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Grauer Star OP & Blutgerinnungsstörung

nfut rLeon hat die Diskussion gestartet


Hallo allerseits,

ich wende mich heute mal mir der Bitte um einen Ratschlag in diese Runde:

Meine Mutter ist 73 und hat seit wenigen Jahren eine unerforschte Blutgerinnungsstörung. Bei Operationen in den letzten 2 Jahren ist sie mehrfach fast verblutet, jegliche Blutungen werden lebensgefährlich.

Nun wurde festgestellt, dass Sie an grauen Star leidet. Sie hat nur noch 30 % Ihrer Sehkraft. Ich hatte mich viel informiert und herausbekommen, dass eine Op pro Auge nur ca. 30 Minuten dauern, es außerdem eine eher unblutige Operation ist und einige Oparateure diese OP ohne Spritze (Blutungsgefahr) sondern nur mit Betäubungstropfen durchführen. Ich war ein wenig erleichtert. Nun war meine Mutter nach 6 Wochen Wartezeit beim 2. Termin. Und der war gar nicht gut. Der Arzt, der auch die Operation durchführt, hatte gar nicht mit Ihr gesprochen. Stattdessen eine Linsen-Verkäuferin. Als meine Mutter die Blutungsproblematik angesprochen hatte, hat die Beraterin kurz mit dem Arzt gesprochen. Das Ergebnis: Die Operation an einem Auge dauert (2!) Stunden, erst wird mit Betäubungstropfen gearbeitet, dann wird das Auge "durch Stützen offen gehalten", zur Betäubung mehrfach unterspritzt, anders ginge es nicht. Es kommt oft zu inneren Blutergüssen und sowieso solle meine Mutter sich nach der OP zuhause lieber erstmal ins Bett legen. Den nächsten Vorgesprächtermin hat sie nun in 5 Wochen, von Operationsdatum noch lange keine Spur..

Hat vielleicht Jemand einen Ratschlag oder eine Einschätzung, wie sind die Aussagen dieses Arztes zu bewerten und hat vielleicht Jemand zudem einen alternativen Arzt-/Klinikvorschlag in oder in der Nähe von Hamburg, wo uns vielleicht besser geholfen werden könnte?

Ich(wir) wäre für jeden Tipp sehr dankbar.

Viele Grüße

Sebastian

Antworten
BLremremnsie


Meine Graue Star OP hat 25 Minuten gedauert. Bei mir gab es auch keine Linsenverkäuferin. Ich habe in Absprache mit dem operierenden Arzt die Linsen genommen die auch die Kasse zahlt. Ich konnte dann entscheiden ob ich danach lieber zum weit Sehen eine Brille aufsetzen will oder Lieber zum Lesen usw.

Faizzlyp6uzxzly


Meine Mutter ist 73 und hat seit wenigen Jahren eine unerforschte Blutgerinnungsstörung. Bei Operationen in den letzten 2 Jahren ist sie mehrfach fast verblutet, jegliche Blutungen werden lebensgefährlich.

Wie eine Augen Op durchgeführt werden muss oder kann entzieht sich meiner Kenntnis. Allerdings kenne ich die Gefahr der extremen Blutungen nach innen und nach aussen. Betroffen bin nicht ich, sondern mein Mann. So wurde die Op zum Erhalt eines Ports auch nach kompletter Vorbereitung im Op abgebrochen, weil die Werte der Thrombozythen vom gleichen Tag "verschlampt" wurden. Das zur Info.

Deshalb kann ich nur raten, ohne eine derartige Absicherung keine Op bei deiner Mutter zuzulassen. Wenn Du kannst begleite deine Mutter zum Vorgespräch. Mache die Ärzte dort hartnäckig auf dieses Problem aufmerksam. Für jede Op muss man ein Formular ausfüllen, dort kann man ja auch das entsprechende Feld für NBL mit ja ankreuzen.

Es handelt sich bei deiner Mutter aber nicht um eine "normale" NBL. So habe ich mir angewöhnt, diese außergewöhnlichen NBL auf den Formularen mit dem erforderlichen Text und Textmarker deutlich hervorzuheben. Seit dieser Zeit brauche ich keinen RTW für meinem Mann mehr anfordern.

Wenn Du das so oder ähnlich den Ärzten klar machst, werden sie ihr Verhalten ändern. Denn bei schriftlicher Bestätigung (lass dir das als Kopie aushändigen) werden sie gezwungen, andere Vorbereitungsmassnahmen zu treffen.

In der Uni Klinik Münster soll es einen Spezialisten geben, der sich auf dem Gebiet der extremen und gefährlichen NBL spezialisiert hat. Mein Mann sollte auch dorthin überwiesen werden, was aber aufgrund der jetzigen Situation nicht möglich ist. Vllt. für dich eine Möglichkeit beim HA anzufragen oder in der Uni Klinik Münster nachzufragen.

n:utr<eon


Hallo allerseits,

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