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"Ekelgrenze" von Ärzten/Medizinstudenten

nCurSt9e#ph


aha okay, sowas dachte ich mir schon. ich hab meine oma damals kurz vor ihrem tot besucht u als sie dann gestorben war u da roch ich nichts. sie starb in den frühen morgen stunden, von daher weiß ich nicht, ob sie je gerochen hat. ich denke nicht, drum war ich jetzt etwas verwirrt! ":/ hast du anhand des bestimmten geruchs vorausgesehen, dass die menschen sterben oder weil du da etwas "medial" veranlagt bist?

Jfasmi>n;da75


Es ist einfach nur der bestimmte Geruch, der mich wissen lässt, wenn jemand in den nächsten Tagen sterben wird.

"medial" veranlagt

Was bedeutet das genau?

n[urS&txeph


dann hast du ja eine beinders feine nase!

mit medial meine ich, dass du "hellseherisch" weißt, dass jemand stirbt.

n7urStxeph


abgesehen vom geruch, hätte ich der job als krankenschwester dennoch interessiert? oder gab es da noch andere dinge, die du nicht überwinden konntest bzw. die dich sehr gestört haben!

J|asmiknda7x5


mit medial meine ich, dass du "hellseherisch" weißt, dass jemand stirbt.

Nein, so krass ist es nicht.

dann hast du ja eine beinders feine nase!

So wird es sein.

J1asm>iundxa75


hätte ich der job als krankenschwester dennoch interessiert?

Auf jeden Fall.

Wobei es in der Krankenpflege ja viele unangenehme Gerüche gibt.

Nun habe ich während des Praktikums ja nicht sooo viel gesehen, aber ich hätte den Beruf sehr gern erlernt. Mich interessiert das Medizinische sehr.

n)uSrStVeph


ja das geht mir genauso :-) muir wurde auch gesagt, dass ich telent hätte mit menschen umzugehen u sollte doch in die altenpflege! aber ich finde, es ist ein unterschied, meiner oma beim waschen zu hekfen oder sie beim erbrechen zu halten als zig fremde menschen :-/ vor allem hab ich panik, wenn leute sich übergeben :=o denn rein menschlich gesehn, hätte ich sehr gern mit älteren mensch oder auch behinderten zusammen gearbeitet.... blut u co. kann ich sehen, mich ekelt so schnell nichts, aber bei durchfall u erbrochenem hörts auf :-(

J.asmiwnda7x5


blut u co. kann ich sehen, mich ekelt so schnell nichts, aber bei durchfall u erbrochenem hörts auf :-(

Da stimme ich dir zu.

n.urSWtepxh


:-)

-vFlo7rectt:e-


Man macht halt mit der Zeit recht schlechte Erfahrungen mit Alten Heimen

tja... ich arbeite übrigens nicht im altenheim, und war auch noch nie in einem.. hab aber auch schon öfter gehört, dass da manches schief läuft. gibt aber wohl teilweise auch nur eine schwester für 50 pat. unmachbar :(v

außerdem bin ich noch in der ausbildung und könnte sowas sogar erst seit kurzem verhindern.

die pat. mit dem dekubitus wurde zu hause von ihrer tochter "gepflegt! !! wahnsinn oder? sie kam nicht aus dem altenheim..

und der süßliche geruch, von dem hier die rede ist, ist üblich bei krebspatienten. ich weiß nicht, ob der auch so vorkommt (also bei sterbenden) :-/

Jqasmi=ndax75


und der süßliche geruch, von dem hier die rede ist, ist üblich bei krebspatienten.

Ja stimmt, die Leute die ich kannte, starben tatsächlich an Krebs.

ich weiß nicht, ob der auch so vorkommt (also bei sterbenden) :-/

Ich habe es auch schon bei Personen mit anderen Erkrankungen gerochen. Meine Stiefoma z. B. hatte diverse Organschäden, genau wie meine Schwiegermutter und die beiden rochen genauso, kurz bevor sie starben.

Ein Freund von mir hat AIDS und er riecht auch so. :°(

EBhemabligero Nutzier _(#32573x1)


Wobei es in der Krankenpflege ja viele unangenehme Gerüche gibt.

Ich finde auch nach 9 Jahren nicht alles toll und es gibt auch heute noch Dinge wo ich ncith gerade glücklich dabei schaue. Aber ich habe in solchen Situationen immer meine menorin im Hinterkopf die mir in der Ausbildung damals immer gesagt hat, ich soll auf mein Gesicht aufpassen und das nicht verziehen. Denn vielen Patienten ist es auch unangenehm wenn etwas streng riecht (und teilweise können sie ja nichts dafür) und da ist es eben nicht professionell sich anmerken zu lassen, dass man es ekelig findet. Das lernt man aber und das macht die Professionalität aus!

