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Quecksilber freigesetzt durch zerbrochene Energiesparlampe

dcerfrkoschkö&nig hat die Diskussion gestartet


Hallo,

mir ist gersten abend eine Energiesparlampe zerbrochen (war ausgebaut und lag auf einer Komode, dann viel was drauf). Wir haben es erst nach ca. 20 min bemerkt. Der Flur wurde dann gelüftet, aber man mußte doch häufiger mal durch.

Kennt sich jemand von euch mit der Gefährdung für den Menschen durch einatmen aus? Ich glaube, das aufgrund der "geringen" Belastung (1-5 mg) und der in Pulverform vorliegenden Queckslbereinhet nicht viel austreten kann oder täusche ich mich da?

Welche Symptome würden denn auftreten?

Hat jemand einen Rat?

gruß

Antworten
A]udoixn


Ist freies Quecksilber zu sehen? Also kleine Kügelchen?

Wenn ja - in der Apotheke Quecksilberabsorber besorgen und wegmachen.

Wenn nein - Alles sorgfälltig aufkehren und lüften.

Aber mach dir jetzt keinen Kopf deswegen...

dNerfrosqchkjöniug


Hallo,

ich habe keine Kügelchen gesehen, nur das weiße Pulver. Ist denn das Quecksilber in löslicher Form in der Lampe? dann könnte ich nämlich glück gehabt haben, denn die Lampe lag leicht nach unten geneigt und im höheren Bereich ist die Lampe gebrochen.

gruß

A]ud8oixn


Also ehrlichgesagt bezweifle ich dass da überhaupt Quecksilber enthalten ist. Wenn aber nur weißes Pulver zu sehen war, ist es kein elementares Quecksilber und somit nicht flüchtig. Also wegmachen und nächstes mal vorsichtiger sein :=o

shi<lyax1


Die minimale Menge Quecksilber, die für die Funktion einer Energiesparlampe technisch noch unentbehrlich ist, wird in Form von Amalgam, einer Metallverbindung, in die hermetisch abgedichtete Röhre der Lampe eingebracht.

Selbst wenn die Lampe zerbricht, kann sich das im Amalgam gebundene Quecksilber nicht in der Luft verflüchtigen oder Böden und Gewässer kontaminieren.

aus: [[www.lifepr.de]]

ANudo_in


Ahh, vielen Dank für die Info!

E3uxra


ich habe keine Kügelchen gesehen, nur das weiße Pulver.

Das ist der Leuchtstoff in der Leuchtstoffröhre. Er dient dazu, das von der Quecksilberdampf-Gasentladung hauptsächlich erzeugte UV-Licht in sichtbares und vor allem einigermassen weißes Licht umzuwandeln. Das ist ein anorganisches Oxid, vielleicht Zinkoxid, das mit Seltenerdelementen dotiert ist. Es ist harmlos.

Die Menge Quecksilber, die da drin ist, ist belanglos. Das Quecksilber ist zwar einzig und allein die lichterzeugende Substanz, aber da braucht man nicht viel. Das dürfe eh alles verdampft sein.

Keine Sorge, wird niemanden geben, dem noch nie eine Leuchtstoffröhre zerbrochen ist.

k,ikxsi


Hm....

Ein Tag vor Weihnachten und meinem Bruder geht es sehr schlecht.

Ihm ist auch gestern eine Energiesparlampe kaputtgegangen und er hat starke Kopfschmerzen und sich heute Nacht übergeben. Ihm ist schwindelig. Deshalb habe ich recherchiert und dabei auch diesen Beitrag gefunden und ich mus sagen, ich bin mir außerordendlich unsicher, denn klar, es ist eine kleine Menge, aber wenn man vergleicht:

Die ersten Symptome einer akuten Vergiftung sind:

Kopfschmerzen

Übelkeit

Schwindel

trockener Mund-Rachen-Raum

, was ich auch im Internet gefunden habe. Da stand auch: sofort einen Artzt aufsuchen, ich bin ratlos...

s:ch#nixeki


wieso bist du ratlos, wenn du schon weist, das man einen arzt aufsuchen soll ???

es gibt auch eine giftnotrufzentrale, wo man anrufen kann: [[www.meb.uni-bonn.de/giftzentrale/jahresbericht99-Dateien/typo3/index.php?id=279]]

und man sollte sich nicht auf das schaberlaber verlassen, von wegen, die energiesparlampen wären nicht gefährlich. wenn sie nicht so gefährlich wären, wies soll man dann lüften und wieso muss man kaputte lampen, wie sondermüll behandeln? (die darf man dann nämlich nicht mehr beim wertstoffhof abgeben).. und die eu sagt auch schon, das es blödsinn ist mit den energiesparlampenschmarrn.

sFaxo


Das hat mit größter Wahrscheinlichkeit nichts mit der zerbrochenen Leuchtstofflampe zu tun.

