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Quecksilber und Kupfer im Edta-Blut erhöht

C@er/en7x4 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe heute meine Blutwerte zurück bekommen und bin verzweifelt.

Quecksilber 3.0 (Richtwert < 2)

Kupfer 224 (Richtwert 80-160)

Diese Werte habe ich messen lassen, da ich seit 2.5 Jahren an diversen Symtomen leide (siehe meine Beiträge).

Ich war froh, dass ich endlich einen Befund habe, leider hat mich mein Arzt schnell enttäuscht. Diese Werte wurden auf meinem Wunsch gemessen. Er meinte, er könne die Werte nicht interpretieren und wüsste nicht mal, ob sie gefälscht sind. Was in meinem Körper alles abgeht wird er nie verstehen.

Ich habe mir aus der Apotheke Chlorella-Tabletten gekauft.

Kann mir noch jemand weitere Tipps geben?

Sollte ich diese Werte wie der Arzt es sagt nicht ernst nehmen?

Danke und Gruß,

Ceren

Antworten
prurz9el8x1


Oh, über die Normwerte weiß ich leider auch nichts genaues.

Besteht denn bei dir eine erhöhte Gefahr der regelmäßigen Kontamination mit Metallen? Arbeitest du vielleicht in der Metall- oder chemischen Industrie?

Wenn ja, würde ich auf jeden Fall den Rat eines zweiten Arztes einholen. Wenn bei einer zweiten Blutprobe ähnlicher Ergebnisse herauskommen, ab zum Toxikologen!!

CLer{enx74


Danke für die Antwort Purzel,

ich arbeite nicht in einer Metall- oder chemischen Industrie.

Nur habe ich vor 1,5 Jahren 14 Amalgam-Füllungen entfernen lassen. Ob das so etwas verursachen kann?

Ein zweiter Test ist auf jeden Fall eine gute Idee. :)^

pNurz9el8x1


Das würde deine erhöhten Quecksilberwerte erklären. Kupfer kann man schon eher auch im Alltag antreffen.

Naja, jedenfalls würde ich auf jeden Fall einen zweiten Test durchführen lassen. Auch einem Labor können mal Fehler unterlaufen. Vielleicht hast du ja Glück, und das ganze stellt sich als Fehldiagnose heraus. Falls nicht, kannst du dir bei einem Toxikologen Rat einholen, in wie weit diese Konzentrationen für deine Gesundheit gefährlich sind.

Wie sehen eigentlich deine besagten Symptome aus, bzw. in welchem Thread hast du darüber geschrieben? Konnte dein Arzt gar keinen Zusammenhang mit deiner Schwermetallbelastung feststellen?

C_ere#n74


Hallo Purzel,

ich hatte mal in diesen Thread geschrieben:

[[http://www.med1.de/Forum/Diverse.Erkrankungen/315629/]]

Weil man immer wieder der Psyche die Schuld geben will, kann ich eines nicht verstehen.

Wie kann ein Mensch 2,5 Jahre, ohne 1 Sekunde Ausnahme diese Beschwerden haben.

Ich kann niemandem den Zustand erklären, 2005 in ein für mich Rauschzustand reingeraten bin, aus der ich nie wieder rauskam. Wie betrunken, ich kann die Welt nicht mehr mit normalen Augen sehen, das ist das schlimmste an der ganzen Sache. Die Schmerzen kommen und gehen, alle paar Sekunden, aber dieses Betrunkenheitsgefühl ist nie weg. Sobald ich meine Augen aufmache..

Aber ich lebe damit, wie mit all den anderen Beschwerden. Mein Glauben daran irgendwann wieder ein normales Leben zu führen habe ich nicht verloren.

Ich habe nur Angst, dass diese Zeit noch eine Ewigkeit dauert.

plurzuel81


Ceren74, ich habe deinen Beitrag gelesen und glaube demnach nicht mehr, dass deine Beschwerden tatsächlich auf eine akute Quecksilbervergiftung zurück zu führen sind.

Bei einer chronischen Quecksilbervergiftung wird durchaus das gesamte zentrale Nervensystem angegriffen. Folgen sind Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Konzentrations- und Sprachstörungen, sowie leichtes Zittern. Ich bin allerdings nicht sicher, ob die bei dir gemessenen Werte dafür ausreichend sind.

