und musste auch ohne Fehlsichtigkeit eine Brille (ohen Stärke) tragen. :(v

Ich denke auch daß was Sascha beschreibt, in einem Schloß in Norddeutschland von GüFi und seinen Beratern ausgeheckt und als Order an die Untertanen herangetragen wird, die in dem Niederlassungen für ordentlich Umsatz sorgen sollen :-X

Bitte nicht persönlich nehmen Sascha :)_ selbstverständlich erwartet hier niemand, daß Du Deinen Arbeitgeber (ob GüFi oder nicht) durch den Kakao ziehst. Für die Thematik hier im Faden tut es ja auch nichts zur Sache.

L8ufftscxhiff-&Fan


@ Sascha_knows-best

Ästhetik ist hier das Stichwort. Und da ist die Masse der Meinung dünnes Brillenglas = ästhetisch. Nicht nur in unserem Unternehmen ist die Wahrnehmung so, sondern in der ganzen Branche.

Damit triffst du den Nagel auf den Kopf!!! Und diese Meinung der Masse wird von fast allen Optikern vollkommen kritiklos übernommen, quasi als gottgegeben! Nicht nur von den Optikern, die bei Filialisten arbeiten, nein, auch von vielen Einzeloptikern mit allerhöchster Fachkompetenz! "dünn=ästhetisch" eben, ist so, war immer so, warum darüber diskutieren?

Und der Kunde, soeben mal wieder an Dioptrien zugelegt, auf der Suche nach einem selbstbewussten, positiven Selbstbild von sich als Brillenträger, würde er es wagen, dem Optiker zu widersprechen und zu sagen: "Ja, ich möchte hochwertige Gläser, mit allerbester Vergütung, in einer Fassung, die perfekt zu den Stärken und zu meinem Gesicht passt, aber ich möchte NICHT den höchstmöglichen Index!"??? Würde er wohl kaum, denn wer hat schon das Selbstbewusstsein, um es auszuhalten, von seinem Stamm-Optiker hässlich gefunden zu werden.

Es ist also ein Kreislauf, die Katze beißt sich in den Schwanz, so lange fast kein Optiker sich traut, Kunden auch zu Brillen mit dickeren Gläsern zu ermutigen (natürlich, sofern diese Sinn machen, bessere Abbildungsqualität und so) und ihnen das Gefühl zu geben, auch mit einer solchen Brille, wenn sie denn gut gemacht ist, hohen ästhetischen Ansprüchen zu genügen.

SNasch&a_"knocws_b@exst


@ California

Ich kann aus Deinem Text nicht erkennen, ob die Stärke Deiner Brille nicht ins Bild passt oder ob die Tatsache daß Du nicht die teuren High-Index-Gläser trägst im Geschäft nicht gern gesehen ist  ":/

Die Frage ist berechtigt. Es ist nicht meine Fehlsichtigkeit, die im Job nicht gerne gesehen wird. Dickes, nach Empfinden der Allgemeinheit hässliches Brillenglas, anstatt hochwertigem und hochpreisigem High-Index, ist beim Augenoptiker verkaufspsychologisch einfach ungeschickt. Darauf nehme ich natürlich Rücksicht - wenn auch eher ungern.

 Für mich klingt es so, daß Du Dich mit Deiner Dienstbrille eher freiwillig anpaßt  ???

Dem ist so. Unterschwellig wird es so von mir erwartet, direkt kommuniziert vom Vorgesetzten jedoch nicht. Firmeninterne und Schulungen bei Zulieferern, etwa Glasherstellern, vermitteln unisono: dünnes Brillenglas = schönes Brillenglas.

@ Luftschiff-Fan

Nun ja, die Sache ist etwas komplizierter. Nicht ganz grundlos wird ein dünnes Brillenglas von den meisten als schönste Lösung empfunden. Warum ist das so? Es hat mit Perfektion zu tun. Beim tapezieren z.B. würde man auch nicht über die Sockelleiste kleben, sondern die Tapete so passgenau wie möglich an der entsprechenden Kante enden lassen. Ähnlich verhält es sich bei der Kombination von Brillenfassung und Brillenglas. Was an Material aus der Fassung heraus steht, stört hier die Ästhetik, wird als vielleicht weniger hochwertig, nicht präzise gefertigt angesehen. Es handelt sich hier schließlich um einen Handwerksberuf, verbunden mit der entsprechenden Handwerkskunst.

