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Krankenkasse schreibt wieder arbeitsfähig

A*priylc2x7 hat die Diskussion gestartet


Hallo Ihr,

ich bin neu hier und weiss auch nicht so recht ob ich hier richtig bin. Ich versuch es mal.

Ich bin im April krankgeschrieben worden. Grund waren ständige Übelkeit, Kopfschmerzen, Erbrechen, Zittern, Schwindel, Schlafprobleme...

Da ich zeitgleich seit 1 1/2 Jahren in Therapie bin (wegen etwas anderem) habe ich das dort mal angesprochen. Der Therapeut und ich sind durch Gespräche darauf gekommen das dies mit meiner Arbeit zu tun hat. Mein Vertrag läuft Ende Mai aus und mein Therapeut riet mir diesen auslaufen zu lassen da sonst keine Besserung eintreten würde. Ich habe durch ihn auch erst wahrgenommen das mein Angstbauchweh was ich vor Arbeitsantritt hatte auch darauf beruht und das der innere Druck nach Arbeitszeitende wie weggeblasen war.

In der "Krankphase" habe ich gemerkt das sich die Symptome teilweise wirklich verbesserten. Mein Hausarzt hat auch keine organischen Gründe gefunden.

Heute bekomme ich ein Schreiben der Krankenkasse das ich ab nächster Woche wieder Arbeitsfähig wäre. Aufgrund vorliegender medizinischer Unterlagen. Habe mit der KK gleich telefoniert und die meinte ich müsse ein Attest des Hausarztes vorlegen. Bin bis Ende Mai krankgeschrieben. Sie müssten ab morgen Krankengeld zahlen. Mein Hausarzt ist am Freitag nicht da wegen Feiertag. Also kann ich diesen erst am Montag aufsuchen. Aber laut KK muss ich da ja wieder auf Arbeit erscheinen.

Gibt es Rechtsfolgen wenn ich den Arzt erst aufsuche bevor ich die Arbeit aufsuche?? Muß ich erst zur Arbeit? Dort habe ich ja auch gleich nach der letzten Krankmeldung gesagt das ich bis Ende Mai krankgeschrieben bin. Die wissen auch das der Vertrag nicht verlängert wird.

Ich bin zur Zeit nur am weinen, fühle mich innerlich unter totalem Druck der selbst durchs weinen nicht weg geht. Habe schon mehrmals gebrochen, habe Angstbauchweh und Magenschmerzen. Und alles nur wenn ich dran denke am Montag auf Arbeit zu müssen.

Zur Erklärung:

Habe mich von Anfang an dort nicht wohlgefühlt, mir aber immer wieder gesagt ich ziehe das durch bis ich eine neue Arbeit habe. Ich wollte nicht länger Arbeitslos sein und habe damals das Jobangebot angenommen. Habe mich seitdem immer wieder beworben, doch als alleinerziehende Mutter mit einem erlernten Schichtberuf nicht leicht. Und die jetzige Arbeit ist reine Tagschicht. Zwar neun Stunden am Tag aber Arbeit hab ich mir gesagt. Nicht mein Beruf auch egal. Aber die Arbeitsatmosphäre war von Anfang an schlecht. Hatte einen schlechten Start mit einem Kollegen, dieser wurde nach zwei Monaten mein Vorgesetzter. Wurde dann an den Nieren krank und wegen einem Arbeitsunfall auch nochmals krank. Mein Chef hatte dann mich zusammengeschissen. Von Leistungsbeurteilung keine Rede nur die Krankheitstage wurden aufgeführt. Und kulanterweise würde mein Vertrag nach Ablauf im Mai nochmals um ein Jahr verlängert. Es gäbe andere alleinerziehende die das besser hinbekämen. Erklärung zu dieser Aussage gab es keine. Ich wurde nur für "leichtere" Tätigkeiten eingeteilt, die Arbeitskollegen schauten mich immer nur schief an (oder hab ich mir das vielleicht eingebildet), mit mir wurde nicht viel gesprochen oder das Gespräch immer schnell abgewürgt. Und die Fahrt zur Arbeit wurde für mich immer schlimmer.

Da ich ein guter Verdrängungsmensch bin hab ich mir immer gesagt, Zähne zusammenbeissen und durch. Das geht rum. Naja bis die gesundheitlichen Probleme auftraten.

Jetzt meine Frage und sorry das es so lang wurde aber irgendwie bin ich durch den Wind, es musste alles raus. Entschuldigung.

Muss ich am Montag arbeiten obwohl vom Hausarzt noch eine AU bis Ende Mai vorliegt oder kann/darf ích erst beim Arzt vorstellig werden? Ich würde gegen den Bescheid gerne Widerspruch einlegen.

