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Meine zweite Chance - ein Medizinstudium?

LyamalYeixn hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

ich bin mit meinem job ziemlich unzufrieden. ich habe studiert und anschließend angefangen zu arbeiten...jetzt weiß ich, dass ich mit spätestens 40 nicht mehr im büro arbeiten möchte...es ist nicht meine welt. ich bin 30.

Ich würde gerne nochmal studieren...medizin evtl. sogar...jedoch frage ich mich, wie man sowas finanziert und ob es sinn macht, sich darauf einzulassen. 6 studium ohne geld...ein hartes studium...wie finanziert man sich ein zweitstudium, wenn man keine rücklagen hat?

Interesse an diesem studium war eigentlich schon immer da. habe auch mit 18 mal ein praktikum im krankenhaus gemacht und war voll begeistert. allerdings hat mich mein alter und meine angst davon abgehalten, dieses studium zu beginnen. hinzu kam eine psychotherapie (panikstörung mit klinikaufenthalt), welche mich mit 20 sehr beschäftigt hatte...nach dem klinikaufenthalt wollte ich was komplett artfremdes machen und habe mich von einem studium im naturwissenschaftlichen bereich komplett verabschiedet...doch allmählich komme ich zu meinem startpunkt zurück.

Hat jemand von euch medizin als zweitstudium studiert? Oder etwas anderes ? Wie hat das mit der Finanzierung funktioniert?

Im Moment ist das nur ein Hirngespinst und ich will einfach 100% sicher sein, dass es das richtige ist. Ich schaue mir immer wieder OPs im Netz an und finde das total spannend...außerdem mag ich Kliniken, auch wenn ich schon selbst Patient war und es mir schlecht ging...aber ich mag die Atmo und das Leben darin. Auch den Geruch zum Beispiel...das Arbeitsumfeld...außerdem habe ich ein großes interesse an den medizinischen wissensgebieten.

2010 - ein neues Jahrzehnt?

Lg,

Lama

Antworten
d{uke2x8


also mit 30 noch medizin zu studieen finde ich angesichts dr studiendauer inkl. facharzt schon recht heftig. kennst du denn jemand, der medizin studiert bzw kürzlich studiert hat?

H lyodyn


Ich schaue mir immer wieder OPs im Netz an und finde das total spannend...außerdem mag ich Kliniken, auch wenn ich schon selbst Patient war und es mir schlecht ging...aber ich mag die Atmo und das Leben darin. Auch den Geruch zum Beispiel...das Arbeitsumfeld...außerdem habe ich ein großes interesse an den medizinischen wissensgebieten.

Hört sich doch fast so an, als wärst du dir eigentlich schon sicher, oder? Die Finanzierung bekommst du schon irgendwie hin. Jobben geht immer. Ich würde sagen versuchs einfach! Wenn du es nicht machst, wirst du dich immer fragen: "Was wenn ich damals studiert hätte?" "Warum hab ich es nicht gemacht?" Würde zumindest mir so gehen.

F0ab0bexs


Hey Lamalein,

ich bin 20 und werde in den nächsten Jahren mein Medizinstudium beginnen. Grundsätzlich denke ich ist es nie zu spät sich umzuendscheiden und das zu tun was man sich wirklich wünscht. Wenn es dein Wunsch ist Medizin zu studieren, dann tue es. Hier in Luxemburg gibt es Studentendarlehen, heisst der Staat bezahlt das Studium, und nach dem Studium sobald man eine Festanstellung hat zahlt man es zurück, bei einem Zinssatz von unter einem Prozent. Vielleicht gibt es bei euch ähnliche Projekte vom Staat? Erkundige dich doch mal welche Möglichkeiten der Staat dir bietet!

Bedenke dabei allerdings auch dass auch der Beruf des Arztes mit sehr viel Papierkram verbunden ist.

Tue das was dir Spaß macht, lebe dein Träume, und wenn du mit 30 noch einmal studieren willst, dann tu es.

Lg,

Fabbes

Lgamalxein


@ duke

... 2 leute könnte ich fragen, weil die zumindest angefangen hatten damit, allerdings kennen die mich nur von früher und ich finde sowas immer schwierig, mich dann von denen auch noch beraten zu lassen. in den jahren hat sich einiges geändert und ich möchte nicht hören: naja, meinst du wirklich, dass das richtige für dich ist?

bin ja schließlich alt genug und mache mir nicht aus jux und dallerei darüber gedanken. ob es das richtige studium ist, muss ich selbst entscheiden.

mir gehts hierbei vor allem um den finanziellen aspekt. soweit ich weiß, müsste man nur die 6 jahre ohne verdienst auskommen. in der facharztausbildung bekommt man schon gehalt, oder? im netz konnte ich dazu nicht wirklich informationen finden, die eindeutig waren.

ich möchte auch nicht vermitteln, dass ich das nur wegen dem geld mache oder nicht mache...klar ist die leidenschaft wichtig...allerdings will ich weder meine eltern noch den staat noch die bank in die finanzielle pflicht rufen...ich verdiene in meinem momentanen job einigermaßen geld...was ich aufgeben würde, wenn ich zumindest die grundversorgung während des studiums gewährleisten könnte...

S8chwafrzews 6Bl3uxt


Oder etwas anderes ? Wie hat das mit der Finanzierung funktioniert?

Ja, bin mit 34 Jahren noch einmal studieren gegangen. 1. Manko, du kannst dich bei der gesetzl. Krankenlkasse nicht als Student melden, das geht nur, wenn du unter 30 bist. Das heisst du musst den Grundsatz zahlen, ca. 136€ im Monat. Bafög gibt es keines mehr, aber du kannst Wohngeld beantragen, habe ich bekommen. Ansonsten hatte ich einen Vater, der mich mitfinanziert hat (200€ im Monat). Eine Firma, die gefördert hat mit einem Darlehen 10.000€ und einen 400€ Job. Viele Banken bieten ebenfalls Darlehen zu guten Konditionen an, sprich Studienkredit.

a0gne}s


Wir haben eine Dame, die im zarten Alter von 46 mit dem Studium fertig geworden ist - alles eine Frage der Motivation.

[[http://www.walesonline.co.uk/news/health-news/2008/07/21/taking-the-fast-track-to-becoming-a-doctor-91466-21374837/]]

LWama`leixn


wow...danke, dass schon so viele geschrieben haben.

@ hlodyn

"Was wenn ich damals studiert hätte?" "Warum hab ich es nicht gemacht?" Würde zumindest mir so gehen.

Das stimmt...ich werde zwangsläufig etwas tun müssen, weil ich wie gesagt mit 40 auch nicht mehr im büro sitzen möchte...ich glaube, dass ich dann seelisch kaputt gehen würde...oder es dann spätestens bin.

@ fabbes

Vielleicht gibt es bei euch ähnliche Projekte vom Staat? Erkundige dich doch mal welche Möglichkeiten der Staat dir bietet! Bedenke dabei allerdings auch dass auch der Beruf des Arztes mit sehr viel Papierkram verbunden ist.

ich habe da schon geguckt...aber in deutschland sieht das alles sehr schlecht aus. im grunde müsste ich bei medizin schauen, dass ich die ersten vier semester komplett finanzieren kann...zumal es auch zeitlich in den ersten 4 semestern recht heavy ist. man muss das 3 monatige klinikpraktikum machen, viel lernen und viele prüfungen schreiben...da ist es sehr schwer in den ersten 2 jahren, was dazu zu verdienen. zumindest konnte ich das im netz lesen. Bidlunsgkredit ist auch eine Variante, aber hat wohl auch gern mal altersgrenzen...normaler kredit ginge auch, ist aber schon eine verschuldung, die man da auf sich nimmt. nach einiger zeit könnte man versuchen, ein stipendium zu bekommen...allerdings muss man da echt ne rakete sein und auch meist irgendwie sozial engagiert sein.

das mit dem papierkram stört mich nicht...wenn man diagnosen und krankenakten schreibt, finde ich das durchaus verträglich arbeitstechnisch. :-)

@ schwarzes blut

in deinem fall hast du unterstützung, was mich wieder bestätigt, dass es finanziell echt schwierig ist...ohne eltern/gut verdienendem Partner/ firma, die unterstüzt etc.

