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Schimmel im Schlafzimmer, wer zahlt den Schaden?

itsarjiweHl hat die Diskussion gestartet


Hallo Ihr lieben,

ich habe da ein Problem und hoffe Ihr könnt mir helfen!!

Vor kurzem haben wir in unserem Schlafzimmer Schimmel entdeckt, und zwar direkt unter der Fensterbank an der Heizung, natürlich begaben wir uns gleich auf die Suche nach weiteren Stellen und wurden fündig, hinter unserem Schlafzimmerschrank.

Natürlich haben wir gleich unseren Vermieter angerufen, und der war dann gestern auch gleich mit einem Maler da.

Der hat dann versucht es auf zuwenig lüften zu schieben, das konnte ich wiederlegen, da ich wirklich mehrmalstäglich lüfte und auch heize.

Beim Schrank hat er gemeint der steht zu nah an der Wand, da das eine Aussenwand wäre fehlt der mindestabstand von 10 cm, das hätten die Monteure wohl nicht bedacht.

Anschliessend hat er das ganze mit Chlor eingesprüht(jedenfalls stank es nach Schwimmbad) und der Schimmel ist weg.

Aber ich versteh das ganze net und habe da so einige Verständnis Probleme:

Wenn der Schrank zu nah an der Wand stand und sich dadurch Schimmel gebildet hat, warum taucht dann zur selben Zeit auch noch an eier anderen Stelle Schimmel auf??

Wir wohnen noch nicht allzu lange hier, der Schrank ist nichtmal 1 1/2 Jahre alt und hin, wer zahlt uns den Schaden??

Wer kommt für die Sommergarderobe meines Mannes auf, die befa´nd sich nämlich in besagtem Scharnk ( seit Okt/Nov) und ist voller Schimmel??

Hätten die Monteure da nicht drauf achten müssen, sie haben ihn doch wohnfertig aufgebaut ???

Der Maler hat was gesagt on wegen Schimmel hätte immer gute Chancen wenn es längere Zeit nur 5C drausen hätte, also können wir doch nix dafür, oder ???

Und kommte der Schimmel wieder wenn das nächste mal nur 5C drausen sind ???

Reicht diese Behandlung mit Chlor wirklich aus ??? Er hat nicht gesagt ob die Tapette wegsoll ???

Wer kann mir helfen, ich bin nämlich wirklich verwirrt und Fertig, der Schrank ist noch nicht alt, hat knapp 1000 € gekostet, die ganzen Sommersachen, (T Shirts, Hemden...) von meinem Mann sind hin, und das war gerade der Karton mit den Sommergeschäftssachen, also keine Gammelklamotten oder Shorts....

Schon mal vielen Dank

isariel

Antworten
-BHasex-


Habt ihr das mal mit einem Gutachter versucht?

BYirBdxy78


hm ich hab derzeit n ähnliches problem.. und bin derzeit auf dem stand das schimmel sich nich durch sprays oder ähnliches entfernen lässt, wenn der auch an anderen stellen im raum auftritt lags bestimmt ned am schrank.. aufkommen für den schaden muss dein vermieter, wenn man es ihm nachweisen kann.. setz dich mit dem mieterbund in deiner stadt in kontakt, die können dir da weiterhelfen, mir halfen sie auch mein vermieter bekommt ne fristlose kündigung da der schimmel seit jahren da is und er es mir auf anfrage gegenüber nicht erwähnt hat sowie ne schmerzensgeld und schadenersatzklage für den zerstörten Kleiderschrank inkl. Kleidung und noch einige Möbelstücke mehr

LG

Birdy

D5arkSAnlgelx25


Leider ein mir bekanntes Thema

also, ich glaube auch, dass dadurch nicht der Schimmel beseitigt ist, vor allem wenn er schon im Schrank sitzt, dann gute Nacht, denn er kann sich super vermehren. Der Vermieter ist verpflichtet (zum Glück er) zu prüfen, woher der Schimmel kommt (z.B. defekte Wärmebrücke o.ä.). Vor allem kann er doch nicht nur die Auswirkungen bekämpfen, er muss doch die Ursache suchen und beheben. Sonst habt ihr wieder schnell Schimmel. Habe selber mal in einer Schimmelhöhle gelebt und ein Baubiologe hat man die Feuchtigkeit der Wände gemessen--> defekte Wärmebrücke. Nun, der Vermieter hat trotzdem nichts gemacht und so bin ich fristlos (nachdem ich das zwei Monate ertragen habe, grünen pelzigen Schimmel bis 1,5 m hoch im Schlafzimmer, komplette Einbauküche von hinten zugeschimmelt (erste Wohnung :-( ) ausgezogen. Kaution war trotzdem weg....fiese Sache.

