» »

Im Dunkeln fahruntüchtig - wie sagt man jemandem sowas?

haik/leinexs


Bei Alkohol sagt man: jede alkoholisierte Fahrt ist eine zu viel. Ohne Anschnallen gilt das eben so. Und bei älteren Mitbürger/innen und ihren Problemen mit dem Führen von Kraftfahrzeugen (sind ja durchaus unterschiedlich) drückt man dann aber gern ne Weile ein oder beide Augen zu, bis es wirklich und ehrlich nicht mehr geht.

Ich sag ja nicht, dass du sie gleich mit dem Verbalhammer erschlagen musst. Aber dass es eben nicht nur um sie, sondern um noch eine Menge mehr geht, die durch ihre Fahrweise möglicherweise gefährdet sein könnten, macht es doch zu einem ernsten Thema.

B`eauti{fuelDaxy89


Bei diesem Thema verstehe ich keinen Spass und würde auch nicht lange um den heissen Brei reden. Wer in einem Auto sitzt hat sicherzustellen, dass jederzeit für die eigene Sicherheit und jene der anderen gegeben ist. Kann man dieser Tatsache nicht nachkommen, hat man schlicht nichts in einem Auto zu suchen. Immerhin gefährdet sie mit diesem Verhalten andere Menschen je nach dem :-|

Sag ihr das schnellstmöglich und auch direkt. Anders ist sie nachs bloss eine Gefahr für andere Verkehrtsteilnehmer und auch für sich selbst...

C#houpettye_Finn7iwan


Ich sehe das wie hikleines. Bei meinem Opa meinte sogar der Augenarzt sämtliche Hühneraugen zudrücken zu müssen, das erzählte er ganz frei heraus. Gepaart mit "früher waren meine Augen gut, also sind sie es jetzt immer noch!"' Samthandschuhe gehören in den Kleiderschrank nach ganz hinten, wenn es um so viel Verantwortungslosigkeit geht. Wir werden alle alt und müssen damit klarkommen abzubauen. Da hilft schönreden keinem. Klar würde ich es einmal freundlich versuchen, aber wenn keine Einsicht da ist, würde ich nicht - wie wir es fälschlicherweise getan haben - jahrelang nett drumrumreden, sondern zeitig den Mund ehrlich aufmachen.

Btr(emenfsixe


Bei diesem Thema verstehe ich keinen Spass und würde auch nicht lange um den heissen Brei reden. Wer in einem Auto sitzt hat sicherzustellen, dass jederzeit für die eigene Sicherheit und jene der anderen gegeben ist. Kann man dieser Tatsache nicht nachkommen, hat man schlicht nichts in einem Auto zu suchen. Immerhin gefährdet sie mit diesem Verhalten andere Menschen je nach dem

Sag ihr das schnellstmöglich und auch direkt. Anders ist sie nachs bloss eine Gefahr für andere Verkehrtsteilnehmer und auch für sich selbst...

Meinem Schwiegervater haben mein Exmann und ich damals die Pistole auf die Brust gesetzt und gesagt: Dass sich keiner mehr zu ihm ins Auto setzt von unseren Angehörigen und wenn wir wissen dass er im Auto sitzt und fährt wir auch der Polizei bescheid sagen würden, da wir uns mitschuldig machen wenn er durch seine Fahrweise andere Verkehrsteilnehmer gefährdet.

m&nxef


Wem ist damit geholfen, wenn man mit seiner "Ich bin jetzt knallhart!"-Einstellung womöglich eine Trotzreaktion bewirkt und dann erstrecht was passiert im Rausch eines "Pah, ich kann sehr wohl noch fahren und das mache ich jetzt auch!!"-Anfalls?

Genau, gar niemandem.

Bis die Polizei da was tun kann, vergeht auch einiges an Zeit.

Also erstmal nett versuchen. Dafür muss man nicht "jahrelang nett drumherumreden".

Anhand der Reaktionen dürfte man dann erahnen können, wie die Betroffene das sieht und wie man mit ihr umzugehen hat.

mQnxef


(Die TE scheint da ohnehin weitaus mehr Fingerspitzengefühl zu beweisen, als die meisten Antwortenden :-/)

LTucix32


Eigentlich muss die Dame das selber merken oder?

Zumindest auf die Landstrasse anhalten. Jede normal denkende Mensch, weisst dass das gefährlich ist. Erst recht versteckt in eine Kurve

Man sieht ja nicht unbedingt in die allerersten Sekunde, ob das Auto nur sehr langsam fährt oder steht. Man kann bei Gegenverkehr gar nicht ausweichen.

Wenn der Hintermann mit 100 über die Landstrasse fährt, könnte es bei so was durchaus Tote geben!

MMyaar0enarxia


Meine Frau (die ich erst mit 51 Jahren kennenlernte), ist seit Jahrzehnten nachtblind. Sie weiß es und hat mir gleich gesagt "In der Dunkelheit fahre ich nicht bzw. nur kurze bekannte Strecken mit Straßenbeleuchtung." Klare Ansage, also fahre ich.

Mein Vater gab im höheren Alter nie zu, dass er auch tagsüber nicht mehr gut gucken kann. Er war altersstarrsinnig und auch eingebildet, dass er niemals krank wird. Nach drei kritischen Situationen habe ich ihm erklärt "Entweder fahre ich, oder du fährst ohne mich." Dass ich fahre, wurde abgelehnt, er fuhr auch nie in meinem Auto als Beifahrer mit, also fuhr er ohne mich, kollidierte irgendwann mit einem Baum, das war es.

Ebenso meine Mutter, für die das Auto die unverzichtbare Sebstständigkeit war, aber auch sie fuhr in höherem Alter katastrophal fehlerträchtig, sah das überhaupt nicht ein, bis ihr Führerschein von Amts wegen kassiert wurde.

Es gibt nun mal Nachtblindheit und sonstiges Unvermögen, aber da muss man selbst einsichtig sein, dass es nicht mehr geht! Hat man diese Einsicht nicht, müssen Verwandte etc. dafür sorgen.

PZyt/hoGnisxt


Mir ist noch eingefallen:

Einmal das fahrerische und Autobedienung, die Fahrschule ist ja vermutlich lange her bei der Frau

* Bedienung der Leuchtweitenregelung - die macht schon mal einiges aus, wer die falsch eingestellt hat, oft völlig unbewusst

* Bedienung des Fernlichts - auch wichtig zu wissen, das ändert nämlich sehr viel

* passende Geschwindigkeit bei Nachtfahrten, Aufzeigen der Konsequenzen auch von zu niedriger Geschwindigkeit

==> bisschen Theorie nachholen und dann 3-4 Fahrschul-Nachtfahrten im Fahrschulauto, und dann erklärt der Fahrlehrer das noch mal am eigenen Auto => das kann der Frau auch viele Erkenntnisse bringen

Die technische Seite:

* Scheinwerfereinstellung - die Grundeinstellung wird bei der HU überprüft, lohnt sich aber trotzdem nochmal zu checken, wenn jemand da selbst dran rumdreht oder zwischendurch in der Werkstatt war

* Zustand der Scheinwerfer (Streuscheiben, Reflektoren, Leuchtmittel an sich) -> alte Scheinwerfer werden da auch blind, sowas kann man messen

Falls sie einen Autowechsel in Betracht zieht, kann man dem Punkt Licht auch mal mehr Beachtung schenken. Es gibt Fernlichtassistenten, es gibt adaptive Lichtautomatiken die besser ausleuchten, inzwischen auch bei Kleinwagen/Kompaktklassewagen. Kann man probieren, ob sich das wirklich besser damit anfühlt.

Mir war das wichtig, das zu ergänzen. Und nicht nur völlig einseitig auf den Gesundheitszustand der Frau einzugehen.

B.roSdericxk


Maerad

Ich finde schon, dass man diplomatisch anfangen sollte...

In dem Fall vielleicht nichtmal. Ich würde ihr sogar von vorneherein ganz kategorisch verbieten, im Dunkeln nach Hause zu fahren. Das wäre ehrlicher. Auch das kann man ja nett sagen.

"...aber du fährst nicht nachts nach Hause. Das kommt überhaupt nicht in Frage. Keine Diskussion!"

Du darfst und willst es ja auf keinen Fall zulassen. Dann sags auch gleich direkt.