Habe aber im Inet gelesen das dann viele Hausärzte auf einmal abspringen würden. Ich hoffe nicht das mein Arzt so einer ist, ich kenne ihn schon aus der Kindheit. Aber irgendwie steiger ich mich in meine Ängste rein und komme nicht raus.

Danke fürs lesen...

April

Antworten
t he-ca-ver


Nicht die Krankenkasse hat Dich für arbeitsfähig befunden, sondern der MDK. Gegen diesen Bescheid kann Widerspruch eingelegt werden, das hat aber keine aufschiebende Wirkung (wenn man es dringend macht, geht der Widerspruch aber schnell). Mit anderen Worten: Du bist erst mal nicht mehr AU. Wenn Du trotzdem nicht zur Arbeit gehst, kann das die fristlose Kündigung zur Folge haben. Falls Dein Widerspruch nicht anerkannt wird, gibt es für die Zeit dann kein Geld - weder vom Arbeitgeber (da nicht erschienen), noch von der Kasse (da nicht AU) noch vom Arbeitsamt (da entweder noch nicht arbeitslos oder im Falle der fristlosen Kündigung Arbeitslosigkeit mutwillig herbeigeführt).

Also auf jeden Fall erst mal hingehen - wenns nicht geht, zur Not wieder gehen, dann warst Du wenigstens da.

Übrigens würde ich dem Widerspruch ganz gute Chancen geben - im ersten Anlauf wird nur nach Aktenlage entschieden und wenn die nichts hergibt, wird halt "arbeitsfähig" geschrieben - das liegt auch daran, dass viele Arbeitnehmer mit bald endenden Arbeitsverhältnissen sich Gefälligkeits-Krankschreibungen für den Rest der Zeit erschleichen. Das Kalkül des MDK scheint zu sein, dass diejenigen, die wirklich was haben, schon Widerspruch einlegen werden und bei den Gefälligkeitskrankschreibungen sich der Hausarzt nicht in den Widerspruch traut.

Grüße

Abprixl27


Hallo,

ich wollte mich mal melden wie alles weitergegangen ist.

Also: Ich hatte Fr. noch mit einem Anwalt für Sozialrecht angerufen. Dieser sagte zu mir: AUF KEINEN FALL ARBEITEN GEHEN!! Dies würde der KK signalisieren das man nicht wirklich krank ist. Die AU wäre weiterhin gültig da der MDK mich nicht persönlich gesehen hätte(das ganze nur durch medizinische Unterlagen entschieden hat), und durch das Schreiben die Diagnose meines behandelnden Arztes in Frage gestellt worden ist. Und ein Arzt schreibt normalerweise nicht einfach so krank da er sich dadurch auch strafbar machen kann. (Kann bis zur Entziehung seiner Zulassung gehen und das riskiert kaum ein Arzt mehr wenn er sich einer AU nicht sicher ist).

War am Montag dann beim Arzt. Der hat mich nochmals untersucht (er sagte zwar ist nicht notwendig, da meine "Krankheitsgeschichte" eindeutig ist, aber um der KK den Wind aus den Segeln zu nehmen, denn die wollen nur Druck ausüben da sie jetzt in Zahlungspflicht geraten) Hat mir ein Attest ausgestellt für die KK das er mich weiterhin für AU hält. Bei Zweifeln an seiner Diagnose aber der MDK mich nochmals sehen solle. Habe mit diesem Attest Widerspruch eingelegt und die KK hat nach nochmaliger Rücksprache mit dem MDK meiner AU stattgegeben.

Und auf die aufschiebende Wirkung zu kommen die oben geschrieben wurde. Habe den Anwalt gefragt was es damit auf sich hätte. Dieser meinte das es sich dabei ums Krankengeld handel. Selbst wenn die KK (MDK) mich für arbeitsfähig halten würde, der Hausarzt mich aber AU schreibt, kann es passieren das das Krankengeld nicht gezahlt würde und dagegen müsse man dann SOFORT Widerspruch einlegen da dieses keine aufschiebende Wirkung hätte.

Dies ist keine Rechtsberatung nur mein persönlicher Fall. Aber ich rate dazu einfach mal beim Anwalt für Sozialrecht nachzufragen wie er das ganze in seinem persönlichen Fall sieht. Und mich hat der Anwalt jetzt 15.- gekostet und nicht die Verschlechterung meiner Gesundheit wenn ich wieder auf Arbeit erschienen wäre.

Aber danke nochmals für den Beitrag....

TThe Dyreamkexr


:)^ Das ist ja noch mal gutgegangen.

Es ist generell nicht empfehlenswert, bei bestehender AU zur Arbeit zu gehen, auch nicht aufgrund eines Telefonanrufes der Krankenkasse, wenn nicht vorher eine zweite Untersuchung z.B. durch den medizinischen Dienst stattgefunden hat. Man riskiert seinen Versicherungsschutz. Um eine bestehende AU zu beenden, zum Beispiel weil man sich selber wieder fit fühlt, bedarf es also eines zweiten Besuch beim Arzt, damit dieser sein OK gibt.

April27, an Deiner Stelle würde ich ernsthaft mal über einen Wechsel der Krankenkasse nachdenken.

Offensichtlich hast Du einen Zeitvertrag. Hier gelten bei Auslaufen besondere Meldefristen der Agentur für Arbeit, um nicht eine Sperrzeit aufgebrummt zu bekommen.

Auch solltest Du jegliche Andeutung unterlassen, dass die Nichtverlängerung von Dir ausgegangen ist. Offizielle Sprachregelung sollte sein, dass Dein Arbeitgeber den Vertrag krankheitsbedingt nicht verlängert hat.

Schade, dass man keine krankheitsbedingte Kündigung daraus machen kann, denn dann würdest Du statt des Arbeitslosengeld das hörere Krankengeld bekommen, solange Du noch AU bist.

Hier würde ich einfach nochmal 15 EUR investieren und mit dem Anwalt sprechen. Der Kurs ist auf jeden Fall ein faires Angebot.

C0lexeni


April27

Du musstest doch bestimmt auch von der KK eine Erklärung ausfüllen. Hast du dort angeben, dass du möchtest, dass dem Arbeitgeber die "kalendertägliche Krankengeldhöhe" mitgeteilt wird?

Bei mir ist es gerade so ähnlich, nur dass ich noch bis Ende Juli beschäftigt bin und ich möchte nicht dass der Arbeitgeber so viel erfährt :-/.

A;pri<l27


Hallo Cleeni,

nein ich musste keinerlei Erklärung ausfüllen bei der KK. Ich musste nur den Krankengeldschein beim Arzt vorlegen, der schrieb ob und wielang ich krank bin/war und das hab ich bei der KK abgegeben damit sie mir Krankengeld zahlen. Ansonsten hatte ich keinerlei Erklärung ausfüllen müssen.

Was genau soll das denn für eine Erklärung sein?

Gruß April

Amprilx27


Achso doch,

den Widerspruch hab ich noch dort beantwortet. Aber da war nichts drin was dem Arbeitgeber mitgeteilt werden könnte?!

cBhuzpxe


Kommst Du gut mit Deinem Arbeitsgeber klar? Wenn jawürdeich mal mit ihm sprechen, denn wenn er ein wenig Menschlichkeit besitzt wird er kaum darauf bestehen dass Du kommst, wenn es Dir (noch) nicht gut geht, und Dein Arzt, im Gegensatz zu Deiner KK auch Deiner Meinung ist.

Schau mal hier [[http://www.burn-out-forum.de/forum/index.php hier]] oder [[http://www.burn-out-forum.de/ hier (hp des Forums)]] (relativ neue Seite, von einem Gesetzeshüter) oder [[http://burnout-infos.foren-city.de/ hier]] (älteres Forum mit vielen Mitgliedern) rein, anhand Deines Eingangpostings tippe ich darauf dass Du dort gut aufgehoben bist.

Gute Besserung und viel Glück auf Deinem Weg :)* @:)

CIleexni


April27

Was genau soll das denn für eine Erklärung sein?

Das nennt sich "Erklärung für den Bezug von Entgeltersatzleistungen. Da wird eben auch gefragt, ob ich gekündigt habe, oder mir gekündigt wurde und wodurch meine momentane AU bedingt ist.

liebe Grüße

Anpriylx27


Hi Cleeni,

nein das hab ich nicht ausfüllen müssen. Ich musste nur den Krankengeldzettel abgegeben, dieser wurde vom Arzt unterschrieben, wielang ich noch AU bin bis wielang usw. Aber nichts mit Kündigung oder wodurch meine AU bedingt ist.

Beim Gespräch bei der KK wurde ich vom Mitarbeiter gefragt was ich hätte..... ich sagte meine Symptome und das sie sich bei Fragen an meinen Hausarzt wenden sollen. Dieser hätte eine Diagnose gestellt.

Vielleicht weiss ein anderer ja hier, wie und ob du das Ding beantworten musst.

Lieben Gruß April

C laeeni


hi April @:)

Ich bin heute bei meiner Ärztin bestellt und nehme dies dann mal mit hin :-).

liebe Grüße

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