Nach wie vor rate ich dir, einen zweiten Bluttest durchführen zu lassen, um überhaupt sicher zu sein, dass der Befund stimmt. Wenn ja, würde ich mir von deinem behandelnden Arzt die Adresse eines Toxikologen geben lassen, der sich mit Vergiftungen auskennt.

Jiokaixr


Sorry purzel81 ...was aus Amalgam-Füllungen herrausdiffundiert reicht bei weitem nicht aus um eine Quecksilbervergiftung zu verursachen, selbst dann nicht wenn man in JEDEM Zahn eine Füllung hätte.

dhieChJrisxsi1


Hei Ceren..

ich habe einen Heilpraktiker aufgesucht gehabt und der hat empfohlen..war mir auch noch nicht so das richtige..denn ich bin dazu noch Allergiker..dann bin ich zu einer Heilerin gegangen und die hat mit ein Medikament auf H.Basis empfohlen und hatte vor 2 Wo wieder mal das Vergnügen mit dem Labor..und meine Werte sind viel viel besser und es geht mir auch besser..

Schau mal..und dann wird es..ehrlich.. :)*

p:urzelx81


Sorry purzel81 ...was aus Amalgam-Füllungen herrausdiffundiert reicht bei weitem nicht aus um eine Quecksilbervergiftung zu verursachen

Genau das vermute ich ja eben auch. Eine konkrete Entwarnung kann ich allerdings als Nicht-Medizienerin schlecht geben. Ich kann mit den angegebenen Werten (Hg: 3.0) überhaupt nix anfangen.

Natürlich kann das in Amalgam enthaltene Quecksilber derart schwere Vergiftungen nicht herbeiführen. Aber ich kann ja nicht ausschließen, dass es vielleicht noch einen anderen Kontaminationsweg gegeben hat. Dazu müsste man eben abklären, ob der Wert Hg: 3.0 bereits außergewöhnlich hoch ist, oder noch im Bereich normaler Zahnfüllungs-Konzentrationen liegt - und das kann nur ein Arzt oder Toxikologe klären.

ein Medikament auf H.Basis

Was ist das ??? - Unglaublich, was sich manche Leute alles andrehen lassen. Sobald man tatsächlich von einer QuecksilberVERGIFTUNG reden kann, wird dir der ganze Hokuspokus aus der Naturapotheke nicht viel bringen. Da hilft nur noch aggressive Chemie!!!

E?ura


Ich möchte Ihnen mal ganz neutral und seriös etwas dazu sagen, aber Sie zuerst fragen, wie Sie überhaupt auf die Idee kamen, Sie könnten eine Quecksilbervergiftung haben.?

Die genannten Werte zeigen ja gerade, daß Sie keine Vergiftung haben. Da nennen Sie einen "Richtwert" von maximal 2, und bei Ihnen wurden 3.0 festgestellt (vermutlich mit riesiger Meßtoleranz). Leider nennen Sie keine Einheit, was sind das, umol/L oder ug/L oder was ganz anderes? Wenn Sie mir das sagen, kann ich Ihnen auch sagen, ob das absolut gesehen viel oder wenig ist.

Aber jetzt stellen Sie sich mal folgendes vor: Irgend jemand schreibt - sozusagen frei erfunden - auf, 2 ist "normal". Vielleicht entspricht es dem Durchschnittswert. Wenn Sie eine Vergiftung hätten, wäre das zwischen 10 und millionenfach höher.

Und woher sollten Sie die auch haben. Um sich eine Quecksilbervergiftung zuzuziehen, müßten Sie schon ein lösliches Salz (Quecksilber(II)-chlorid) in Grammengen in Wasser lösen und runterschlucken. Oder vielleicht jahrelang in einem ungelüfteten Raum neben einer Schale Quecksilber schlafen, und die Dämpfe einatmen. Natürlich ist Quecksilber giftig, das steht ausser Frage. Aber die Annahmen, wie giftig solche Stoffe sein können, sind so maßlos überzogen (da können Sie nichts dafür, ich weiß, das liest und hört man überall). Aus einer Zahnfüllung haben Sie das nicht. Vielleicht kommen da die "3.0" her, und sonst wären es "2.5", aber das ist beides belanglos.

