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Leitfaden: Mobbing und (sexuelle) Belästigung am Arbeitsplatz

Tqhe Dr$eamer hat die Diskussion gestartet


Menschen genießen auch am Arbeitsplatz das Recht auf freie Entwicklung der Persönlichkeit und körperlicher Unversehrtheit. Doch leider werden diese Rechte immer noch viel zu häufig missachtet. Die Folgen für die Opfer sind gravierend. Allerdings ist die Öffentlichkeit noch nicht genügend für diese Belastungen sensibilisiert. Betroffene haben es häufig schwer, Verständnis für ihre Situation entgegengebracht zu bekommen und werden manchmal sogar als "Weicheier" abgestempelt.


1. Was bedeutet eigentlich das Wort Mobbing und was heißt Belästigung?

Als Mobbing werden in der Arbeitswelt gezielte, länger andauernde Angriffe auf eine Person bezeichnet. Die entsprechende Person soll dabei ausgegrenzt oder als Sündenbock missbraucht werden. Sie ist in dieser Situation unterlegen.

Mobbing kann durch Kollegen oder durch Vorgesetzte geschehen, Letzteres wird oft auch als "Bossing" bezeichnet. Ebenso ist Mobbing "nach oben" denkbar.

Neben strafrechtlich relevanten Handlungen wie Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung und Tätlichkeiten gehören zum Mobbing Dinge wie systematisches Ignorieren, permanentes unberechtigtes Beschimpfen, Kritik an der Arbeitsleistung, obwohl die Aufgabe nicht erfüllbar ist, zum Beispiel beim Entzug von Arbeitsmitteln oder Kompetenzen, sinnlose Ermahnungen vor Kollegen und Sabotage der Arbeitsergebnisse.

Dabei müssen kleinere Konflikte und einmalige Entgleisungen hingenommen werden. Nur systematische, über längere Zeit betriebene Handlungen, die zum Ziel haben, das Opfer "fertigzumachen", gelten als Mobbing.

Belästigung am Arbeitsplatz kann definiert werden als Diskrimierung einer Person aufgrund ihrer Merkmale (zum Beispiel Herkunft, Geschlecht und sexuelle Orientierung, Behinderung, Alter und Religion). Sie geht einher mit Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen oder Beleidigungen und verletzt somit die Würde des Opfers.

Belästigung geschieht meist nicht mit der Absicht, das Opfer wie beim Mobbing auszugrenzen, hat aber in der Regel dennoch genau das zur Folge. Oft handelt es sich dabei um ein eher unbedarftes und unüberlegtes Verhalten einer einzelnen Person, welches aufgrund von Gruppenzwängen oder Hierarchien von anderen übernommen oder zumindest toleriert wird. Dann wird es für die Betroffenen besonders schwer, sich zu wehren.

Beispiel: In der Gegenwart eines ausländischen Mitarbeiters werden auffällig viele fremdenfeindliche Witze gemacht, ein Behinderter wird mit abwertenden Bemerkungen begrüßt, Fähigkeiten werden aberkannt: "Als Frau können Sie das nicht", etc.

Besondere Bedeutung hat dabei die sexuelle Belästigung. Sie gilt als Diskrimierung aufgrund des Geschlechts. Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz unterscheidet sich von der sexuellen Nötigung durch die geringere Schwere. Im Gegensatz zur sexuellen Nötigung genügen hier schon Witze oder leichte Berührungen.

Nicht geregelt ist hingegen etwa die Benachteiligung kinderreicher Personen oder von Rauchern/Nichtrauchern und Kranken.

Weder Mobbing noch (sexuelle) Belästigung sind in Deutschland eigene Straftatbestände, sehr zum Leidwesen der Betroffenen, da dies die rechtliche Handhabe und somit die Abwehr dieser Angriffe erheblich erschwert.

Es besteht also keine Möglichkeit für die Opfer, dieses Verhalten bei der Polizei anzuzeigen. Dadurch gibt es auch keine Ermittlungen. Die Beweise müssen Betroffene somit selber sammeln und belegen.

Vor allem Mobbing, aber auch sexuelle Belästigung lässt sich oft in einzelne Bestandteile (Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung, etc.) zerlegen, welche strafrechtlich relevant sind. Allerdings bringt ein solches Vorgehen meist nicht den gewünschten Erfolg. Die Staatsanwaltschaften können das Opfer in diesen Fällen mangels öffentlichen Interesses auf den Privatklageweg verweisen.

