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Tochter (11) Brille?

Lzufts1chipff-Fxan


Ich würde Dir anraten, einen Termin bei einer Sehschule mit Orthoptistin zu machen. Die sind speziell auf Kinderaugen geschult und wissen auch wie damit am Besten umzugehen ist.

Da sollte man aber zunächst den Augenarzttermin abwarten - wenn sie, wie es in diesem Alter häufig vorkommt, einfach nur kurzsichtig ist (und keine Probleme mit dem beidäugigen Sehen hat, Schielen oder so...), wüsste ich nicht, was sie bei einer Orthoptistin soll. Nur weil die gelernt hat, mit kleinen Kindern umzugehen, wird sich eine Elfjährige nicht zwangsläufig bei ihr wohlfühlen.

kIathmirexi


Ist eine Orthopistin nicht auch eher dazu da Schielen oder sowas zu therapieren?

Danke für die vielen Hinweise. Wir werden das Thema jetzt erst einmal ruhen lassen. Mal sehen wie sich das Entwickelt und vielleicht hat sie sich im September ja schon ein bisschen damit abgefunden.

Tihawlixna


Ich denke, ein bisschen warten kann man natürlich, aber nicht zulange. Ich würde eben diese schrittweise Vorgehensweise empfehlen und schon früher verlangen das sie zumindest mal mit jemandem Drüber spricht. Vielleicht könnte ihr ganz normaler, vertrauter Kinderarzt schon mal mit ihr drüber sprechen wie es sich auswirken kann *wenn* sie tatsächlich eine Brille bräuchte und das nicht feststellen lässt.

Abgesehen davon kommt mir jetzt auch schon der Gedanke dass es sein kann dass sie gar keine Sehstörung hat, aber sich so in die Angst davor reinsteigert, dass sie rein psychosomatisch reagiert.

1h00 >swQatcxh


@ Thalina

Ich würde eben diese schrittweise Vorgehensweise empfehlen und schon früher verlangen das sie zumindest mal mit jemandem Drüber spricht. Vielleicht könnte ihr ganz normaler, vertrauter Kinderarzt schon mal mit ihr drüber sprechen wie es sich auswirken kann *wenn* sie tatsächlich eine Brille bräuchte und das nicht feststellen lässt.

Warum? Sollte man auch vorsorglich ein Kinderarzt mit dem Kind besprechen was zu tun wäre falls eventuell mal eine Mandelentzündung auftritt?

Wieso wird heutzutage aus jeder Sache, die im Leben passieren kann eine riesige Angelegenheit gemacht schon bevor überhaupt irgendetwas feststeht?

Bisher ist die Information die, dass das Mädchen geäußert hat, nicht mehr ganz so gut zu sehen. Die Mutter hat daraufhin einen Termin beim Augenarzt veranlasst. Was dabei heraus kommen wird und ob dies eventuell zu Schwierigkeiten beim Umgang damit führen wird, steht noch in den Sternen.

Vorerst handelt es sich nur um einen Termin beim Arzt. Dass die meisten Kinder sich auf so etwas nicht freuen und protestieren ist klar.

Ich finde die Entscheidung von kathirei richtig, das Thema bis zum Termin im September ruhen zu lassen.

TjhOalixna


Wenn sich eine Elfjährige (und nicht Dreijährige!) mit Händen und Füßen wehrt, zum Augenarzt zu gehen, ist es für sie eventuell leichter sie erstmal zum Kinderarzt mit ihr zu gehen um sie überhaupt erstmal zu beruhigen bzw ihr klarzumachen, dass das besser wäre.

Die Angelegenheit ist so groß wie es die Elfjährige fühlt. Der Kinderrarzt könnte sie verkleinern. Ansonsten sehe ich es auch so, dass es gut ist sie sich erstmal beruhigen zu lassen.

1c00 swWatxch


ist es für sie eventuell leichter sie erstmal zum Kinderarzt mit ihr zu gehen um sie überhaupt erstmal zu beruhigen bzw ihr klarzumachen, dass das besser wäre.

Wie kommst du denn darauf, dass die Tochter von kathirei "ersteinmal beruhigt" werden müsste?