Später habe ich erfahren, dass die Vormieterin auch Schimmel hatte und diese mit Anti- Schimmel- Farbe überstrichen wurde...hielt ja nicht lange. Von den gesundheitlichen Schäden mal ganz abgesehen. Meine Eltern haben auch mal in so einer Wohnung gelebt und meine Schwester hat seitdem Asthma, war früher sportlich wie nix und kann heute keine 100 m mehr schwimmen.

Alles nicht nett!

OjktGupuxs


Auf jeden Fall ein Gutachten einholen, den nur Chlor reicht oft nicht aus. Wenn unter er Tapete schon der Schimmel sitzt dann gute Nacht. Der Ärger ist groß, doch pocht auf euer Recht.

M2iriskfxad


.. und auf jeden Fall das Ganze dokumentieren mit guten Fotos oder Videos...

GMerd1x992


absolute Hílfe!!!

Schimmel ist fast immer das ergebnis von falscher benutzung. da helfen weder dokumentation noch fotos oder sonstwas.

es geht ganz einfach:

1: Heizung volle pulle aufdrehen,

2: fenster auf und die feucht-warme Luft rauslassen.

3: das ganze mindestens 2 - 3 wochen. ihr werdet sehen, euer schimmel verschwindet!!!

hatte das gleiche Problem mit meinem total vertrottelten bruder der sich absolut abgehoben auf dem umwelt-tripp befindet

übrigens: nur in den allerwenigsten fällen habt ihr eine chance gegen den vermieter.

mittlerweile ist bekannt, daß schimmel fast immer durch den mieter verursacht wird.

R4aJuchs(chwaxlbe


Hallo Gerd

hatte das gleiche Problem mit meinen Mietern. Die hatten ungelogen 20 Hasen, 1 Aquarium, 1 großen Hund 150 Pflanzen im Wohnzimmer, konnten nicht lüften wegen den "Efeu-Vorhängen"... und haben sich dann gewundert, das es Schimmel gab.

Sorry-dafür hab ich kein Verständnis mehr.

Um aber auch für Mieter in die Bresche zu springen: nicht immer ist der Mieter schuld- echt nicht. Liegt auch oft an falscher Isolierung und den schon erwähnten Kältebrücken.

Im Gegenzug kriegt man aber auch eine nach neuesten Erkenntnissen gebaute Neubauwohnung klein- wenn Mieter nicht richtig lüftet und heizt.

Mal ist der eine, mal der andere "schuld", meist aber nicht alleine.

Grüße

gSreatEhosainna:h


Hilfe vom Gesundheitsamt

Was Gerd sagt ist natürlich Unsinn und eigentlich schon unverschämt! In einer Wohnung mit baulichen Mängeln nützt Lüften und Heizen rein gar nichts! Ich erlebe es gerade selbst!

Wenn man aber nicht sicher ist, woher der Schimmel kommt, der Vermieter nicht tätig werden will, bzw. mit den Gutachterkosten droht (da ja leider bei vielen Mietern auch aus der Wand sprudelndes Wasser als Lüftungsschaden gilt), lohnt sich der Versuch, das Gesundheitsamt zu Rate zu ziehen! Uns wurde eine Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes nach Hause geschickt, die dann eine Stellungnahme verfasst hat. Alles kostenlos! Die Stellungnahme fiel zu unseren Gunsten aus. Es verhandelt sich jetzt besser mit dem Vermieter, der bereits einen Sachverständigen auf seine Kosten geschickt hat. Haben jetzt zwar ´ne kleine Baustelle. Aber wenigstens wird endlich etwas getan...

gBre?ath6osannxah


und noch mehr...

Was angemessene Sanierung von verschimmelten Materialien angeht, liest man am besten im sogenannten "Schimmelpilz-Leitfaden" des Umweltbundesamtes nach!!! Man muss leider häufig darauf achten, vom Vermieter nicht mit oberflächlichen Maßnahmen abgespeist zu werden...

SYenZanq%uxe


Hallo Isariel,

den Schimmel nur zu besprühen reicht in den meisten Fällen nicht aus.

Der Schimmel der sich zeigt, ist nur der sichtbare Teil des Pilzes. Meistens kommt man um eine Sanierung der Wand rum. Zuerst muß die Ursache bekämpft werden, dann die Wand trocken gelegt werden. Es kann sogar sein, daß der gesamte, befallene Putz runter muß zuzüglich einer Sicherheitszone. Danach müssen die rste des Schimmels, meistens durch ausbrennen beseitigt werden. Erst danach kann mit dem Neuaufbau des Putzes und anschliessendem Tapezieren begonnen werden.

