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Leben unter Starkstromkabel gesundheitsgefährdend?

DpasbiNstDu


Auweia, hier gehts ja ganz schön zur Sache. :-/

Ich bedanke mich nochmal ganz herzlich bei allen, die sich hier geäußert haben! @:)

wbinneDtou-"der-zxweite


Theoretisch leuchten mir die physikalischen Argumente für die Ungefährlichkeit ein, da ich auch ein rational denkender Mensch zu sein glaube. Aber praktisch - wenn es mich oder meine Familie wirklich selber beträfe - würde ich doch lieber nicht in der Nähe einer solchen Leitung leben wollen

IPngo~Bingo


winnetou-der-zweite

Dein Beitrag ist ein Widerspruch in sich.

Ein rational denkender Mensch glaubt nicht, ein solcher zu sein. Er weiß es. Und wenn dich die Argumente für die Ungefährlichkeit überzeugt haben, könntest du durchaus in der Nähe von Hochspannungsleitungen leben wollen.

Ich für meinen Teil würde höchstens wegen des nicht allzu schönen Ausblicks nicht in der Nähe solcher Leitungen wohnen wollen.

B+asqsanio


Auweia, hier gehts ja ganz schön zur Sache. :-/

Allerdings. Vor allem mit Unkenntnis (das ist nichts schlimmes), Durcheinanderwerfen von vielen Sachen (das auch noch nicht) bis zur festen Überzeugung, daß eine schädlichen Wirkung da ist (das ist das schlimmste).

Da halt ich mich lieber fern... Hier kann sich jemand mit Sachverstand nur aufreiben. *:)

E^ura


Da kann ich Sie ganz und gar beruhigen. Von den Feldern einer 50Hz-Leitung geht für einen Menschen überhaupt keine Gefahr aus. "Strahlen" erzeugen die sowieso nicht, den Begriff verwendet man für ionisierende Strahlung und möglicherweise auch für sichtbares Licht, aber niemals für ultra-niedrigenergetische Felder. Das entstammt allenfalls reisserischen Hetz-Publikationen.

Wie bei so vielem heutzutage gibt es immer ein winziges Grüppchen von Spinnern, die solche Fabeln in die Welt setzen und sich einen Spaß daraus machen, die Leute zu verunsichern, oder den Reibach damit machen.

Aber zu eigentlichen Thema: Um einen Schaden im Körper zu verursachen, muß unter allen Umständen eine Wechselwirkung mit der Materie stattfinden. Bei einem ionisierenden Strahl ist das beispielsweise eine Bindungsspalung in einem DNA-Molekül, welches dann bei der nächsten Replikation zu einer Mutation führt und ein mögliches Krebsrisiko darstellt. Da aber die Quantenenergie eines NF-Feldes (was ohnehin wenig Sinn macht, es überhaupt so zu betrachten, wenn die Energien weit unter denen liegen, die typischerweise mit Materie wechselwirken) gar nirgendwo im Bereich liegt, Moleküle beeinflussen zu können (sie liegt genaugenommen auch noch weit unter den Schwingungs- und Rotationsübergängen, die man landläufig als "Wärme" bezeichnen würde), ist jede Schädigung von Molekülen - auch Biomolekülen ganz völlig ausgeschlossen.

Von solchen Leitungen können Gefahren ausgehen: Eine Katastrophe wäre es, wenn sie eim Sturm auf ein Haus fällt. Aus bei starkem Nebel können die Ableitströme so groß werden, daß bei sehr großen, nicht-geerdeten Metallgegenständen in nächster Nähe ein Stromschlag-Risiko besteht. Nur diese "biologischen" Wirkungen kann es prinzipiell nicht geben.

d@umm5schMmarrexr74


Um einen Schaden im Körper zu verursachen, muß unter allen Umständen eine Wechselwirkung mit der Materie stattfinden. [...]. Da aber die Quantenenergie eines NF-Feldes [...] gar nirgendwo im Bereich liegt, Moleküle beeinflussen zu können [...], ist jede Schädigung von Molekülen - auch Biomolekülen ganz völlig ausgeschlossen.

Naja, vielleicht ein wenig leichtgemacht...

[[http://www.bafu.admin.ch/elektrosmog/01095/01097/index.html Hier]] werden die Wirkungen eines NF-Feldes auf Organismen ein wenig sortiert....

ECurxa


Genau was in Ihrem Link steht, habe ich doch kurz zusammengefasst egschrieben; mit einer Ausnahme: dass dort schon wieder irgendwo das Wort "Krebs" auftritt, was ganz völlig ausgeschlossen ist.

Alle anderen Effekte beruhen entweder auf Felder, sie so stark sind, dass eine Wärmewirkung auftritt, oder auf einen mehr oder weniger direkten Einfluß eines durch den Körper fließenden Stroms. Bei 50Hz und den (winzigen!!!) Feldstärken ist ein negativer Einfluß auf den Körper durch Erwärmung ausgeschlossen. Spüren wird den Strom (induktion, Leitfähigkeit nasser Luft) auch niemand, sonst gäbe es massenhaft Beschwerden. Einen Strom, den man gerade fühlen könnte, könnte man zwar nicht akzeptieren, er wäre aber meilenweit von einer Stromstärke entfernt, die Schäden hervorruft.

Das anfassen riesengroßer Metallgegenstände, die nicht geerdet sind (gibt's selten) könnte gefährlich sein, wenn diese sehr nahe an einer Hochspannungsleitung stehen, bevorzugt noch über eine Länge in deren Richtung ausgerichtet sind.

Aber nochmal: Strahlen, Krebs etc. ist völlig ausgeschlossen.

Und noch eine Anmerkung: 50 Hz (und Wellenlängen im 1000km-Bereich) sind eine so niedrige Frequenz, dass sie in dieser Betrachtung auch als statisches Feld angesehen werden können. Statische Magnetfelder von vielen Tesla haben keine Auswirkung auf einen Menschen. Ebesowenig elektrische Felder, solange kein "elektrischer Durchbruch" erfolgt. Bei einem Gewitter sind die Werte in der Nähe davon.

d(umms|c4hmarqrer74


Ja, die Krebsgeschichte lassen wir besser weg. Mir ging es um die dort als "unterschwellige Wirkungen" bezeichneten Vorgänge, die bei schwachen Feldexpositionen auftreten könnten.

dQum(mschm2ar~rerx74


PS das mit den magnetostatischen feldern ist schon richtig, aber bewegen darf man sich dann natürlich nicht in dem feld wegen der [[http://www.sciencedaily.com/releases/2007/12/071204163237.htm induktionswirkungen]]

EEurxa


Ja, und dem möchte ich noch etwas anmerken: Diesr Personengruppe, die in den Medien eine Angst vor nichtexistenten "Strahlen" vermittelt und dann wahrscheinlich daran verdient, ist nicht daran gelegen, einen ordnungsgemäßen elektrischen Aufbau zu überprüfen. Das niemand "eine gewischt" bekommen darf versteht sich von selbst. Aber es geschieht offensichtlich auch nicht, da das Design dafür gemacht ist, daß keine Induktionsströme etc. "wilde Wege" fließen.

Im Gegensatz dazu möchten sie den Leuten einreden, es gäbe irgendwelche mysteriösen "Strahlen", die natürlich ganz böse sind. Und das gibt es nicht. Es läßt sich so schön durch die Medien treiben, weil es die Begriffe "elektromagnetische Welle", "(elektromagnetische) Strahlung", elektrische, magnetische Felder etc. gibt, und die meisten Menschen das nicht auseinander halten können.

Das sog. elektromagnetische Spektrum geht von diesen ultra-niedrigen Frequenzenüber über das sichtbare Licht bis zu ionisierenden Rönten- und Gammastrahlen. Allerdings haben diese in ihren Eigenschaften nichts gemeinsam. Und man bezeichnet die niederfrequenten auch nicht als "Strahlen", schon daran kann man sehen, dass jemand, der das so nennt, gar kein Hintergrundwissen haben kann.

Die Felder, die um eine Leitung herum wirken, sind auch keine elektromagnetischen Wellen. Diese haben bei 50Hz eine Wellenlänge in der Größenordnung von 1000km bei vernachlässigbarer Intensität. Man "sieht" in der Nähe einer Leitung das Nahfeld. Das sind elektrische und magnetische Feldkomponenten, die vom Stromfluß und der anliegenden Spannung kommen, aber nicht zwangsläufig eine abgelöste Welle "induzieren". Deren Eigenschaften bei komplizierten geometrien kann man nur numerisch simulieren. Aber sie sind näherungsweise 90° phasenverschoben und tragen keine Energie in die Umgebung. Ganz anders der elektromagnetische Wellenanteil: Dieser ist in Phase, und trägt Energie weg.

Wen das detailliert interessiert, der muß sich sowohl mit der Elektrodynamik, als auch der Quantenphysik auseinandersetzen. Anders ist es nicht zu verstehen. Aber eins ist gewiss: Diejenigen, die die "Probleme" in die Zeitung schreiben, haben von beidem keine Ahnung. Das können Sie mir in diesem Fall glauben.

Ecurxa


aber bewegen darf man sich dann natürlich nicht in dem feld wegen der induktionswirkungen

Wenn Sie mit "nicht dürfen" meinen, dass überhaupt gar kein Strom induziert werden darf, dann theoretisch ja.

Praktisch allerdings kann sich kein Mensch so schnell bewegen, dass er bei realistischen Feldgradienten (die Feldstärke ist belanglos, nur deren Gradient führt bei Bewegung zur Induktion) dadurch einen Effekt spüren könnte.

TDorxqi


Oha da wird ja ganz schön rum diskutiert.

Der Mensch ist niemals in der Lage irgendwelche Ströme zu induzieren, weil wir ja keine Magneten sind.

Induktion erfolgt durch eine Änderung des Magnetfeldes entlang eines bestromten Leiters. In diesem wird somit eine Spannung induziert. Nach dem Gesetz U = di/dt*L wobei L die Induktivität ist.

So also Mensch = keine Magnet = keine Induktion.

Das einzige was wirklich Stören könnte sind eingekoppelte Schwingungen die wir wahrnehmen.

Z.B. kann die Freuqenz von 50Hz des Stromes durch Wassertropfen auf 100 Hz hoch gehen und das können wir dann schon eher hören.

Der höhrbare Bereich liegt zwischen 20Hz -20kHz

Und die 50Hz können auch nicht hochenergeitsch werden wie z.B. Röntgenstrahlung die geht bist 6·10^19 Hz mit einer Energie von 100 und 250 eV (Elektronenvolt)

Wenn du dir ein Handy ans Ohr hälst bekommst du mehr ab. So an die 1,8GHz.

Eaura


Der Mensch ist niemals in der Lage irgendwelche Ströme zu induzieren, weil wir ja keine Magneten sind.

Oh nein...

Ein Mensch ist kein Magnet, und kann keine Ströme in anderen Leitern induzieren. Aber ein von aussen vorhandenes Magnetfeld kann im Prinzip einen Strom in einem Menschen induzieren.

Ich denke, das Induktionsgesetz kennt jeder. Es geht darin die Zeitableitung des von einer Schleife umschlossenen mag. Flusses ein (d phi / d t).

Wie man d phi ungleich 0 erzeugt, ist gleichgültig: Es kann sich die Flußdichte ändern, oder die vom Fluß durchflutete Fläche (oder ihre Projektion -> rotierende Spule). Wenn in einem Menschen ein Strom induziert werden soll, muß in ihm auch eine Spannung induziert werden. Diese gehorcht obigem Gesetz. Also muß der Mensch etwas tun, was den magn. Fluß in ihm verändert. Dabei kommt es zur großen Schwierigkeit, dass man nicht einfach vorhersagen kann, wie die Leitfähigkeitsverteilung in einem Menschen ist. Aber grundsätzlich: Entweder der Mensch läuft durch einen Feldgradienten, oder er ändert (durch verlagerung der Leitfähigkeit, Bewegen der Arme etc.) seine Leitfähigkeitsverteilung. Dann könnte theoretisch ein Strom induziert werden. Praktisch ist es bedeutungslos...

drummJschm[arrexr74


Praktisch ist es bedeutungslos...

Ja, außer in dem von mir verlinkten Extremfall (Übelkeit u.ä. im 9T-MRT). Aber das ist ja hier Nebensache, die ich nur erwähnen wollte bei der Nennung von starken statischen Feldern im Bereich vieler T.

IYngo$Bingxo


Ja, außer in dem von mir verlinkten Extremfall (Übelkeit u.ä. im 9T-MRT). Aber das ist ja hier Nebensache, die ich nur erwähnen wollte bei der Nennung von starken statischen Feldern im Bereich vieler T.

Mit dem Unterschied, dass statische magnetische Felder eine Gleichspannungsquelle benötigen, die in einer Überland-Hochspannungsleitung bekanntermaßen nicht gegeben ist.

Nichtsdestotrotz kommt es zu Effekten bei Tieren: [[http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,613843,00.html]].

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