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Wird man nicht verbeamtet, wenn man mal beim Psychologen war?

a[nncxhen2 hat die Diskussion gestartet


ich studiere lehramt und habe gehört, daß der amtsarzt fragt, ob man mal in psychologischer behandlung war. wenn ja, wird man nicht verbeamtet. stimmt das? darf man das verschwiegen? können sie sich bei der krankenkasse erkundigen? ich bin sicher arbeitsfähig, auch wenn ich eine wochenbettdepression hatte und deswegen in behandlung war...

Antworten
Yxla+n,a


Eine psycholog. Behandlung ist per se kein Ausschlussgrund. Der Amtsarzt wird im Falle einer positiven Antwort sicher den Grund der Behandlung hinterfragen und danach entscheiden. Ggf. nimmt er auch Rücksprache mit dem behandelnden Therapeuten (darf er aber nur mit deiner Einwilligung) oder möchte eine Prognose bzgl. der Krankheit haben (z.B. ob Rückfälle zu erwarten sind, die Behandlung erfolgreich abgeschlossen wurde). Ob er sich bei der KK erkundigen kann, weiß ich nicht - allerdings glaube ich nicht, dass er das ohne deine Zustimmung darf.

wjapitiKhirqsch


Also erstmal gehst du dorthin und wirst sehen, wer dich da erwartet. Normalerweise wird kein großer Aufstand gemacht, bzw. es wird dir niemand Böses wollen. Bei mir war es so, daß weil ich eine Sehbehinderung habe, ein detailiertes Gutachten angefordert worden ist. Ist ja keine schlimme Sache. Beim Gesundheitsamt meiner damaligen Stadtverwaltung hatten die zumindest damals einen Psychater. Dorthin kann man dich schonmal wegen Kleinigkeiten hinschicken, damit der ein Gutachten macht. Psychiater deshalb, weil der ein Mediziner ist. So habe ich mir das erklären lassen. Es muß also keine große Angelegenheit daraus werden. Der Amtsarzt muß darauf achten, daß er keine groben Dinge übersieht, sonst kann er haftbar gemacht werden.

I%nd(ia_In5dxia


Ich war kürzlich wegen meiner anstehenden Verbeamtung beim amtsärztlichen Dienst zur Untersuchung, wurde aber nicht gefragt, ob ich schon mal beim Psychologen war oder in Therapie bin etc. Vielleicht bei mir nur Zufall.

Ich weiß aber, dass du, wenn du in Psychotherapie bist nicht die Krankenversicherung wechseln kannst. Und als Beamte solltest du dich aus Kostengründen privat versichern lassen. Ich werde nächsten Monat verbeamtet und kann aufgrund meiner Schwangerschaft nicht wechseln. Ich werde also als freiwillig Versicherte erst mal bei der gesetzlichen KV bleiben müssen.

AXmei\se


Eignung, Befähigung und fachliche Leistungen sind gemäß Artikel 33 Grundgesetz Voraussetzung für die Berufung in das Beamtenverhältnis. Zur Eignung gehört vor allem der Gesundheitszustand (nicht zu verwechseln mit einer Behinderung auf Dauer, z. B. Sehbehinderung). Weil die Schreiberseelen des Dienstherrn das nicht beurteilen können, schicken sie die Bewerber/-innen für das Beamtenverhältnis zum (Amts-)arzt. Von Interessenten für das Lehramt wird schon ein Mindestmaß an seelischer Stabilität erwartet. Gerade aus dem Bereich der Lehrer kommen viele nach einigen Dienstjahren freiwillig wieder zum Amtsarzt und erzählen von ihrem burn-out-syndrom und anderen Erschöpfungszuständen.

q}wert'yx6430


Du brauchst es ja gar nicht sagen. Auch für Beamte gilt die ärztliche Schweigepflicht. Etwas anderes ist es, wenn du noch im Behandlung stehst. Dann wird wohl rauskommen. Erledigte Sachen würde ich gar nicht sagen. psychische erkrankung ist nicht meldepflichtig und dein behandelnder Arzt von damals darf nichts sagen.

Gruß

YBlan2a


Verschweigen kann aber ganz schön nach hinten losgehen. Sollte irgendwann mal etwas auftreten, dass mit der verschwiegenen Krankheit in Zusammenhang steht und diese dann "rauskommen", besteht die Möglichkeit, dass man (auch als Beamter) aus dem Beamtenverhältnis entlassen wird. Natürlich nur dann, wenn man urspürnglich aufgrund dieser (verschwiegenen) Erkrankung gar nicht erst eingestellt worden wäre. In solchen Fällen besteht auch die Möglichkeit, dass Bezüge zurückgefordert werden (z.B. für Zeiten der Krankschreibung).

4S-coo{kiexs


Ich halte diese Frage für ebenso unzulässig wie die nach einer vorhandenen Schwangerschaft oder einem Kinderwunsch. Dort sind Lügen zulässig, weil die Fragen eben nicht gestellt werden dürfen!

agnnchexn2


ich bin wegen einer postnatalen depression in behandlung. es ist schon viel besser, aber ab und zu gehe ich eben noch hin. alle paar monate. muss ich das zugeben?

Aomelxy79


wenn nicht ausdrücklich danach gefragt wird, würd ich´s nicht sagen.

Ansonsten denk ich schon, dass es ein "Ausschließungsgrund" ist...denn es wird eben auch eine psychische Stabilität vorausgesetzt. Ich könnte mir vorstellen, dass man die Verbeamtung verschiebt, denn eine Wochenbettdepression ist ja meist zeitlich begrenzt.

Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute und viel Glück @:)

a-nn|chenx2


danke

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