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Ich arbeite auf 400 €-Basis und bekomme keine Lohnfortzahlung

JAas0mindax75 hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

ich ärgere mich gerade gewaltig. Ich bin eine 400 €-Kraft und bekomme weder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, noch bekomme ich meinen Lohn weiter, wenn ich Urlaub habe.

Mich ärgert das alles so, weil ich ab nächste Woche mehrere Wochen krank sein werden, wg. Krankenhausaufenthalt und Kur. Ich werde also kein Geld bekommen, "nur" weil ich krank bin. Natürlich habe ich weiterhin meine monatl. Belastungen und weiß noch nicht, wie ich diese bestreiten soll, wenn ich kein Geld bekomme.

Wie sind eure Erfahrungen? Bekommt ihr als 400€-Kraft Lohnfortzahlung? Wie begründet euer Chef, daß er euch die Lohnfortzahlung nicht bezahlen kann/will? Konntet ihr euren Chef zur Lohnfortzahlung bewegen? Wie habt ihr das geschafft?

Über einen Austausch mit Leuten in gleicher Situation würde ich mich sehr freuen.

LG

Antworten
1|9_TEina_675


hallo

fall 1:

also meine schwägerin hat mal an einer tankstelle gearbeitet - wohlgemerkt nebenbei - und diese hat keinerlei zahlungen bekommen (also war auch ohne geld bei urlaub und krankheit).

fall 2:

ich war nebenbei bei einer anderen tankstelle und war bedingt durch einen handgelenkstrümmerbruch 3 monate arbeitsunfähig und bekam einen winzigen teil geld von meinem chef obwohl es auch nur nebenbei war. als ich dann aufhörte und vorher 2 monate keine einsätze hatte, bekam ich auch einen geringfügigen teil urlaubsgeld. von daher denke ich ist es wirklich total verschieden.

fall 3:

ne bekannte, die nichts anderes tat wie 400euro (also im prinzip so wie du) bei der GLEICHEN tankstelle wie ich bekam kein urlaubsgeld und auch kein krankheitsgeld.

ich weiß jetzt wirklich nicht wie aktuelle rechtslage ist - da müsstest du dich echt mal erkundigen aber das obige sind zumindest erfahrungen, die ich dir wiedergeben kann

M~omco2x5


schau mal hier:

[[www.minijob-zentrale.de/]] dann unter Arbeitnehmer und unter Arbeitsrecht schauen

AG müßte also auch bei Minijobbern 6 Wochen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall leisten!

LG @:)

T!aSncjax_


Hallo,

Eine Beschäftigung auf 400EUR Basis ist eine Nebenerwerbstätigkeit, das heisst der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet Krankheit,- Urlaub,- oder gar Weihnachtsgeld zu leisten. Desweiteren kommt es auf den Vertrag an, wird nach Stunden bezahlt oder wird pauschal für eine Tätigkeit bezahlt. Das ist ein grosser Unterschied.

In letzterem Falle, ist die Warscheinlichkeit höher, das der Arbeitgeber freiwillig einen kleinen Ausgleich zahlt.

Das ganze ist aber Freiwillig! und muss nicht geleistet werden.

Ausserdem beträgt die Kündigungsfrist vom Arbeitgeber 4 Wochen und er kann auch im Krankheitsfalle kündigen.

Natürlich kann der Arbeitgeber auch andere Klauseln im Arbeitsvertrag festlegen.

Grüsse Tanja

TMa[nja~_


An Momo25

Diese I-Seite ist von der Knappschaft Bahn See, da es aber auch viele andere Knappschaften gibt, gilt das was auf dieser Seite steht nur für Firmen bzw. Arbeitgeber die in der Knappschafft Bahn See sind. !

XfxDaxnaxxX


Eine Beschäftigung auf 400EUR Basis ist eine Nebenerwerbstätigkeit, das heisst der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet Krankheit,- Urlaub,- oder gar Weihnachtsgeld zu leisten.

Wo hast du denn den Quatsch her? Natürlich ist der Arbeitgeber verpflichtet den Lohn sechs Wochen lang weiterzuzahlen (vorrausgesetzt das Arbeitsverhältnis besteht länger als 4 Wochen, wovon ich hier mal ausgehe). Der einzige Unterschied ist, dass man nach Ablauf der 6 Wochen kein Geld mehr bekommt, weil die Krankenkasse nicht übernimmt.

(§ 3 Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, welches für ALLE Arbeitnehmer gilt)

Ich hab selber einen 400 € Job neben Studium & freiberuflicher Tätigkeit & da wird auch im Krankheitsfall brav gezahlt. Ich mußte dazu allerdings auch nichts sagen, das ging von alleine korrekt seinen Gang. Ich würde mich an deiner Stelle nochmal dahinterklemmen, denn das ist dein gutes Recht, was du notfalls auch einklagen kannst.

LG Dana

Miomox25


tanja

Die Minijob-Zentrale

Die Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See feiert in diesem Jahr ihren fünften Geburtstag. Seit April 2003 ist sie die zentrale Stelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahrens rund um die geringfügigen Beschäftigungen, die sogenannten Minijobs. Die Bilanz der Minijob-Zentrale kann sich sehen lassen.

LG @:) :)*

J%asmRinMdxa75


Also, ich habe mich heute mal bei der Minijobzentrale erkündigt. Und es ist tatsächlich so, daß der AG dazu verpflichtet ist, den Lohn weiterzuzahlen, wenn der AN krank ist oder Urlaub hat.

