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Schwerbehindertenausweis in Bewerbung angeben?

Jxasmin:da7x5 hat die Diskussion gestartet


Hallo alle zusammen,

ich würde mich gerne in einem Rathaus bewerben und in der Stellenausschreibung steht, dass Schwerbehinderte bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt werden.

Ist es wirklich so, oder muss diese Aussage in der Stellenausschreibung stehen?

Die Stelle reizt mich sehr, aber ich bin so ein bisschen in der Zwickmühle, ob ich meinen GdB mit angeben soll.

Oder würde es reichen, wenn ich meinen GdB beim Vorstellungsgespräch erwähne. (Falls ich eingeladen werde.)

Ich weiß echt nicht, was ich machen soll. Ist mein GdB in diesem Fall eher ein Vor- oder Nachteil?

Wie sind evtl. eure Erfahrungen? Könnt ihr mir einen Rat geben?

lg

Antworten
J3asmin4dap75


*schieb* :)D

K|amxill


Willst du den Job haben oder nicht?

Ich denke mal, du willst ihn!

Also, was spricht dagegen deinen Ausweis schon bei der Bewerbung mit abzugeben. Wenn du die einzige mit Ausweis bist, werden sie doch wohl zu 100% einladen und schauen, ob du ins Team passt.

Ansonsten bist du nur eine von vielen.

Und: Ich glaube sowas muss nicht bei allen Jobausschreibungen stehe. Habe noch nie gelesen "Baggerfahrer gesucht - Shwerbehinderte bevorzugt!" ;-)

J9asm3indaF75


Natürlich will ich den Job, keine Frage. :-D

Allerdings ist es ein Job im öffentlichen Dienst, also einer Stadtverwaltung und dort muss wohl der Zusatz "Schwerbehinderte werden bevorzugt berücksichtigt" stehen wg. der Gleichberechtigung - oder wie auch immer.

Nun habe ich auch schon gehört, dass Leute mit Schwerbehinderung gar nicht erst eingeladen werden, weil wegen Krankheit, Fehltagen, nicht belastbar usw. Ich weiß eben nicht, ob meine Schwerbehinderung in diesem Fall von Vorteil ist oder eben zum Nachteil.

Da ich jetzt verschiedene Meinungen gehört habe bin ich also ziemlich unsicher ob ich es mit angeben soll.

Ich glaube sowas muss nicht bei allen Jobausschreibungen stehe.

Im öffentlichen Dienst glaube ich schon.

Habe noch nie gelesen "Baggerfahrer gesucht - Shwerbehinderte bevorzugt!" ;-)

;-D

Lqex{iuxs75


Da Du Dich offenbar bei einer Behöre bewerben willst, würde ich dien Information der Behinderung und eine Kopie des Ausweise bei der Bewerbung mit angeben.

Ich habe mich selbst einmal auf ein Stelle beworben, bei der meine Qualifikation zu höchstens 50% gepasst hat. Die Tatsache, dass ich aber meine Behinderung angeführt habe, hat zu geführt, dass die Behörde sich erst getraut hat mir eine Absage zu schicken, nachdem Gleichstellungsbeauftrage und Schwerbehindertenvertretung zugestimmt haben.

Da Du aber in diesem Fall wahrscheinlich wohl durchaus die Qualifikation für diese Stelle hast, kann das Deine Chancen nur steigern.

Bei Bewerbungen in der freien Wirtschaft sieht das sicherlich anders aus. Da kommt das ganz darauf an, bei wem ich mich bewerbe.

Ich habe seinerzeit bevor ich meine Bewerbung verschickt habe versucht telefonisch Kontakt zu der Frima aufzunehmen und in dem Gespräch abzuklopfen, wie man auf meine Behinderung reagiert.

P7ampGileEixn


Hallo *:)

Im öffentlichen Dienst glaube ich schon.

Richtig :)z

Ich hab nen GdB von 50 und als ich mich auf meine jetzige Stelle beworben hab, hab ich das durchaus erwähnt & ne Kopie vom Ausweis begefügt.

Wenn so ein Satz in der Stellenausschreibung erwähnt wird ists meistens auch so, dass Schwerbehinderte eingestellt werden, wenn sie dementsprechende Eignungen aufweisen.

Also keine Angst und viel Glück @:)

J-asm*indKa75


Die Tatsache, dass ich aber meine Behinderung angeführt habe, hat zu geführt, dass die Behörde sich erst getraut hat mir eine Absage zu schicken, nachdem Gleichstellungsbeauftrage und Schwerbehindertenvertretung zugestimmt haben.

