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Machtlos gegen Missstände/Heim für geistig behinderte Erwachsene

Dge\viaknxt hat die Diskussion gestartet


Hallo liebes Forum *:)

Ich bin heute mal wieder an die Grenzen meiner Möglichkeiten gestossen und hoffe nun, dass ihr mir einen Rat geben könnt. Erst mal muss ich euch jedoch die Situation erklären (versuche mich so kurz wie möglich zu halten).

Ich habe von Januar bis Juli in einem Wohnheim für geistig behinderte Erwachsene als Betreuerin gearbeitet (geplant waren 3 Monate, die Anstellung wurde jedoch verlängert). Leider musste ich schon nach wenigen Tagen feststellen, dass in diesem Heim so einiges schief läuft, betreffend dem Arbeitklima sowie der Versorung der Bewohner. Ich möchte dies kurz auflisten um euch etwas Übersicht geben zu können:

Arbeitsklima:

- Unter den Mitarbeitern sind viele die ständig -wirklich ständig- über andere Mitarbeiter lästern.

- Es wird von bevorstehenden Kündigungen gesprochen, welche jedoch rein spekulativ sind.

- Die Lästereien gehen bis hin zu Verleumdungen. So wird zum Beispiel behauptet, dass eine Mitarbeiterin drogenabhängig ist, wobei es keinen Anlass gibt dies zu vermuten.

- Die Mitarbeiter arbeiten gegeneinander, legen sich absichtlich Steine in den Weg und finden das auch noch lustig, bzw. brüsten sich mit ihren Ideen dem anderen das Leben schwer zu machen.

- Unangenehme Arbeiten werden absichtlich auf andere abgeschoben oder schlicht und einfach nicht erledigt.

- Es wird im Beisein der behinderten Menschen schlecht oder herabwürdigend über andere Betreuer gesprochen.

- ect. pp.

- Es wird schlecht über die Eltern der Betreuten gesprochen, selbst vor ihren Kindern. Die Führungsebene unterhält sich offen über "schwierige Eltern", damit sind jene Eltern gemeint, die sich über das Wohnbefinden ihrer Kinder erkundigen wollen.

Informationspolitik

- Der Betrieb verweigert den offenen Informationsfluss innerhalb der Teams.

- Es werden absichtlich Informationen zurückgehalten, sofern diese sich negativ auf das "Ansehen" der Führungsebene auswirken könnten.

- Die Mitarbeiter werden nicht über für sie relevante Entscheidungen informiert. Die willkürlich erscheindende Kündigung einer langjährigen Mitarbeiterin wurde nicht einmal ansatzweise erklärt (es ist klar, dass wir nicht über die genauen Umstände informiert werden können). Es wurde sogar mit einer Klage gedroht, würde man sich über diese Entlassung unterhalten.

- Administrative Entschedungen sind so gut wie immer nicht nachvollziebar. Der Betrieb hat keine transparente Führung.

- Die Eltern und Versorger der Bewohner werden nicht über das Geschehen im Wohnheim informiert.

- Den Eltern wird absichtlich falsch Auskunft gegeben wenn sie sich über das Befinden ihrer Kinder informieren wollen. Der Betrieb schreibt vor, dass man als Mitarbeiter nur Positives berichten darf, selbst wenn der betreffende Bewohner krank ist oder psychisch angeschlagen. zB. wurde uns gesagt, dass wir den Eltern nicht sagen dürfen, dass ihr Kind um den verstorbenen Grossvater trauert, was ja völlig normal wäre.

- Die Eltern werden abgewiesen oder mit leeren Floskeln "ruhig gestellt".

Administrative Entscheidungen / Regelverstösse

- Regelverstösse werden willkührlich sanktioniert.

Beispiele dafür:

- Ein Mirarbeiter hat vor dem Vorstand zugegeben, dass er einen Klienten mehrmals geschlagen (!) hat, wurde jedoch weder gekündigt noch sonstwie bestraft.

