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Unhygienische Wohnung

m'auz\i72 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe User,

meine Tochter (14) war gesteren bei einer Freundin (ebenfalls 14). Als ich sie abholte, erzählte sie mir, dass die Wohnung total unaufgeräumt sei und es in der Küche nicht sehr hygienisch wäre, geschweige denn auf der Toilette.

Ich hab sie näher gefragt und sie hat gesagt, dass in der Wohnung alles kreuz und quer liegt, alte Flaschen überall rumliegen, dass das Klo innen schön dreckige Ränder hat, die Klobürste total braun war, der Boden im Bad sehr, sehr dreckig sei etc.

Der Esstisch ist größtenteils von alten Essenverpackungen verdeckt, und außerdem liegen da auch einige Essensreste. Meine Tochter meinte, dass der Tisch schon lange nichtmehr geputzt worden ist. In der Spüle in der Küche sind sehr alte Essensreste, überall Müll und auch die Arbeitsfläche scheinte so, als ob sie lange nicht mehr abgewischt worden wäre.

Auch im Zimmer der Freundin sei es sehr durcheinander. :-/

Ich war geschockt, als ich das hörte. So kann man doch nicht leben?!

Die Freundin wohnt allein mit ihrem Vater in einer 2-Zimmer Wohnung.

Ich denke, dass ist kein Umfeld für ein 14-jähriges Mädl, geschweige denn für irgendeinen Menschen. Ihr Zimmer ist, wie ich geschrieben habe, selber unordentlich, aber ich denke, sie hat es nicht anders gelernt von ihrem Vater.

Zum Vater: mein Mädchen sagte, dass er die ganze Zeit, als sie da war, vorm PC gesessen ist, und in irgendwelchen Gruppen Beiträge geschrieben hat. DEN GANZEN TAG?! Er ist gerade arbeitssuchend. Die Freundin musste sich um alles selbst kümmern. Selbst das Essen musste sie kochen.

Ich hab sie am Anfang als sehr ruhig und schüchtern erlebt. Meine Tochter kennt sie schon länger und mit der Zeit wurde sie auch aufgeschlossener....

Denkt ihr, ich sollte etwas unternehmen? Und wenn ja, was?

Antworten
mkarikMa stexrn


wäre das kind jünger, denke ich schon, dass man etwas unternehmen sollte. bei einer vierzehnjährigen kann man aber schon von einer gewissen eigenverantwortung ausgehen und da das bestehende system ja so seit jahren zumindest nach außen hin zu funktionieren scheint, wäre eine von außen herbei geführte drastische änderung eher negativ.

I6c8e{bexam


ich denke nicht das eine 14 jährige in der lage ist einen ganzen haushalt zu schmeissen wenn sie einen wohlmöglich depressiven perspektivlosen papa zu hause hat der internet süchtig ist...ich würde vielleicht mal versuchen ganz zwanglos mit dem mädel zu reden..vielleicht kommt man dann hinter die gründe warum das so ist da. @:)

s"uns1hinxey


rede doch mit dem vater, biete ihm deine hilfe an, das mädchen wäre auch alt genug mal die wohnung zu reinigen....zumindest das gröbste :)z

aTlthxea


da würde ich absolut was unternehmen!

bei einer vierzehnjährigen kann man aber schon von einer gewissen eigenverantwortung ausgehen und da das bestehende system ja so seit jahren zumindest nach außen hin zu funktionieren scheint, wäre eine von außen herbei geführte drastische änderung eher negativ.