Als Opfer von Mobbinghandlungen und Belästigungen hat man gegen das Unternehmen Anspruch auf Schadenersatz und Schmerzengeld, wenn der Chef nicht eingreift. In der Arbeitswelt bedeutet dies für das Opfer der Weg zum Arbeitsgericht. Dies sollte wegen des regelmäßig unsicheren Ausgangs solcher Prozesse nur nach Abstimmung mit einem in der Materie erfahrenen Anwalt geschehen, da ein Unterliegen Nachteile im Beruf nach sich ziehen kann und weitere Anfeindungen ja geradezu provoziert. Erschwerend hinzu, dass vor allem beim Mobbing die Beweislast beim Opfer liegt, während die Beweislast bei Belästigungen (wie auch die Entschädigungsansprüche) im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz geregelt ist. Die Regelungen für Mobbing ergeben sich zum großen Teil nur aus der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers und der Rechtsprechung.

Aufgrund dieser Gesetzeslücke eignet sich Mobbing leider hervorragend für Vorgesetzte, einen mittlerweile unerwünschten Mitarbeiter "hinauszuekeln", um den Kündigungsschutz zu umgehen.

Lediglich wenn die Mobbinghandlungen Diskriminierung beinhalten, kann es sich dabei um Belästigung gemäß dem AGG handeln. Die Stellung der Betroffenen wird dadurch erheblich verbessert (Beschwerderecht, Beweiserleichterung, definierte Entschädigungsansprüche, Verbot der Maßregelung wegen der Beschwerde).

Sexuelle Nötigung und sexueller Missbrauch Schutzbefohlener (Jugendliche unter 18 Jahren) sind dagegen Straftatbestände und werden auf Antrag strafrechtlich verfolgt. Deshalb sollte derartiges Verhalten sofort angezeigt werden. Wenn es zum Verfahren kommt, kann das Opfer dabei seine Ansprüche (Schadenersatz, Schmerzensgeld) als Nebenkläger geltend machen.

Eine besondere Problematik besteht darin, dass Opfer derartiger Belästigungen und Angriffe häufig nicht in der Lage sind, sich aus eigener Kraft zu wehren. Entweder sie sind aufgrund der Situation zu sehr geschwächt oder sie trauen sich nicht, da der Druck aufgrund der Abhängigkeit im Beschäftigungsverhältnis zu groß ist. Gerade für Arbeitnehmer stellt die Angst um die Existenz also ein gravierendes Hindernis dar, sich zu wehren.

Umso wichtiger ist auch die Unterstützung der Betroffenen durch die Familie im Kampf gegen Mobbing & Co., vor allem, wenn sie im Betrieb niemanden auf ihrer Seite haben. Das passiert sehr häufig, da die Kollegen meist auch Angst vor Angriffen gegen sich selber haben. Sie sehen deshalb weg und sind dann als Unterstützung bzw. hinterher als Zeugen nicht zu gebrauchen. Wer dagegen als Arbeitskollege mitbekommt, wie jemand belästigt wird, sollte den Mut aufbringen, dem Betroffenen zu helfen.

Antworten
T&he Dr*eam exr


2. Folgen

Opfer von Mobbing und Belästigungen erleiden massive Einschränkungen ihrer Gesundheit und Lebensqualität. Beispielhaft seien hier erwähnt:

- Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Erschöpfung
- Depressionen
- Magen- und Darmbeschwerden
- Herz-Kreislauf-Beschwerden
- Probleme im sozialen Umfeld
- im schlimmsten Fall existenzielle Probleme durch Verlust oder Aufgabe der Arbeitsstelle

Aufgrund der Anstrengungen sind die Betroffenen nach dem Arbeitstag meist derart erschöpft und niedergeschlagen, dass sie abends zu Hause antriebslos sind. Sie finden dann nicht mehr die benötigte Erholung für den nächsten Tag. Die Angst vor den zu erwartenden Angriffen führt zu schlaflosen Nächten. Die Antriebslosigkeit wirkt sich auch auf das soziale Umfeld aus. Familie und Freunde fühlen sich vernachlässigt, es kommt zu Spannungen. Soziale Isolation im Betrieb ist dagegen meist nicht Folge von Mobbing, sondern dessen systematischer Bestandteil.

