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Entfernung von Röntgenstrahlen

R.u7berxdupp hat die Diskussion gestartet


Hallo

auch wenn es vielleicht blöd klingt, aber ich habe folgendes Problem:

meine Frau und ich sind im Begriff in ein Haus gegenüber einer Klinik zu ziehen.

warum weiss ich selber nicht, aber ich hab angefangen mir Sorgen darüber zu machen, ob Röntgenstrahlen von dort bis in unser Haus reichen und uns dort schädigen könnten.

es wird in einer Klinik ja ständig - also Tag und Nacht geröngt.

wie weit reichen denn solche Strahlen ?

gruss

Ruberdupp

Antworten
B|uford, Tannxen


Eine m.E. sehr interessante Frage auf die dir aber möglicherweise keiner eine erschöpfende Antwort wird geben können. Grundsätzlich müßte aber ein Raum in dem ein Röntgengerät steht, aber baulich mit Blei abgeschirmt sein, so dass eigentlich nur wenig ionisierende Strahlung nach draussen gelangt. Wie so oft sind aber gesetzliche Anforderung und praktische Umsetzung zwei paar Schuhe. Seit ich mitbekommen habe, das man in Zahnarztpraxen auch auf dem Zahnarztstuhl geröntgt werden kann, hab ich mir da auch mal so meine Gedanken gemacht. Da diese Praxis in einem Mehrfamilienhaus untergebracht ist, müsste die Strahlung ja durch Decken, Fussböden in die anliegenden Wohnungen eindringen. Es sei denn da wäre alles mit Blei nachgerüstet.. Also in dem MFH möchte ich nicht wohnen.......

Aber das Haus in das du ziehst wird ja nicht direkt an der Röntgenabteilung angrenzen. Womöglich ist da ja mindestens auch noch ne Strasse dazwischen. Das sollte also eigentlich eine vernachlässigbare Gefahr sein. Grüße

R1ube@rdxupp


naja, ich hoffe halt auf eine aussagekräftige Antwort von einem der sich möglichst genau mit Radiologie usw. auskennt.

ich kann es mir eigentlich nicht wirklich vorstellen dass die Strahlung eine unendliche Reichweite hat und (wenn nicht durch Blei geschirmt) ungebremst durch alles mögliche durchstrahlt.

Übertrieben gesagt, wäre man dann ja nirgendwo sicher!

-`Haxse-


Ich denke, Du übertreibst :-/ Sicher sind Röntgenstrahlen nicht ungefährlich, aber dass sie Leute in Häusern gegenüber einer Klinik "verstrahlen" kann ich mir nicht denke. Es wird so Tara um den Strahlenschutz gemacht (bin selbst gelernte Zahnarzthelferin) da kann ich mir das nicht vorstellen.

H3ype rioxn


hm

ich denke da besteht keine gefahr!

die dosen sind so gering und die geräte so sicher das da keine gefahr besteht.

gedanken würde ich mir machen wenn ich in der nähe eines atomkraftwerkes wohnen würde :-/

gruss

V+eeb


Theoretisch

könnte Strahlung im Haus gegenüber ankommen, aber so wenig, dass es nicht messbar sein wird. Die natürliche radioaktive Strahlung, der wir alle dauernd ausgesetzt sind, ist um ein Vielfaches höher. Mach dir also keine Sorgen, das wäre nämlich so, als wenn du in einem Hagel von Rollsplit (natürliche Strahlung) stündest und dir Sorgen machtest, von einem Staubkorn (Röntgenstrahlung aus dem Krankenhaus gegenüber) getroffen zu werden.

Da kommt - wenn überhaupt - in 30 Jahren weit weniger zusammen, als bei einer einzigen Röntgenaufnahme beim Arzt.

E"urxa


Im Haus daneben kann keine Gefahr bestehen. Sie müssen zwei Sachen bedenken:

1) Materialien (nicht nur Blei, das halt besonders stark) absorbieren Röntgenstrahlen. Dabei werden sie letztendlich in Wärme umgewandelt. Schauen Sie sich mal folgende Grafiken an:

[[http://www.physi.uniheidelberg.de/7Eeisele/physikb/AbsorptionskoeffizientenfuerRoentgenstrahlen.pdf]]

Da sieht man, daß selbst Eisen noch (wenn auch etwa 10mal schwächer) recht stark absorbiert. Genauso Mauern, Beton usw. Wenn man dann noch bedenkt, daß Blei in geringen Dicken praktisch vollständig absorbiert, können Sie vergessen, was da noch ankommt.

