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Behindert und "misshandelt", Familie braucht Hilfe

20.02.10  09:08

Hallo, es geht um die Familie unter uns, ich brauche dringend Euren Rat.

Der Sohn der Familie ist geistig und körperlich schwerbehindert, 28, inkontinent, übergewichtig, also alles andere als einfach zu handhaben.

Die Eltern sind ebenfalls geistig behindert, "kümmern" sich aber, soweit es eben geht. Hilfe bekommen sie keine, wobei es mich nicht überraschen würde, wenn sie diese bisher abgelehnt hätten.

Problem an der ganzen Sache ist aber, das es eben nicht mehr geht und die Eltern das aufgrund des Pflegegeldes absolut nicht einsehen wollen.

Ebenso geht der Sohn in eine Behindertenwerkstatt der Lebenshilfe, das hier verdiente Geld benutzen ebenfalls die Eltern.

Nun ist es so, das der Sohn wirklich täglich "groß" in die Hosen macht, er wird vollgeschrien, geschlagen, beleidigt, jeder hier im Block bekommt das lautstark zu hören, weil auch an Rücksicht bei dieser Familie nicht zu denken ist.

Das geht hier täglich spätestens 6 Uhr los und endet vorerst wenn der Sohn vom Behindertenbus abgeholt wird. Nachmittags, wenn er wieder nach haus kommt geht der Spaß solange weiter bis er ins Bett gebracht wird!

Es ist hier auch schon zu solch derartigen Ausschreitungen gekommen, das die Polizei zu rate gezogen werden musste!

Wir in der Hausgemeinschaft hatten schon mehrere Gespräche mit der Familie, auch mit dem Vermieter, aber es will sich nichts ändern, ganz im Gegenteil, es wird täglich schlimmer. Heute sind wir zum Beispiel schon seit 4 Uhr wach, ich bin schwanger und hab hier noch 2 Kinder! In den letzten 10 Tagen hatten wir 7 nächtliche Ruhestörungen, von 23-4 Uhr!

Aber die Eltern "benötigen" das Geld, ein Heimplatz wäre zu teuer und somit soll alles so bleiben, wie es ist, auch wenn die Eltern völlig überfordert sind.

Zudem macht sich das auch bemerkbar, wenn der Sohn arbeitet. In dieser Zeit streiten sich die Eltern, prügeln sich, ehrlich... so kann das nicht weitergehen!

Meine Frage nun:

Ich will hier was tun, damit hier endlich mal Ruhe einkehrt, die Familie Hilfe findet und der Sohn vll. endlich einen Heimplatz bekommt, aber wo wende ich mich hin??

Für Kinder gibts ja das Jugendamt, aber wohin wende ich mich hier, damit die Familie endlich mal Hilfe bekommt??

d7ieNbanaD01

20.02.10  09:11

Vielleicht das Sozialamt? Oder geht man da nur hin, wenn man Kohle braucht? Ruf doch mal beim Jugendamt an und frag, wo du dich hinwenden musst. :)z

lQupi(tixta

20.02.10  09:12

Das ging ja flott :)^

Werd ich Montag gleich mal versuchen... schaden kanns ja nicht...

dSieNlana0x1

20.02.10  09:14

Du muesstes es dem sozial psychiatrischen Dienst melden,der fuer eure Region zustaendig ist (findest du im Internet).Es ist wie ein Art Fortsetzung des Jugendamtes...fuer Leute ueber 18 Jahre...

sbcullxie

20.02.10  09:18

Im Gesundheitsamt (eurer Region ) gibt es auch eine Stelle ,welche fuer behinderte Menschen zustaendig ist....(auch im Internet zu finden)

Vielleicht auch dort anrufen,es kann sein dass sie dann fuer die Familie zustaendig werden...

s+cul\li{e

20.02.10  09:39

Spontan würde ich sagen...Polizei rufen. Sollten die dann Musshandlungen erkennen können, so werden die Beamten handeln. Mach das auf jeden Fall !!! Das ist zunächst mal der einfachste und schnellste Weg der Sache auf den Grund zu gehen. Ansonsten würde ich mich zusätzlich an das Sozialamt wenden, dort wird man Dir die richtige Anlaufstelle nennen können. Mach das unbedingt!!!!!...wenn dort etwas schlimmeres passiert, dann kommst Du vor lauter Selbstvorwürfen nicht mehr in den Schlaf!