- Eine andere Mitarbeiterin wurde mit sofortiger Freistellung entlassen, weil sie gegen eine nicht bestätige Aktennotiz verstossen hat, die das Praktizieren von fc (gestütze Kommunikation mit nonverbalen Menschen) verbietet. (siehe weiter unten).

- Ein Mitarbeiter erschien mehrmals nicht zur Arbeit (ohne sich abzumelden), verursachte dadurch erhebliche Probleme da die Betreuung kurzfristig abgedeckt werden musste. Dies hatte jedoch nie Konsequenzen.

- Eine Betreuerin wurde aufgrund ihrer Diabetis-Erkrakung entlassen, weil sie 3 Wochen krankgeschrieben wurde. Der Betrieb deklarierte dies als "untragbar".

- Einige Mitarbeiter kommen ständig (!) bis zu 30 Minuten zu spät, es wird jedoch auch dann nicht eingegriffen, wenn dadurch erhebliche Lücken in der Betreuung zustande kommen.

Verstösse gegen die Aufsichtspflicht / Integritätsverletzungen

- Die Klienten werden nicht durchgehend betreut. Es kommt oft vor, dass Betreuer sich untereinander unterhalten und den Raum verlassen. Die Klienten werden währenddessen alleine gelassen.

- Bsp.: Ein Bewohner hat einen unbeobachteten Moment genutzt und ist ausgebüxt. Die Betreuer bemerkten die nicht und wurden von einem Geschäft im Ort über den Verbleib des Bewohners informiert. Die Verkäuferinnen des Ladens sagten aus, dass der betreffende Klient schon über 2 Stunden (!)bei ihnen im Laden war, sie jedoch erst nicht wussten was sie unternehmen könnten. Die Eltern wurden über diesen Vorfall nicht informiert.

- Es kommt häufiger vor, dass Klienten von den Nachbarn "zurückgebracht" werden müssen.

- Die Bewohner werden von einigen Betreuern beleidigt. Sätze wie: "du spinnst", "du bist eklig", "geh weg, ich will dich nicht" fallen des Öfteren.

- Die behinderten Menschen werden wie Kleinkinder behandelt, es wird in "Baby-Sprache" gesprochen, ihre Ängste und Wünsche werden absolut nicht ernst genommen.

- Probleme der Klienten werden unverhältnismässig runtergespielt (zB.: Der Opa eines Klienten ist verstorben, als dieser weinte wurde nur gesagt: "hör auf zu weinen. mach doch nicht so ein theater").

- Ein "Nein" von den Klienten wird auch dann nicht akzeptiert, wenn diese das Recht dazu hätten etwas zu verweigern.

Ihr seht... Es läuft so einiges schief. Mein Problem ist nun, dass ich nicht weiss was ich dagegen unternehmen kann. Ich habe mich in einem Brief an den hiesigen Heimverband gewendet, dieser meinte jedoch nur, dass sie nichts unternehmen könnten, da ich nichts beweise kann. Zugegebenermassen habe ich wirklich nicht mehr als meine Aufzeichnungen (ich habe alles haargenau dokumentiert mit Datum, Zeugen, Situationsberschreibung usw.) und einige Zeugenaussagen von Drittpersonen (Verkäuferinnen, Nachbarn).

Hinzu kommt, dass meine Mutter ebenfalls in diesem Betrieb gearbeitet hat, jedoch entlassen wurde weil sie die gestütze Kommunikation praktizierte, welche durch eine inoffizielle Aktennotiz verboten wurde. Die Kündigung wurde vom Anwalt überprüft und für ungerechtfertigt befunden. Da es sich aber um eine Kündigung mit ordnungsgemässer Frist handelte, konnte sie nichts dagegen unternehmen. Jedoch erhielt sie eine saftige Entschädigung.

Das Problem ist nun, dass niemand meine Beschwerden ernst nehmen will, da man sie für einen "Racheakt" wegen der Entlassung meiner Mutter hält. Natürlich kann ich nicht behaupten, dass mein Urteil überhaupt nicht davon beeinflusst wird, ich bin schliesslich auch nur ein Mensch. Doch gebe ich mir grosse Mühe die Situation objektiv zu beurteilen und ich denke, dass einige der Verstösse gar nicht falsch beurteilt werden können. Tatsache ist, dass die Betreuung nicht gewährleistet ist, egal wie ich es drehe und wende, die Fakten sprechen für sich. Und nein, ich denke mir auch nichts aus, sondern erwähne hier nur diejenigen Beispiele, die ich selbst gesehen und miterlebt habe. Die Dinge von denen ich nur gehört habe, erwähne ich erst gar nicht.

Ich kann auch nicht mit der Führungsebene sprechen, da genau diese Interesse daran hat, dass das Arbeitklima so schlecht bleibt. Es hat wenig Sinn mit der Leitung zu sprechen, da viele Verstösse von dort kommen und die Vergangenheit zeigt, dass sie nur dort eingreiffen,wo sie einen Vorteil für sich sehen.

Ich habe mich mit meinem Anwalt in Verbindung gesetzt, der weiss jedoch auch nicht was ich unternehmen könnte. Den Gang an die Öffentlichkeit hält er jedoch nicht für eine gute Idee... ? Vorallem wüsste ich nicht, wer sich für diesen Fall interessieren könnte.

Ich habe mir auch schon überlegt, ob ich mit den Eltern sprechen soll. Jedoch möchte ich sie nicht noch mehr beunruhigen. Viele der Eltern haben sich mir gegenüber sehr negativ über den Betrieb geäussert, sagten jedoch auch, dass sie nicht wüssten wohin sie ihre Kinder sonst geben sollten. Ich möchte die Eltern wirklich nicht noch mehr unter Leidensdruck setzen...

Ah, entschuldigt bitte diesen wahnsinnig langen Beitrag, aber ich hoffe inständig, dass mir hier jemand weiterhelfen kann.

Auch an die Eltern von behinderten Kinder: Was würdet ihr euch wünschen in einer solchen Situation? Würdet ihr meine Aussagen ernstnehmen können oder möchtet ihr sowas gar nicht erst hören?

Ich danke euch vielmals dafür, dass ihr bis hier durchgehalten habt und wünsche alles Liebe

Antworten
D!reaMx36


Hallo,

Also erstmal finde ich es extrem lobenswert, dass du dich darum kümmerst .. :)^ :)^ :)^

Es gibt oftmals eine Einrichtung der sich oftmal Elternbeirat nennt, also eine Vertretung der Eltern. Dort würd ich es mal zur Sprache bringen, schliesslich sind die Eltern mit leidtragende

Und eine örtliche Presse interessiert sich normalerweise immer mal für solche Thematiken.

:)_

DreaM

D-evi&ant


Hallo DreaM36

Erst mal: Danke viel viel mals für deine Antwort! Ich war schon froh mir das ganze mal von der Seele schreiben zu können. Ich kann hier eigentlich mit niemandem darüber sprechen weil die Personen entweder selbst involviert sind oder sie überhaupt keinen Bezug zu solchen Themen haben, weil sie nie etwas mit solchen Heimen zu tun hatten.

Ich habe mir schon überlegt mich an den Elternvorstand zu wenden, aber die verantwortliche Person -die das dann umsetzen müsste- reagiert schon jetzt nicht auf Beschwerden seitens der Eltern. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie auf eine Beschwerde einer ehemaligen Mitarbeiterin, deren Mutter entlassen wurde, reagieren... :|N

Mit den Eltern direkt zu sprechen wäre für mich die allerletze Lösung, da ich sie wie gesagt nicht noch mehr belasten möchte. Die meisten der Eltern stehen jetzt schon unter unheimlichen Druck, da sie natürlich auch mitbekommen, dass da was nicht stimmt....

Die örtliche Presse zu informieren wäre mir auch schon in den Sinn gekommen. Nur hat mir mein Anwalt davon abgeraten mit der Begründung: Man würde mich dort auch nicht ernst nehmen, selbst wenn es gedruckt wird. Eben halt wegen der Sache mit meiner Mutter. Zudem ginge ich das Risiko ein, dass der Betrieb mich wegen Verleumdung anklagt... Und ja, käme irgend jemand vorbei um meine Anschuldigungen zu überprüfen, würde man sicher darauf achten, dass während des Besuchs alles in Ordnung ist...

Ah, ich weiss echt nicht mehr weiter!

Und ja, ehrlich gesagt habe ich überhaupt keine Lust mich noch weiter mit diesem sch**** Betrieb rumzuschlagen, ich musste schon mit dem Anwalt drohen um überhaupt nur ein angemessenes Arbeitszeugnis zu bekommen >:( . Denn obwohl meine Arbeit immer gelobt wurde und ich mir nichts hab zu Schulden kommen lassen, wurde mir ein mieserables Zeugnis ausgestellt. Sehr wahrscheinlich deswegen, weil ich den Chef immer direkt angesprochen habe, wenn mir etwas Negatives aufgefallen ist, damit habe ich ihn wohl beleidigt... Naja ok, ich habe ihm auch direkt gesagt, dass ich es nicht in Ordnung finde wie er sich verhält.

Ich würde echt gerne endlich mit diesem leidigen Thema abschliessen aber ich hätte ein wahnsinnig schlechtes Gewissen wenn ich das tun würde. Den Bewohnern und den Eltern gegenüber...

Liebe Grüsse und danke nochmals!

S3tanFX


Hallo!

Hört sich ja übel an, nach Vetternwirtschaft und Schlimmerem.

In meinen Augen ist es unverantwortlich das den eltern nicht die Wahrheit mitgeteilt wird. Die GL hat sicher Angst Kunden zu verlieren.

Auch der Knaller: jemand kümmert sich um einen Hilfebedürftigen (gestützte Kommunikation mit Nonverbalen) und wird entlassen :-o.

Das Heim und die Vrogänge sollten dringend einer genauen Untersuchung unterzogen werden. Dabei sollten entsprechende Mitarbeiter den Mut haben "den Mund aufzumachen", auch auf die Gefahr hin den Job zu verlieren - Schutz von Hilfebedürftigen steht hier an erster Stelle.

MfG.

G!lücGkswge'ixb


Oh mein Gott!!!:-o

Was ist das denn für eine Einrichtung?

Ich bin Heilerziehungspflegerin, arbeite seit 16 Jahren in diesem Beruf und bin froh, dass ich IMMER Glück hatte mit meinen Arbeitgebern.

Was ist mit der Heimaufsicht?

D{eviqawnt


In meinen Augen ist es unverantwortlich das den eltern nicht die Wahrheit mitgeteilt wird. Die GL hat sicher Angst Kunden zu verlieren.

Ja, leider... Es schwirrt zudem das Gerücht rum, das die GL Spenden unterschlägt, das wäre ein weiterer Grund für dieses seltsame Verhalten. Aber da will ich echt nicht zuviel sagen, ich kanns nicht beurteilen und möchte das auch gar nicht.

Auch der Knaller: jemand kümmert sich um einen Hilfebedürftigen (gestützte Kommunikation mit Nonverbalen) und wird entlassen :-o.

Ah! Dafür hast du erst mal ein riiiiiiiiiiisen MERCI verdient, ich bin so froh dass ich nicht die einzige bin die so denkt!

Dazu kommt im Übrigen auch noch, dass sie das Ausüben der gestützten Kommunikation nur nachweisen konnten, indem sich der Wohnheimleiter in das passwortgeschützte (!) Benutzerkonto meiner Mutter eingeloggt hat. Er hat über 6 Monate weg ohne ihr Wissen Dokumente aus ihrem Benutzerkonto gesammelt, ihr nie etwas davon erzählt... Während diesen 6 Monaten hatte meine Mutter das jährliche Mitarbeitergespräch, im Zuge dessen wurde sie sehr gelobt und es wurde mehrmals erwähnt, wie gut und zuverlässig sie arbeitet und ihren Pflichten nachgeht, Zusatzarbeiten übernimmt usw. Es wurde im Mitarbeitergespräch ebenfalls erwähnt, dass sie eine der wichtigsten Bezugspersonen ist für die Klienten (steht so im Protokoll). Vom FC oder der bevorstehenden Kündigung wurde überhaupt nichts gesagt, es wurde auch sonst nichts beanstandet obwohl der Entscheid der GL zu diesem Zeitpunkt schon stand... >:(

Das Heim und die Vrogänge sollten dringend einer genauen Untersuchung unterzogen werden. Dabei sollten entsprechende Mitarbeiter den Mut haben "den Mund aufzumachen", auch auf die Gefahr hin den Job zu verlieren - Schutz von Hilfebedürftigen steht hier an erster Stelle.

Ja klar... Aber wo soll ich mich noch melden? Der Heimverband des Kantons macht keine Anstalten mir zuzuhören oder schickt mich weg. Ein Sachbearbeiter hatte sogar den Nerv mir zu sagen, ich solle mich da nicht reinsteigern!:(v

Und naja, durch die mieserable Informationspolitik sind beinahe sämtliche Mitarbeiter völlig "paranoid". Jeder hat das Gefühl der nächste zu sein auf der "Abschussliste", da sie die vergangenen Kündigungen ja überhaupt nicht nachvollziehen konnten. Zudem wird im Team ständig spekulliert wer als nächster gehen muss, Gerüchte werden in Umlauf gebracht ect. Auch die Wohnheimleitung gibt ihr bestes, damit die Mitarbeiter weiterhin nicht wissen so sie stehen... Kurz: Das Vertrauen in den Betrieb und die Leitung ist absolut nicht vorhanden! Deswegen würde sich wohl auch niemand zu den genannten Gegebenheiten äussern. Entweder aus Angst oder weil sie von der Situation profitieren.

Ach ja, ich habe noch 2 Dinge vergessen:

- In der Beschäftigung wird nicht mit den behinderten Menschen zusammen gearbeitet. Die Bewohner werden "abgestellt" während die Betreuer für sich etwas basteln.

-Bewegung in Form von Spaziergängen oder ähnlichem gibt es nur selten und wenn nicht für alle Bewohner.

- Ich habe gesehen, dass einige Betreuer den Bewohnern nur wenig zu Trinken geben und dies "rationieren". Als ich nach dem Grund gefragt habe sagte mir der Wohnheimleiter (!) vor den Klienten: "wenn sie weniger trinken, pissen (!) sie weniger"

Sowas geht doch eindeutig unter Vernachlässigung oder Misshandlung, oder bin ich da total falsch gewickelt?!?

Ich kann wirklich nicht genug betonen wie sehr ich mich bemühe das Ganze so objektiv wie möglich zu betrachten. Klar werde ich von meinen Gefühlen beeinflusst und klar bin ich wütend wegen der Sache mit meiner Mutter, aber ich bilde mir das doch nicht ein? Ich habe wirklich nicht das Gefühl, dass ich überreagiere aber ich werde absolut nicht ernst genommen... :°_

D}eviaxnt


Ich bin Heilerziehungspflegerin, arbeite seit 16 Jahren in diesem Beruf und bin froh, dass ich IMMER Glück hatte mit meinen Arbeitgebern.

Das freut mich! So langsam werde ich nämlich richtig paranoid gegenüber "sozialen" Einrichtungen ^^ Ich war schon mal in einem ähnlich schlechten Team in einer anderen Institution, aber dort hat der Chef dann irgendwann eingegriffen und "aufgeräumt". Fand das super :)^

Was ist mit der Heimaufsicht?

Die interessiert sich nicht für das was ich zu sagen habe. Ich habe denen einen Brief geschrieben, alles so nüchtern wie möglich erklärt und ihnen Kopien meiner Aufzeichnungen gegeben. Erst kam gar keine Reaktion. Als ich dann angerufen habe sagten sie, dass sie Beschwerden von ehemaligen Mitarbeitern nicht bearbeiten können und dass ich ohnehin in einer "besonderen Situation" bin wegen meiner Mutter. Suuuuuper >:(

G_l{ück#sweib


Unglaublich!!!

