» »

Asbest

R'e6psixhW hat die Diskussion gestartet


hallo zusammen,

vor einem jahr hab ich an einer veranstaltung in einem russischem militärbunker 1 woche gearbeitet,

in dem bunker waren sehr viele partikel ständig in der luft. sie waren dunkel, schon fast schwarz.

als ich mir die nase geputzt habe war dass tempo schwarz :s

an proben von dem bunker komm ich nicht mehr ran weil ich sehr weit entfehrnt wohne.

was meint ihr dazu? bekomm ein bisschen schiss, weil ich von diesen partikel sehr viel inhaliert habe ...

waren damals die bunker mit asbest? dass wird ja schon seit 1890 verwendet dieses teufelszeug.

danke!:)^

Antworten
-(H:as4e-


Ich denke, das kommt eher vom Staub (Dreck). Asbest löst sich doch nicht so von alleine? Gefährlich ist es nur, wenn man es bearbeitet, schleift oder fräst. Ich denke Deine Angst ist unbegründet.

RFepsxihW


hmm möglicherweise hast du recht... aber es liegen ja über 60 jahre züruck von dem bau des bunkers. und nach 60 jahren wird da schon mal was abgehen. meine sorge ist desshalb so gross weil wir den bunker nicht mit wasser abgespritzt haben und derzeit es sehr trocken war.

ich hoffe einer kann mir sagen, ob mann diese bunker mit asbest gebaut worden waren oder nur mit zement, beton? die russen waren ja bekannt für die billigsten bauten, möglich wäre dass auf jeden fall, und in den mengen, was meine 20 kollegen und ich eingeatmet haben, is das auf jeden fall besorgend :-/

danke!

E<ura


als ich mir die nase geputzt habe war dass tempo schwarz

Asbest ist farblos

meine 20 kollegen und ich eingeatmet haben is dass auf jeden fall besorgend

Wenn jemand ein Leben lang jeden Tag völlig ungeschützt Asbest im Bergwerk abgebaut oder gebohrt, gesägt usw. hat, mag ja mal einer unter vielen erkrankt sein. In einer Woche, das können Sie gleich vergessen. Langsam gehen die Fasern auch wieder aus der Lunge raus.

Ggramxmy


Asbest ist farblos

:|N Asbest als Mineral kommt in verschiedenen Farbabstufungen von weiß über braun bis blau vor, und auch farblose Asbestprodukte sind mir nicht bekannt. Lediglich die feinen lungengängigen und damit gesundheitlich riskanten Fasern sind in niedriger Konzentration mit bloßen Augen nicht erkennbar.

Wenn jemand ein Leben lang jeden Tag völlig ungeschützt Asbest im Bergwerk abgebaut oder gebohrt, gesägt usw. hat, mag ja mal einer unter vielen erkrankt sein.

"einer unter vielen" ist auch nicht ganz richtig:

Seit einigen Jahren gibt es in Deutschland mehr Todesfälle durch Asbest-Belastungen als tödliche Arbeitsunfälle. [[http://de.wikipedia.org/wiki/Asbest#Berufskrankheit Quelle]]

Entscheidend ist hierfür aber schon auch der Zeitraum, für den man den Fasern ausgesetzt war.

Langsam gehen die Fasern auch wieder aus der Lunge raus.

Völliger Unsinn! >:( Gerade die gefährlichen Fasern mit einem bestimmten Längen-Durchmesser-Verhältnis werden eben nicht vom Körper wieder ausgeschieden und können aufgrund der chemischen Beständigkeit auch nicht biologisch abgebaut werden. Ich will aber jetzt hier nicht ins Detail gehen, denn dem:

In einer Woche, das können Sie gleich vergessen.

kann ich zumindest ansatzweise zustimmen: Das Risiko einer asbestbedingten Erkrankung steigt tatsächlich mit der Dauer und Höhe der Exposition. Dazu kommt, daß die schwarzen sichtbaren Partikel wahrscheinlich wirklich nicht asbesthaltig waren und offenbar ja von den Nasen-Flimmerhärchen ("als ich mir die nase geputzt habe war dass tempo schwarz") abgeschieden werden konnten. Selbst wenn also tatsächlich auch asbesthaltiger Feinstaub in der Luft gewesen sein sollte, würde ich das Risiko für RepsihW aufgrund der relativ kurzen Zeit in dem Bunker als eher gering einschätzen. :)*

Rnep;sihW


würde euch dass weiterhelfen wenn ich ein bild des bunkers hochladen würde? also für mich sieht der aus wie ein beton bunker?!

danke

E|urxa


Asbest als Mineral kommt in verschiedenen Farbabstufungen von weiß über braun bis blau vor,

Unter dem sammelbegriff "Asbest" versteht man mehrere unterschiedliche faserige Mineralien. Ein blaues kenne ich nicht, aber das glaube ich Ihnen gerne. Alles, was ich an Asbest je gesehen habe, war hellgrau, allenfalls leicht hellbraun. Niemals kann davon ein Tempo schwarz werden. Das kann ich sicher ausschließen, daß diese schwarzen Partikel Asbest waren.