3. Auswege

Mobbing und Belästigungen sind oft schleichend eintretende Phänomene. Die Betroffenen bemerken dies zunächst nicht, fühlen sich dann aber plötzlich "mittendrin" und ausgegrenzt und sind somit mit der Situation überfordert. Auch wenn es in dem Moment sehr schwierig ist – nur wer mit klarem Verstand und rechtlich sauber an die Sache herangeht, kann sich erfolgreich zur Wehr setzen.

Wer den Verdacht hat, Opfer von Mobbing bzw. Belästigungen zu sein, sollte ein Tagebuch über die Angriffe führen. Nur so können hinterher die notwendigen Beweise erbracht werden, sollte es zu einer Auseinandersetzung kommen.

Wegen der oben beschriebenen gesundheitlichen Auswirkungen sollte permanent ärztliche Betreuung in Anspruch genommen werden. Die Ärzte können begleitende Therapien zur Behandlung oder Stärkung empfehlen, bei sich zuspitzender Situation krankschreiben, um bleibende Schäden zu verhindern, und im Streitfalle die notwendigen Atteste zu Beweiszwecken ausstellen.

Auch ist es notwendig, möglichst frühzeitig Familie und Freunde zu informieren. Zum einem braucht man in dieser Situation Verständnis und Rückhalt im sozialen Umfeld, insbesondere für spätere, evtl. existenziell bedrohliche Schritte wie die Kündigung. Zum anderen kann einem der Halt in der Familie helfen, diese schwierige Situation zu meistern, was alleine oft unmöglich ist.

Als Ausgleich zu den seelischen Belastungen am Arbeitsplatz sollten die Betroffenen auf einen verstärkten Ausgleich in der Freizeit achten. Ein Hobby, Sport, Spaziergänge und Radtouren, autogenes Training, Yoga und Meditation, aber auch einer Reise an die See oder in die Berge - all dies sind Dinge, mit denen man sich von der Situation ablenken und etwas Kraft tanken kann.

Die ersten Ansprechpartner im Betrieb in Fällen von Mobbing und Belästigung sind die Vorgesetzten. Dem Arbeitgeber obliegt als arbeitsvertragliche Nebenpflicht eine besondere Fürsorgepflicht. Er muss somit die Würde seiner Mitarbeiter schützen.

Daraus folgt, dass er zum Handeln verpflichtet ist, sobald er von den Vorwürfen erfährt. In den Fällen der Belästigung sieht das AGG sogar ein explizites Beschwerderecht des Opfers vor. Trifft der Arbeitgeber nach Kenntnisnahme keine geeigneten Maßnahmen, um die Angriffe zu unterbinden, so wird er in Bezug auf die Folgen entschädigungspflichtig. Theoretisch genügt dazu, dass Vorgesetzte die Angriffe auf die Betroffenen mitbekommt oder durch andere Mitarbeiter darüber informiert werden. Doch ist dieser Nachweis meist schwierig. Deshalb ist es, auch im Hinblick auf ein sich evtl. anschließendes Verfahren, so wichtig, den Arbeitgeber von sich aus möglichst früh zu informieren.

Der Arbeitgeber steht dann im Spannungsfeld, seiner Fürsorgepflicht nachkommen zu müssen, andererseits keine ungerechtfertigte Kündigung aussprechen zu dürfen, womit er hohe Abfindungssummen im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung riskiert.

Folgende Maßnahmen kommen für ihn in Betracht:

Ermahnung - Der Belästigende wird bei leichten Vergehen mündlich belehrt

Abmahnung - eine schriftliche Rüge des Verhaltens mit Androhung von Konsequenzen im Wiederholungsfall

Versetzung und Abmahnung - als letzte Bewährungsprobe vor der Kündigung

Ordentliche (verhaltensbedingte) Kündigung - kann nur ausgesprochen werden, wenn andere Maßnahmen keinen Erfolg versprechen, der AG muss sich zunächst um Alternativen bemühen, Abmahnung i.d.R. Voraussetzung. Auch der Betriebsrat kann die Entfernung eines "Störers" verlangen.

Fristlose Kündigung - in besonders schweren Fällen angebracht.

Eine besonders schwierige Situation ist das Mobbing durch Vorgesetzte. Dies erfolgt meist mit dem Ziel, den Betroffenen unter Umgehung des Kündigungsschutzes aus dem Betrieb "hinauszuekeln". Auch wenn eine Beschwerde in diesen Fällen aussichtslos ist, sollte sie zwecks rechtlicher Absicherung dennoch erfolgen.