Ich vermute, es wird nichts anderes übrig bleiben, als den Weg über die Eltern zu gehen.

Wie sieht es mit ner verbündeten Person aus? Es wird doch nicht nur schweigende Mitarbeiter geben.

D_evQiaxnt


Ja wahrscheinlich ist das wirklich das einzige das ich noch tun kann... Aber naja, ich male mir auch da nicht allzuviel Hoffnung aus. Wie ich ja gesagt habe, werden auch die Eltern nicht angehört, ignoriert oder sie werden mit irgendwelchen leeren Versprechungen oder Phrasen abgeschüttelt...

Ich habe nur einmal miterlebt wie eine Mutter ihre Bedenken geäussert hat, sehr höflich und ruhig... Die Wohnheimleitung hörte sich alles gelangweilt an und sagte dann einfach: "wenn das für dich ein Problem ist, kannst du ja versuchen hier in der Gegend einen anderen Platz zu finden". Damit war für ihn die Sache erledigt und die Mutter hatte nicht den Mut nochmal was zu sagen.

Es ist tatsächlich so, dass dieses Heim eines der wenigen ist in der Umgebung und die Eltern nehmen recht viel in Kauf um ihre Kinder nicht kilometerweitweg unterbringen zu müssen.... :-/

Eine verbündete Person hätte ich eigentlich gehabt. Sie regt sich selbst über die Zustände im Heim auf und findet das Ganze schrecklich. Deswegen ist sie für die Eltern eigentlich immer die erste Ansprechperson... Das Problem ist hier leider, dass sie sich momentan in einer Weiterbildung befindet, welche sie natürlich nicht gefährden möchte. Ihr wurde zudem schon öfters gesagt, dass sie sich zurückzuhalten hat, ansonsten würde sich das evtl. auf ihre Anstellung auswirken. Und ehrlich gesagt kann ich sehr gut verstehen, dass man eine langjährige Anstellung nicht gefährden möchte, zumal ihr schon gedroht wurde und sie ja auch gesehen hat, wie schnell es gehen kann...

Es ist doch so, das Betriebsklima führt dazu, dass die Mitarbeiter sich gegenseitig fürchten. Jeder hat Angst der andere könnte ihn anschwärzen und niemand würde sich wagen den Mund aufzutun weil sie befürchten, sie könnten ebenfalls "einfachso" rausgeschmissen werden...

S@ta>nX


Das ist in meinen Augen die klare Beschreibung einer "Horroreinrichtung" deren Dunkelziffer bestimmt sehr hoch ist.

Leider habe ich keine Ahnung wie du es public machen kannst. Ein Weg wäre die Presse, selbst wenn es nur die Yellow Press ist. Durch einen erscheinenden Artikel würde der Spot auf das Heim geworfen. Problem: du könntest eine Anzeige wegen Verleumdung bekommen. Allerdings brauchen Presseleute ihren Informanten nicht preisgeben, glaube ich.

Falls es zur Prüfung kommen sollte werden einige MA, spätestens unter Eid, ihr Schweigen brechen.

Sauerei...vermaledeite.

D'evUiaLnt


Hey...

Danke auch an dich für deine Antwort... So langsam habe ich an meinem Verstand gezweifelt... Ich habe schon angefangen zu denken, ich würde tatsächlich völlig übertreiben.

Jedenfalls habe ich vorhin nochmal mit dem Heimverband telefoniert, allerdings mit demselben Resultat wie letztes Mal. Sie können/wollen (?) mir nicht helfen und ich habe das Gefühl, dass die sich so langsam aufregen weil ich schon wieder angerufen habe... ??? %-|

Dann meint ihr ich soll mich -entgegen dem Rat meines Anwalts- an die Presse wenden? Hättet ihr denn eine Idee, welches Magazin sich dafür interessieren könnte? Die lokale Presse hier bietet leider keinen Platz für solche Berichte... Oder zumindest hätte ich noch nie soetwas gesehen ...