@ agnes

respekt...die dame scheint aber auch ordentlich kohle angehäuft zu haben vorher...vielleicht sollte ich warten bis ich mitte 30 bin und ich einigermaßen geld habe?

alles irgendwie nicht so einfach...voll deprimierend...kann man denn neben dem studium arbeiten, so dass man pro monat mindestens seine 800 euro zusammen bekommt?

d$u^ke2x8


also diejenigen die ich kenne, könnten neben dem medizinstudium niemals arbeiten gehen. dafür muss man einfach viel zu viel lernen. da es sehr sehr umfangreich zu sein scheint. meine schwester studiert medizin und könnte sich neben dem studium und hobby neimals auch nur annähernd vorstellen, zu arbeiten. du musst ja teils den ganzen tag in der uni sitzen, abends lernen, diese pflichtstationen im kH machen usw. ich will es dir keinesfalls schlecht reden, aber es scheint einfach eines der zeitintensivsten studiengänge zu sein, die es gibt.

W)aterlxi


Es lernt ja jeder anders, es gibt auch Leute, denen fällt das zu. Aber stimmt schon, man muss sehr viel auswendig lernen und da reicht es meist nicht, wenn mans verstanden hat, man muss sich wirklich hinsetzen. Aber es gibt viele, die nebenbei arbeiten. Man hat ja auch 3 Monate Semesterferien, das sind bei mir jedenfalls immer Zeiten, wo ich mir vorkomme als verschwende ich Zeit, da kann man sehr gut arbeiten gehn und wenn du schon ausgebildet bist, kannst du vielleicht für die Zeit eine gut bezahlte Stelle finden, wo du dann gleich etwas mehr ansparen kannst.

Auf jeden Fall gibt es Studienkredite.

A|rme-6Fee


Kommt drauf an, warum du studieren willst. Wenn es eine Berufung ist, dann mach es einfach. Wenn es ums Geld geht, lass es! Bis du fertig bist und zum Geldverdienen kommst bist du 40. Dann hast du noch 10 oder 15 Jahre, wo du was verdienst. Mit der ersten Kohle muss du deine Praxis ausstatten. Da sind gleichmal 500.000€ weg. Der Kredit ist der Hammer. Loht sich das für dich ??? Das Verhältnis Ausbildung zu Berufszeit ist einfach zu krass. Falls Du mit 50 oder 60 krank wirst hast du auch nur Ärger, weil die Kedite drücken. Wie immer im Leben lohnt das Ganze nur, wenn man jung anfängt und dann bis 70 oder 80 gesund bleibt. ;-)

c2ha[n4te


Mach es und lass dir bloß nicht einreden, du seist zu alt dafür. Du wirst dich später freuen, wenn du als Ärztin arbeitest, dass du es gemacht hast! :-)

PTantaJni/kerin


Jobben während des Studiums ist stressig (studiere selbst Medizin) aber man bekommt das hin. Man kann auch als Extrawachen arbeiten im KH. Der Stundensatz ist jetzt nicht so hoch, aber man sieht oft einiges und kann lernen dabei teilweise.

Mit 30 gehörst Du zwar zu den älteren, aber bei mir im Semester sind einige Mitte 30 (ich bin im 9ten Semester selbst) und ich finde es ist nie zu spät. In Anbetracht dessen, dass wir bestimmt bis mitte 60 arbeiten müssen hast Du noch lange Zeit, den Job auszuüben. In der Facharztausbildung arbeitet man ja schließlich schon und verdient genug zum Leben.

Keine AHnung, ob es einen Studentenkredit vom Staat gibt, aber lasse Dich sonst mal an einer Uni beraten. Dafür gibt es immer Leute an Universitäten, die Ahnung davon haben.

Guten Rutsch

S}ki4ndxeep


Medizin mit 30 studieren macht m.M nach nur Sinn, wenn man Hausfrau ist, einen Mann oder Eltern hat, die Geld ranschaffen. Weil, wenn du mit dem Studium Geld verdienen willst musst mehr als die 6 Jahre Studium einplanen. Selbst wenn du deine Arztausbildung abgeschlossen hast, ist dein Verdienst nicht berauschend...

Du könntest aber noch evtl. direkt nach dem Studium, ohne Arzt zu sein, für ein Pharmaunternehmen arbeiten.

S0kiBn5dexep


PS: Das Studium ist nicht sonderlich schwer im Sinne von logische Schlüsse ziehen, logisches Denken. Man muss "nur" sehr viel lernen. Mit Fleiß kommt man weit. Elektrotechnik od. techn. Mathematik ist zB. ein härter.

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