Einen Schrank 10 cm von der Wand aufbauen, hab ich noch nirgendwo gehört oder gelesen, stell Dir mal vor, Du würdest alle Schränke an den Außenwänden 10 cm von der Wand abstellen, daß säh ja lustig aus. Ist halt auch eine Art oder Möglichkeit Baupfusch zu vertuschen.

Bei mir war der Vermieter seinerzeit sogar so dreist und hat einfach eine verschimmelte und nasse Aussenwand,( nachweislicher Wasserlauf der Gehwegsplatten im Gartenbereich, die das Regenwasser zur Hauswand hin geführt haben), mit Rigipsplatten getarnt. Das ganze ist erst dadurch aufgefallen, daß Horden von Silberfischchen unter der Fußleiste hervor kamen. Echt ekelig.

Ich habe seinerzeit auch fast mein ganzes Invetar auf den Müll schmeissen können. Ansicht des vermieters war ebefalls "falsches oder zu geringes Lüften", ist eine sehr beliebte Masche.

Lass Dir nichts gefallen, wie stehts denn an den gleichen Stellen bei Deinen Nachbarn?

Sdenanqxue


Sorry

Sollte natürlich heissen:Der Schimmel der sich zeigt, ist nur der sichtbare Teil des Pilzes. Meistens kommt man um eine Sanierung der Wand nicht rum.

S[chadstUoffermcittlexr


Schränke an Aussenwänden und sinnvolles Vorgehen...

Die Forderung, das Mobiliar möglichst nicht - und schon gar nicht zu dicht - an Aussenwände zu stellen, ist definitiv keine "Tarnung von Baupfusch", sondern hat durchaus seine vernünftige, physikalische Begründung:

Um eine Wandfläche - bzw ein Bauteil - mittels eines Heizkörpers zu erwärmen, bedarf es der Übertragung von Wärmeenergie. Diese Wärmeübertragung erfolgt hauptsächlich auf zwei Arten:

1.) Wärmetransport durch die Luft

2.) Wärmestrahlung

Im ersten Falle wird die Luft am Heizkörper erwärmt und strömt dann an der kalten Wandfläche vorbei, wobei dann die Wärmeenergie von der Luft auf die Fläche übertragen wird.

Bei der Wärmestrahlung trifft die vom Heizkörper emmitierte Wärmestrahlung direkt, oder auch als Reflektion über andere Flächen, auf die Wandfläche und erwärmt sie.

Wird nun ein Schrank dicht vor die zu erwärmende Wandfläche gestellt, verhindert er die Abgabe von Wärmeenergie sowohl durch Luft, da diese nicht mehr ungehindert vorbeiströmen kann, als auch durch Strahlung, da sie nicht mehr auf die Fläche trifft.

Er wirkt in diesem Falle wie eine Dämmung! Und zwar wie eine falsch, bzw unsachgemäß ausgeführte Innendämmung, weil keine Dampfsperre vorliegt!

Denn leider ist die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit so perfide, bei der Verteilung im Raume nicht auf Luftströmungen angewiesen zu sein: Sie verteilt sich auch ohne jegliche Luftbewegung gleichmäßig durch Diffusion!! Somit gelangt sie - im Gegensatz zur Wärmeenergie - auch hinter den Schrank, wo sie auf den inzwischen ausgekühlten Flächen kondensieren, und damit die Voraussetzung für einen Schimmelpilzbefall bilden kann!

Dies ist auch der Grund, warum Innendämmungen immer als letztes Mittel anzuwenden und absolut penibel auszuführen sind! Auch bei der Dampfsperre im Dachbereich ist äußerste Sorgfalt gefragt, kommt es hier doch immer wieder zu Undichtigkeiten, welche dann die Dämmung durchfeuchten und übelste Schäden nach sich ziehen.

Ebenso muß ich dem immer wiederkehrenden Mythos um die "fehlende Aussendämmung => Baumangel" eine klare Absage erteilen!

Die gängigen und gerne verkauften "Wärmedämmverbundsysteme" sind niemals unter dem Gesichtspunkt der Schimmelpilzvermeidung entwickelt und/oder angedacht worden! Sie dienen einzig und allein der Energieeinsparung.

Wenn man die Diskussionen zu diesem Thema verfolgt, stellt man sich bei einigen Beiträgen zwangsläufig die Frage, wie die Menschheit so lange ohne das WDVS existieren konnte! ??? Aus der Höhle direkt in das Niedrigenergiehaus! ;-D

Keine Art der Dämmung, und keinerlei bauliche Maßnahmen entbinden von der Verpflichtung, auf ein dem Wohnverhalten angepasstes Heizen und Lüften zu achten!!