Dabei sollte man stets darauf bedacht sein, sich weiterhin korrekt zu verhalten und seine Arbeit nach Möglichkeit zu erledigen, um dem Arbeitgeber nicht doch noch einen Grund für eine ordentliche Kündigung zu liefern.

Der Gang zum Betriebsrat muss im Einzelfall erwogen werden. Oft ist dies aus taktischen Gründen nicht sinnvoll. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hilft auch weiter.

Wenn der Arbeitgeber trotz Aufforderung keine Abhilfe schafft, kann man natürlich auf Unterlassung klagen. Allerdings läuft es in diesen Fällen wegen des gestörten Vertrauensverhältnisses meist auf eine Trennung hinaus.

Wenn die Situation aussichtslos erscheint, kann die eigene Kündigung sinnvoll sein. Wenn man noch keine neue Stelle hat, sollte man vorher unbedingt mit der Agentur für Arbeit reden. Normalerweise verhängt das Amt bei Eigenkündigung eine Sperrzeit, aber bei Mobbing oder Belästigung kann diese verkürzt werden oder sogar ganz entfallen. Mit dem notwendigen Abstand zu dem schädlichen Umfeld lässt es sich meist leichter einen neuen Job finden.

Nur wenn es schwerwiegende Gründe rechtfertigen, darf man zum Schutz der eigenen Persönlichkeit und Gesundheit die Arbeitsleistung sofort einstellen oder aber fristlos kündigen. Diese Schritte sollten jedoch vorher mit einem Fachmann abgesprochen werden.

Andersherum kann es den Betroffenen natürlich passieren, dass ihnen wegen mobbingbedingter Fehlzeiten krankheitsbedingt gekündigt wird. Dies ist natürlich nicht gerecht und deswegen lohnt sich in diesem Fall der Gang zum Arbeitsgericht, um eine Abfindung einzuklagen.


[[http://bundesrecht.juris.de/agg/index.html Text des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes]]
[[http://bundesrecht.juris.de/betrvg/__75.html Persönlichkeitsrecht des Arbeitnehmers]]
[[http://bundesrecht.juris.de/betrvg/__104.html Entfernung eines Störers auf Antrag des Betriebsrates]]
[[http://bundesrecht.juris.de/bgb/__626.html Fristlose Kündigung]]
[[http://www.antidiskriminierungsstelle.de/ Antidiskriminierungsstelle des Bundes]]

Mobbingtelefon Hamburg: (040) 20 23 02 09

TLhe 9Dreacmer


Mobbing und Belästigung während der Schwangerschaft

Um die Gesundheit der werdenden Mutter und des ungeborenen Kindes zu schützen, gibt es allgemeine Beschäftigungsverbote für die Schwangere. Diese umfassen u.a. den Zeitraum von sechs Wochen vor bis acht Wochen nach der Entbindung ebenso wie das Verbot von Tätigkeiten an gesundheitsbelastenden Umgebungen, während der Nacht und an Sonn- und Feiertagen.

Bei einem normalen Schwangerschaftsverlauf und einem guten Arbeitsklima bietet dies ausreichenden Schutz. Dies ist jedoch nicht in jedem Fall so und deswegen hat der Gesetzgeber die Möglichkeit individueller Beschäftigungsverbote geschaffen. Darunter fällt auch Stress, welcher in Verbindung mit dem Arbeitsplatz steht. Die Schwangere kann sich also bei Überforderung, Belästigungen oder Mobbingangriffen ein ärztliches Zeugnis ausstellen lassen, in dem das Beschäftigungsverbot ausgesprochen wird.

Bei derart schlechtem Arbeitsklima sollten Schwangere von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, denn übermäßiger Stress während der Schwangerschaft kann zu erheblichen Komplikationen bis hin zu Früh- und Fehlgeburten führen. Der schwangeren Arbeitnehmerin steht zwar auch in diesem Fall ein Beschwerderecht zu und der Arbeitgeber darf sie deswegen nicht maßregeln, da es sich hier in jedem Fall, auch beim Mobbing, um eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts handelt. Jedoch ist bereits das Wehren oft mit erheblichen Anstrengungen verbunden, besonders wenn die Angriffe von Vorgesetzten ausgehen. Sollte also nach einer Beschwerde sich die Situation nicht entspannen, so hilft nur noch die Flucht.

Das ärztliche Zeugnis soll möglichst detailliert beschreiben, welche Belastungen bestehen und welche Risiken sich daraus für die Schwangerschaft ergeben. Auch muss der Umfang des Beschäftigungsverbotes angegeben werden. Bei Mobbing wird der Arzt in der Regel ein vollständiges Beschäftigungsverbot aussprechen.