Ich lese nirgends, dass das Mädchen in irgend einer Form außergewöhnlich reagiert. Wozu also dieses Vorgehen mit dem Kinderarzt? Sie ist 11 und versucht halt ihre Interessen durchzusetzen - das finde ich ganz normal. Dass man da schon mal bockig reagiert und verkündet, weder einen Sehtest zu machen noch jemals eine Brille zu tragen, gehört dazu.

Ich habe mich damals auch nicht darum gerissen eine Brille zu bekommen aber für mich war es nichts unnormales, denn ich habe einen relativ stark kurzsichtigen Vater, von dem ich wusste dass Brille tragen keine Katastrophe ist. Weil kein Drama daraus gemacht wurde habe ich schnell akzeptiert, nun Brillenträger zu sein.

T"haliTna


Die TE schrieb dass ihre Tochter einen üblen Verzweiflungsausbruch hatte.Das ist etwas Anderes als pubertäre Bockigkeit a la "Ich will mich nur mal durchsetzen"

Und Verzweiflung ist etwas Anderes als "nicht begeistert" zu sein. Ich finde, etwas Ernster nehmen dass ein Kind verzweifelt ist, darf man schon.

1\00 -swZatcxh


Die TE schrieb dass ihre Tochter einen üblen Verzweiflungsausbruch hatte.Das ist etwas Anderes als pubertäre Bockigkeit a la "Ich will mich nur mal durchsetzen"

In dem Alter ist beides nicht so weit voneinander entfernt.

Und Verzweiflung ist etwas Anderes als "nicht begeistert" zu sein.

Noch besteht gar kein Grund zur Verzweiflung und überhaupt kein Anlass sich in irgendetwas hinein zu steigern. Es ist zunächst nichts weiter als ein Termin beim Augenarzt.

Tmhalixna


Ein Kind kann das durchaus anders sehen

1e00 lswaxtch


Immerhin hat die Tochter ihre Mutter angesprochen und mitgeteilt nicht mehr so gut zu sehen, folglich wird sie eine Reaktion darauf erwartet haben und als Elfjähriger wird ihr bewusst sein, dass der Gang zum Augenarzt resultiert.

Wer weiß, vielleicht ist es sogar ganz anders als es auf den ersten Blick wirkt und das Mädchen hätte gerne eine Brille, hofft dass eine verschrieben wird, will es aber nicht zugeben...

Afnja_SE


Ich frage mich gerade, wo das sein mag, wo man erst in 2 Monaten einen Augenarzt-Termin bekommt ... ich habe meine Augenarzt-Termine immer innerhalb von 1-2 Wochen gekriegt, und ich war auch kein Notfall ...

Diese 'Dramen' der ersten Brille habe ich seinerzeit bei einigen meiner Mitschülerinnen beobachten können, kann also bestätigen, dass dies wirklich vorkommt, dass sich Kinder (vor allem wohl Mädchen) der Erkenntnis, kurzsichtig zu sein, erstmal vehement widersetzen. Was natürlich nicht lange so funktioniert, denn irgendwann kommt man ohne Brille in der Schule (und auch beim Fernsehen, im Kino, beim Sport etc.) nicht mehr richtig gut zurecht. Dann gibt es kein Ausweichen mehr.

Bei mir war es anders: als meine Freundinnen jeweils ihre erste Brille bekamen (das war auch so mit 11 oder 12), wollte ich auch eine haben, aber komischerweise gar nicht, um damit besser zu sehen, sondern einfach nur so, weil ich es toll fand, eine Brille zu tragen. Nun ja, ich musste auch nur ein oder 2 Jahre darauf warten, dann war es bei mir ebenfalls so weit. Inzwischen bin ich bei ca. -5, das ist ein wenig mehr, als ich mir gewünscht hatte, aber was soll's, es ist eben so, wie's ist, und diese Dinge kann man vermutlich überhaupt nicht beeinflussen.

Außerdem ist Brille tragen sowieso wieder 'in' wie nie zuvor.

