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Unverträglichkeit von neuer und alter Brille? Schwindel etc.

Nrina2x386 hat die Diskussion gestartet


Liebe Forumsmitglieder,

vor etwa zwei Wochen hatte ich meine neue Brille bekommen und habe sie direkt den ganzen Tag getragen.

Die Sehstärke hatte sich angeblich nicht verändert. Sehen konnte ich alles scharf und deutlich, auch wenn der Eindruck war, dass mir der Boden etwas entgegenkommt.

Da ich schon ewig Brille trage, weiß ich aber, dass so ein anfänglicher Gewöhnungseffekt ganz normal ist.

Auch drückte sie nach einiger Zeit etwas hinterm Ohr. Das wollte ich am Montag korrigieren lassen, denn an dem Samstag hatte der Optiker bereits geschlossen.

Nachdem ich sie abends absetzte, fing es plötzlich an: starke Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel. Das Gefühl keinen klaren Satz mehr sprechen zu können und als müsste ich mein Gehirn neu ordnen. Ich setzte sie erstmal nicht mehr auf.

Wieder beim Optiker wurde nochmal alles untersucht und mir wurde bestätigt, dass alles richtig war mit der Brille. Ich sollte sie nicht mehr so lange am Stück tragen, um mich langsam dran zu gewöhnen. Das tat ich auch, aber die Übelkeit etc. kam direkt wieder. Das Sehen schien anstrengend, auch wenn alles scharf war. Ist schwer zu erklären.

Fortan nahm ich wieder meine alte Brille und zunächst schien alles wieder gut zu sein. Ich ging mit beiden Brillen zu einem anderen Optiker, der beide Brillen ausmaß und es stellte sich heraus, dass die neue Brille statt einer Achse von 1,75 eine Achse von 2,0 hatte. Der Wert der Pupillendistanz maß bei der neuen Brille zudem 3 mm mehr. Ich war erstmal glücklich darüber, dass die Werte doch nicht übereinstimmten, weil ich endlich eine Erklärung hatte.

Als ich ein paar Tage später jedoch unterwegs war und die alte Brille aufhatte, mit der ich zuvor über Jahre hinweg sehr zufrieden war und nie Probleme hatte, war es wieder komisch. Plötzlich konnte ich mich schlechter konzentrieren, in meinem Kopf war ein großes Durcheinander und der Schwindel war wieder da. Ich trug nun meist gar keine Brille mehr. Da ich aber stark kurzsichtig plus Astigmatismus bin, ist das natürlich keine Lösung. Aber zur Zeit ist es so, dass immer wieder diese Probleme kommen, sobald ich die Brille aufhabe. Nach dem Absetzen wirkt es dann noch einige Zeit nach und selbst nachts ist es oft ein Gefühl wie im Karussel und Bilder "knallen" in meinen Kopf. Ein einziges Chaos. Ich hatte solche Probleme vorher nie, daher bin ich mir sehr sicher, dass es irgendwie an der neuen falschen Brille liegen muss.

Aber warum kann sich mein Gehirn nicht wieder an die alte gewöhnen? Ich kann mir das wirklich nicht erklären und war auch schon beim Hausarzt, habe dort alles checken lassen. Neurologisch alles ok. Eine Erklärung wäre auch die Psyche, aber es ging mir ja davor gut und es geht mir nun eher auf die Psyche, dass ich es mir nicht erklären kann und ich ja eine Brille tragen MUSS. Linsen oder OP sind für mich keine Option, da ich zu trockene Augen habe.

Wisst Ihr einen Rat? Wäre sehr dankbar für jede Hilfe!

Antworten
1500 sw:atch


dass die neue Brille statt einer Achse von 1,75 eine Achse von 2,0 hatte.

Vermutlich meinst du den Zylinder. Das Ganze klingt etwas konfus. Poste doch mal alle Werte beider Brillenpässe.

NNina2?386


Alte Brille: Rechts: -4,5, Zylinder -2,0 55° Links: -4,0, Zylinder -1,75 147°

PD: 62

Neue Brille: Rechts: -4,5, Zylinder -2,0 50° Links: -4,0, Zylinder -2,0 147°

PD: 65

Ich weiß, etwas konfus. Fakt ist, dass ich mit beiden Brillen Probleme habe. Die alte

Brille ist dank Zufriedenheitsgarantie reklamiert worden und wurde zurückgenommen.

Trage nun die alte nur, wenns unbedingt nötig ist und habe direkt Beschwerden.

Hatte sowas noch nie!

1.00 @swatch


Der große Unterschied in der Pupillendistanz erscheint seltsam. Das sind immerhin 3 mm gesamt. Eine der beiden Messungen da wird also nicht korrekt gewesen sein.

Ansonsten würde ich vermuten, dass du evtl. empfindlich auf die Veränderung des Zylinders von der Stärke und auch der Achslage reagierst. Umgewöhnung kann da von alzem zu neuem Wert und auch umgekehrt, schon dauern.

"Zufriedenheitsgarantie"...vermutlich warst du bei F.?

M/ehneo


Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das Gehirn eine Gewöhnungszeit braucht, um mit veränderten Werten klarzukommen. Als ich eine neue Brille mit Zylinder bekommen hatte bin ich prompt über meine eigenen Füsse gestolpert. Plötzlich war alles anders: ich konnte Distanzen nicht mehr einschätzen und auf Flächen, die gerade schienen rollten alle Gegenstände herunter.