Der AG kann bei Krankheit 80% des gezahlten Lohnes von der Minijobzentrale zurückholen, da er monatlich in einen "Topf" der Minijobzentrale einzahlt, die das ermöglicht.

Allerdings sieht die Realität da anders aus:

1. wissen die Chefs das gar nicht, daß das möglich ist

2. bei 85% der 400€-Kräfte zahlt der Chef keine Lohnfortzahlung

3. finden es viele "ungerecht", daß die 400€-Kräfte einen "viel höheren" Stundenlohn haben, als die festangestellten Mitarbeiter der Firma, darum brauchen die Minijobber auch keine Lohnfortzahlung.

Bei Urlaub kann ich es ja noch einigermaßen verstehen, wenn der Chef nicht zahlt, da es nicht selten vorkommt, daß ich mehr als 4 Wochen im Jahr Urlaub mache, aber bei Krankheit finde ich es ehrlich gesagt ein Unding. Ich gehe ja nicht zum Spaß ins Krankenhaus.

Jede Firma wird geprüft, ob sie sich an Gesetze hält und das Finanzamt geht auch ständig bei einigen Firmen aus und ein, aber ob die Mitarbeiter korrekt entlohnt werden, daß interessiert keinen Menschen.

TCheh Dream/er


Dana, Momo und Jasminda :)^ :)^ :)^

Ich würde mich an deiner Stelle nochmal dahinterklemmen, denn das ist dein gutes Recht,

Allerdings.

was du notfalls auch einklagen kannst.

Hier sollte man jedoch bedenken, dass jede Partei im Arbeitsgerichtsverfahren unabhängig vom Ausgang ihre Kosten (Anwalt und Gericht) selber trägt. Theoretisch kann man aber auch ohne Anwalt vor dem Arbeitsgericht klagen. Evtl. gibt es auch aber auch die Möglichkeit der Prozesskostenhilfe.

Merkblätter und Formulare gibt es hier:

[[http://www.arbg-iserlohn.nrw.de/service/formulare/index.php]]

Jaasmifnd1a75


@ The Dreamer

Soll ich denn gegen jemanden klagen, mit dem ich tag täglich an einem Schreibtisch sitze ???

Mein Job ist ein relativ "anspruchsvoller" Job und ich will ihn ungerne verlieren, außerdem macht es mir ja Spaß, dort zu arbeiten. Ich bin echt froh, diesen Job bekommen zu haben, denn ich habe jahrelang im Einzelhandel gearbeitet, d. h. jeden Samstag und ständig bis 20 Uhr. Das brauche ich in diesem Job alles nicht.

Na, vielleicht sollte ich mich mit dem zufrieden geben, was ich habe und einfach auf mein gutes Recht verzichten. >:( Dem lieben Frieden wegen.

LG

TFhe D@reasmxer


@ Jasminda

Ob Du letztendlich klagst oder nicht, musst Du wirklich anhand der Situation selber entscheiden. Wir können Dir hier nur die Möglichkeiten aufzeigen. Geh auch mal davon aus, dass mit einer Klage das Arbeitsverhältnis beendet wird, denn ich glaube nicht, dass Dich die Firma dann weiter beschäftigen möchte.

Vor einer Klage solltest Du aber schriftlich mahnen mit Fristsetzung.

Du könntest ja auch mahnen, solange Du noch da bist und erst klagen, wenn Du den Job aus irgendeinem Grund beendest. Die Verjährungsfrist müsste glaube ich drei Jahre betragen, da kann ich aber nochmal schauen.

M<omo2x5


Jasminda ... vllt. weiss Dein AG gar nicht, welche Pflichten er hat. Weise ihn doch mal ganz diskret darauf hin, dass auch bei Minijobbern LFZ im Krankheitsfall, Urlaub usw. geleistet werden muss.

Das wird Deinen AG bestimmt besonders interessieren:

Also, ich habe mich heute mal bei der Minijobzentrale erkündigt. Und es ist tatsächlich so, daß der AG dazu verpflichtet ist, den Lohn weiterzuzahlen, wenn der AN krank ist oder Urlaub hat.

Der AG kann bei Krankheit 80% des gezahlten Lohnes von der Minijobzentrale zurückholen, da er monatlich in einen "Topf" der Minijobzentrale einzahlt, die das ermöglicht.

Ich wünsche Dir alles Gute und einen verständnisvollen Arbeitgeber :)* @:)

h[omxer-s


Hallo,

ich würde hier auf keine Rechtslaien hören. Am besten werden dir die Sozialversicherungsträger wie z.B. deine Krankenkasse helfen.

XnxDadnaxxX


ich würde hier auf keine Rechtslaien hören. Am besten werden dir die Sozialversicherungsträger wie z.B. deine Krankenkasse helfen.

Paragraphen kann jeder selber nachlesen, Gesetzbücher sind schließlich öffentlich. Davon abgesehen, was hat die Krankenkasse mit der Lohnfortzahlung bei 'nem 400 Euro-Job zu tun? Gar nichts.

h3o0m"er-xs


Eine passende Anspruchsgrundlage oder ein passendes Gesetz treffend auf einen Sachverhalt zu subsumieren können nur juristisch gebildete Personen.

Wenn das jeder könnte, bräuchten wir keine Rechtswissenschaft oder Juristerei mehr.

Bei der Krankenkasse bekommt meistens kompetent und kostenlos erste juristische Beratung.

Eine gute Adresse ist auch die Minijobzentrale oder eine Beratungsstelle des DGB.

Nur weil es im Internet steht, muss es nicht richtig sein. :=o

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