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Wieviel Geld schenkt man bei einer Hochzeit?

JiensWxi.


Ich denke wenn einer schüler student oder harz 4 empfänger sowie "gering verdiener" ist geht das in ordnung

wtaldwUuffeCl 78


Hallo,

ich bin echt entsetzt über die Erwartungshaltung einiger hier.

Wir haben letztes Jahr geheiratet und haben uns von allen, da wir einen komplett eingerichteten Haushalt haben, Geld gewünscht. Die Beträge variierten stark, aber trotzdem sind wir nach wie vor mit allen gut befreundet. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, mir vor der Hochzeit auszurechnen, wie viel Geld wir geschenkt bekommen könnten, um unsere Hochzeit und die Flitterwochen zu finanzieren. Man soll sowieso nicht mit Geld rechnen, was man nicht hat. Was wir für Kosten hatten, geht niemanden etwas an und genauso will ich das bei anderen Feiern auch nicht von anderen wissen. Entweder man feiert, weil es der eigene Wunsch ist, oder man lässt es.

Wir haben übrigens für 5000 Euro geheiratet und hatten dabei eines der besten Restaurants in der sächsischen Landeshauptstadt. Jedoch haben wir unsere Gästezahl auf 50 Personen begrenzt, denn viele Gäste machen eine Hochzeit nicht unbedingt besser, aber auf jeden Fall anstrengender.

viele Grüße

Hwimbexere83


Ich finde es hängt wirklich davon ab, was ich verdiene und monatlich an Geld habe. Ist ja klar, dass ich als Studentin weniger habe als ein Vollzeitverdiener. Da fallen 30 Euro mehr schon sehr ins Gewicht.

Ich finde diese Erwartungshaltung auch nicht gut. Vor allem dieser "Liebesbeweis" in Geldwert ausgedrückt. Je mehr Geld ich geb, umso mehr Liebe ich die Person bzw umso mehr habe ich sie gerne?

Das ist sehr materiell gedacht. %-|

z/uza


im übrigen finde ich es äußerst schäbig, von einem hartz 4 - empfänger zu erwarten, dass er 35,- zahlt, wenn sein verfügbares geld gerade mal 359,- beträgt, wobei davon ja noch die kosten für strom und wasser sowie telefon abgehen ....

aber an diesem thread sieht man mal wieder, dass wohl so einige nicht nur um des feierns dieses besonderen tages ihre bekannten einladen (um freunde scheint es sich ja größtenteils noch nicht mal zu handeln ...) .... da bin ich doch sehr froh, nicht solche "freunde" zu haben!

macht's gut ....

d\ukex28


hier redet doch nicht wirklich jemand davon, dass man als hochzeitspaar irgendwelche erwartungen haben sollte bzw hat, wieviel geld man geschenkt bekommt sondern vielmehr, wieviel man als gast schenken sollte kann, um das paar finanziell zu unterstützen...dass ein junges paar, welches vielleicht auch noch eine familie gründen möchte usw immer geld gut gebrauchen kann, ist ja wohl nur einleuchtend. keiner meiner bekannten wäre aber enttäuscht, wenn sie nicht viel oder andere geschenke bekommen als geld...wenn ich gegenteiliges mitbekommen würde, wären sie die längste zeit meine bekannten bzw freunde gewesen

A\melxy79


hier redet doch nicht wirklich jemand davon, dass man als hochzeitspaar irgendwelche erwartungen haben sollte

ach nicht ??? :-/

Ich find die Einstellung mancher auch echt krass und materiell....

S#olamxie


Ich war auf der Hochzeit meines Cousines. Das Paar wollte gerne im Ausland feiern und hatte dort ein Haus gemietet. Es gab einfache Zimmer und gutes, selbst hergerichtetes Essen.

Die zwei haben eigentlich wenig Geld, daher hätte ich gerne mehr gegeben, als ich konnte. Im Nachhinein war ich etwas beschämt, andererseits hatten wir alle die weite Fahrt, die mit erheblichen Kosten verbunden war. Außerdem bin ich selbst noch Studentin und es ist nicht leicht, über die Runden zu kommen. Ich habe daher ein kleines Sachgeschenk, das mit einem Spiel verbunden war gegeben, außerdem habe ich ein wirklich schönes (und auch nicht billiges) Buch gebastelt, in dem sich alle Gäste verewigen konnten. Meine (enge) Familie hatte gerade auch sehr wenig Geld, dank Arbeitslosigkeit. Meine Eltern haben trotzdem Geld geschenkt, ich glaube, es waren aber nur 100 Euro für uns alle, was sicher sehr wenig ist.

Ich glaube, ich habe gespürt, dass das Paar, oder zumindest die Frau, nicht zufrieden war, was ich einerseits verstehen kann, falls sie von allen sowenig bekamen. andererseits war es ihre Entscheidung, im Ausland zu feiern, was allen Gästen erhebliche Kosten verursachte. Das haben sie ja für sich gemacht, nicht für mich. Dass man es dann zu spüren bekommt, wenn man nicht das Erwartete gibt, finde ich auf jeden Fall sehr unhöflich, denn gerade weil ich wenig Geld habe, habe ich mich bemüht, das durch besondere Kreativität und Anstrengung wieder auszugleichen.

Wie findet Ihr das?

jzuicxy


ganz ganz blöd. ich finde auch, dass man als heiratendes paar nichts erwarten sollte und sich allerhöchstens über die geschenke und das geld freuen sollte.

okay, ich komm aus polen, da ist die kultur schon noch ganz anders... meine cousine hatte in einem schicken sternerestaurant am see geheiratet, für alle ihre gäste (ca 150) kleine häuschen an diesem see gemietet, es gab ein riesiges minutenlanges feuerwerk, zwei bands, mehrgängige menüs... insgesamt soll die hochzeit umgerechnet 30.000 euro gekostet haben.. naja, dazu muss ich sagen, dass meine familie in polen recht wohlhabend ist. man schenkt dort auch einfach sehr sehr viel mehr geld als hier. sowas wird ein jahr vorher angekündigt und alle sparen daraufhin, besonders die familie. das brautpaar selbst ist für ein jahr ins ausland gegangen und hat nur für diese hochzeit hinaus gearbeitet. meine mama war zb patentante und überhaupt standen wird uns sehr nahe, also haben wir (mama, bruder, ich) trotz anreise ca 2500 euro geschenkt. und das war nun wirklich nicht der höchstbetrag. andere länder, andere sitten ;-) und da schenkt jeder so viel, wie er nur kann.

A!v?a01


@ Zur Erwartunsghaltung...

Huhu!

Also, ich finde das hat nicht unbeding mit "Erwartungshaltung" des Paares zu tun, was geschenkt wird und was das Paar "denkt" zu bekommen.

Hier ist eine bestimmte Summe einfach üblich unter Vereinskollegen, Arbeitskollegen, Nachbarn...also alles ausserhalb der engsten Familie ( da gibts es natürlich mehr bzw zum Teil auch andere Geschenke wie ne Reise oder so) . Man gibt hier nun mal als Paar 50-60€. Das ist so ziemlich auf jeder Hochzeit so ( da auch fast alle auf dem Saal mit 2mal Essen, Musik etc feiern).

Folglich ist dem Hochzeitspaar auch schon so ziemlich klar, was/wieviel es geschenkt bekommt. Was ist schlimm daran? Und in den Kalkulationen spielt das sicher eine Rolle, da man ja weiss womit man als Geldgeschenke "rechnen" kann.

LG,

Ava01

P.S: Ach ja und die Ausnahmen die weniger Geld schenken, werden durch diejenigen wieder ausgeglichen die mehr Geld schenken. ;-)

r>edhOeadl$ove


Soweit ich weiß, wird auf türkischen Hochzeiten auch sehr viel Geld geschenkt ??? Das soll dem Paar den Start in das gemeinsame Leben vereinfachen.

Ich finde, man sollte soviel schenken, wie man zum einen kann.

D.h. ich wäre als Braut einem Harzt 4 Empfänger oder einem Studenten absolut nicht böse, wenn er "nur" mit einem selbtgemachten kleinen Geschenk oder einer Flasche Wein ankommt. Ich will schließlich nicht, dass er dafür den Rest des Monats hungern muss oder so. Das ist nicht Sinn der Sache und wäre doch eher beschämend.

Zweitens finde ich, dass das es auch davon abhängt, wie nahe man sich steht. Bei meiner besten Freundin würde ich nicht nur zehn Euro in einen Kuvert stecken - das wäre mir peinlich. Ich weiß, dass würde sie bei mir nicht tun und ich möchte ihr auch etwas schenken, woran sie Freunde hat und was von Herzen kommt und was außergewöhnlich ist.

Bei einem Nachbarn würde ich das diffenrenzierter sehen. 30 vielleicht auch 40 Euro in einen Kuvert und gut ist.

@ Solamie:

ich hätte dein Geschenk schön gefunden! Die Reisekosten sind wahrscheinlich auch hoch gewesen, dementsprechend ist das okay. Aus meiner Familie wären bestimmt viele gar nicht erst angereist....

cWlaUirext


Irgendwie witzig, dass Vereinshütten als Location für einige nicht romatisch genug sind, aber die Hochzeit wie ein Geschäft zu betrachten, kein Problem. ;-D

Ich würde die Kosten der Hochzeit so kalkulieren, dass ich es mir gut leisten kann. Und diese Summe würde ich dann abschreiben. Wie wenn man einen neuen Kühlschrank kauft: das Geld ist weg. So kann man entspannt feiern und muß sich keine Sorgen über den Cashflow machen. Und vom geschenkten Geld kann man etwas Schönes kaufen und freut sich egal wie viel es ist.

Wenn jemand eine Prunkhochzeit mit über 100 Leuten auf einem Schloß mit Kutsche und Designerkleid feiern will, dann ist das wunderbar, aber das Paar sollte es sich leisten können. Mein Geschenkbeitrag richtet sich nach meinen finanziellen Verhältnissen, dem sonstigen Aufwand (Anfahrt, Hotel), der Nähe zum Brautpaar und der Situation des Brautpaars, aber kaum danach was für ein Event mir geboten wird. Schließlich erfüllt das Brautpaar sich damit seinen persönlichen Lebenstraum und nicht meinen. Die Events, für die ich zahle, suche ich mir selber aus.

HDimbeeGre83


@ Clairet

Das war gut ;-D In dir steckt eine Wirtschaftswissenschaftlerin oder? ;-D

Sgorvaya13979


Soderla, einen letzten Beitrag kann ich mir nicht verkneifen, bevor ich mich aus diesem Faden verabschiede und meine Energie anderswo verballere:

Wenn ich überlege, wie oft und wie viel ich schon geschenkt habe, zum Beispiel zu Geburtstagen von Freunden, völlig unabhängig davon, ob gefeiert wurde oder nicht - einfach, weil es mich gefreut hat, der beschenkten Person eine Freude zu machen... Oder wenn ich überlege, wie oft ich schon wundervolle Geschenke bekommen habe, auch unabhängig davon, ob ich eine große Party geschmissen habe oder nicht, einfach weil es da Leute gibt, denen ich am Herzen liege... Dann frage ich mich, wieso ausgerechnet in einer Situation, in der die beschenkten Personen ein großzügiges Geschenk mehr denn je gut gebrauchen können, plötzlich jeder Cent so verdammt wichtig ist? Als Gast einer Hochzeit steht mir die Freude des Brautpaares im Mittelpunkt. Bei einigen Beiträgen hier hat man das Gefühl, es wäre eine Bürde, zu einer Hochzeit eingeladen zu werden...

Vielleicht ist das Mysterium "Geld" einfach das Problem? Vielleicht neigt man bei Sachgeschenken eher dazu, zu sagen: Ach, aber ich weiß, dass er / sie sich freut, dann gebe ich halt 20 Euro mehr aus als geplant... Mag sein. Aber auch das kann ich nicht so ganz nachvollziehen.

Was mich im Übrigen zu der Aussage veranlasst hat, dass die meisten Brautpaare mit dem geschenkten Geld kalkulieren? Ich veranstalte hauptberuflich Hochzeiten und höre oft genug: "Sobald wir die Geschenke auf die Bank gebracht haben (besonders beliebt bei Bänkern sind ja diese ganzen netten Münzsammlungen... ;-D) überweisen wir Ihnen den Rechnungsbetrag."

j>uicy


soraya, das problem, warum du diese "knauserigkeit" bestimmter hochzeitsgäste einfach nicht verstehst, ist vielleicht, dass du dir einfach nicht vorstellen magst, dass es menschen gibt, die auf die 20euro echt angewiesen sind und für die es eine riesen summe ist. und damit meine ich nicht nur schüler, studenten und arbeitslose. manche (oder eben wie nach studien belegt wird, viele) haben eben nicht mal dieses "Kleingeld" übrig. da kommt die überlegung auf "kauf ich mir jetzt was für die nächsten paar tage was zu essen oder vergebe ich das geld?". du kannst dir sicher sein, dass, wenn ein mensch viel geld hätte, dass er einen nicht kleinen betrag davon bestimmt auch mit freuden geben würde, um dem hochzeitspaar ein bisschen finanziell zu helfen. umso mehr, wenn es gute freunde sind, die heiraten.

bei deiner aussage kommt mir das echt typisch vor... natüüüürlich muss man nicht auf die 20euro hin oder her achten - wenn man das geld hat. und man sollte tolerant sein, wenn in beiträgen anderer user steht, dass sie eben weniger bazheln würden als man selbst. denn geld ist nie ein problem - wenn man es hat. hier geht es darum, einfach herauszufinden, was jeder mehr oder weniger so gibt. und da ist es doch logisch, dass sich da manche angaben sehr unterscheiden.

hm... bei deinem beruf hast du sicherlich mehr ahnung davon, wie die leute ihre hochzeit so finanzieren. nur ich denke, menschen, die sich nen weddingplaner engagieren, haben auch schon genug geld. nur was, wenn plötzlich mal nicht so viel geld am ende der feier herausspringt und ein fettes minus dort steht, weil man mit bestimmen beträgen kalkuliert hat? schickt man dann einen bösen, zynischen dankesbrief an die gäste oder meldet sich nie wieder bei denen?

S9orayXa197.9


Juicy

Zefix, ich kann's nicht lassen... ;-D Nein, aber weil du mich direkt ansprichst, mag ich natürlich auch noch einmal antworten:

dass du dir einfach nicht vorstellen magst, dass es menschen gibt, die auf die 20euro echt angewiesen sind und für die es eine riesen summe ist.

Doch, ich mag es mir vielleicht nicht vorstellen, aber ich weiß, dass das so ist. Meine beste Freundin hat ein abgeschlossenes Studium, hat danach nie einen Job bekommen und lebt von Hartz4 und Halbwaisenrente. Ich weiß, wie weh ihr 20 Euro tun und ich weiß auch, dass sie kein Einzelfall ist. Diese Fälle habe ich in meinen vorherigen Postings bewusst einige Male ausgenommen. Das gibt es häufig, aber das ist nicht die Regel. Würde ich morgen heiraten (ich hab' mir das gerade mal so überlegt), dann gäbe es auf meiner Hochzeit 2 Arbeitslose (inklusive ihr) und einen Studenten. Verstehst du, was ich meine? Wer die Möglichkeit dazu hat, sollte freigiebig sein - und nicht rumpöbeln in der Richtung "Ist doch mir wurscht, wenn die so gediegen feiern wollen, dann ist es doch deren Pech...

bei deiner aussage kommt mir das echt typisch vor... natüüüürlich muss man nicht auf die 20euro hin oder her achten - wenn man das geld hat. und man sollte tolerant sein, wenn in beiträgen anderer user steht, dass sie eben weniger bazheln würden als man selbst. denn geld ist nie ein problem - wenn man es hat. hier geht es darum, einfach herauszufinden, was jeder mehr oder weniger so gibt. und da ist es doch logisch, dass sich da manche angaben sehr unterscheiden.

Dann möchte ich aber darauf hinweisen, dass die Diskussion entbrannt ist, als ich gesagt habe, dass das meines Erachtens ein bisschen von der Art der Hochzeitsfeier abhängt.

nur ich denke, menschen, die sich nen weddingplaner engagieren, haben auch schon genug geld. nur was, wenn plötzlich mal nicht so viel geld am ende der feier herausspringt und ein fettes minus dort steht, weil man mit bestimmen beträgen kalkuliert hat? schickt man dann einen bösen, zynischen dankesbrief an die gäste oder meldet sich nie wieder bei denen?

Ich bin kein Weddingplaner, ich arbeite als Angestellte für einen großen Gastronomiebetrieb, der auch über einige Catering-Locations verfügt. Und nein, ich glaube nicht, dass daran Freundschaften zugrundegehen - wer keine Resourcen hat, braucht sowieso nicht groß Hochzeit zu feiern. Aber, und dabei bleibe ich: Dass sich ein Brautpaar wohl über etwas großzügigere Geschenke besonders freut, das halte ich für naturgegeben. Und darum sollte es meines Erachtens (und ich schreibe hier gerne noch einmal: NACH MÖGLICHKEIT!) gehen.

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