Seit einigen Jahren gibt es in Deutschland mehr Todesfälle durch Asbest-Belastungen als tödliche Arbeitsunfälle.

Ohne das Asbest verharmlosen zu wollen, das kann ja niemand ernsthaft glauben. Solche Annahmen kommen vermutlich zustande, weil Menschen, die erkrankt sind, einen "Schuldigen" suchen. Niemand kann beweisen, was im Einzelfall gewesen wäre, wenn es kein Asbest gegeben hätte.

Langsam gehen die Fasern auch wieder aus der Lunge raus.

Die Gefährlichkeit stammt daher, daß die Fasern eben schlecht wieder ausgeschieden werden. Und deswegen habe ich geschrieben, daß nach einmaliger Exposition langsam wieder verschwinden können.

Biochemisch abgebaut werden können sie nicht. Letztendlich besteht die Schad-Wirkung auf einer "mechanischen" Reizung einer Zelle. Dazu braucht es Fasern bestimmten Durchmessers und Länge. Im kassischen Sinne giftig ist das Material, aus dem Asbest besteht, nicht. Ausschließlich diese Wirkung macht es gefährlich.

Ich verharmlose da nichts, aber IN DIESEM FALL besteht höchstwahrscheinlich keine Gefahr.

G|rammxy


RepsihW

Ein Bild des Bunkers wird uns auch nicht weiterhelfen. Höchstwahrscheinlich besteht der sogar aus Beton. Nochmal: selbst wenn irgendwelche asbesthaltigen Bauteile dort verbaut waren, heißt das noch lange nicht, daß auch Fasern in die Luft abgegeben werden. Bei den schwarzen, offenbar recht groben Partikeln wird es sich um Ruß o.ä. gehandelt haben.

Und selbst wenn da noch ein paar Asbestfasern herumgeschwirrt sind, brauchst du dir keine großen Sorgen zu machen, denn die erwähnten asbestbedingten Krankheiten treten bei Menschen auf, die über lange Jahre hinweg viele Stunden täglich sehr hohe Asbestfaser-Konzentrationen eingeatmet haben - nicht eine Woche lang in einem Bunker waren, in dem evtl. (wahrscheinlich eher nicht) eine relativ niedrige Konzentration geherrscht hat.

Bis in die 80er Jahre wurden an stark befahrenen Straßenkreuzungen Asbestfaser-Konzentrationen um die 1000 Fasern/m³ gemessen (bedingt durch asbesthaltige Bremsbeläge), ohne daß die Anwohner reihenweise an asbestbedingten Krankheiten sterben.

Eura

Ich gehe ja weitestgehend mit dir konform, was die Risikoabschätzung für RepsihW angeht. Wenn wir aber schon so ins Detail gehen, noch ein paar Anmerkungen:

Unter dem sammelbegriff "Asbest" versteht man mehrere unterschiedliche faserige Mineralien.

Richtig. Und so sieht [[http://asbestsachverstaendiger.de/krokydolith-asbest.html Blauasbest oder Krokydolith]] aus.

Solche Annahmen kommen vermutlich zustande, weil Menschen, die erkrankt sind, einen "Schuldigen" suchen.

Die Berufsgenossenschaften werden garantiert nicht leichtfertig asbestbedingte Berufskrankheiten anerkennen, weil sie die hohen Kosten für die Behandlung, ggf. Reha-Maßnahmen und Entschädigungsleistungen vermeiden wollen. Ich kenne einige Fälle, in denen Betroffene vergeblich um eine Anerkennung ihrer aller Wahrscheinlichkeit nach (auch vom typischen Krankheitsbild her: z.B. Mesotheliom) durch Asbest bedingten Erkrankung gekämpft haben. Die bekannten Zahlen sind daher wohl eher noch um eine Dunkelziffer unbekannter Größe zu erhöhen.

Die Gefährlichkeit stammt daher, daß die Fasern eben schlecht wieder ausgeschieden werden. Und deswegen habe ich geschrieben, daß nach einmaliger Exposition langsam wieder verschwinden können.

Biochemisch abgebaut werden können sie nicht. Letztendlich besteht die Schad-Wirkung auf einer "mechanischen" Reizung einer Zelle. Dazu braucht es Fasern bestimmten Durchmessers und Länge. Im kassischen Sinne giftig ist das Material, aus dem Asbest besteht, nicht. Ausschließlich diese Wirkung macht es gefährlich.

Auch soweit korrekt. Nur verschwinden die Fasern eben nicht, sondern bohren sich sogar durch das Gewebe der Lunge bis hin ins Bauch- oder Rippenfell, wo sie ihre zellreizende und schlimmstenfalls dann krebsauslösende Wirkung entfalten können (nicht müssen!). Und dieses Risiko steigt eben mit der Anzahl der Fasern, die in den Körper gelangen. Jeder, der lungengängige Asbestfasern irgendwann mal eingeatmet hat, die sich in der Lunge festgesetzt haben, trägt diese noch mit sich, muß dadurch aber noch lange eine Krebserkrankung befürchten. Alles eine Frage der Wahrscheinlichkeit...

sSaxxo


die russen waren ja bekannt für die billigsten bauten

Seit einigen Jahren gibt es in Deutschland mehr Todesfälle durch Asbest-Belastungen als tödliche Arbeitsunfälle.

