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Hartz-IV-Betroffene, wie lebt Ihr?

G$inHny PoIttexr


Das wurde vielleicht nicht ganz deutlich in meinem Beitrag, ich habe nur versucht den Beitrag von Schnattergusche

War auch eher an Schnattergusche gerichtet, hätte ich dazu schreiben sollen. Habe deinen Beitrag zitiert weil dus gut erklärt hast. @:)

T]imbaEtxuku


schnattergusche

Es gibt aber auch genügend Menschen, die aus ganz plausiblen Gründen gar nicht arbeiten können. Die sollten wir unterstützen.

Mal ganz platt ausgedrückt: Wenn es 4 Millionen Arbeitslose gibt und gleichzeitig 500.000 offene Stellen, dann haben 3,5 Millionnen Menschen einen plausiblen Grund, nicht arbeiten zu können. Ich finde auch, die sollten wir unterstützen. :)^

f7ranki= 01


Fluchtgedanke

Es gibt aber genug Arbeit für alle.

Es wird wohl nie Arbeit für jeden geben.

Das ist der wiederspruch!:)z %-|

dXakoIbar


Ich bezog längere Zeit HARTZ 4. Na gut, wenn man auf so ziemlich alles verzichtet, bekommt man seine normalen Nebenkosten bezahlt und isst halt alles vom Discounter.

Urlaub ist gar nicht drin, kein Kino, kein Buch, nichts was sich andere hin und wieder einfach mal gönnen- also die kleinen Annehmlichkeiten des Lebens sind out.

Verstehe nicht ganz wie andere von Alkohol und Tabak leben können, das ist doch ziemlich teuer...

Bewerbungskosten bekommt man meistens erstattet, bei Fahrtkosten für weitere Strecken muss man bei der ARGE einfach betteln gehen.

Ist kein schönes und gemütliches Leben, würde mich niemals freiwillig in dieser sozialen Hängematte ausruhen.

Mittlerweile habe ich momentan einen 800,- Job gefunden. Das ist genauso wie vorher, aber ich habe jetzt ca. 50,- mehr im Monat.

G,inny PSott#er


4 Millionen Arbeitslose gibt und gleichzeitig 500.000 offene Stellen

Tja das versteh ich auch nicht so ganz, unter den 4 Millionen müssten doch welche zu finden sein die diese Jobs ausüben können.

Wegen dieser Tatsache kann man schon auf den Gedanken kommen das es viele Schmarotzer gibt. Trotzdem muss man akzeptieren das einige ortsgebunden sind (zb Kinder, Job des Partners), was zumindest teilweise eine Erklärung liefern würde für die offenen Stellen.

@ frankie,

stimmt schon das Schnattergusches Aussage wiedersprüchlich klingt, er hätte das besser wie Fluchtgedanke formulieren sollen.

T<imbatvukxu


Ginny Potter

Trotzdem muss man akzeptieren das einige ortsgebunden sind (zb Kinder, Job des Partners), was zumindest teilweise eine Erklärung liefern würde für die offenen Stellen.

Genau das ist, unter anderem, der Grund. Wenn du entsprechende Lektüre zum Thema findest, wirst du darin lesen, dass es eine gewisse [[http://de.wikipedia.org/wiki/Sockelarbeitslosigkeit Sockelarbeitslosigkeit]] immer geben wird. Die hat es auch zu Zeiten der Vollbeschäftigung gegeben.

Gjinny? Potxter


Genau das ist, unter anderem, der Grund. Wenn du entsprechende Lektüre zum Thema findest, wirst du darin lesen, dass es eine gewisse [[http://de.wikipedia.org/wiki/Sockelarbeitslosigkeit Sockelarbeitslosigkeit]] immer geben wird. Die hat es auch zu Zeiten der Vollbeschäftigung gegeben.

Definitiv, trotzdem finde ich es merkwürdig das es bei 4 Millionen Arbeitslosen so viele offene Stellen gibt. Weiß eigentlich wer was das so grob für Jobs sind?

p}eb}by


Tja das versteh ich auch nicht so ganz, unter den 4 Millionen müssten doch welche zu finden sein die diese Jobs ausüben können.

das ist gar nicht soo schwer. ich bin z.B. gerade auf der Suche nach einem weiteren Job neben der Uni. Ich war überrascht..

ungelernte Produktionshelfer wurden gesucht. Voraussetzungen: Abitur, Führerschein und Fahrzeug. Ich wüsste nicht, wie ich von 359 Euro im Monat ein Fahrzeug finanzieren soll, das ja erstmal Voraussetzung dafür ist, dass man überhaupt eine Chance hat. und das alles für nen Helferjob. Dazu noch befristet und über eine Zeitarbeitsfirma. Die Firma war übrigens nicht abseits sondern mitten in der Stadt mit prima Busverbindungen - warum man da unbedingt ein Auto braucht, weiss ich immer noch nicht, v.a. da die Arbeitszeiten wunderbar zu den Busverbindungen gepasst haben.

mich würde ja interessieren: sind bei den "offenen Stellen" auch 400Eurojobs dlabei? Davon gibt es ja massig, nur leider kann man nur einen annehmen, weil bei mehr als 400 Euro Abgaben anfallen, weshalb wohl kein AG jemanden auf 400 Euro anstellen würde, der bereits einen 400Euro-job hat (v.a. weil dann bei BEIDEN Jobs die Abgaben anfallen..)

CbhevfylEadsy


Wenn es 4 Millionen Arbeitslose gibt und gleichzeitig 500.000 offene Stellen, dann haben 3,5 Millionnen Menschen einen plausiblen Grund, nicht arbeiten zu können. Ich finde auch, die sollten wir unterstützen.

Da spricht ja auch nichts gegen. Aber nicht welche die von Anfang an die Einstellung haben: warum Arbeiten - lohnt sich doch nicht. Mir / Uns geht es mit Hartz IV doch richtig gut.

ampplCe86x9


Abitur ...für eine Stelle als ungelernter Produktionshelfer ?

Was für eine Firma ist das, denn ?

G$inny2 Potxter


@ pebby,

Dein Beitrag bestätigt meine Aussage das Arbeitgeber oft keine Leute über 40 und/oder ohne Auto usw. wollen. Da es genug Auswahl gibt können sich viele auch diese Einstellung leisten. Teilweise scheint es aber auch zu wenige zu geben die diese Vorraussetzungen erfüllen, von dem her muss man den Arbeitgebern eine Teilschuld geben, das es diese offenen stellen gibt.

sind bei den "offenen Stellen" auch 400Eurojobs dlabei?

Würde mich auch interessieren.

Lroray Ldexy


Schnatterngusche

Das System hinter diesen ganzen Vorgängen ist wieder sehr deutlich, wenn man es erst einmal verstanden hat.

Schön, du siehst also die Mechanismen, die es quasi ja schon verlange, einen schwarzen Peter möglichst wehrloszu präsentieren um von der eigenen Unfähigkeit und Korruption abzulenken. Dann frage ich mich, wie du zu solchen Aussagen kommst, weil Frankie01 der Meinung ist, dass er für Arbeit anständige Bezahlung fordert?

Sie plündern gewissenlos das Sozialsystem und nehmen das Geld, das wir Arbeitenden einzahlen, um die wirklichen Bedürftigen zu unterstützen.

Selbst wenn man der Meinung ist, dass es einige gibt, die es bequem finden sich in der "sozialen Hängematte" auszuruhen, ist es doch relativ schnell ersichtlich, dass es sich beim Ausmaß der tatsächlichen Abzocke hierbei nur um Peanuts handelt. Zumal bei dem Verwaltungsapparat, der mittlerweile existiert, eine tatsächliche Bekämpfung der Ursachen das Worst-Case Szenario wäre. Glaubst du wirklich, dass eine Umschulung Frankie 01 (ich kenn jetzt sein genaues Alter nicht) wieder in Lohn und Brot bringen würde? Lächerlich! Ich habe 2 Leute in meinem Bekanntenkreis, einen LKW Fahrer, einen Hochqualifizierten Maurermeister mit Zusatzausbildung Stukkateur, techn. Zeichner. Bauleitung usw. Beide sitzten momentan in Umschulungsmaßnahmen, man möchte sich schier an den Kopf greifen: Die Schulungsmßnahme kostet ca. 3000,- Euro im Monat, um einen ehemaligen LKW Fahrer fit am PC zu machen und ihm kaufmännisches Rechnen beizubringen, damit er in ca. anderthalb Jahren sicherlich einen mit mitte 50 als Berufsanfänger einen Job im kaufmännischen Bereich findet. :-/

Genau so aberwitzig wie Deine Berechnung zur Ernährung ist diese Geschichte von Dir samit ihrer [[http://www.med1.de/Forum/Beruf.Alltag.Umwelt/515055/14007897/ Fortsetzung]]. Die Fabel ist doch ganz klar, und zieht sich wie ein roter Faden durch Deine Texte. Man soll lieber von ALG2 leben und lauthals jammern, daß es nicht reicht, als eine Stelle annehmen, bei der man zwar mehr Geld bekäme, aber nicht mehr sein früheres Einkommen hat.