2) Der Abstand: Ohne daß überhaupt nur 1 Röntgenquant absorbiert würde, nimmt die Strahlungsintensität einer Strahlungsquelle (eigentlich nur einer punktförmigen, aber die Röntgenröhre ist winzig im Vergleich zu Ihrem Haus) quadratisch mit dem Abstand ab. Das kommt alleine daher, daß sich die Strahlung mit steigendem Abstand auf immer mehr Raum verteilen muß.

E6urYa


Ich hoffe, der Link geht:

[[http://www.physi.uniheidelberg.de/~eisele/physikb/AbsorptionskoeffizientenfuerRoentgenstrahlen.pdf]]

R?ub_erduxpp


ich denke mal nicht dass sich die Röntgenstrahlen "den Weg des geringsten Widerstandes" suchen, sondern die die Richtung gehen in die sie eben gestrahlt werden.....oder liege ich da falsch ?

lenken sie sich um Ecken und Kanten ?

E4ura


lenken sie sich um Ecken und Kanten ?

nein

C onsta_ntinB 89


röntgenstrahlen sind ß-strahlen und haben nahezu lichtgeschwindigkeit.

d.h. eine fast unbegrenzte reichweite.

allerdings wird der raum, wie schon oben gesagt, abgeschirmt. und die reststrahlung, die noch euer haus erreichen würde, wäre zu gering um euch zu ernsthaft zu schädigen.

da sind die natürlichen strahlen sogar an manchen orten, wie z.b. im schwarzwald schlimmer.

also spricht nichts dagegen in dieses haus zu ziehen.

Cyons tant6in 89


ß-strahlen

sorry das war das falsche zeichen, das sollte das gammazeichen sein, welches sich aber nicht auf meiner tastatur befindet

RNuberduxpp


Danke an alle für die Antworten.

Ich denke auch dass keine Gefahr besteht - wir werden einziehen.

da die Röntgenabteilung der Klinik gerade neu gebaut wurde, gehe ich auch mal davon auss, dass alle abschirmenden Massnahmen korrekt durchgeführt wurden.

RHub[erduxpp


ich hab nochmal eine kurze Frage:

strahlen Röntgenstrahlen nur in die Richtung in die das Gerät gerichtet ist, oder wird die Strahlung überall hin abgegeben?

E{ura


Zuerst nochmal: Es ist ganz und gar ausgeschlossen, daß in einem angrenzenden anderen Haus eine Gefahr herrscht. Aus diesem Grund können Sie das Thema vergessen.

Nur der Information wegen gehe ich dennoch nochmal auf Ihre Frage ein, in welche "Richtungen" Röntgenstrahlen abgegeben werden.

Dazu muß man folgendes wissen: In einem Röntgengerät befindet sich eine Röntgenröhre. In dieser werden Elektronen mit Spannungen von 10-100kV beschleunigt, und dann beim Auftreffen auf die sog. Antikathode (ein Stück Metall, häufig Kupfer oder Molybdän) abgebremst. Dabei entsteht die Röntgenstrahlung. Diese entsteht zwar mit einer Richtungs-Charakteristik, aber nicht als hochgebündelter Strahl. Deswegen sind diese Röhren in einem Röhrengehäuse untergebracht, das die Strahlung nicht durchläßt, und eben nur eine Austrittsöffnung hat. Von dort aus wird der Strahl seiner eigentlichen Verwendung zugeführt. Das Gerät strahlt also keinesfalls nach allen Seiten. Trifft Röntgenstrahlung auf eine Oberfläche, so wird sie dort fast nicht reflektiert. Eine weiße Wand reflektiert beispielsweise sichtbares Licht sehr gut, Röntgenstrahlung nicht. Es ist sehr kompliziert zu erklären, warum das so ist; die Ursachen dafür sind der völlig unterschiedliche Brechungsindex für hochenergetische Strahlen, und der große Wirkungsquerschnitt. Röntgenstrahlen kommen also keinesfalls "um alle Ecken".

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