;-D

Letzteres Zitat bedeutet einfach, daß die tödlichen Arbeitsunfälle weniger, nicht daß die Asbesttodesfälle mehr geworden sind.

ob mann diese bunker mit asbest gebaut worden waren oder nur mit zement, beton?

Ein Bunker aus Asbest würde diesen Namen nicht verdienen. Normalerweise tritt Asbest gar nicht lose auf, sondern wird gebunden in zementartigen Materialien. Ich lebe heute noch unter einem Wellasbestdach. Fasern werden nur freigesetzt, wenn das Material beginnt durch die Witterungseinflüsse zu zerbröseln, oder wenn es bearbeitet wird (gesägt, gebohrt). Schwarzen Asbest hab ich noch nie gesehen.

S`oul.fly09


Hallöchen:)....Also ich hab ein bekannten der ist Chemielaborant..und der hat Asbest inna Lunge...der muss zwar jetzt häufiger zu untersuchung..aber bis jetzt nix schlimmes passiert...Also wenn man es hat heißt es nicht man ist krank;)

RIeLpsxihW


ja danke heheh... viele gegensprüche in diesem thema hier... fotos von dem bunker hab ich jetzt trozdem mal hochgeladen, [[http://www.sendspace.com/file/g5s6ix]] und [[http://www.sendspace.com/file/dd7pxg]]

also von dem vorfall wären viele leute betroffen (30 arbeiter und 300-400 gäste + mich) die interessiert sind was sie da eingeatmet haben... und vor allem die arbeiter waren sehr sehr vielen partikeln ausgesetzt! ich versteh nicht warum man uns nicht auf atemschutz (auch wenn dass jeder selber wissen hätte müssen) hingewiesen hatt oder die gemeinde uns nicht gewarnt hatt?!

naja hoffe dass meine kollegen und ich keinerlei asbest partikel eingeatmet haben... dass wäre fatal !

sFaxxo


Das erste Bild sieht gar nicht bunkermäßig aus; eher wie eine Garage. Und die Steine eher wie Kalksandsteine.

Hast eigentlich irgendeinen Hinweis auf Asbest, oder war das nur so eine Idee von Dir?

SVouclflHy09


Aber RepsihW nur einmal sich da aufhalten...Kann dem Text jetzt nur entnehmen das du wohl besucher warst!Von einmal da sein...hast du die Lunge nicht voller Asbest...Der Freund von mir Arbeitet seit 35 Jahren als Laborant in einem Chemiewerk..der hat Asbest inna Lunge...das staut sich.. du hast von einmal rauchen auch nicht diereckt die Lungen voller Teer;)

RDe2psvihW


also doch ich war einer der hauptarbeier in dem bunker! dh 1 woche 12 stunden am tag da drinnen !

... ähm ne hinweise auf asbest hab ich natürlich nicht, nur von den leuten die dort waren hab ich mal da mal da gehört, dass es hoffentlich kein asbest war...

ja es stimm es sieht nicht nach einem bunker aus.

es war aber ein ehml. russischer munitionsbunker in ostdeutschland nähe polen. denke dass er aus den 60ger stammt?!

G=r7ammxy


saxo

Letzteres Zitat bedeutet einfach, daß die tödlichen Arbeitsunfälle weniger, nicht daß die Asbesttodesfälle mehr geworden sind.

Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast... ;-)

Aber mal im Ernst: die Anzahl tödlicher Arbeitsunfälle ist tatsächlich gesunken. Unabhängig davon kannst du dir [[http://www.hvbg.de/d/pages/presse/pbilder/pbild04/asbest_l.jpg hier]] die Entwicklung der Todesfälle durch Asbest bis 2003 anschauen. Und [[http://www.dguv.de/inhalt/zahlen/bk/bktodefaelle/index.jsp hier]] ein paar aktuellere Zahlen (2005 bis 2007, BK-Nr. 4103, 4104 und 4105). 2007 waren es insgesamt 1.425 anerkannte asbestbedingte Todesfälle. Aufgrund der langen Latenzzeit von ca. 20 bis 30 Jahren und dem Asbest-Verwendungsverbot erst Ende der 80er-Jahre dürfte die Spitze des Eisbergs noch nicht oder gerade eben erreicht sein... :-/

RepsihW

Auf den Fotos sind keine asbesthaltigen Bauteile erkennbar. Ich hoffe, daß dich das wenigstens etwas beruhigt.

Hinweis

Dieser Faden ist geschlossen, Sie können deshalb nicht mehr antworten. Aber schauen Sie doch in die übrigen Diskussionen des Forums Beruf, Alltag und Umwelt oder besuchen Sie eines der anderen Unterforen:

Allergien · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH