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Hartz-IV-Betroffene, wie lebt Ihr?

SumoarPagadaugxe


die geringen einkommen von so einigen arbeitnehmern sind nicht die schuld von hartz 4-beziehern, sondern vielmehr eine direkte folge der hartz 4-gesetzgebung und der missachtung von grundlegenden tarifvertraglichen und arbeitsrechtlichen regelungen, d.h. beispielsweise sittenwidrigen löhnen. ich finde es mittlerweile bezeichnend für teile unsere gesellschaft, aufgrund eigener tatsächlich gerade mal "lebenserhaltender" löhne anderen mitgliedern der gesellschaft ein menschenwürdiges leben absprechen zu wollen. auf finanziell schwächeren herumzutreten ist eben allemal leichter als selbst für sich einzustehen und z.b. arbeitsrechtliche schritte einzuleiten. meiner meinung ist es ein zeichen von persönlicher schwäche, welche politisch bewusst genutzt wird. wohin dieses geradezu ausspielen von gesellschaftsgruppen führen kann, haben wir in unserer geschichte bereits deutlich erleben dürfen - sie sind der nährboden schlechthin für nationale tendenzen, auf die momentan auch die AfD setzt.

ich finde es sinnvoller, mich für meine arbeitsrechtlichen interessen einzusetzen als anderen ihr äußerst knappes hartz 4 zu neiden - denn mir geht es nicht besser, wenn andere noch weniger als das menschenwürdige mini-einkommen haben. wenn man sich selbst einsetzt, muss man natürlich etwas mehr gesicht zeigen als wenn man neidvoll auf andere herabschaut!

:)^ :)^ :)^

umhu,2


Ich würde diese 1-Euro-Jobs obligatorisch erklären, im Dienste der Allgemeinheit.

Ich würde diese 1- €- Jobs eher kategorisch verbieten. So wie ich die Szene beobachte, handelt es sich in vielen Fällen um reine Abzocke seitens der "Arbeitgeber".

Nur ein Beispiel (und sage mir keiner, das sei nicht symptomatisch): Eine Verwandte von mir ist auf diese Weise als Hilfskraft im Krankenhaus angestellt gewesen. Erst ein Jahr als 1-€-Jobber, dann als ABM- Kraft, nach einer Zwangspause könnte sie wohl wieder als 1-€-Jobber anfangen.

Soviel zu dem Märchen von der Brücke in den ersten Arbeitsmarkt... Erster Arbeitsmarkt hieße, dass das Krankenhaus sie regulär einstellen würde zum Tariflohn. Aber so kann sich der Laden netterweise ein paar Tausender im Monat sparen (es gibt immer mehrere dieser Hilfskräfte gleichzeitig).

Fordern von Arbeitslosen – ja! Aber bitte nicht so, dass man das Geld irgendwelchen Sozialkonzernen in den Rachen wirft. Diese ganzen Truppen wie Caritas, DRK, Diakonie, Malteser, Arbeiterwohlfahrt und wie sie alle heißen, das sind doch im ganzen Leben keine Hilfsorganisationen. Vielleicht waren sie das mal. Aber heute sind es einfach Konzerne mit entsprechenden Interessen wie Siemens, Daimler oder Allianz auch. Wer sind neben dem öffentlichen Dienst die beiden größten Arbeitgeber in D? Caritas und Diakonie

Noch einmal: Stellenvermittlung in den ersten Arbeitsmarkt, auch mit etwas Nachdruck, unterstütze ich voll und ganz. Aber diese ganze Maschinerie aus 1-€-Jobs, ABM, auch viele Umschulungen ist reine Augenwischerei und dient einzig und allein den Anbieterorganisationen.

E+dmound


uhu2, Du hast vollkommen recht.

Es wird Schindluder getrieben mit der Hoffnung dieser armen Schw****, die man jahrelang in der Illusion hält, sie bekämen eines Tages eine Festanstellung.

Nie im Leben bekommen sie die – eher wird der Papst evangelisch!

So sieht's nämlich aus in Deutschland . . .

SQmara#gdaxuge


Ich würde diese 1- €- Jobs eher kategorisch verbieten. So wie ich die Szene beobachte, handelt es sich in vielen Fällen um reine Abzocke seitens der "Arbeitgeber".