Reagiert einfach genauso, wie Ihr es sonst auch machen würdet. Also wenn es schlimm wird, einen Arztbesuch in Erwägung ziehen.

smchn{iekxi


ich würde aber trotzdem drauf hinweisen, das sowas passiert ist. bevor der arzt im trüben fischt.

sMchnatNtergZusche


Die ersten Symptome einer akuten Vergiftung sind:

Kopfschmerzen

Übelkeit

Schwindel

trockener Mund-Rachen-Raum

Das sind auch Symptome für andere Ursachen. Eine zerbrochene Energiesparlampe ist nicht ganz ungefährlich. Aber so heftige Reaktionen deuten dann eher auf einen anderen Grund hin. Eine Lebensmittelvergiftung zum Beispiel, oder eine Infektion. Auf alle Fälle ist der Rat, schnell einen Arzt aufzusuchen, der beste, den es hier geben kann.

sdin0ghxa


[[www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,732406,00.html]]

So ungefährlich sind die Lampen leider nicht; gerade bei kleinen kindern. @keksi: Wie alt ist denn dein Bruder?

M)iRoxLi


Die Mitteilung des UBA sagt lediglich aus, dass bei manchen Energiesparlampen (nämlich ältere Modelle, bei denen noch elementares Quecksilber verwendet wird) nach dem zerbrechen die Quecksilberkonzentration in der Raumluft den Richtwert um das zwanzigfache übersteigen kann.

Dieser Richtwert ist durch keinerlei toxikolgische oder physiologische Daten gesichert. Weil Quecksilber ein sehr giftiges Metall ist, geht man aber davon aus, dass der Richtwert so niedrig wie möglich – also im gerade noch messbaren Bereich liegen sollte.

Was es für die Gesundheit bedeutet, wenn dieser Wert um den Faktor x überschritten wird, weiß kein Mensch. Es ist aber davon auszugehen, dass auch ein Faktor zwanzig noch keine messbaren Effekte liefert.

Insgesamt sind akute Quecksilbervergiftungen durch Einatmen von elementarem Quecksilber nahezu ausgeschlossen. Kritisch sind hohe Konzentrationen, die über einen längeren Zeitraum – also Wochen und Monate – kontinuierlich eingeatmet werden. Diese chronische Vergiftung führt dann zun oben beschriebenen Symptomen – niemals aber eine zerbrochene Energiesparlampe.

s@chnatoteHrguscxhe


Singha

Bei solchen Zeitungsartikeln bin ich immer sehr vorsichtig im Verstehen. Ich weiß ja nicht, wer dieser "cib" ist, der die Meldung bei DPA in die Datenbank gestellt hat, die dann von der Spiegel-Redaktion zum Füllen der Seite ausgesucht wurde. Der wohl wichtigste Satz dort ist:

Eine Stichprobe hat demnach gezeigt, dass nach dem Bruch die Quecksilber-Belastung in der Raumluft auf das 20-Fache des Richtwerts von 0,35 Mikrogramm pro Kubikmeter steigen kann.

Um daraus die Gefahr abschätzen zu können brauche ich aber auch die Angabe zur Größe des Raumes. Wird die Lampe für den Test in einem Laborbehältnis mit 1 m3 zerbrochen, dann ergibt das eine ganz andere Konzentration als in einem Zimmer mit 30 m3.

Ohne Frage sind die Quecksilberdämpfe gefährlich. Die beste Sofortmaßnahme ist gutes Lüften. Und wenn jemand von diesen Dämpfen Vergiftungserscheinungen bekommt, hilft Bewegung an der frischen Luft beim Abbau des Giftes.

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