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Asphärische Gläser bei starker Weitsichtigkeit

mhatk4x5 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich bin stark weitsichtig und trage eine Gleitsichtsichtbrille (beide Augen etwas über +8,00, Nahzusatz ADD 2,5).

Damit komme ich auch super klar, das gemeine ist eben nur dass die Augen so schlimm durch die Gläser vergrössert werden.

Nun habe ich kürzlich mit einer Freundin, die ich schon ewig kenne geplaudert. Sie trägt auch Brille und ist weitsichtig. Wir haben allerdings noch nie über unsere Brillen gesprochen. Beim letzten mal sind wir dann aber doch mal drüber gestolpert, weil bei mir die Arme schon wieder länger werden und wohl bald ne neue Lesestärke fällig wird. Sie hat mich dann einfach mal nach meinen werten gefragt und ist vom Stuhl gefallen als ich es sagte. Aber aus dem Grunde , dass sie fast exakt die gleichen Werte hat. Ich konnte das kaum glauben, weil man es bei Ihr schon deutlich sieht, dass die Augen größer sind aber eben deutlich weniger als bei mir. ...und sie dachte dass ich viel mehr Dioptrien hätte.

Ich hab dann mal Ihre Brille aufgesetzt und war erstaunt das ich wirklich super sehen konnte, ausserdem war sie viel leichter und trug sich einfach klasse, so als ob sie ein teil von mir wäre. Meine Bekannte hat meine aufgesetzt und ich war echt erschrocken wegen dem Unterschied. Sie hat mir gesagt das wären asphärische Gläser ?

Was ist das denn ?

Ich glaube sowas will ich auch

VG

Martin

Antworten
L#uftsc"hiff-xFan


Hallo Martin,

im Gegensatz zu sphärischen Gläsern, deren Oberfläche gleichmäßig gewölbt ist, so als wäre sie aus einer Kugel herausgeschnitten, haben asphärische Gläser keine einheitliche Wölbung, sondern sind in der Mitte so gewölbt, wie es deiner Dioptrienzahl entspricht, zum Rand hin haben sie einen immer geringeren Krümmungsradius. Dadurch hast du einerseits weniger Unschärfen am Rand und andererseits (als Übersichtiger) Gläser mit einer geringeren Mittendicke, was auch einen geringeren Vergrößerungseffekt bedeutet.

Es gibt übrigens weitere Möglichkeiten, Plusgläser dünner und damit weniger vergrößernd zu gestalten. Neben einem höheren Brechungsindex (das Thema hatten wir ja in einem früheren Thread von dir schon), gibt es die Möglichkeit der Mittendickenoptimierung und die randscharfe Fertigung der Gläser. Ich bin kein Fachmann und kann es daher nicht hundertprozentig korrekt erklären, aber im Prinzip geht es darum, das Rohglas so klein wie möglich zu wählen und ggf. sogar schon bei der Fertigung des Glases die Form der Fassung zu berücksichtigen, so dass praktisch der dünne Rand des Glases nicht abgeschliffen werden muss, sondern mit dem Rand der Fassung zusammenfällt. Das zieht eine geringere Mittendicke nach sich und damit einen geringeren Vergrößerungseffekt. Du solltest dich unbedingt mal bei einem fähigen Optiker über diese Dinge beraten lassen.

Ein Grund könnte aber auch sein, dass du als Mann einfach einen breiteren Kopf hast als deine Bekannte und daher eine deutlich größere Fassung trägst? Wenn deine Gläser bedingt durch die Fassung größer sind als die deiner Bekannten, dann sind sie natürlich auch dicker, egal um was für Gläser es sich handelt. Hier könnte für dich eine kleinere, rundlichere (z.B. Panto-)Fassung Abhilfe schaffen.

Lwuftsechifpf-Faxn


Sorry, ein Fehler: zum Rand hin haben sie natürlich einen GRÖSSEREN Krümmungsradius.

L>uft[schiMff-^Faxn


Ich gehöre übrigens zu denen, die sich immer über eine kleine Rückmeldung des Fragestellers freuen... (selbst wenn sie lauten sollte: "Luftschiff-Fan, hör endlich auf, überall deinen Senf dazuzugeben!")

Kvalla#nde


Habe ähnliche Werte wie Martin und kann Aussagen von Luftschiff bestätigen. Im Alltag ist asphärische Gleitsichtbrille komfortabel, aber für Nahsicht ist das Sehen mit sphärischer und somit dicker und schwerer Arbeitsplatzbrille angenehmer. Zum reinen Lesen zB im Bett habe ich eine günstige Einstärkenbrille. Die ist mit +8.5 und +9.5 um 1 cm dick und sollte wegen weiter nachlassender Nahsicht wieder stärker werden. Das Lesen ohne Gleitsicht-Verzerrungen, va im Gegensatz zu immer stärkeren Nahzusätzen, ist sehr gut. Aber in die Ferne ist sie dann zu stark sodass eine ordentliche Kurzsichtigkeit entsteht. Wie vom Optiker voraus gesagt, wird für Weitsichtige das Sehen ab 40 Jahren zunehmend komplizierter was sich aus meiner Sicht nun mit 51 immer noch steigert. Geht das euch auch so?

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