Ab wann Schwerbehindertenausweis?

Hallo ihr... Wollte mal wissen, ab wann man eigentlich bei psychischen Behinderungen einen Schwerbehindertenausweis beantragen kann. Welche Krankheiten bzw. beschwerden müssen da […]

H/apXpyMaxlli   21.07.07  13:57

02.04.08  20:39

Ab 50 %

bekommt man einen Schwerbehindertenausweis. Man kann aber auch schon mit 30 % eine "dauernde Einbuße" haben. Das bringt dann z.B. was bei der Einkommensteuererklärung! Viele Menschen mit psychischer Behinderung sind schwerbehindert. Es kommt auf die Schwere der psychischen Erkrankung, Depression usw. an wieviel % man bekommt, evtl wird der Schwerbehindertenausweis befristet, falls die Erkrankung sich bessern kann. Dann ist eine Nachprüfung, dort werden aber nur nochmals aktuelle Unterlagen bei den Ärzten angefordert. Also keine Scheu vor dem Antrag, kostet nichts und wenn man mit dem Ergebnis nicht einverstanden ist, kann man auch noch Widerspruch einlegen. Ab 50% gibts 5 Tage mehr Urlaub! Weitere Vergünstigungen gibts dann wenn man ein enstprechendes Merkzeichen, z.B. "G" für gehbehindert bekommt! A

TNimQja752

05.04.08  23:36

@sss76

Hallo,

nur 'mal ganz nebenbei:

die Frist wegen "Untätigkeit im Antragsverfahren nach § 88Abs.2 SGG" ist nun aber weit überschritten:6 Monate. (Im Widerspruchsverfahren 3 Monate)

Du kannst/solltest nun allmählich untätigkeitsklage bei Deinem lokalen Sozialgericht einreichen, auch zum Besten Deiner kl. Vanessa.

Zumindest solltest Du dem Versorgungsamt allmählich eine Frist setzen.

F!iOxa*teuxr

06.04.08  10:42

@ Fixateur

Ich danke dir für deinen Rat.

Aber es hat sich alles aufgeklärt. Wir haben letzte Woche den Bescheid erhalten. Ich bin aber alles andere als zufrieden. Sie haben nur 30 % zuerkannt, ohne Merkzeichen :(v. Ich werde mich jetzt mit der Sozialarbeiterin vom SPZ zusammensetzen und in Widerspruch gehen, da nur 2 von 6 Beeinträchtigungen berücksichtigt wurden.

Am Montag wird die Hospitationslehrerin von Vanessas künftiger Schule im Kindergarten sein. Ich melde mich wieder, sobald ich genaueres weiss.

Allen ein schönes Wochenende @:) :)* @:) :)* @:) :)*

s+ssx76

09.04.08  21:47

Hallo, ich habe da auch mal eine Frage. Ich habe zwar schon im Internet geguckt, bin aber nicht so ganz schlau daraus geworden.

Mein Freund ist 18, und leidet seit seinem 16. Lebensjahr an Depressionen. Er hat mit 16 einen Selbstmordversuch unternommen, war mit 17 für sechs Wochen in teilstationärer Behandlung, und wartet momentan auf einen ambulanten Therapieplatz.

Er nimmt seit einigen Monaten Antidepressiva, welche ihm eigentlich auch helfen. D. h. ihm geht es nicht so super gut, aber er kommt klar.

Bei einigen seiner Verhaltensweisen weiß ich nicht, ob sie krankheitsbedingt sind oder nicht. Sein Verhalten erinnert teilweise an das eines Borderliners, aber da möchte ich als Laie nicht mehr zu sagen.

Er hat eigentlich nie eine wirkliche Diagnose bekommen. Auf dem Überweisungsschein seines Hausarztes zur Tagesklinik stand nur "Ausgeprägte Depression", das war der einzige Begriff der je fiel.

Leider hat mein Freund damals in der Therapie auch einige Sachen verschwiegen, und am Ende auch behauptet, es ginge ihm gut, nur weil er keine Verlängerung der Therapie wollte. Wenige Wochen später hatte er schon wieder Suizidgedanken, worüber die damals behandelten Ärzte auch informiert sind, was also auch in seiner Akte steht.

Auch wenn sein Zustand im Moment eigentlich stabil ist, vermute ich, dass er dennoch relativ leicht aus der Bahn zu werfen ist. Ich kann mir z. B. vorstellen, dass er im Falle einer Trennung von mir wieder völlig abstürzen würde. (Er meint oft, er würde alleine - insbesondere ohne mich - überhaupt nicht klarkommen.)

Ich gehe davon aus, dass die Chancen auf einen Schwerbehindertenausweis bei ihm nicht so gut stehen, da er ja einiges verschwiegen hat, und auch bei den Terminen beim Psychiater angibt, es würde ihm gut gehen. Es ist also fraglich, inwiefern da eine Einschränkung der Lebensqualität etc. gesehen wird.

Kann mir da jemand etwas zu sagen?

J;unEo-2x2

14.04.08  16:35

Hallo Juno-22, ich würde sagen seine Chancen stehen gut. Er sollte auf jeden Fall einen Erstantrag stellen: unbedingt alle Klinikaufenthalte, Reha, Therapien, Ärzte angeben! Ein Antrag kostet nichts und wenn er eine "ausgeprägte Depression" hat, stehen seine Chancen gut! Also: Probieren!

Tpimxja72

17.07.09  17:19

Hallo an alle!*:)

Ich weiss, dass ich mich lange nich gemeldet habe |-o, aber ich musste auch lange suchen, bis ich den Faden wiedergefunden habe.

Es hat sich natürlich sehr viel getan, in der letzten Zeit. Vanessa ist letztes Jahr eingeschult wurde in eine Schule für geistig behinderte Kinder. Aber sie hat ganz tolle Beurteilungen für das Halbjahr und für das erste Schuljahr bekommen. Was ich damit sagen möchte, ist, dass ich froh bin diese Entscheidung für die Schule getroffen zu haben. Und noch glücklicher bin ich darüber, dass die Entwicklung nicht stagniert ist. Im Januar diesen Jahres habe ich einen Antrag beim Versorgungsamt auf "Erhöhung des Grades" gestellt, da sie ja nun eindeutig geistig behindert ist. Ich hatte vergangene Woche den Bescheid im Kasten und :-o siehe da, auf einmal hat sich die Situation so gravierend verschlimmert, dass sie 80 Grad und Merkzeichen B, G und H bekommen hat.

Und ich möchte nicht vergessen zu sagen, dass Vanessa immernoch ein glückliches und fröhliches Mädchen ist, genauso wie sie ist.

sHs$s76

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