Und ja, jetzt kommt der egoistische Teil |-o

Ich bin 24 Jahre alt und stecke momentan mitten in meiner Ausbildung (der Arbeitsaufenthalt im fraglichen Heim gehörte dazu). Ich habe auch an der Uni nachgefragt ob sie evtl. wüssten was ich tun kann, aber sie können leider auch nicht helfen...

Jedenfalls muss ich zugeben, dass ich es unbedingt vermeiden will, dass ich angeklagt werde oder dass die fragliche Institution sich bei zukünftigen Arbeitgebern negativ über mich äussern darf. Ich weiss, das ist egoistisch, aber ich möchte meine berufliche Zukunft nicht gefährden und solange ich nicht weiss, dass das nicht passieren kann, möchte ich vorsichtig bleiben. Deswegen möchte ich das Heim auch (noch) nicht anzeigen, da die Beweislast bei mir liegt und ich mir nicht sicher bin, dass ich einen Prozess gewinnen würde. Ich hoffe ihr könnt das verstehen...

SutanxX


Klar...du persönlich solltest die Anzeige auch nicht machen.

Mein Gedankengang war folgender: sollte durch die Presse Menschen darauf aufmerksam werden klagt jemand anderes an.

Vielleicht wäre auch ein anonymer Brief an die Eltern möglich?

m*iss<marpxle9


hallo *:) *:) *:) *:). also, da fehlen mir gerade mal die worte, als ich deinen beitrag gelesen habe. sowas von übel :(v :(v :(v :(v tragen doch die "tollen" mitarbeiter ihren " krieg" auf dem rücken der bewohner aus. na danke!!!:(v :(v

ich bin krankenschwester für psychiatrie, das ist zwar ein kleiner unterschied gegenüber deren bewohner, die du betreust, aber ein respektvoller umgang wird überall gewünscht :-| :-| mann, das hört sich nach vetternwirtschaft an. sag mal, habt ihr keinen betriebsrat oder MAV ??? ??

habt ihr keinen arzt, der die info´s bezgl. der bewohner an die angehörigen ( sprich eltern) weitergibt??

was ist mit dem LRA in eurem ort?? heimaufasichtsbehörde :)z, die können mal einen " kleinen plauschigen besuch " dort machen.

übel finde ich den umgangston, den die mitarbeiter gegenüber den bewohner haben. ist das geschultes personal, fachpersonal ??? :-/ :-/ :-/ lg *:)

D"eqviaxnt


@ StanX

Hmm... Ein anonymer Brief an die Eltern... Sobald sie sich überlegen von wem der kommen könnte, käme ohnehin nur ich in Frage, da die Beispiele ausschliesslich aus diesen 6 Monaten stammen. Zudem kennen und schätzen mich die Eltern wegen meinem direkten Mundwerk ^^ Also wärs ohnehin klar...

Mein Gedankengang war folgender: sollte durch die Presse Menschen darauf aufmerksam werden klagt jemand anderes an.

Vielleicht eine blöde Frage: Wer würde das denn tun? Die Eltern haben Angst keinen anderen Heimplatz zu finden und lassen sich jetzt schon auf der Nase rumtanzen. Die MA machen ohnehin nichts (ob aus Angst oder Profit Interesse) und weder die Leitung noch der Vorstand hätten Interesse daran die Situation zu verbessern, da es so für sie bedeutend angenehmer ist...

@ missmarple9

aber ein respektvoller umgang wird überall gewünscht :-| :-|

Sollte man meinen, ja!

Leider verfügt die Institution über keinen Arzt oder wirklich gut geschultes Personal (das Heim hat insgesamt 8 Bewohner). Die meisten MA sind nicht ausgebildet und haben vorher in anderen Berufsbereichen gearbeitet. Also haben die meisten MA keine weiteren Erfahrungen in diesem Bereich und haben noch nie in einer anderen solchen Institution gearbeitet.

Momentan haben zwei MA eine Weiterbildung begonnen, können die dadurch gelernten Inhalte jedoch nicht umsetzen (die eine interessiert sich nicht dafür und will nur ihren Lohnstand aufbessern, die andere wird vom Wohnheimleiter gemobbt).