Im Übrigen ist es in vielen Fällen so, daß man als Augenoptiker im Verkaufsgespräch gar nich dazu kommt, dem Kunden die verschiedenen Möglichkeiten den Brechungsindex betreffend :=o aufzuzeigen. Oft "verlangt" der Kunde von sich aus möglichst dünnes Material. Und das nicht erst bei Werten von mehr als -3,00 dpt.

Interessant finde ich, daß wirklich viele davon ausgehen, daß mit höherem Index auch Effekte wie verkleinertes Erscheinen der Augen und Myopieringe bei stärkeren Minus-Gläsern quasi nicht existieren. Was natürlich nicht so ist. Ein Brillenglas mit einer korrigierenden Wirkung von -4,50 Dioptrien wird niemals so neutral aussehen wie eines mit -1,00. Unabhängig vom Brechungsindex und vom Preis: man sieht bei -4,50 die entsprechende Stärke, auch bei dünnem Material.

LCufts$c~hifUf-Fan


@ Sascha_knows-best

Du bist gut geschult, alle Achtung! Ich hatte ja schon ein schlechtes Gewissen, dich als Neuling bei med1 gleich mit kritischen Fragen zu behelligen, aber du meisterst das ja locker.

Was machst du denn beim Tapezieren, wenn die Gegebenheiten mal so sind, dass ein perfektes Endergebnis nicht möglich ist? Richtig, improvisieren und es so zurechtfummeln, dass hinterher alle meinen, es sollte genau so sein! Ist sicherlich nicht nach jedermanns Geschmack, aber ich liebe z.B. meine Acetatfassung mit 1,5er Gläsern mit polierten Rändern! Und dein Kollege, der die Übergabe der auf meinen Wunsch so gefertigten Brille abwickelte, war auch beeindruckt. Eine Brille, die vielleicht nicht "schön" ist, denn es steht einiges an Glasrand über, aber auf jeden Fall interessant und ein Statement! Aber das weißt du ja alles, da du privat eh gern Brille trägst.

Oft "verlangt" der Kunde von sich aus möglichst dünnes Material. Und das nicht erst bei Werten von mehr als -3,00 dpt.

Ziemlich traurig, dass auch die schon so sehr auf dünn=ästhetisch gedrillt sind!

Interessant finde ich, daß wirklich viele davon ausgehen, daß mit höherem Index auch Effekte wie verkleinertes Erscheinen der Augen und Myopieringe bei stärkeren Minus-Gläsern quasi nicht existieren. Was natürlich nicht so ist. Ein Brillenglas mit einer korrigierenden Wirkung von -4,50 Dioptrien wird niemals so neutral aussehen wie eines mit -1,00. Unabhängig vom Brechungsindex und vom Preis: man sieht bei -4,50 die entsprechende Stärke, auch bei dünnem Material.

Ich kann das schon verstehen, ich habe auch SEHR lange gebraucht, um zu kapieren, wieso bei Plusgläsern der Glasindex und die ganzen Möglichkeiten wie MDR/Mittendickenoptimierung, Asphäre, Randscharfe Fertigung auch Einfluss auf den Vergrößerungseffekt der Gläser haben, man an der Verkleinerungswirkung von Minusgläsern aber fast nichts ändern kann. (Was nicht heißen soll, dass man Plusgläsern ihre Stärke nicht ansieht!)

Wenn ich deinen letzten Satz lese, sehe ich ihn eigentlich als Bestätigung für meine Ansicht: Ja, man sieht die Stärke IMMER! Warum also um jeden Millimeter Randdicke feilschen? Vor allem, wenn der Glasrand eh dicker ist als die Fassung? Man kann auch bei den "dicken" Gläsern teure, hochwertige von Fernost-Billigscherben unterscheiden, wenn man genau hinschaut - warum also nicht die Entscheidung wagen (bzw. die Kunden für die Entscheidung ermutigen) für die Gläser, mit denen man am besten sieht (und - eventuell - einen ganz kleinen Tick schlechter aussieht).

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