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Behindert

Was würdet ihr machen,wenn euer Kind behindert wär   >>>

Frreunhd1/7  am 26.02.10  12:37

07.03.10  14:19

@ freund17

ich muß sagen, dass ich es toll finde, dass du dir in deinem alter über so etwas gedanken machst :)^

natürlich ist das noch nicht ganz zu ende gedacht von dir, aber weitaus besser, als wenn ich von erwachsenen lese, die mit der nachdenkerei über sowas erst mit mitte 20 anfangen.

und ich finde deine gedankengänge durchaus nachvollziehbar, die muß man an irgend einem punkt zu dem thema einfach haben und damit muß man sich auch auseinandersetzen.

ich selber bin jung mutter geworden und ich muß ehrlich zugeben, dass das zwar mittlerweileganz gut klappt, ich aber gerade in der anfangszeit oft knapp an der grenze zur überforderung herumlaviert bin. und ich weiß, dass es vielen müttern ähnlich geht, sei es dadurch, dass sie alleinerziehend sind, mehrere kinder haben, selber krank sind, etc.

wenn dann noch die behinderung des kindes als zusätzliche belastung drauf gepackt wird, kann ich mir vorstellen, dass dann irgendwann schluß ist. menschen sind einfach nicht unendlich belastbar und es ist ein großer schritt auf dem weg zur selbsterkenntnis, das auch einzusehen.

wenn eine mutter also ein behindertes kind bekommt und selber weiß, dass sie damit haltlos überfordert wäre, kann ein weggeben des kindes die richtige entscheidung sein.

du hast diesachen hier teilweise sehr krass ausgedrückt, aber den anspruch, den hier manche leute an dich auf argumentativer ebene stellen, kann ich nicht nachvollziehen und finde ich teilweise auch recht intolerant.

mLariZka <steZrn

07.03.10  14:40

Ich hätte mein Kind behalten egal ob es behindert ist. Denn jedes Kind ob mit oder ohne Behinderung hat ein Recht auf Liebe und Geborgenheit. Die Frage hätte sich mir nie gestellt nur wenn ich körperlich nicht mehr in der Lage wäre noch für die Pflege meines Kindes dazusein. Würde dann die Hilfe von anderen oder einem Heim inanspruch nehmen. Ich wäre aber auch dann täglich für mein Kind da.

Sicherlich ist es gut das d dich auch mit diesem gedanken beschäftigst. Wenn du dir vorstellst du wärest Bhindert und hättest von Anfang an in ein Heim gemusst wie würdest du dich da fühlen? Auch ein Behindertes Kind kann dir sehr viel Liebe zurück geben genau wie ein gesundes mitunter vielleicht sogaar noch mehr weil es villeicht viel offener zeigt wie sehr es dich mach und braucht.

Was wäre wenn das Kind auf einmal urplötzlich durch einen Unfall behindert ist? Ich sehe da keinen Unterschied. Aber wie würdest du dich dan fühlen wenn du dann in ein Heim abgeschoben wirst? Und das kann jeden sehr schnell zu jeder Zeit Treffen.

aJprilx45

07.03.10  16:59

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es hier in dem Forum auch nur einen Menschen gibt, der noch nie ueber jemanden ein abfaelliges oder spoettisches Wort gelassen hat

es ist was anderes über nen großen pickel oder nen dicken hintern zu grinsen, als über eine behinderung.

mein hintern könnte auch mal fett sein und pickel , über die andere schmunzeln, trage ich selbst gelegendlich zur schau.

über geistige/körperliche behinderungen lacht man nicht. das habe ich schon als kind gelernt.du nicht?

mein opa fuhr im rolli mal an der schule vorbei und ich hab laut aus dem fenster gebrüllt.meine klassenkameraden wussten nicht das es tatsächlich mein opa ist und haben mich ordentlich zusammengestaucht,weil sie dachten ich will ihn nur veräppeln.soviel dazu... da waren viele idioten in der klasse,aber auch die hatten anstand ;-)

Weil es nicht mit ueber den Platz rennen und einen Fussball treten kann? Weil es sich im Winter keine Schneeschuhe anbinden kann, um die Gegen zu erkunden? Weil es nicht mit "Himmel Huepfen" spielen kann?

abgesehen davon das du dir das augen rollen sparen könntest, gibt es weitaus schlimmere behinderunge/einschränkungen, die einen "überrollen" und eben nicht absehbar sind.ausserdem sprichst du ja rolli-kindern spaß ab.und glaub mir... auch rollikinder spielen gerne und auch mit fußgängern.ja,...das geht.

ich finds interessant was sich hier so auftut.

m}arMysauxe

06.04.10  05:57

Hier ist eine sehr interessante Diskussion entstanden, die sich fast schon einem "Tabuthema" widmet.

Unter den Beiträgen und Meinungen sind sehr viele stark emotionalisiert und und ich vermute auch, daß soziale Erwünschtheit bei einigen Antworten eine Rolle spielt. Schließlich haben wir alle einmal gelernt, Menschen mit Behinderung genauso zu akzeptieren und wertzuschätzen, wie alle anderen auch. Zumindest sollten wir das.