Ach echt? So "kompliziert" ist das? Man darf Schwerbehinderten nicht einfach so absagen?

Ich hab nen GdB von 50 und als ich mich auf meine jetzige Stelle beworben hab, hab ich das durchaus erwähnt & ne Kopie vom Ausweis begefügt.

Ja, ich habe auch 50 %. Ach echt, gleich eine Kopie vom Ausweis beifügen? Na, dann will ich das mal tun.

Wenn so ein Satz in der Stellenausschreibung erwähnt wird ists meistens auch so, dass Schwerbehinderte eingestellt werden, wenn sie dementsprechende Eignungen aufweisen

Ich hoffe doch sehr. :)z Ich habe wirklich Angst, dass mir meine Schwerbehinderung zum Nachteil ausgelegt werden könnte. :-/ Aber ich werde es bei der Bewerbung mit angeben.

Also keine Angst und viel Glück

Danke schön. @:)

cFhicaC bapndita


Nein, es muss nicht extra erwähnt werden!

Es gibt in Deutschland ein Arbeitsgesetz, welches sich allgemeines Gleichbererichtungsgesetz nennt.

Darin steht, dass man bei den Arbeitnehmern nicht nach Rasse, Sexualität, Behinderung, Religion, etc..... unterscheiden darf.

Ich würde aber auch eine Kopie des Ausweises mitschicken, da ich deine Chancen dann höher einschätze, da ein Arbeitgeber für Behinderte, glaube ich, sogar Förderungen bekommt.

P~am.pilGein


für Behinderte, glaube ich, sogar Förderungen bekommt.

Ja das stimmt.

Also bzw. muss er nen "Ausgleich" zahlen, wenn er keine Schwerbehinderten beschäftigt. Wenn ers tut, spart er sich die Kosten quasi.

Jzasminwda7x5


Nein, es muss nicht extra erwähnt werden!

Das heißt also, ich brauche es im Anschreiben nicht erwähnen, aber eine Kopie des Ausweises soll/kann ich beifügen?!?

ag.fi9s{h


@ chica bandita

Nein, es muss nicht extra erwähnt werden!

Es gibt in Deutschland ein Arbeitsgesetz, welches sich allgemeines Gleichbererichtungsgesetz nennt.

Darin steht, dass man bei den Arbeitnehmern nicht nach Rasse, Sexualität, Behinderung, Religion, etc..... unterscheiden darf.

Öffentliche Arbeitgeber sind sogar gesetzlich verpflichtet, einen Unterschied zu machen. Wenn sich ein schwerbehinderter Mensch auf eine Stelle bewirbt und den fachlichen Ansprüchen entspricht, muss er zumindest zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden. (das verstekct sich hinter "werden bevorzugt berücksichtigt". Die können Dich dann natürlich immer noch ablehnen, aber eben nicht auf Grund Deiner Behinderung).

Wenn man sich das Ganze im schönen Beamtendeutsch durchlesen will: [[http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_9/]] (bes. §82)

cUhicaP ban/dita


ok, soweit haben meine kenntnisse dann doch nicht gereicht ;-)

hatten nur grad das thema arbeitsgesetze in der ausbildung gehabt und daher waren es die aktuellsten informationen, die ich dazu hatte...

aO.fixsh


chica, im Öffentlichen Dienst ist alles etwas anders. ;-D

l=itt:lexandy


Praktisch wird es so sein, dass ein Arbeitgeber/Chef dann nach fachlichen Begründungen suchen muss, um dich nicht einzuladen, wenn er/sie generell etwas gegen Mitarbeiter mit Behinderung hat. Wer niemanden mit Behinderung einladen möchte, hat da trotz AGG usw. genug Möglichkeiten, das zu unterbinden. Im Gegenzug kann man sich natürlich fragen, ob man bei so einem Chef dann überhaupt arbeiten möchte...

J(asmSindax75


Praktisch wird es so sein, dass ein Arbeitgeber/Chef dann nach fachlichen Begründungen suchen muss, um dich nicht einzuladen, wenn er/sie generell etwas gegen Mitarbeiter mit Behinderung hat.

Das meinte ich ja die ganze Zeit.

Entweder denkt der Chef: "Och, fachlich ganz gut, aber leider behindert. Tja, Pech gehabt."

Oder: "Mensch, fachlich ganz gut und auch noch behindert. Prima."

Ich kann es drehen und wenden wie ich es will, letztendlich mache ich es sicherlich sowieso falsch. :-(

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