Ich persönlich wäre eher beleidigt, wenn mich jemand diplomatisch und durch die Blume zu etwas bewegen will. Da fühl ich mich verschaukelt und nicht ernst genommen.

DCoriqs081x5


Ganz einfach sagt man sowas:

Du bist nachtblind, lass den Schmarrn in Zukunft, ich fahre!!! ;-D

B'eauitifulDaaxy89


Es ist fahrlässig sojemanden nachts fahren zu lassen. Sie scheint ja selbst die Auswirkungen kaum überblicken zu können... Was hilft das, wenn man hier an die Vernunft appelliert wenn diese anscheinend nicht vorhanden ist? Hier werden Menschenleben gefährdet und das ist schlicht nicht ok...

S^un4flower4_73


Ich bin auch jemand, der hier ganz klar die Risiken und die Notwendigkeit zum Handeln sieht. Man kann aber auch mit Samthandschuhen deutlich werden, denn Verletzung, Abwertung etc. helfen hier nicht weiter, sondern führen eher zu Trotz.

Man muss sich mal vor Augen führen, dass da Menschen eine jahrzehntelang bestehende Fähigkeit abgeben sollen. Wer von uns würde das machen, wenn man das unsensibel erzwingt?

Mein Vater ist aktuell leider auch so ein Kandidat. Wir haben es mit Härte und Deutlichkeit versucht; keine Chance. Ich war nun etwas näher dran und habe einie Situationen erlebt - und ihm die dann sehr ruhig und deutlich einen Tag später rückgemeldet. Mehrfach. Mittlerweile ist er einsichtig, fährt abends keine längeren Strecken mehr und gibt auch in der Stadt häufiger die Schlüssel an meine Mutter ab. Er, der als Außendienstler über 25 Jahre rd. 50.000 km im Jahr gefahren ist. Fremde Großstädte ohne Navi,... Das ist ein bitterer Schritt für ihn, diesen Fähigkeitsverlust zuzugeben. Wir sind froh, dass er die Kurve bekommt - denn ich stand kurz davor, die Polizei zu informieren und ihm den Führerschein wegnehmen zu lassen. Die Strecken, die er tagsüber in der Kleinstadt noch fährt, fährt er gut und sicher, in angemessenem Tempo.

Mcaerxad


Na da ist ja einiges dazu gekommen :-)

Mit diplomatisch meine ich keine Samthandschuhe, sondern einfach kein "Du kannst das nicht mehr also lass das, sonst zeig ich dich an". Sie ist eine erwachsene Frau, das sollten wir nicht vergessen. Da kan man erstmal auch erwachsen mit reden. Sollte man damit nicht weiterkommen, dann kann man immer noch den Ton ändern. Durch die Blume habe ich gar nichts vor zu sagen, ich habe nicht vor um den heißen Brei zu reden. Man kann Dinge beim Namen nennen ohne laut patzig zu werden, mit Ruhe und Sachlichkeit.

Ich würde gerne einige hier sehen in 40, 50 Jahren, wenn jüngere Generationen versuchen erzieherisch einzuwirken. Das würde ich mir verbitten, aber rigoros.

Man sollte das Thema ernst nehmen ja, und auch den Vergleich mit der Alkoholfahrt ist durchaus angebracht und zeigt mir deutlich auf, dass ich es definitiv sagen muss. Aber im Umgang unter Menschen bin ich es nicht gewohnt und würde das auch für mich selbst nicht wollen, wenn jemand wie eine Furie auf mich losgeht. (so klingen zumindest einige Beiträge).

Aber gut, dass sei die Meinung und die Vorgehensweise dieser User und auch das ist ok, ich muss diese Ratschläge ja nicht umsetzen.

Ich danke allen, die hier teilnehmen, denn so bekommt man für sich eine Idee wie man es angehen wird und auch wie auf keinen Fall. @:)

P\yth@onisxt


:)=

Was mir noch aufgefallen war: du nennst sie "recht resolut". Ich würde sagen, resolute Menschen sind selbst nicht ganz so empfindlich, die können einen direkteren Ton schon ab. Brauchen ihn vielleicht sogar. Ein starkes Gegenüber. Nicht vorwurfsvoll, aber in der Sache deutlich.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Augen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Hals, Nase und Ohren


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH