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Schwerbehindertenausweis in Bewerbung angeben?

rYespekTtlos~exr


@ Der_Froehliche

Bezugnehmend auf das Thema:

Du hast mir eine PN geschickt.

Darauf antworten kann ich leider nicht, weil Dein Postfach deaktiviert ist.

Das solltest Du vielleicht mal ändern, sonst kann dir keiner antworten. Schade!:-/

_oBli<zza_


Vielleicht wurde es schon erwähnt – wenn man dir den Personalbogen gibt, der etliche Seiten umfassen kann, dann steht dort vermutlich auch die Frage ob man eine Behinderung hat.

Ich habe den Faden mal hochgeholt, da ich in einer ähnlichen Situation bin wie die TE. Ich suche nach einer neuen Anstellung und habe seit März diesen Jahres einen GdB von 50%, aufgrund eines Karzinomes im Anfangsstadium und der darausfolgenden OP.

Mir geht es inzwischen sehr gut, ich bin fit und ein sportlicher Typ, man sieht mir auch nichts an :-) . Ich habe nächste Woche ein Vorstellungsgespräch (kein öffentlicher Dienst) und frage mich nun, wie ich mich hinsichtlich der Schwerbehinderung verhalten soll. Da ich befürchte, bei freiwilliger Angabe meines GdB gleich durch das Raster zu fallen, möchte ich dazu zunächst nichts sagen. Wenn mir nun ein Personalbogen vorgelegt werden sollte – MUSS ich wahrheitsgemäß angeben, dass ich schwerbehindert bin? Generell verheimlichen möchte ich es auch nicht, da ich mich nicht mehr ganz so leistungsfähig fühle wie vor der OP und den zusätzlichen Urlaub gern in Anspruch nehmen würde.

Wie geht man also strategisch am besten vor? Wie macht ihr das?

Danke vorab. *:)

__BSliKz;za_


Fragerecht bei Einstellung – Offenbarung einer Schwerbehinderung [Bearbeiten]

Ob eine anerkannte Schwerbehinderung bei einer Einstellung unaufgefordert zu offenbaren bzw. auf Nachfrage etwa in einem Personalbogen oder bei Vorstellungsgesprächen anzugeben ist, war früher umstritten. Nach ganz überwiegender Auffassung in der neueren Fachliteratur sowie der neueren obergerichtlichen Rechtsprechung ist aber jedenfalls seit der gesetzlichen Neuregelung des Antidiskriminierungsrechts durch § 81 Abs. 2 Satz 2 SGB IX n.F. in Verbindung mit dem AGG die "tätigkeitsneutrale" Frage nach einer Schwerbehinderung (entgegen der früheren Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts zur alten Rechtslage vor dem 1. Juli 2001) unzulässig bzw. diskriminierend und darf daher, wenn sie gestellt wird (ähnlich wie die Frage nach einer bestehenden Schwangerschaft), ohne Rechtsfolgen auch dann verneint werden, wenn formell die Schwerbehinderteneigenschaft amtlich festgestellt ist. Zulässig bleiben aber weiterhin konkrete arbeitsplatzbezogene Fragen, die sich auf die gesundheitliche Eignung eines Stellenbewerbers für eine bestimmte Stelle und die damit ggf. verbundenen besonderen gesundheitlichen Anforderungen beziehen. Da aber dann zukünftig ein Arbeitgeber nicht mehr erfahren würde, ob und wie viele schwerbehinderte oder gleichgestellte behinderte Menschen er beschäftigt und deshalb (bei jahresdurchschnittlich monatlich mindestens 20 Arbeitsplätzen) verpflichtet bliebe, die gesetzliche Ausgleichsabgabe zu bezahlen, obwohl er die gesetzliche Beschäftigungsquote tatsächlich erfüllt, wird vereinzelt in der Fachliteratur eine Verpflichtung der Arbeitnehmer angenommen, die Tatsache ihrer anerkannten Schwerbehinderung jedenfalls nach Ablauf der sechsmonatigen Wartezeit, nach der der besondere Kündigungsschutz greift, dem Arbeitgeber zu offenbaren.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Schwerbehindertenrecht_%28Deutschland%29#Besch.C3.A4ftigungspflicht_des_Arbeitgebers Quelle]]

Das hab ich grad gefunden. Demnach müßte ich also zunächst nicht zugeben, dass ich einen GdB habe..

_nBli8zza_


Hat keiner einen Tipp oder kann mir von aktuellen Erfahrungen berichten? Ich hab das Bewerbungsgespräch Anfang der Woche.

*:)

nDaja&nVaguxt


Ich habe nächste Woche ein Vorstellungsgespräch (kein öffentlicher Dienst)

Da würde ich die SB nicht erwähnen. In der freien Wirtschaft sind die Nachteile vermutlich größer – man hat Angst vor Fehltagen, Kündigungsschutz etc. Ob du lügen willst, wenn du konkret gefragt wirst, würde ich mir sehr gründlich überlegen. Wenn du langfristig den Schutz deines GdB in Anspruch nehmen willst, wird man es dir wahrscheinlich übel nehmen, wenn du vorher gesagt hast "nö, sowas hab ich nicht."

Du merkst, ich eiere auch rum, es gibt nicht die eine einzige Handlungsweise-

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