Ansonsten gibt es nur eine ausgebildete Mitarbeiterin, welche aber nur sehr wenig Stellenprozent hat und somit das Meiste gar nicht mitbekommt. Man merkt auch deutlich, dass sie von den anderen MA ausgegrenzt wird...

Die Wohnheimleitung hat übrigens nur eine zweitrangige Ausbildung (Privatschule mit mieserablem Ruf). Der Witz am Ganzen ist ja, dass die Wohnheimleitung als Ausbildner für die Lehrlinge fungiert, dies jedoch gar nicht dürfte weil sein Abschluss schlechter ist als die der Auszubildenden. Auch hier greift niemand ein obwohl selbst die Berufsschule davon weiss :-o

Es ging soweit, dass ich eingesetzt wurde um dem Lehrling beim Theorielernen zu helfen weil er in der Schule immer schlechter wurde... Als ich mich mit ihm hingesetzt habe war ich entsetzt über seine schulischen Probleme...

Der Heimverband der Schweiz will sich der Sache nicht annehmen, da ich als Kind meiner Mutter (^^) keine glaubwürdige Aussage machen kann. Da hilft es auch nicht, wenn ich mir ehrlich Mühe gebe die Geschehnisse nüchtern und objektiv zu schildern.

Zudem befürchte ich, dass sich die MA sowie die Führung des Wohnheims am Tag des Besuches der Heimaufsicht sehr wohl zusammennehmen würde. Naja, dann wäre ich erst recht auf verlorenem Posten... Oder?

NganDdanxa


Jedenfalls muss ich zugeben, dass ich es unbedingt vermeiden will, dass ich angeklagt werde oder dass die fragliche Institution sich bei zukünftigen Arbeitgebern negativ über mich äussern darf. Ich weiss, das ist egoistisch, aber ich möchte meine berufliche Zukunft nicht gefährden und solange ich nicht weiss, dass das nicht passieren kann, möchte ich vorsichtig bleiben. Deswegen möchte ich das Heim auch (noch) nicht anzeigen, da die Beweislast bei mir liegt und ich mir nicht sicher bin, dass ich einen Prozess gewinnen würde. Ich hoffe ihr könnt das verstehen...

Das sind sehr berechtigte Bedenken! Wenn Du jetzt unüberlegt "für das Gute kämpfst", kann es mit erheblichen Nachteilen für Dich verbunden sein. Dein Arbeitszeugnis wird möglicherweise vesteckte Hinweise enthalten, und wenn ein zukünftiger Arbeitgeber sich mal telefonisch bei Deinem jetzigen erkundigt (was durchaus immer üblicher wird), kommt Illoyalität gegenüber der Firma (egal wie grausig es da zugeht!) ganz sicher nicht gut.

Die Zustände, die Du beschreibst, kommen in gewissem Rahmen wohl in jeder Einrichtung vor, aber Deine scheint wirklich in allen Bereichen zu haken.

Alles, was Du unternimmst, solltest Du zu Deinem eigenen Schutz anonym tun! Sonst hast Du schnell eine Klage am Hals. Einrichtungen haben extra Anwälte dafür, gegen die Du kaum antreten willst.

Die Eltern der Bewohner aufmerksam zu machen, kann ein guter Weg sein, auch wenn es für diese schmerzlich ist. Aber mach es geschickt, nicht deutlich "aufhetzen". Besser z.B. dafür sorgen, dass sie zufällig anwesend sind, wenn etwas Kritisches geschieht. Anonym die Medien aufmerksam machen kann auch Interesse wecken. Du kannst auch anonym in Internetforen, in denen die Eltern der Bewohner sich möglicherweise austauschen, Hinweise posten. Finde durch Gespräche mit den Eltern raus, ob und wo sie sich im Internet austauschen.

Weitere Möglichkeit: Bewertungsportale im Internet googeln und da Deine Meinung lassen.

Bewertung der Einrichtung als "Arbeitgeber": [[www.kununu.de]]

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