Das sehe ich genauso. Ich begrüße es, wenn seriöse Stellen vermittelt werden, von denen der Arbeitnehmer leben kann, und ich möchte behaupten, dass es nur sehr sehr wenige Menschen gibt, die diese Stellen ablehnen. Es kann nicht sein, dass mit dem Segen der Politiker immer mehr Stellen abgebaut/exportiert werden und qualifizierte Fachkräfte in den Billiglohnsektor gepresst werden, wo sie nicht mal genug Geld verdienen, eine Familie ernähren zu können.

Und wer meint, man müsse brav die 1-Euro-Jobs machen bzw Leute dazu zwingen, hat nicht verstanden, dass man mit Ausbeutung weder Arbeitsplätze schafft noch die anderen Leute, die zu schlechten Konditionen arbeiten müssen, entlastet. 400Euro-Jobs waren früher Teilzeitstellen! Und was 1-Euro-Jobs angeht, sind das keine neuen Stellen sondern zerstörte sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze.

Aber es ist Politik: Hetzt die Schwachen auf die noch Schwächeren, dann sind die einen beschäftigt (anstelle sich die wahren Schuldigen vorzuknöpfen) und die anderen mucken erst recht nicht mehr auf (anstelle sich zu organisien). Und diejenigen, die davon profitieren, lachen sich hinter verschlossenen Türen ins Fäustchen.

bVeet%lejui.ce2V1


@ Isabell:

nicht: "DER** HartzIV-Empfänger...weißt schon ;-)...

logisch in Gedanken hatte ich ergänzt, der Empfänger, der eben nicht "zufrieden" ist... und ja ich weiß in der Situation kann man wohl kaum zufrieden sein, also mit den Gesamtumständen, ich käme mir wie gesagt wohl nach spätestens nem Jahr wenns keinen gesundheitlichen oder kinder-erziehungs-technischen Grund gibt ziemlich "wertlos" vor... aber das ist mein persönliches Empfinden, das heißt nicht, dass ich langzeitarbeitslose als solche sehe. Ich kann nur verstehen wenn sie sich selbst so fühlen.

@ 1Euro Job.

nun ich kenn einige die so wirklich wieder auf den 1. Arbeitsmarkt gefunden haben und es gab nie ne Garantie, dass das allen so gehen wird.

Selbst wenn es nicht klappt, man hatte doch für die Zeit dann ne Aufgabe, man hat (meist sogar allgemeinnützig oder sozial) was geleistet dafür das man auch Leistungen empfängt.

An sich find ich die Erfindung daher wirklich gut. Schlecht ist nur mancher orts (aber auch nicht überall) die Umsetzung, dass eben "echte" Stellen gespart werden um dann mit ungelernten 1euro jobbern zu besetzt werden.

Das ist ein Misstand... aber beispielsweise in der Pflege merken sie schnell, dass das eben nicht geht, da ist es nun hauptsächlich zusätzliche Unterstützung der Pflegekräfte und das find ich echt gut.

Und man hört ja öfter das Argument, dass man da fachfremd ist und völlig überqualifiziert, sorry aber da denk ich mir der Betroffene sollte dann eben mal kleinere Brötchen backen... auch ein Physikprofessor kann im Krankenhaus Essen austeilen, wieso denn nicht? ;-)

b|eetlejuNice2x1


Ich arbeite ja in der Pflege und da glaubt man gar nicht wie sehr die Häuser lieber Teilzeit anstellen würden die (meistens Mütter die wieder einsteigen) aber lieber 400 euro machen wollen, weil da hat man ja "mehr raus"... das die dann aber nie in rente einzahlen oder oder.... das ist denen in dem Moment vollkommen egal.

Also es gibt immer beide Seiten, ich seh eher das die 400 euro jobs begehrter sind als jegliche versicherungspflichtige Beschäftigung.

E]hemaligepr NutzeVr (#h479013x)


@ uhu2

Fordern von Arbeitslosen – ja! Aber bitte nicht so, dass man das Geld irgendwelchen Sozialkonzernen in den Rachen wirft. Diese ganzen Truppen wie Caritas, DRK, Diakonie, Malteser, Arbeiterwohlfahrt und wie sie alle heißen, das sind doch im ganzen Leben keine Hilfsorganisationen. Vielleicht waren sie das mal. Aber heute sind es einfach Konzerne mit entsprechenden Interessen wie Siemens, Daimler oder Allianz auch. Wer sind neben dem öffentlichen Dienst die beiden größten Arbeitgeber in D? Caritas und Diakonie

Allerdings ist es müßig, darüber zu diskutieren, ob diese Organisationen nun schlimmer als die Mafia sind oder nicht, solange sie einen bestehenden Bedarf abdecken, der im derzeitigen System anders nicht abzudecken ist. Man sollte auch nicht vergessen, dass im Bereich der öffentlichen Fürsorge eine überwiegende Finanzierung über staatliche Zuschüsse stattfindet und da schließt sich der Kreis wieder zum ALGII-Empfänger.

@ Smaragdauge

Und wer meint, man müsse brav die 1-Euro-Jobs machen bzw Leute dazu zwingen, hat nicht verstanden, dass man mit Ausbeutung weder Arbeitsplätze schafft noch die anderen Leute, die zu schlechten Konditionen arbeiten müssen, entlastet. 400Euro-Jobs waren früher Teilzeitstellen! Und was 1-Euro-Jobs angeht, sind das keine neuen Stellen sondern zerstörte sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze.

Ich halte wenig von 1-Euro-Jobs, aber noch viel weniger von der sinngemäßen Argumentation, dass man durch Verweigerung solcher Arbeitsgelegenheiten den regulären Arbeitnehmer vor Lohn-Dumping schützen, sprich ihm noch einen Gefallen damit tun würde. Man sollte nämlich auch andere Aspekte außer den Arbeitsmarkt, beispielsweise den gesamtgesellschaftlichen Wohlfahrtszuwachs durch die erbrachte Arbeitsleistung, mit in Erwägung ziehen. Man braucht sich in so einer Situation definitiv nicht darüber zu beschweren, wo der Staat das Existenzminimum ansetzt, wenn man das System, welches einem die eigene Lebensgrundlage zur Verfügung stellt, aus falschem Prinzipiendenken zusätzlich auszubremsen versucht. Dabei geht prinzipiell ein Anteil am eigenen Stück vom Kuchen – und sei er noch so klein – mit verloren. Die Jugend in Freiwilligen Sozialen Jahren zu verheizen und sich selbst dafür zu rühmen, dass man bequem auf der Couch sitzen bleibt, natürlich nur, um ein Zeichen gegen Lohn-Dumping zu setzen – was für eine Leistung %-|

I;sabexll


Uhu

Ich würde diese 1- €- Jobs eher kategorisch verbieten. So wie ich die Szene beobachte, handelt es sich in vielen Fällen um reine Abzocke seitens der "Arbeitgeber".

Und genau das finde ich, sollte man viel differenzierter sehen.

Die "1-Euro-Job-Arbeitgeber" kann man doch nicht mit Abzockern vergleichen, die ihre Arbeitnehmer unterhalb eines Existenzminimums ausbeuten und dahinvegitieren lassen, so dass die ANs kaum was zu essen haben.

Sondern sie bieten Stellen an, deren Arbeitskräfte sie dringend brauchen, aber anders nicht finanzieren können. Diejenigen, nämlich die HartzIV-Empfänger, die diese Stellen dann besetzen, sind existentiell aber abgesichert. Somit werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Es werden dringend benötigte Stellen (gerade in Sozial- oder Pflegeberufen) geschaffen UND ein Arbeitsloser tut etwas für "sein Geld".

Wer genau ist denn Deiner Meinung nach davon benachteiligt?

Wo siehst Du hier eine "Ausbeuterei" gegenüber des Arbeitnehmers? Er bekommt doch sein Geld?

Und vor allem, was soll dieses ständige Gerede von wegen "Arbeitslose müssen gefördert werden"? Inwiefern denn? Wir reden hier von arbeitsfähigen Menschen, die einfach arbeiten wollen. Und natürlich davon leben können wollen.

Und das können sie auch von/mit 1-Euro-Jobs. Sogar teilweise dann unterm Strich besser als manch anderer Niedriglohnverdiener. (was letztendlich ja die Krux ist :-( ).

DoN_

Ich halte wenig von 1-Euro-Jobs, aber noch viel weniger von der sinngemäßen Argumentation, dass man durch Verweigerung solcher Arbeitsgelegenheiten den regulären Arbeitnehmer vor Lohn-Dumping schützen, sprich ihm noch einen Gefallen damit tun würde....(...)...

:)z :)^

SCmaragdxauge


Ich halte wenig von 1-Euro-Jobs, aber noch viel weniger von der sinngemäßen Argumentation, dass man durch Verweigerung solcher Arbeitsgelegenheiten den regulären Arbeitnehmer vor Lohn-Dumping schützen, sprich ihm noch einen Gefallen damit tun würde. Man sollte nämlich auch andere Aspekte außer den Arbeitsmarkt, beispielsweise den gesamtgesellschaftlichen Wohlfahrtszuwachs durch die erbrachte Arbeitsleistung, mit in Erwägung ziehen. Man braucht sich in so einer Situation definitiv nicht darüber zu beschweren, wo der Staat das Existenzminimum ansetzt, wenn man das System, welches einem die eigene Lebensgrundlage zur Verfügung stellt, aus falschem Prinzipiendenken zusätzlich auszubremsen versucht. Dabei geht prinzipiell ein Anteil am eigenen Stück vom Kuchen – und sei er noch so klein – mit verloren. Die Jugend in Freiwilligen Sozialen Jahren zu verheizen und sich selbst dafür zu rühmen, dass man bequem auf der Couch sitzen bleibt, natürlich nur, um ein Zeichen gegen Lohn-Dumping zu setzen – was für eine Leistung

Natürlich würde man Lohndumping u.a. damit bekämpfen können, wenn nicht jeder zu jeglicher Arbeit auf niedrigstem Niveau gezwungen werden könnte, dann wären wir ja nicht mehr weit von der Zwangsarbeit entfernt - für unbescholtene Bürger, die vielleicht 20, 30 Jahre gearbeitet und eingezahlt haben, ohne sich was zu Schulden kommen gelassen zu haben.. Das FSJ finde ich dagegen sehr viel sinnvoller, und von Verheizen bei gerade mal einem Jahr kann keine Rede sein, zumal es junge Menschen sind, die noch keine Wehwehchen haben wie Leute mit 40 oder 50.

Und ja, irgendwie finde ich es tatsächlich richtig, wenn Menschen sich nicht für alles hergeben, nur um es anderen unter die Nase zu reiben, wie: Ja, ICH mache ja noch was für die Gesellschaft, DU aber nicht. Wie schön, wenn man noch jemanden findet, auf den man runterschauen kann. :(v - Nicht jeder, der alles mit sich machen lässt und sich für nichts zu schade ist, nützt der Gesellschaft. Dann würden wir bis heute noch keinen Mindestlohn haben.

zMu5za


Sondern sie bieten Stellen an, deren Arbeitskräfte sie dringend brauchen, aber anders nicht finanzieren können. Diejenigen, nämlich die HartzIV-Empfänger, die diese Stellen dann besetzen, sind existentiell aber abgesichert. Somit werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Es werden dringend benötigte Stellen (gerade in Sozial- oder Pflegeberufen) geschaffen UND ein Arbeitsloser tut etwas für "sein Geld".

Wer genau ist denn Deiner Meinung nach davon benachteiligt?

Wo siehst Du hier eine "Ausbeuterei" gegenüber des Arbeitnehmers? Er bekommt doch sein Geld?

so eine argumentation kann ich gar nicht glauben! überspitzt könnten wir nach diesen gedanken auch sämtliche arbeitsplätze in 1-euro-jobs umwandeln - AG können sich einfach gar nichts anderes leisten ... das ist ja noch besser als in der DDR: jetzt sind alle zur arbeit gezwungen zu einem minilohn, ansonsten fehlt die vermeintlich moralische existenzgrundlage in unserer freien marktwirtschaft.

1. 1-euro-jobber sind personen, deren arbeitskraft nicht benötigt wird - dies ist gerade eine voraussetzung für derartige beschäftigungen. es sind zusätzliche beschäftigungen wie bsp. sog "grüne damen" im krankenhaus --> dein beispiel essen austeilen oder auch "essen reichen/portionieren" ist keine zusätzliche tätigkeit, sondern wird normalerweise nach tarif bezahlt!