Ich erkenne das Problem wohl nicht so richtig. Deine Tochter kann das Tragen einer Brille eigentlich so lange verweigern, wie sie will. Mir ist auch nicht bekannt, dass damit irgendwelche gesundheitlichen Risiken verbunden wären. Nur wird sie davon in der Schule auf Dauer nur Nachteilen haben, und wenn sie die nicht haben will, muss sie eben wenigstens zeitweise eine aufsetzen, und wird das dann in diesen Situationen auch tun. Natürlich sollte man mittelfristig auch an der Einstellung gegenüber dem Brilletragen arbeiten, aber das ist nicht so sicher, dass das auch funktioniert. Eine von den Freundinnen, die damals keine Brille wollten, vermeidet immer noch Brille, wo's geht (und wo's nicht geht, trägt sie Linsen). Eine andere dagegen ist mittlerweile begeisterte Brillenträgerin ...

gPaulolise


Ich frage mich gerade, wo das sein mag, wo man erst in 2 Monaten einen Augenarzt-Termin bekommt ...

In jeder Stadt, in der ich bis jetzt gelebt habe. Nebenher ist auch noch Urlaubszeit.

k9athxirei


Ich frage mich gerade, wo das sein mag, wo man erst in 2 Monaten einen Augenarzt-Termin bekommt ...

Wir wohnen in einer Kleinstadt in Süddeutschland. Im Ort gibt es zwei Augenärzte, von denen der eine nicht erreichbar ist. Im nächstgrößeren Nachbarort gibt es auch einen Augenarzt, der aber im Sommer renoviert.

Weiter wollte ich nicht suchen, weil, wenn sie eine Brille braucht, dann gehe ich davon aus, dass wir regelmäßig zum Augenarzt müssen und dann will ich ihr nicht immer andere Praxen zumuten (und mir auch nicht).

Wer weiß, vielleicht ist es sogar ganz anders als es auf den ersten Blick wirkt und das Mädchen hätte gerne eine Brille, hofft dass eine verschrieben wird, will es aber nicht zugeben...

Es scheint ein Leidensdruck da zu sein und ich vermute auch, dass sie insgeheim weiß, dass sie eine Brille braucht, aber das vor den anderen zuzugeben, dass ist nochmal eine andere Sache aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie eine will. In unserem Freundeskreis gibt es einen Sehbehinderten Jungen, der eine sehr starke Brille tragen muss und ich habe eher den Verdacht, dass ihr das angst macht, aber ich will das Thema jetzt auch nicht mehr ansprechen. Wenn sie darüber reden will, bin ich da (und das weiß sie auch) aber ansonsten lasse ich sie damit in Ruhe.

R<alph6_H-H


Versuch Deiner Tochter das als modisches Accessoire zu verkaufen. Guck mit ihr Zeitschriften, da gibt's bestimmt genug hübsche Frauen mit Brille, Du kannst ja mal ganz unauffällig Sätze fallen lassen wie "oh, guck mal, die ist aber hübsch. Und hey, die Brille sieht ja cool aus!"

Warst Du mal beim Optiker? Weigern die sich echt, bei Kindern ohne Arzt eine Sehstärke zu messen? Ich trage seit 20 Jahren Brille und bin nach dem 1. Mal nie wieder beim Augenarzt gewesen, nur noch beim Optiker. Man sollte natürlich zusätzlich noch eine Erkrankung ausschließen, aber das muss ja nicht zwingend in einer festen Reihenfolge ablaufen.

Die Brille trägt man meist ab dem Moment gerne, wo man das Gefühl hat, man nimmt eine Decke von den Augen beim aufsetzten, weil die Welt plötzlich unendlich viel klarer ist. Das Aha Erlebnis von damals habe ich heute noch vor Augen.

klathAir?exi


Ralph_HH

Ich habe beim Optiker gefragt, aber die meinten, dass man bei der ersten Brille in dem Alter auf jeden Fall zum Augenarzt muss. Soweit ich das verstanden habe, dürfen die das wohl gar nicht bei Kindern.

Das Aha Erlebnis von damals habe ich heute noch vor Augen.

Mal Abwarten, wie sich das Aha Erlebnis bei ihr gestaltet. Ich denke, die erste Brille ist schon eine recht große Sache, vor allem mit 11, daher kann ich das schon mitfühlen, dass ihr die Vorstellung schwer fällt.

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