Daß Kinder gegenüber Menschen mit Behinderung aus Erwachsenensicht oft unpassend reagieren (lachen, zeigen, glotzen, fragen) ist, solange bis sie Ursache und Bedeutung verständlich erklärt bekommen haben, etwas völlig Normales, das gehört zu einem Lernprozeß dazu.

Es ging ja aber eher um die (voneinander zu trenneden) Fragen, wie man sich einerseits verhalten kann, wenn eine Behinderung bei einem Fötus diagnostiziert wird, und wie man andererseits mit Kindern, die eine Behinderung haben, umgehen kann.

Vorweg gesagt, ich finde es völlig normal, daß man sich diese Fragen stellt und daß man kritisch darüber nachdenkt, auch wenn nicht alle möglichen Antworten und Meinungen in der Öffentlichkeit gerne gehört werden.

In vielen Beiträgen wurde die Frage nach einer vor der Geburt entdeckten Fehlentwicklung mit der Frage vermischt, was denn wäre, wenn ein Mensch später einen Unfall oder eine Krankheit mit entsprechenden Folgen hätte.

Ein Leben mit Behinderung oder Beeinträchtigung unterscheidet sich immer von einem Leben, das sich die große Mehrheit der Menschen als "normal" vorstellt.

Es wurde hier dennoch oft gefordert, daß Kinder mit Behinderung als Selbstverständlichkeit zuhause dauerhaft von den Eltern gepflegt und betreut werden müssen, weil es die eigenen Kinder sind. An dieser Stelle zeigt sich, daß Kinder in unserer Gesellschaft deutlich überemotionalisiert wahrgenommen werden.

Oder anders gesagt: Die Skrupel, alte Menschen in einem Alters- oder Pflegeheim unterzubringen, scheinen weitaus geringer. Auch wenn es sich um die eigenen Eltern handelt. Das sind aber genauso Menschen mit Behinderung oder Beeinträchtigung, wie davon betroffene Kinder. Und sie waren vorher auch in den allermeisten Fällen "normal".

Egal, ob es nun um alte Menschen oder um Kinder mit oder ohne Behinderung geht: Menschen, die einen erhöhten Betreuungsaufwand haben, stellen sehr hohe Anforderungen an ihr Umfeld. Jeder, der vor einer solchen Herausforderung steht, muß für sich entscheiden, ob er sich dem gewachsen fühlt.

Ich begegne jedem mit Anerkennung und Respekt, der sich um Hilfsbedürftige sorgt. Diese Leistungen sind wertvoll und wichtig, und es ist gut, daß es Menschen gibt, die das auf sich nehmen.

Ich denke aber auch an die andere Seite. Denn ich sehe es nicht als Selbstverständlichkeit an, daß Menschen ihr ganzes Leben ausschließlich für andere aufopfern und auf fast alle ihrer eigenen Bedürfnisse verzichten. Die Folge davon sind oft genug psychische Krankheiten wie Depressionen u.a. Es nützt niemandem etwas, wenn betreuuende Menschen aus gefühlter oder tatsächlicher Überforderung heraus selbst zu Betreuungsfällen werden.

Deshalb respektiere ich auch jeden, der nach reiflicher Überlegung zu dem Schluß kommt, eine solche Aufgabe nicht erfüllen zu können.

Das bedeutet allerdings nicht, daß es in Ordnung ist, sich aus Bequemlichkeit aus jeder sozialen Verantwortung zu stehlen. Es gibt zweifellos Menschen, die genau das tun. Trotzdem darf eine negative, überlegte Entscheidung in oben genannten Fragen nicht automatisch gesellschaftlich angeprangert werden.

s7unse-t400

13.04.10  23:09

Na was schon es so behandeln wie ein normales kind ,auch wenn es manschmal schwer wird aber es gibt zeiten an die man sich erfreut des ganzen lebens,du hast dich dafür entschieden dann stehe auch dazu.

P%rinz9essi&nx29

14.04.10  10:06

sunset schrieb

Ein Leben mit Behinderung oder Beeinträchtigung unterscheidet sich immer von einem Leben, das sich die große Mehrheit der Menschen als "normal" vorstellt.

Jedes Leben unterscheidet sich von jedem anderen. Die Kategorisierung "Behinderung" meint wohl den Grad der Selbstständigkeit, den ein Mensch in verschiedenen Disziplinen erreichen kann. Da ist ein sehbehinderter Mensch, auch wenn er völlig blind ist, näher an einem "Normalen", als ein mehrfach geistig und körperlich Behinderter an diesem Blinden.

Der Grad der Selbstständigkeit meint wiederum eine bestimmte Balance zwischen Geben und Nehmen. In dem Maße, indem wir geben können, sind wir "normal", in dem Maße indem wir nehmen müssen, sind wir "behindert".

Das PROBLEM "Behinderung" taucht nicht mit der Frage des Nehmen-Müssens - die meisten Menschen nehmen lieber als sie geben und teilen ihr Leben entsprechend in Arbeit und Freizeit auf - sondern mit dem Geben-Müssen auf. Mit einer monatlichen Geldüberweisung auf das Konto des Behinderten ist es eben nicht getan.

LXovHxus

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