Viel Erfolg *:)

L]ina6t0x101

20.02.10  10:14

Ich wunder mich eh, dass die Polizei bei wiederholter Ruhestörung nichts macht... oder dass der Vermieter nichts macht. Anscheinend sind die Eltern noch so behindert, dass sie nicht wissen, was sie tun und da hört die Rücksichtnahme irgendwann auf. Ich will nicht wissen, was sie mit einem nichtbehinderten Menschen machen würden, wenn der 7mal die Woche zwischen 23 und 4 Uhr Krach macht... der hätte wahrscheinlich die fristlose Kündigung auf dem Tisch. Ich würde also auch wenn ich eh schon wach bin immer wieder die Polizei rufen. Ich meine ich habe nichts gegen behinderte Menschen, aber ich habe auch ein Recht auf Ruhe und welche die den ganzen Tag und in der Nacht rumschreien und sich prügeln, die sind nicht geeignet in einem Mietshaus zu leben und sollten wirklich in ein Heim gesteckt werden, wo sie besser versorgt sind. Und wenn man sie anpräche, dann weiß man ja nicht, ob sie auch auf einen einprügeln würden, bei dem was sie mit ihrem Sohn machen... und dann ist das eine Gefahr für andere Leute. :|N

WBaterxli

20.02.10  10:15

ich meine "noch nicht so behindert, dass sie nicht wissen was sie tun" ;-)

WKaRtesrli

20.02.10  13:33

Ich verstehe nicht so ganz, wie eine ganze Hausgemeinschaft monate- oder jahrelang wegsehen und dulden kann, wenn ein offensichtlich wehrloser Mensch permanent körperlich und seelisch misshandelt wird. Und das Einzige weshalb man sich wehrt, ist wenn die eigene Ruhe gestört wird? Was ist das für eine schauderhafte Gesellschaft ??? Von Zivilcourage keine Spur.

Ich gehe schon dazwischen, wenn ich merke dass ein wehrloser Hund sekkiert wird (ohne Gewaltanwendung).

Ich würde umgehend sämtliche Ämter informieren, die auch nur ansatzweise dafür zuständig sind.

T)anjOa 197x4

20.02.10  17:50

Hi.

Der Sohn der Familie ist geistig und körperlich schwerbehindert, 28, inkontinent, übergewichtig, also alles andere als einfach zu handhaben.

Hmmm,

- Sozial- und Jugendamt werden sich wohl als nicht zuständig erklären.

- sozial psychiatrischen Dienst ist eine Beratungsstelle, normalerweise werden/können die nicht ohne Zustimmung der Betroffenen agieren. Nur in wirklichen Notfällen.

- Gesundheitsamt wird sich wohl auch als nicht zuständig sehen, da es nicht um Gesundheitsgefährdung (Zustand der Wohnung, Ansteckungsgefahr oder andere Gefährdungen der Gesundheit) geht.

Ich glaube, ihr vergesst, daß es hier um erwachsene Leute (incl. das "Kind") geht und sie ja anscheinend nicht Entmündigt wurden. Somit wird da nur etwas gehen, wenn die Betroffenen auch zustimmen. Ansonsten könnte nur ein Richter entsprechende Maßnahmen anordnen.

Frage trotzdem mal beim Sozialamt oder dem sozial psychiatrischen Dienst an. Erwarte aber nicht, daß deshalb irgendwas bezüglich der Familie in Gang gesetzt wird. Vermutlich wird man dich beraten, wie du damit am besten umgehen könntest, bis hin zum Auszug aus der Wohnung.

Ich weis, sehe das zu negativ. Wäre schön, wenn ich mich irren würde.

Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Evtl. wenn sich zB ein Betreuer um die Familie kümmert, aber der wäre sicher vom Vermieter darauf angesprochen worden.

Sowas ist auch immer ein "heißes Eisen", was nur wenige an angehen wollen.

Dfeltxa

20.02.10  18:39

Ich denke ,es gibt in jedem Gesundheitsamt auch eine Behindertenberatungsstelle...findet man im Internet..

ssculQlie

20.02.10  18:59

Normalerweise leitet die Polizei weitere Schritte ein. Mich wundert es das es noch nicht passiert ist wo schliesslich Missbrauch vorliegt!

S*igutxe

20.02.10  19:38

so wie delta schrieb muss oft erst ziemlich druck machen,hartnaeckig sein,die leute nerven,zum vorgesetzten gehen....bevor ueberhaupt etwas passiert...die meisten leute im amt wollen keine zusaetzliche arbeit und jemand der sie beim kaffee trinken stoert,ob da nun jemand lebt oder stirbt..ist oft nicht soo wichtig....... :=o

sVculxlie

20.02.10  19:39

wenn es wieder eine heftige situation gibt.....wuerde ich auch die polizei anrufen...sie greifen oft eher durch...

svcFullxie

20.02.10  21:05

Vielen Dank erstmal für eure Antworten.

Am Montag geht erstmal wieder eine Beschwerde in Richtung Vermieter, wobei ich denke, das das sowieso nichts bringen wird. Ausziehen kommt für mich aber derzeit noch nicht in Frage, weil mein Baby in den nächsten 5 Wochen zur Welt kommen wird...

Aber Ausschreitungen gab es hier schon genug. Erst wollte uns der Vater "abknallen" (er wäre im Schützenverein und hätte ein Arsenal zuhaus!), bei dem Fall kam auch die Polizei, Anzeige wurde erstattet, aber von der Staatsanwaltschaft wegen "nichtinteresse des Volkes" eingestellt, von Waffen war ebenfalls keine Spur.

Kurz danach schubbste der Vater meinen 5jährigen die Treppe runter, da aber dem Kurzen nichts passierte, wurde auch hier die Anzeige wegen "Geringfügigkeit" eingestellt!

Über Weihnachten war die Polizei 2 mal da, erst weil der Vater die Mutter filmreif verprügelt hat... und das ganze Haus sich da nicht mehr zurückhalten konnte und beim zweiten Mal, nur 3 Tage später... wollte der behinderte Sohn seine Mutter erstechen!

Und dagegen das der Vater meinen Großen ständig aus dem Haus jagt, sagt sowieso keiner was.

Wir wohnen hier seit 8 Monaten, Gespräche mit dem Vermieter gab es zu häuf und immer wieder wurden der Familie neue Chancen gegeben.

Und bisher konnte nichts erreicht werden.

Und so wissen diese Leuchtchens, das sie doch eigentlich machen können was sie wollen.

Demnach gehe ich hier, in meinem Interesse, erst zum Vermieter, danach zum Anwalt.

Die Frage, warum hier in der Mietpartei alle wegschauen kann ich sehr gut nachvollziehen. Wir sind hier die einzigsten die Druck machen, der Rest schaut weg... und das seit nunmehr 20 Jahren!

Verständnis hab ich dafür auch nicht, aber hinterher regen sich irgendwie alle auf... :|N

Und im Interesse des Sohnes werde ich mich am Montag mal auf dem Sozialamt erkundigen.

Vielleicht bekomme ich ja auch etwas über die "Lebenshilfe" raus, über die der Sohnemann arbeitet, kam mir heute mal so in den Kopf...

Jedenfalls bleibe ich dran, mir tut das selbst täglich in der Seele weh, ich versteh nicht wie man so mit seinem eigen Fleisch und Blut umgehen kann! :°(

Ich danke Euch erstmal sehr für Eure Hilfe, mal schauen was ich erreichen kann. @:) @:)

d)ieNa,na0x1

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