Gib Deinem Gehirn Zeit, sich an die neue Brille zu gewöhnen. Oder lass Deine Werte bei einem anderen Optiker bestimmen und vergleiche sie dann.

N>ina2x386


Genau, ich war bei F.

Dort werde ich auch nicht nochmal hingehen.

Da ich mit meiner alten Brille ja jahrelang gut sehen konnte, denke ich mal, dass sie korrekt war.

Die neue Brille hat wohl mein Gehirn aus der Bahn geworfen. Ich hoffe sehr, dass ich mich bald wieder an die alte gewöhne. Eine neue Brille brauchte ich wegen der Stärken nicht, das war aus ästhetischen Gründen.

Werde einen anderen Optiker aufsuchen und vergleichen. Traue mich erstmal nicht, wieder eine neue Brille woanders anfertigen zu lassen, um dann evtl. wieder Probleme zu haben, aber keine Rückgabe möglich ist.

Meine alte Brille muss ja richtig gewesen sein, sonst hätte ich ja über die Jahre was gemerkt, oder?

Ich danke euch sehr.

FJizzlypLuzzxly


Wie schon angemerkt wurde, solltest Du den ständigen Wechsel der Brillen unbedingt vermeiden. Entscheide dich erst mal für eine Brille.

Mein Optiker ist einfach super. Mindestens genau so gut wie meine Augenärztin. Ein Optiker kann aber nicht eine Erkrankung der Augen feststellen (grauer-, grüner Star).

Deshalb: Wann warst Du zuletzt beim Augenarzt? Außerdem erhältst Du dort auch die Werte für die Brillengläser und hast automatisch auch hier den Vergleich zu den alten und neuen Gläsern.

1H00, Vswatcxh


@ Nina2386

Werde einen anderen Optiker aufsuchen und vergleichen. Traue mich erstmal nicht, wieder eine neue Brille woanders anfertigen zu lassen, um dann evtl. wieder Probleme zu haben, aber keine Rückgabe möglich ist.

Wenn die Werte für eine neue Brille von dem Optiker gemessen werden, der die Brille anfertigt und es sollte sich herausstellen, dass diese Werte nicht passen sind, kannst du natürlich auch dort reklamieren. Nicht nur bei F. ist das so.

Falls du allerdings deine Werte "mitbringst" (von Augenarzt oder anderem Optiker gemessen)und diese sich als ungeeignet erweisen, haftet der Optiker, der die Brille anfertigt natürlich nicht dafür. Darum würde ich grundsätzlich von meinem Optiker messen lassen. Erstens wegen dem, was ich eben schrieb und zweitens, weil Optiker die Fachleute für Sehschärfenmessung/Brillenglasbestimmung sind. Augenärzte (eigentlich "Fachärzte für Augenheilkunde") sind dafür nicht zuständig und auch nicht so intensiv ausgebildet wie Optiker.

L"ufts&chiff3-xFan


Meine alte Brille muss ja richtig gewesen sein, sonst hätte ich ja über die Jahre was gemerkt, oder?

Nicht zwingend, das Gehirn kann sich an so ziemlich alles gewöhnen!

M]eronBymy


Eine Erklärung wäre auch die Psyche, aber es ging mir ja davor gut und es geht mir nun eher auf die Psyche, dass ich es mir nicht erklären kann.

Gibt es da eine Vorgeschichte?

Psychogen heißt ja nicht unbedingt, dass es einem gut oder schlecht geht, sondern dass z.B. Aufmerksamkeiten und Wahrnehmungen Dinge größer oder kleiner erscheinen lassen können.

BeenintxaB.


Ich habe schon viele Fehlmessungen erlebt. Und die meisten Optiker gegen eine Rückgabegarantie, wenn man nicht zufrieden ist.

Hänge ich schon bei 2 Optikerketten so gehandhabt.Geld zurück und gut is.

Inzwischen bin ich bei einem Optiker, der meine komplizierten Augen an 2 Tagen vermißt, dann daraus den Wert ermittelt.

Seitdem stimmt es. Auch dort gibt es eine Zufriedenheitsgarantie. Und ich gehe auch zu einem Meister, dieses normale Verkaufspersonal hat noch nie s.o. eine passende Brille hingekriegt.

1P00 swxatch


Und die meisten Optiker gegen eine Rückgabegarantie, wenn man nicht zufrieden ist.

Jeder Optiker ist verpflichtet, den Auftrag ordnungsgemäß auszuführen und ggf. nachzubessern, falls bei der Messung oder Anfertigung ein Fehler unterlaufen ist.

Und ich gehe auch zu einem Meister, dieses normale Verkaufspersonal hat noch nie s.o. eine passende Brille hingekriegt.

Die Refraktion darf so wie so ausschließlich von Augenoptikermeistern bzw. qualifizierten Fachleuten durchgeführt werden.

N&inaM23K8x6


Ich danke euch für all die Antworten.

Naja, ich hatte schonmal Schwindel, der wahrscheinlich psychisch durch Stress bedingt war. Jetzt kam er nur immer

in Kombination mit dem Tragen der alten Brille und mit weiteren Symptomen. Daher für mich schwer zu deuten.

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