ähm und nur weil jemand in katastrophalen umständen aufgewachsen ist tut blos nix um das lebens lebenswerter zu machen? diese logik verschliest sich mir und ist nur mal wieder ein zeichen wie scheiss egal einem die umwelt sein kann... auch eine 14jährige ist schützenswert und benötigt dringend hilfe. eben genau deswegen weil sie bestimmte handlungen nicht gelernt hat - worauf jedes kind ein recht hat in meinen augen!

mauzi, ich würde beim jugendamt anfragen - muss ja keine anzeige sein (gibt ja anonyme) aber was die dazu sagen aber wenn du von den umständen weist machst du dich in meinen augen mit schuldig...

das mädel hat gewisse lebenstrukturen nicht gelernt und wenn man nicht handelt wird sie da immer einschränkungen haben. auch scheint der vater überfordert zu sein und braucht wohl dringend hilfe. es gibt vom jungendamt familien hilfe und ich denke das wäre in diesem fall mehr als angebracht.

meine gedanken aber daneben zu stehen und nichts zu tun wärend man von einem misstand weis ist in meinen augen als würde man es selbst machen. würden mehr leute handeln als zukucken würde vieles nicht passieren :)z

W/at7er)lxi


Also das ist eigentlich schon ein bisschen Messie... oder ja, eher depressiv. Ich meine Männer haben es ja eh mit der Sauberkeit meist weniger schlimm als Frauen, aber wenn der alleinerziehend ist, dann ist er vielleicht dazu noch irgendwie überfordert. Ich weiß nicht, ich hab auch manchmal so Phasen, wo ich einfach nicht hinkriege, aufzuräumen. Ich würd allerdings niemanden so in die Wohnun lassen, also mir ist das nicht egal. Deshalb vermute ich auch, dass bei dem Vater vielleicht ne Depression dahintersteckt, da ist das wirklich alles egal und es ist auch erklärbar, warum er so noch Leute reinlässt.

Und ich weiß nicht, wie ordentlich es bei euch ist... es gibt auch unterschiedliche Ansichten von ordentlich. Es gibt durchaus viele Leute, bei denen es einfach immer irgendwie "schmuddelig" ist, ohne dass es gleich Müll ist, was da rumliegt. Flaschen, Essensreste usw. ist aber nicht normal... also das würde keiner als "geputzt" oder "aufgeräumt" verkaufen, auch wenn er nicht alles desinfiziert sondern eher ein schmuddeliger Typ ist.

Solange das Mädchen nicht überfordert ist, wüsste ich aber nicht, was man da machen kann. Ich meine wenn das Kind zur Schule geht, nicht völlig dreckig aussieht oder so, macht das Jugendamt nicht viel. Messie-Behandlungen werden ja auch nicht bezahlt. Ihr könnt es aber mal versuchen, vielleicht nimmt der Vater die Hilfe für sich ja auch gerne an.

L8ady6JPS


also die zustände hören sich garnicht gut an.

zuerst an marika: nur weil das mädel "schon" 14 ist,heißt es nicht, dass man da nichts ändern brauch.

ok, genauso wirst du es wahrscheinlich auch nicht gemeint haben, wenn ich darüber nachdenke.

aber es wirkt, als ob du sagen möchtest, dass man da besser die finger von lässt....

Mir werfen sich mehrere Fragen und Gedanken auf:

Wo ist die Mutter von dem Mädchen? (Lebt sie einfach so beim Vater oder lebt die Mutter vllt garnicht mehr, hat die Mutter einfach kein Interesse an der Tochter oder oder oder oder)

Gibt es sonstige Familie des Mädchens oder Bekannte des Vaters, zu denen man evtl Kontakt suchen könnte,

um mehr über die Situation herauszufinden, um sie besser beurteilen zu können und dann ggf weiter Schritte zu überlegen.

Denn nur mit genaueren Informationen, kann man entscheiden, ob man sich definitiv an ein Amt wenden sollte oder ob evtl. persönliche Hilfe möglich ist.

Dazu müssen die Personen aber Hilfe zulassen.

Wichtig ist, dem Mädchen, ohne Belehrend zu wirken, nahezubringen, dass es nicht normal ist so zu leben.

Das ist unter Umständen schon allein durch häufige Besuche ihrerseits in ordentlichen Haushalten möglich.

Vielleicht traut sich die Tochter ja, sie zu ermuntern wenigstens in ihrem eigenen Zimmer etwas mehr Ornung zu schaffen, indem sie ihr Hilfe anbietet.

Eventuell erfährt sie so auch, wie sie sich in ihrer Situation fühlt.

Vielleicht möchte sie ja Hilfe, dann hat sie die Möglichkeit, sich selbst ans Jugendamt zu wenden.#

Vielleicht kann sie ja so eine Familienhilfe in die Wege leiten... Meist wird rücksicht auf die Wünsche der Kinder genommen und versucht eine Lösung zu finden, bei der die Kinder bei den Eltern bleiben können und ihnen geholfen wird.

Und das ist nicht unbedingt eine drastische Änderung von außen.

Zumindest wesentlich besser, als wenn jmd zum Amt rennt, meint sie wird vernachlässig und sie wird ihrem Vater womöglich entzogen.

h%eidix69


hilfe anbieten und dem mädel mal zeigen wie geputzt wird. als ich mal im kh war hat meine 14 jährige auch den haushalt geschmissen u mich besucht u mweine wäschegewaschen, da ich damals noch ohne partner war gings nicht anders. die kleinen waren aber im kinderhotel was die krankenkasse bezahlt hat.

dass das mädel dort jetzt nicht den großputz machen kann ist klar, da wird von außen hilfe gebraucht.

sQcullxie


ich wuerde es dem jugendamt melden,sie koennten hilfe bekommen,z.b.einen familienhelfer

hinter dem messie verhalten steckt oft eine einsamkeit

(oft tritt es verstaerkt nach einer partnertrennung auf)

und eine depression,das denke ich auch..

m9auzxi72


Huch, das ging ja schnell. Danke für die zahreichen Antworten. :-)

@ Icebeam

Am Samstag wollen die beiden Mädls in die Stadt und danach beide noch etwas zu uns. Ich werde die Gelegenheit nutzen, und versuchen mit ihr zu reden.

Die Sache wegen der Depression.... Unsere Kinder gehen in die selbe Klasse und sind beste Freunde. Den Vater kenn ich sehr gut von Elternabenden in der Schule. Er wirkte offen, kontaktfreudig und hat ein gesundes Selbstvertrauen, was ich daran merke, dass er seine Meinung vor anderen vertritt. Er hat auch sehr viel humor..... Ich halte eine Depression für unwahrscheinlich. Vermute eher Faulheit dahinter.

@ LadyJPS

Die Mutter des Mädls ist mit ihrem Stiefvater vor 2 ½ Jahren in die USA ausgewandert.

Zu der ganzen restlichen Familie besteht - nach meinen Wissensstand - kein Kontakt. Und von Bekannten hab ich bisher nicht viel mitbekommen... aber soweit ich weiß, hat der Vater nur virtuelle Bekannte. Sie schreiben PN´s und telfeonieren jeden abend.... Der Vater geht nur zum einkaufen raus.

Wenn sich nichts ändert, werde ich mich auf jedenfall mal beim Jugendamt melden. Und ich lade das Mädel auch mal zum Putz-Tag ein. ;-)

*:)

z=uz@a


warum muss man immer direkt zum jugendamt rennen - sprecht den vater doch mit einverständnis der tochter mal an, ob man einmalig einen putztag veranstalten sollte .... und: auch wenn nach außen alles normal erscheinen sollte, kann eine depression vorliegen!

s(onnean%stern"2


Ich würde auch zuerst das Gespräch mit dem Vater suchen! Weil wenn ihr zum Jugendamt rennt, wird er einfach als erstes den Kontakt zu eurer Tochter verbieten und das ist es doch auch nicht, was ihr wollt, oder? Ich würde da auch sofort den Kontakt blocken, selbst wenn ich wüsste, dass an den Vorwürfen was dran wäre.

Wenn sich eure Töchter doch ganz gut verstehen, nutzt doch lieber die Chance, um ein Vertrauensverhältnis aufzubauen! Wie wäre es z.B., wenn ihr mal die andere Tochter und den Vater auf einen Kaffee einladet (so nach dem Motto: Wenn unsere Kinder soviel zusammen machen, dann können sich die Familien ja mal kennenlernen, damit der andere auch mal weiß, wo die Kinder so "rumhängen")

Vielleicht ergibt sich ja dann im Gespräch mal, ob es wirklich ein Problem beim Vater gibt, aber bitte nicht gleich von selber ansprechen.

Und nicht vergessen solltet ihr, dass andere Familien u.U. auch ein ganz anderes Verhältnis von Sauberkeit haben (bitte nicht falsch verstehen, ich mag es auch gern hygienisch und aufgeräumt), aber man kann eben nicht seine eigenen Ansprüche immer auf Andere übertragen. Deshalb muss die andere Tochter ja nicht gleich krank werden etc. Natürlich ist ihr Vater mit seiner Rumhängerei nicht gerade ein gutes Vorbild....

mpari9ka >st<exrn


so, jetzt hab ich mal mehr zeit und ruhe, um meinen beitrag von gerade eben zu begründen.

ich bin nicht der ansicht, dass ein "dreckiges" zuhause schädlich für ein kind in dem alter ist, wenn sonst alles halbwegs stimmt. da jetzt die jugendamts-maschinerie in gang zu setzen wäre mit kanonen auf spatzen schießen und würde mehr schaden als nützen, da das erstmal extrem viel druck reinbringt.

ich gibt fälle, da ist genau das sinnvoll, aber wie oft jemand seine wohnung putzt, ist privatsache und sollte auch als solche behandelt werden.

was ist der genaue "schaden" den das kind an dem zustand der wohnung nimmt ???

bei kleineren kindern halte ich das durchaus noch für wichtiger, aber bei einer vierzehnjährigen halte ich die nachteile durch einen dreckigen küchentisch für weitaus weniger schlimm als eine erzwungene änderung von außen.

und zu dem "das kind lernt es sonst nicht": das kann ich von mindestens einem fall aus dem freundeskreis nicht bestätigen. bei denen sah es zuhause auf grund der sehr zeitaufwendigen selbstständigkeit der eltern auch alles andere als prickelnd aus - bis auf ein zimmer: ihr zimmer. das mädchen wird ja nicht völlig isoliert in der wohnung groß, sie sieht ja woanders, was "normal" ist und wird sich da, wenn der bedarf besteht, schon nach richten.

kWriskqelvi1n


Krass, jetzt fühlen sich schon Leute berufen, das Amt zu verständigen, wenn die Bude nicht aufgeräumt ist... :-o

LYa^dyxJPS


Die Idee von sonnenstern2 finde ich sehr gut (Kontakt zum Vater aufbauen).

Da Amt zu vertändigen, wenn keine grobe Vernachläsigung vorliegt, würde ich auch nicht.

Nach deinen Erzählungen denke ich, dass dies nicht der Fall ist.

@ Marika Stern

Jetzt kann ich deine Meinung nachvollziehen.

Obwohl ich in einer unsauberen Umgebung dennoch Probleme sehe,

wie z.B. dass das Mädchen keinen Besuch mitnimmt bzw keiner sie besuchen will, dass das Mädchen die "Faulheit" vom Vater übernimmt oder dass sich der Vater im Laufe der Zeit vllt noch zu nem Messie entwickelt.

So etwas kann schnell gehen, wenn man nicht rechtzeitig entgegen wirkt.

Und entgegenwirken kann man mit den von sonnenstern2 genannten Vorschlägen.

Das die Mutter von dem Mädel so weit weg ist finde ich vorsichtig ausgedrückt schade und traurig.

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