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Schiel OP, einige Fragen

Mceydexm hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Forumsgemeinde,

ich bin 20 und habe mir überlegt, dass ich mich vielleicht an meinen Augenmuskeln operieren lassen möchte, um den Schielwinkel verkleinern zu lassen. Bin leicht myop, es besteht links ein Innenschielen und ein leichtes Höhenschielen, das angeboren ist. Als Kind hatte ich noch keine OP. Jetzt bin ich ziemlich zwiegespalten, ob ich es wirklich wagen soll.

Hatte bereits einen Termin in einer Universitätsklinik in Niedersachsen, die mir sagten, dass eine OP möglich sei, würde mich freuen, wenn einige mir noch mal ein paar aktuelle Erfahrungsberichte liefern könnten :-)

Besonders würde mich interessieren:

-Wie lange konntet ihr nicht arbeiten

-Wie gut konntet ihr direkt nach der OP sehen, wann konntet ihr wieder Auto fahren

-Hattet ihr am Anfang Probleme mit Naharbeit/ Lesen

-Hattet ihr Doppelbilder, gingen sie von alleine weg

-Wie ist das mit Überkorrektur/ Unterkorrektur, kommt das bei Erwachsenen häufiger vor (wurde euch im Vorfeld gesagt, dass es möglich ist, wie wahrscheinlich es ist… oder hattet ihr sogar mehrere OPs

-Wurdet ihr an einem oder beiden Augen operiert (besonders Erfahrungsberichte mit beiden Augen würden mich

interessieren, könnte mir vorstellen, dass es Anfang einen noch mehr einschränkt)

-Wie ging es euch nach der OP – war euch übel, Schmerzen?

-Und zum Schluss: würdet ihr es wieder machen?

Und nochmal eine andere Frage, kann mir jemand erklären wie das mit den Prismen funktioniert?

(wenn ich an meine basalen Physikkenntnisse denke, könnte ich es mir so vorstellen, dass man präoperativ ein Prisma tragen sollte, das die Lichtstrahlen ablenkt und so den Lichteinfall nach der OP in beide Augen simuliert?) Ich habe bzgl. Prismen gar nichts gesagt bekommen

Grüße meydem :-)

Antworten
DianiewlCrPaig


Hallo,

ich bin vor ein paar Jahren auch am Schielen operiert worden und kann hier zumindest etwas an Erfahrung beitragen.

ich schiele bereits seit meiner früher Kindheit, hatte damals Augenplaster und schon eine Brille. Mit Brille war das Schielen korrigierbar, also wurde ich als Kind nicht operiert.

Dann hat sich im Laufe des Lebens mein Schielen verschlechtert, sodass ich teilweise sich überlappende Bilder gesehen habe (auch mit Brille), was vor allem die Arbeit am PC erschwert hat (ich habe in die Ferne geschielt).

Bevor ich operiert wurde, hat meine Augenärztin erst versucht das konservativ zu lösen, mit anderen Brillengläsern, usw. Erst als das keinen Erfolg brachte, überwies sie mich in die Uniklinik.

Dort hatte ich erst ein Vorgespräch, mit Untersuchung. Dann sollte ich ein paar Tage lang mein schielendes Auge mit einer Augenklappe abdecken und wieder in die Klinik kommen. Erst da wurde sie abgenommen. Es wurden wieder Tests gemacht und entschieden, dass ich an beiden Augen operiert werde (obwohl ich nur an einem Schiele).

Ich habe mich für die Vollnarkose entschieden. Es ginge wohl auch mit Lokalnarkose, das wollte ich aber nicht.

Nach der OP war ein Auge abgeklebt, das andere konnte ich nur schwer öffnen. Vorgesehen waren zwei Nächste im Krankenhaus. Daraus wurden bei mir drei, weil das Desinfektionsmittel bei mir zu einer Verletzung der Hornhaut geführt hat. Das wurde dann noch mit einer Salbe behandelt. Schmerzhaft war eigentlich nur die verletzte Hornhaut, und das tat auch nur bei Öffnen und Schließen des Auges weh.

Arbeiten konnte ich wieder nach einer Woche.

Ein Paar Tage waren meine Augen noch geschwollen. Seitdem ist aber alles bestens.

Anfangs habe ich eine kleine Narbe jeweils an der Außenseite meines Augapfels in der Lederhaut sehen können. Die ist jetzt weg.

Nach der OP habe ich statt in die Ferne nach außen in die Nähe nach innen geschielt. z. B. beim Lesen. Das wurde mit einer Gleitsichtbrille behoben.

So oder so hätte ich nach der OP eine neue Brille gebraucht, weil sich die Hornhautverkrümmung durch den Schnitt in die Lederhaut verändert hat.

Ich bereue nichts.

Die Uniklinik in der ich operiert wurde, ist Deutschlandweit die beste Augenklinik. Als ich da lag, kam sogar eine Mutter mit einem kleinen Mädchen extra aus Russland angereist. Das Mädchen schien aber schlimmere Probleme als Schielen zu haben.

Ich hoffe ich konnte dir mit meinem Erfahrungsbericht helfen.

hIabdilxi


Ich bin zwei mal operiert worden. Das erste Mal als Kleinkind, da mein rechtes Auge damals sehr stark nach innen schielte. Dann kam irgendwann das ganze Procedere mit Abkleben und so. So mit 15 war das Auge wieder nach innen gerutscht und ich wurde nochmal operiert. Dann war die Augenstellung jahrelang wirklich gut. Irgendwann ist das Auge dann aber diesmal etwas nach außen gerutscht. Man sieht es schon, aber ich habe mich damit arrangiert.

Doppelbilder habe ich nie gesehen, da mein linkes Auge praktisch das gesamte Sehen übernimmt und ich das rechte nur unterschwellig wahrnehme.

Nur wenn ich das linke Auge schließe, wird das andere aktiv. Aber die Sehschärfe ist nicht wirklich berauschend und Lesen z.b. wirklich anstrengend.

Sehprobleme hatte ich nie. Mein linkes Auge sieht extrem gut, auch ohne Brille (bin weitsichtig).

Die Operation mit 15 habe ich eigentlich nur machen lassen, weil mich das Schielen psychisch sehr belastet hat.

Inzwischen mit 30 stehe ich da aber drüber und nur wenn es sich nochmal richtig verschlimmern würde würde ich mich nochmal operieren lassen.

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