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25.09.07 16:20
Beim Lesen des Themas mit der Rstkolektomie kam mir eine Frage in den Sinn. Ich habe schon seit Jahren einen Behindertenausweis mit 100% MdB.
Früher hatte es Vorteile, weil ich da noch eine Steuererklärung machen musste - aber sonst? Weshalb sind so viele Leute darauf aus einen zu erhalten oder höher gestuft zu werden?
Außer, dass meine Begleitperson beim Kinobesuch frei ist, sehe ich da keine großen Vorteile. Oder nutze ich es zu wenig aus?
Museum, Bibliothek - nicht mein Ding. Öffentlicher Nahverkehr, Zugreisen - lieber mit dem eigenen Auto.
Er steht mir zwar zu und ich habe ihn, aber im Prinzip bräuchte ich ihn nicht. Wie sieht das bei euch aus 
Gruß 
25.09.07 20:21
Hi.
Hmmm, eigentlich auch nur Steuern und Arbeit. Für was anderes habe ich ihn noch nie genutzt.
Wenn ich ehrlich bin wäre es mir auch irgendwie zu blöde, zB irgendwo an der Kino-, Museum- oder Sonstwokasse meinen Ausweis vor zu legen.
Wenn es zB im Hallenbad extra Zeiten für Behinderte geben würde, würde ich es evtl. nutzen. Weil ich mir unter "Normalen" dort doch etwas blöde vorkomme und deshalb auch schon lange nicht mehr schwimmen war. Und ja, es liegt an mir. Andere haben vielleicht keine Probleme damit, ich aber nunmal schon.
Was könnte man den sonst damit anfangen? Großartige Rabatte für Behinderte gibts heute ja auch nicht mehr so oft.
26.09.07 13:35
Hallo,
den Hauptnutzen sehe ich bei der KFZ Steuer (halb oder ganz befreit )
Steuererklärung-der Pflegende bekommt 936 € (meine verdient aber trotz Vollzeit so wenig,daß es Ihr nicht nutzt)
)
Nachlass beim Neuwagenkauf...
ÜBRIGENS :
seit 12.Dezember 2006 wird beim Merkzeichen "B" nicht mehr der Text :
"Notwendigkeit ständiger Begleitung ist nachgewiesen" eingetragen,
sondern Neuer Text :
"Berechtigung zur Mitnahme einer Begleitperson"
Ich störte mich immer an:ständiger Begleitung. Also immer Begleitperson....ist ne Auslegungssache...
02.10.07 20:38
Eine wichtige Hilfe, aber auch Nachteil, ist der Ausweis im Rahmen des Arbeitsverhältnisses. Auch mein Arbeitgeber, öffentlicher Dienst, versucht sich Vorteile zu verschaffen. Manchmal braucht man da schon Sonderrechte, sonst würde man plattgewaltzt. Diese Rechte können auch Anfeindungen und Mobbing hervorrufen. Neid eben. Diese Leute, die das tun, können und/oder wollen nicht verstehen, daß Behinderte sich in manchen Situationen nicht so wehren können, wie Nichtbehinderte. Ich habe aber auch erleben müssen, daß mit Hilfe des Ausweises auch Schwachsinn durchgesetzt worden ist. Natürlich spare ich mir auch die Monatskarte für den Zug. Kino, Schwimmbad, etc. nutze ich selten. Rundfunkgebühr entfällt. Früher gab es meine ich bei Premiere Rabatt, weiß nicht, ob das heute auch so ist. Telekom lohnt sich eigentlich nicht mehr. Die Flatraten sind mittlerweile günstiger.
02.10.07 20:53
ohne den Ausweis wäre die Finanzierung von Hilfsmitteln schwierig bis unmöglich. Im privaten Bereich habe ich mit Hilfsmitteln keine Erfahrung. Im Bereich der EDV verursachen diese ggf. Mehrarbeit für die Systembetreuer einer Firma oder Behörde. Es sind nicht alle Kollegen selbstlos, wenn sie Mehrarbeit leisten müssen. Heutzutage ist Statistik das A und O. Wenn du die nicht bringst, dann schützt der Ausweis durchaus vor unangenehmen Konsequenzen. Da muß allerdings drauf geachtet werden, daß Inhaber eines Ausweises keinen Mißbrach auf den Rücken anderer Betreiben.
04.10.07 12:45
Hallo zusammen,
meinen Behindertenausweis benötige ich primär für verschlossene Behinderten-WCs, bei denen der Euro-Schlüssel nicht passt. Aber auch zur Beantragung vergünstigter ÖPNV-Fahrkarten brauche ich ihn.