was es hierbei an Frankies Aussage zu bemängeln gibt, erschließt sich mir auch nicht wirklich, genau so ist es doch, die Leute werden seit Jahrzehnten darauf getrimmt, das alle den Gürtel engerzuschnallen haben und es tendiert immer mehr in die Richtung, dass derjenige, der für sich in Anspruch nimmt von seiner Hände Arbeit satt zu werden, eigentlich schon exorbitante Ansprüche stellt. Somit wird Branche für Branche langsam kaputt gemacht und die Menschen werden immer mehr gezwungen den gleichen Job für weniger und weniger Geld zu machen und immer mehr an Abgaben zu leisten, um den ganzen Wahnsinn am Routieren zu halten :(v Eine gute Freundin von mir, Grafikerin, studiert, mit allen möglichen Zusatzweiterbildung auf eigene Kosten wurde vor ca. 4 Jahren entlassen, zusammen mit 4 ihrer Kollegen. Ca. 2 Wochen nach der Kündigung bekamen alle gekündigten einen Änderungsvertrag angeboten, mit einem Drittel weniger Gehalt. Neuen Job? vergiss es, ihr wurde von potentiellen Arbeitgebern gesagt, ein so breites Spektum an Qualifikationen könne nicht stimmen. Mittlerweile gibt sie als Mitarbeiterin einer Umschulungseinrichtung Unterricht in Sachen PC-Grundlagen und Grafikgrundkennnissen an ehemalige LKW Fahrer, die dann hinterher sicherlich in der Lage sind, ihren ehemaligen Job billiger und besser zu verrichten. Ach ja, außerdem bezieht sie ergänzende Aufstockungszahlungen vom Amt. Ich könnte die Liste ewig weiterführen, und das ganze funktioniert nur, weil es eben Menschen gibt, die auf den ganzen propagierten Unsinn reinfallen, und es mittlerweile für jeden Job jemanden gibt, der bereit dazu ist, ihn billiger zu machen. :(v Wer davon noch nicht betroffen ist, sollte sich glücklich schätzen. Ich wurde vor ca. einem Jahr von einem Geschäftspartner darauf angesprochen, dass ich, um in meinem Bereich wettbewerbsfähig zu bleiben, doch mittlerweile tolle Möglichkeiten der Lohneinsparungen nutzen könnte, die das Arbeitsamt doch nun mal bietet. Ich wurde auch schon von "Personalvermittlern" angerufen, die mir tolle Einsparpotentiale aufzeigen wollten, wenn ich meine Leute kündigen und statt dessen auf von ihnen minderbezahlte Leute zurückgreifen würde. Die Perversion muss man sich erstmal wirklich reintun, was hier abgeht, ist doch schon zu krank, um noch eine Bezeichnung zu finden :(v

p<ebby


Abitur ...für eine Stelle als ungelernter Produktionshelfer ?

Was für eine Firma ist das, denn ?

Der "Auftraggeber" stand nicht dabei. Nur, dass die Stelle in der Stadtmitte ist. Es stand nur der Name des "Vermittlers", also der Zeitarbeitsfirma da. Es waren mehrere Stellen. Verpacken der Ware oder Kontrolle der Erzeugnisse auf Produktionsfehler vor dem Verpacken.

Soweit ich erfahren konnte, steht das "Abitur" da um die Anzahl an Bewerbungen "gering" zu halten. Durch das Gleichbehandlungsgesetz ist es nicht mehr erlaubt, in Stellenanzeigen zu schreiben "nur Leute ab 25" z.B. .. Man darf nämlich Leute aufgrund des Alters, Geschlechts usw. nicht benachteiligen im Berufsleben. Deswegen steht da nun auch nicht mehr "wir suchen männliche Lagerarbeiter" sondern sowas wie "wir suchen körperlich belastbare......" - aber das nur am Rande.

T9im{ba-tukxu


Ginny Potter

Definitiv, trotzdem finde ich es merkwürdig das es bei 4 Millionen Arbeitslosen so viele offene Stellen gibt. Weiß eigentlich wer was das so grob für Jobs sind?

Nein, weiß ich nicht. Ich habe auch keine Ahnung, ob es darüber irgendwo Daten gibt. Allerdings halte ich eine Zahl an offener Stellen von derzeit 465.000 bei 3,6 Mio. Arbeitslosen nicht für sehr hoch. Darunter sind ja schon mal etwa 185.000 "geförderte Stellen", also auch ABM-Maßnahmen und Arbeitsgelegenheiten (1-Euro-Jobs), die man schon mal rausrechnen muss. Von den verbleibenden 271.000 Stellen sind mehr als die Hälfte (158.000) "frisch", d.h. gerade erst als offen gemeldet. Ein bisschen Zeit muss man denen ja auch geben, um einen Bewerber auszuwählen und die Stelle zu besetzen. Langfristig offene Stellen, also Stellen, für die sich kein Bewerber finden lässt, werden dann wohl höchstens gut 100.000 sein. Das finde ich nicht viel. Ursache dafür können regionaler Art sein, wie du schon angedacht hast. Oder aber es passt mit dier Qualifikation überhaupt nicht.

G;inn y $Poxtter


Soweit ich erfahren konnte, steht das "Abitur" da um die Anzahl an Bewerbungen "gering" zu halten.

Man sowas ist doch echt pervers... {:(

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