Ein Beschäftigungsverbot hat im Vergleich zu einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung den Vorteil, dass noch keine Krankheit eingetreten sein muss und dass die Schwangere weiterhin ihr volles Entgelt vom Arbeitgeber bekommt. Allerdings muss der Stress eindeutig in Verbindung mit dem Arbeitsplatz stehen. Jedoch sind die Übergänge fließend und so sollte man im Zweifel versuchen, anstatt einer Krankschreibung ein Beschäftigungsverbot zu erwirken. Gerne versuchen Arbeitgeber, Schwangere zu einer Krankschreibung zu bewegen, darauf sollte man sich aber wegen der finanziellen Einbußen nach sechs Wochen nicht einlassen.

Nach der Entbindung ist der Schutz vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht mehr ganz so umfangreich. In den ersten Monaten nach der Entbindung darf eine Mutter nur entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit beschäftigt werden, dies ist ebenfalls durch ein ärztliches Zeugnis zu attestieren. Zudem hat sie Anspruch auf bezahlte Stillzeiten.

[[http://bundesrecht.juris.de/muschg/__3.html Gesetzliche Grundlage des individuellen Beschäftigungsverbots]]

[[http://www.arbeitsschutz.nrw.de/bp/good_practice/BesondereZielgruppen/DownloadMutterschutz/muverbot1.pdf Hinweise zum Arbeitsschutz für Schwangere, individuelles Beschäftigungsverbot, ärztliches Zeugnis]]

S$ilvexr


Guter Thread, das beschäftigt mich nämlich gerade. Ich habe vor zwei Wochen meine Ausbildung als Kauffrau für Bürokommunikation angefangen und war letzte Woche das erste Mal in der Berufsschule.

Das war vielleicht was... überall laufen nur aufgebrezelte Tussen rum und man fühlt sich so unwohl wie sonst was. Eine sehr komische Situation:

Ich ging durch einen Gang, weil ich meinen Raum gesucht habe und ich schaute zur Seite auf die Nummernschilder. Da hatte dann eine ihren Kopf zu perfekt vorm Schild, dass sie wohl gedacht hat, ich würde sie ansehen und die ihr gegenüber hat ein zickiges Geräusch von sich gegeben ala "Tze".

So, nun ist meine Frage...

Was ist das für ein beknacktes Verhalten, obwohl man gar nix macht, man gleich dumm angemacht oder verurteilt wird?

Wie kann man vorbeugen, dass man nicht gemobbt wird?

Ein Glück muss ich ja nur zwei Tage die Woche zur Berufsschule, aber mir läuft es wirklich kalt den Rücken runter, wenn ich da nächste Woche wieder hin muss! :-/ :-( :|N >:(

Spelbsth}ilfe\grupxpe79


:)DMOBBING hat mein Leben zerstört und die gesundheitlichen und finanziellen Schäden daraus verspüre ich selbst Jahre hinterher noch. Lassen Sie es nicht so weit kommen. Fangen Sie damit an jeden Vorfall gleich zu notieren. Sprechen Sie erst mit dem Hausarzt und dann mit einem Facharzt denn Sie benötigen ärztliche Atteste. Meistens wird Mobbing vertuscht und unter den Tisch gekehrt. Zeugen die es bestätigen können wie Sie schikaniert und gedemütigt werden um rausgeekelt zu werden fallen oft genug reihenweise um. Erhalten Sie nirgendwo wirklich Hilfen suchen Sie einen Rechtsanwalt auf. Wenn Sie zu wenig oder kein Geld haben um den Vorschuss und das Honorar zu bezahlen holen Sie sich vorher einen Beratungsschein beim Amtsgericht. Wenn alles nicht aufhört scheuen Sie nicht davor zurück Strafanzeige zu erstatten. Fehlt das Geld für den Prozess bekommen Sie Prozesskostenhuilfe. Falls es in Ihrer Region eine Selbsthilfegruppe gegen Mobbing gibt funktioniert diese aber nur dann wenn nicht bei jedem Treffen jeder immer wieder sein eigenes Schicksal vor den anderen ausbreitet.