Grüßle von
Angie
04.10.07 20:53
...in Erinnerung gebracht, dass ich den Ausweis doch für so einiges nutze, was man irgendwie gar nicht mehr bemerkt:
Kfz-Steuer
GEZ-Gebühren
Euro-Schlüssel für Toiletten
Begleitperson im Kino ist frei
Lohnt sich also doch 
Gruß 
30.12.07 18:48
Den Ausweis benutze ich für die KFZ Versicherung,zahle gar nicht Steuer und bekomme Gratis Jahresvignette,zahlt sich schon aus.
Auch wenn ich mal im Hallenbad bin,oder nur Sauna.
Da ich Mindesteinkommmen habe,zahle ich keine Steuer und bekomme auch nichts zurück.
Wegen der Begleitperson weiss ich noch nicht welche Vorteile man da hat,hab den Antrag vor paar Tagen abgegeben,warte uf die Antwort.
LIEBE GRÜSSE
DIDII


18.01.08 21:41
Hallo,
wenn auch etwas spät: Ich musste mir damals einen Behindertenausweis zulegen, damit ich von Zuzahlen befreit werde. (Die AOK verlangte dafür eine Behinderung von 60%). Ansonsten hätte ich nämlich dauernd für die Medikamente bzw. Krankentagegeld jedes Jahr (immerhin 280€) zahlen müssen.
Sonst hatte ich dadurch noch keine großen Vorteile, weil's wie gesagt für Arbeitslose net so wahnsinnig viel bringt bzw. bei Bewerbungen eher hinderlich ist.
Und so viel Ermäßigung gibt's damit auch wieder net - vor allem bei der Deutschen Bahn bringts einem leider so gut wie gar nichts.
19.01.08 19:07
Mir hat der Schwerbehindertenausweis (GdB 60) bislang auch keine Vorteile gebracht.
Habe ihn eigentlich auch nur pro forma, da ich meine Behinderung anerkannt wissen möchte.
Interessant wäre es für mich nur, hätte ich ein Merkzeichen wie z.B. (G) eingetragen, dass mir im Bereich KFZ einige Vorteile wie Steuerersparnis oder zinsloses Darlehen ect. bringt.
Wenn ich recht überlege, bin ich auch ganz froh drüber. Denn meine Krankheiten und Symptome reichen mir ... da muss ich nicht noch blind oder extrem gehbehindert und dergleichen sein.
19.01.08 20:02
Ich kenne ein paar Eltern die extra fuer ihr Kind einen bekommen haben, damit sie die verguenstigungen nutzen koennen.
Denn es gibt ja auch Autos billiger, wenn man einen Behindertenausweis hat.
Ach und wegen Steuerlichen Vorteilen, die sie fuer ihr Geschaeft nutzen koennen, haben sie den Ausweis auch.
Diese Eltern machen einen richtig Krank.
Nutzen die Behinderung ihres Kindes richtig aus.
19.01.08 20:15
gibt es immer wieder und überall. Auf dem Sozialamt oder der ArGe. Manche kennen sich mit den gesetzlichen Regelungen besser aus als die Sachbearbeiter - denken sie zumindest 
Es soll tatsächlich Leute geben, die ihre ganze Energie dazu verwenden, um sich "schlau zu machen" und dem Staat alles zu entlocken, was ihnen vom Gesetz her zusteht. Es ist dann zwar legal - aber moralisch gesehen.... na ja, ich würd es nicht soweit treiben. Vor allem, wenn es keine Leute sind, die von irgendeinem Schicksalsschlag getroffen sind und nur zu faul sind um richtig arbeiten zu gehen.
Gruß 
19.01.08 20:20
Nun kommt, die missbrauchen das Gesetz.
Als ich das gesehen hatte, war das Kind erst ein paar Jahre alt. Die versuchen alle zu betruegen und wegen solchen Schmarotzern werden dann die Gesetze geaenert und alles wir schwerer.
Ich habe grade eben herausgefunden das ich auch 60% beantragen koennte, aber da ich eigendlich nichts habe, werde ich das auch nicht tun.
19.01.08 22:32
Ein Verwandter von mir nutzt auch die ganzen KFZ-Sachen aus. Was allerdings Ermäßigungen wie Museen etc. angeht, nutzt er es nicht, da er eine gute Rente bezieht und sich wie ein Schmarotzer fühlt, wenn er das Ding permanent zieht. Man kann es auch übertreiben. Seine Meinung. Er hat keine Lust permanent seine Behinderung als Instrument für Ermäßigungen zu mißbrauchen.
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