Und Kupfer ist nicht besonders giftig. Wahrscheinlich haben Sie - wie ich auch - Kupferleitungen im Haus?

So leid mir das tut, wenn es Ihnen schlecht geht, es nützt Ihnen nichts, sich etwas einzubilden - oder einreden zu lassen - was nicht wahr ist. Und im übrigen kann es einem auch durch andere nichts-psychische Probleme schlecht gehen. Allerdings, nehmen Sie mir es bitte nicht übel, Sätze wie "ich habe heute meine Blutwerte zurück bekommen und bin verzweifelt", obwohl die Werte überhaupt kein Problem zeigen, klingen mir schon zumindest nach übersteigerter Angst.

E%llmoraxn


Quecksilber im Blut wird nur selten festgestellt, da es meist rasch in die Organe verschoben wird. Nieren und Leber sind da die Anlaufstelle.

Vierzehn Amalgamfüllungen ist eine Menge und für manch einen wäre es vielleicht kein Problem.

Genetisch bedingt gibt es gute und schlechte Entgifter in der menschlichen Spezis, das kann man mittels eine Gentests nachweisen. Fehlen gewisse Entgiftungsenzyme, dann kann das Quecksilber nicht richtig ausgeschieden werden und verbleibt im Körper.

Einfach Algen einzunehmen ist sicher nicht gut, denn auch diese lösen Quecksilber. Wichtiger wäre es etwas für die Leber und Nieren zu tun.

Mit orthomelekularer Medizin kann man vieles machen und freie Radikale unschädlich machen und auch die Entgiftung kann wieder besser funktionieren. Vielleicht gibts einen solchen Medziner bei dir in der Nähe.

Erhöhte Kupferwerte können auch auf eine Kupferspeicherkrankheit hinweisen und diese kann durchaus für die Organe bedrohlich werden. Das sollte ein Arzt eigentlich wissen.

Vielleicht ist ein guter Umweltmediziner bei dir in der Nähe, oder aber ein guter Internist.

Wichtig ist außerdem nicht in Panik zu geraten, denn Angst verschlechtert den Zustand genauso wie äußere Einflüsse. Ein guter psychischer Zustand, der das Augenmerk auf die Gesundheit und nicht auf Krankheiten richtet vermag viel. Aber es schadet nichts dem Körper ein wenig auf die Sprünge zu helfen. ;-)

Grüsse von Elloran :-)

k$iwix_


Hallo,

ich hab gerade in meinem Laborbuch nachgeschaut, was da unter Quecksilber und Kupfer steht und habe folgendes gefunden, vielleicht hiflt es ja ein wenig weiter:

Quecksilber:

Referenzbereich Erwachsene < 5µg/l

Quecksilber kann als elementarer Hg-Dampf über die Atemluft sowie ionisierter Form durch Abrieb von Zahnfüllungen gastrointestinal aufgenommen werden. Das Ausmaß der Quecksilberbelastung hängt von der Qualität und dem Alter der Füllungen, Speichelzusammensetzung, Mundhygiene und mechanischer Belastung ab. Amalgamstaub wird akut nicht bzw. unwesentlich resorbiert. Die gesundheitsschädliche Bedeutung des Hg-Amalgams in Zahnfüllungen ist umstritten. Die Gesamtaufnahmemenge an Quecksilber wird wesentlich durch die Nahrungsmittelbelastung bestimmt. Der unbedenkliche Bereich bei beruflicher Exposition wird deutlich höher angegeben als er bei Amalgamträgern beobachtet wird.

Erhöhte Quecksilberwerte:

Die Konzentration in Blut und Urin korrelieren nur schlecht mit dem Ausmaß einer Quecksilberbelastung. Erhöhte Quecksilberwerte dürfen deshalb zur Zeit als Belastung, nicht aber als Vergiftung interpretiert werden. Im Blut liegt Quecksilber vorwiegend an Erythrozyten angereichert vor.

Kupfer:

Referenzbereich Erwachsene: 74-131 µg/dl

Erhöht im letzten Drittel der Schwangerschaft, Einnahme von östrogenhaltigen Medikamenten (Verdopplung des Normbereichs), reuhmatoide Arthritis, Leberschädigungen mit Störungen des Gallenabflusses, metastasierenden Karzinomen (gleichzeitig erniedrigter Eisenspiegel), schwere Infektionen

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