Ebensowenig kann man durch derlei Systeme bestehende Bauschäden eliminieren und/oder langfristig kaschieren!

Hier müssen Mieter und Vermieter gleichermaßen verantwortungsvoll handeln!!!

Aus den oben genannten Gründen kann ich nur - immer und immer wieder - gebetsmühlenartig wiederholen, das letztendlich zwei Optionen existieren:

Entweder, Mieter und Vermieter ziehen am gleichen Strang und bemühen sich, das Problem gemeinsam zu lösen!

Oder es artet in die - inzwischen leider üblichen- gegenseitigen Schuldzuweisungen aus, die letztendlich die Problemlösung ignorieren, und einzig den Anwälten zum finanziellen Wohlbefinden gereichen. In diesem Falle sind immer beide Parteien auf der Verliererseite!

Natürlich gibt es "schwarze Schafe" auf beiden Seiten:

Vermieter, die ihre Bausubstanz verwahrlosen lassen und sich einen Dreck um die gesundheitlichen Gefahren für die Bewohner kümmern.

Andererseits sind da Mieter, die sich ebenso wenig Gedanken um ihr eigenes Verhalten machen und - anstatt der Problemlösung den Vorzug zu geben - als allererste Frage die über die "Höhe der möglichen Mietzinskürzung" in den Raum stellen. Oft wird diese Frage sogar gestellt, bevor der Vermieter überhaupt über den Schaden informiert wurde...!

Ich wünsche mir für das kommende Jahr inständig, dass sich in Zukunft mehr Betroffene auf sachlicher Ebene auseinandersetzen! Das mehr wissenschaftlich fundierte Aufklärung betrieben wird und die Menschen sich weniger auf Werbung, denn auf den gesunden Menschenverstand verlassen! Das sich die "Streitkultur" in unserem Lande wieder auf eine sachliche Ebene begibt und die Sphären der "rechhaberischen Gerichtsstreitigkeiten" verläßt.

Und natürlich wünsche ich allen Frieden, Gesundheit und einen schönen 4. Advent!

Alles Gute, Rainer Bold.

SBenaSnqxue


Hallo Schadstoffermittler,

Deine Erklärungen sind zwar einleuchtend; jedoch stellt sich mir nun die Frage, was machen wir denn alle mit unserer heißgeliebeten Einbauküche, Oberschränke an ein Gestell hängen damit alles von der Wand absteht? Außerdem würde mir das als Mieter ziemlich stinken, wenn ich Miete für eine Wohnung zahlen muß, und kann im schlechtesten Fall, auf dem gesamtem Außenwandbereich, 10 cm nicht nutzen, müsste aber dafür Miete entrichten :-o

Was die Bauphysik anbelangt im Sinne von sinnvoller Dämmung, Wandbeschaffenheit etc. streiten sich die Gelehrten und scheiden sich die Geister. Diese Diskussion hatte ich, als es anstand unser Haus zu verputzen.

Ich habe für mich etschieden, daß mir kein Styropor an die Außenwand kommt. Bislang habe ich keinerlei Probleme mit Schimmel.

Toi, toi,toi

Mir wurde von unserem Breifträger auch schon berichtet, daß aus diesem Grund, bei einigen "modernen" Häusern, der "Plastikmantel" wieder entfernt wurde. Bin mal gespannt, wo das noch so hinführt.

Unsere Vorfahren hatten doch auch nicht alle verschimmelte Buden, ohne diese ganze Dämmungsparanoia. Früher mußte ein Rohbau erstmal Frost bekommen bevor überhaupt geputzt wurde, Heute wird bei minus 15 Grad betoniert und gemauert, das Haus steht in 6 Montaen da, wird schön eingepackt und mit Kunstharzputz und Farbe versiegelt. Es soll mir keiner, der schon mal bei diesen Neubauten, die von innen beschlagenen Fenster beobachtet hat erzählen, daß das Haus schon getrocknet ist, nie und nimmer.

Ansonsten auch Dir und Deiner Familie ein frohes Fest und einen guten rutsch.

bHern=ie)-a7x4


Unsere Vorfahren hatten sehr wohl verschimmelte Buden, wirklich mehr wie jetzt! Sorry! Falls es heutzutage in einem neuen Haus zu Schimmeln beginnt, dann ist es Pfusch, bzw. es wurde viel zu wenig gelüftet(Fenster sind halt viel dichter wie früher).

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