P{aniZkgi"rl


jap mir gehts genauso diese symptome habe ich dank meinem chef

- Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Erschöpfung

- Depressionen

- Magen- und Darmbeschwerden

- Herz-Kreislauf-Beschwerden

und ich bin grad mal in der ausbildung super start ins berufsleben.

am monatg muss ich wieder hin heut ist mir wieder ganz übel :°( :°( :°( :°( :°( ich weiß nicht wieter

sbwenxni


ich wurde damals während meiner ausbildung im finanzamt auch von meiner ausbilderin schikaniert.

das schlimmste war, dass ich mich nicht sofort an den ausbildungsleiter gewendet habe. somit hat mir die olle eine 5 reingedrückt und als ich mir meine beurteilung beim ausbildungsleiter abgeholt habe und ihm das DANN erzählt habe, konnte er mir das nicht recht glauben. naja gott sei dank bin ich da weg!!!!!!

die ausbilderin hat mich mal vor versammelter mannschaft angeschrien, völlig grundlos meines erachtens. das war schon heftig...aber wie gesagt...es ist mittlerweile 4 jahre her!

sollte mobbing o. ä. vorkommen, sofort an den vorgesetzten wenden...

P&anikxgirl


und was mache ich wenn es mein chef macht ??? mich mobben ???

sGwfenni


hm, gute frage...habt ihr kein betriebsrat oder irgendwie eine frauenbeauftragte ??? ? zur not an die wenden...nützt ja nun nichts, wenn man nicht glücklich ist in seinem job.

eDrdbalere


@ Panikgirl

und was mache ich wenn es mein chef macht ??? mich mobben

- wenn irgendwie möglich, die Firma wechseln (geht doch bestimmt auch während der Ausbildung?!)

- versuchen keine Schwäche oder Angst zu zeigen (Mobber "riechen" sowas)

Wie wirst du denn gemobbt?

P-anikxgirxl


ja ich glaub mein chef riecht das und hat ein fressen an mir gefunden :-(

Er geht in den raum und sagt hier stinkt es oder sagt halt deien mund oder du machts nur scheiße, du schiebst deinen verantwortung auf andere ab, schiebt mir fehler unter, unterstellt mir sachen die ich gesagt habe obwohl esn nicht so war., greift mich auch ziemlich persönlich an *möchte ich nicht nennen*

OK ich bin bei solchen sachen auch empfindlich aber ich ertrage das nicht mehr :-(

oLros-$laxn


sofor an den 'chef' wenden ist oft ein schwacher trost, denn meist' steckt ja die ganz mannschaft unter einer decke - manchmal kann man sogar kaum dem betriebs- personalrat ver-trauen!

Pyanik.gir[l


ja bei mir gibts ja nur 3mitarbeiter und meine chefs und kein betriebsrat oder so was . und meine kollegen werden auch schickaniert aber die sind auch auf den job an gewiesen.

und meinem chef-chefin kann man NICHT vertrauen oder NORMAL reden :°(

s>wennxi


ach Panikgirl :°_

Gib nicht auf! Es ist verdammt schwer...ich weiss das aus eigener Erfahrung. Kannst du dir nicht parallell einen anderen Ausbildungsplatz suchen??

Immer schön freundlich sein...also tu so, als wenn dich das kalt lässt, was er dir sagt...zumind. solange du noch in diesem betrieb arbeitest! so merkt er vielleicht, dass er mit seiner Art nicht wirklich weit kommt.

eqrdba$e)re


@ Pinkgirl

Da dein Chef der Mobber ist, ist die Lage wirklich kompliziert. Wie lange musst du in dieser Firma noch bleiben, bis die Ausbildung abgeschlossen ist? Gibt es eine Möglichkeit - kenn mich mit den Gesetzen bei einer Ausbildung nicht so gut aus - die Firma zu wechseln? Vielleicht kann dir das dabei Arbeitsamt helfen?

Er geht in den raum und sagt hier stinkt es oder sagt halt deien mund oder du machts nur scheiße, du schiebst deinen verantwortung auf andere ab, schiebt mir fehler unter, unterstellt mir sachen die ich gesagt habe obwohl esn nicht so war., greift mich auch ziemlich persönlich an *möchte ich nicht nennen*

Ich finde diese Sätze reichen schon aus um sich wirklich mies zu fühlen. :°_

Die Tipps vom TE sind vielleicht hilfreich für dich:

- ärztliche Betreuung, ggf. Krankschreibung, wenn es dir so schlecht geht

- Tagebuch führen

etc..

Wirklich nicht schön, du hast mein Mitgefühl! :)*

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