Aber es gibt auch noch den einen oder anderen Geruch den ich so nicht ertrage wo ich mir vorher Wick oder sowas unter die Nase reibe. Aber das ist selten und das sind auch Gerüche die man nicht jeden Tag hat. Das alltägliche wie Urin, Stuhl, Blut, Eiter etc das macht mir schon lange nichts mehr.

und der süßliche geruch, von dem hier die rede ist, ist üblich bei krebspatienten

Das hatte ich einmal in meinem Leben bei einem Vulva CA, gibt es heutzutage nur noch selten. Aber das war sehr weit fortgeschritten, nach außen durchgebrochen und hat absolut widerlich gerochen, da waren wir echt hilflos. Da hat nichts geholfen gegen den Geruch, da musste ich auch wirklich mal rausgehen ...

Aber für gewöhnlich hat man da nicht so die Probleme mit...

A@nvxal


und der süßliche geruch, von dem hier die rede ist, ist üblich bei krebspatienten. ich weiß nicht, ob der auch so vorkommt (also bei sterbenden) :-/

Jup kenne das auch von Krebspatienten im Endstadion. (Immer wider toll wie die Angehörigen sie ob wohl es zwecklos ist zum 1000 mal in die Klinik schleppen lassen und Unterwegs erzählen sie dir dann das sie ein schönes Leben hatten jetzt aber gerne zu Hause im Kreise der Familie sterben wollen. Aber nein man schickt sie noch ein mal auf die Reise damit sie in im Krankenhaus unter fremden sterben.)

Ein weiterer Charakteristischer Geruch ist der bei Leberzierrose.

Die Meisten übertönen dies jedoch gekonnt mit Alkoholischen dünsten und Körperausscheidungen.

(Aber bei Patienten mit Bakterieller Ursache riecht man das doch.)

Srolaxncita


Möchte auch noch einmal anmerken, dass bei einem Medizinstudium bzw. im Arztberuf die "Ekelgrenze" sicherlich nicht die einzige/größte Hürde ist, die es zu überwinden gilt ...

Als ich das erste Mal bei einer OP dabei war, waren die Chirurgen eigentlich schon darauf eingestellt, dass ich (als Frau), da jetzt sowieso umkippe. Das scheint also normal zu sein, dass viele da anfangs noch Probleme haben und sich erst gewöhnen müssen. Ich hatte damit überhaupt keine Probleme und war sehr interessiert alles möglichst genau mitzubekommen, was die Ärzte total gefreut hat. Es war aber auch nichts ekliges (Gebärmutterentfernung).

Ich hatte eher Probleme damit, danach zu sehen, wie schrecklich elend es der Patientin tagelang ging. Und ganz schlimm war für mich, das werde ich nie vergessen, ein Tag auf der Neuro in der Uniklinik, da gab es ein kleines Mädchen, 5 Jahre alt, total lieb und hübsch, wo man wusste, sie wird in ein paar Tagen sterben ... es ist schwierig, solche Dinge "wegzuschalten" ... und da gibt es noch weitaus schlimmere Sachen. Ein Arzt hat im Grunde mit so etwas "täglich" zu tun. Meiner Meinung nach ist das eine schwierige Gratwanderung zwischen Mitgefühl, Professionalität und es nicht an sich persönlich hernlassen.

Ansonsten ist es natürlich auch noch eine Frage der Disziplin. Das Medizinstudium ist extrem aufwändig (ich studiere nicht Medizin direkt, kenne aber sehr viele Medizinstudenten) und man muss es abkönnen, tausende Seiten auswendig zu lernen, auch wenn man von den Dingen denkt, dass sie sinnlos sind und man sie nie im Leben brauchen wird, und sie außerdem 4 Wochen nach der Prüfung sowieso wieder zu 90 % vergessen hat.

Das mit der Disziplin setzt sich dann im Beruf fort. Für den Beruf Arzt muss man leben ...

Aber es ist ein schöner Beruf.

Liebe Grüße von einer Medizin-Naturwissenschaften-faszinierten Studentin @:)

-DFlor5etHte-


was auch wichtig ist: während man beim patienten ist sollte man wirklich keinen ekel zeigen. ich hatte schon oft die situation wo es den patienten so peinlich war dass sie sagten "ich kann nichts dafür" oder "oh gott ist mir das peinlich" und ich sage immer wieder das macht doch nix, ist kein problem.

und während ich es sage, glaube ich es auch. ich glaub nicht dass man mir es schonmal angemerkt hat wenn ich mich geekelt habe. wenns ganz schlimm ist schau ich kurz weg und dann gehts auch wieder.

aber noch viel wichtiger ist: danach darüber reden. es ist ganz normal sich zu ekeln, man muss nicht so tun als wäre alles kein problem. der austausch mit anderen zeigt einem, dass es ganz normal ist.

im übrigen ist ein medizinstudium wirkkich stressig. jedesmal wenn ich meinen bruder anrufe ist er am lernen oder auf dem weg zum nebenjob ;-)

für jetzt würde ich persönlich nicht studieren wollen, aber wer weiß was die zeit bringt :)*

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