2. wer ist davon benachteiligt? natürlich der "AN" als auch der staat, sei es durch fehlende einkommenssteuer und sozialabgaben, geringerer absoluter konsum. (weiter bestehende gängelung wie offenlegung aller kontostände und aufenthaltsortbestimmung abgesehen) vorteile liegen alleine in der subventionierung von unternehmen, die gerade auch als normale dienstleister im sozialbereich agieren. und: caritas, samariter etc betreiben sicherlich keine pflegeeinrichtungen, weil man damit kein geld verdienen könnte - denkst du etwa, dass das betreiben einer station monatlich 100k kostet? bei mehreren abteilungen im haus ist das eine reine goldgrube!

Und vor allem, was soll dieses ständige Gerede von wegen "Arbeitslose müssen gefördert werden"? Inwiefern denn? Wir reden hier von arbeitsfähigen Menschen, die einfach arbeiten wollen. Und natürlich davon leben können wollen.

"arbeiten wollen" ist leider nicht ausreichend, um einen existenzsichernden job zu erhalten. dies kannst du bereits im pflegebereich sehen --> pflegehilfskraft vs. pflegefachkraft. oder: ohne qualifikation kannst du noch so gerne websiten erstellen wollen, wenn dir das nötige fachwissen dazu fehlt - oder: ohne statistikkenntnisse kannst du studien hinsichtlich ihrer validität nicht beurteilen. einfach "machen wollen" qualifiziert doch leider zu gar nichts.

S$maragKdauxge


Sondern sie bieten Stellen an, deren Arbeitskräfte sie dringend brauchen, aber anders nicht finanzieren können.

Eigentlich gilt doch für jeden: Was ich mir nicht leisten kann, kann ich nicht haben?

Es gibt so viele Menschen, die etwas dringend brauchen, sich aber nicht leisten können - warum sollen "Arbeitgeber" dann eine Ausnahme bilden?

Meine Meinung ist, und davon rücke ich auch nicht ab: Anständige Arbeit soll anständig bezahlt werden. Und die Politik sollte keine Hintertürchen schaffen, dass anständige Arbeit lausig bezahlt wird oder auch umgedreht, wie bei unseren Bankern, die bei Versagen mit netten Pensionen in den Ruhestand geschickt werden, wo normalerweise ein Verfahren wegen Fahrlässigkeit drohen würde.

Ssmaragod&auge


Und vor allem, was soll dieses ständige Gerede von wegen "Arbeitslose müssen gefördert werden"? Inwiefern denn? Wir reden hier von arbeitsfähigen Menschen, die einfach arbeiten wollen. Und natürlich davon leben können wollen.

Jo, so isses. Es gibt sehr viele qualifizierte Fachkräfte, die arbeitslos sind. Und was die Förderung angeht, die werden dann 10x durchs Bewerbertraining gejagt, oder man schult sie auf etwas um, was sonst kein Mensch machen möchte, damit sie in Branchen arbeiten sollen, wo Arbeitskräfte regelrecht verschlissen werden. Und ganz ehrlich, warum soll jemand mit einem Ingenieursstudium Altenpfleger oder Reinigungskraft werden?

Was mich so ank*tzt ist, dass über die Medien gerne die Meinung verbreitet wird, dass Menschen, die in ihrem Job keine Arbeit mehr finden, die heilige Pflicht hätten, sich auch anderweitig (meistens gering qualifizierter und auf jeden Fall schlechter bezahlter) Arbeit zu suchen hätten, schließlich ist das Leben kein Wunschkonzert. Die Sache ist nur die, wenn die Politik nicht verhindert, dass Arbeitsplätze in Billiglohnländer exportiert werden, dann sollte sie dafür nicht noch die Opfer einer solchen Politik bestrafen.

m*alaogena


Ich arbeite ja in der Pflege und da glaubt man gar nicht wie sehr die Häuser lieber Teilzeit anstellen würden die (meistens Mütter die wieder einsteigen) aber lieber 400 euro machen wollen, weil da hat man ja "mehr raus"... das die dann aber nie in rente einzahlen oder oder.... das ist denen in dem Moment vollkommen egal.

Ein Freundin von mir sucht eine Stelle in der Pflege. Sie hat so eine Kurzausbildung gemacht. Nun hat sie die Möglichkeit für eine 60Prozent-Stelle, muss aber die Bereitschaft haben, an jedem beliebigen Tag eingeteilt werden zu können. Ich finde das unglaublich frech. Bei einer 60 Prozent-Anstellung darf sie doch eindeutig 2 Tage (=40 Prozent) blockieren... Sie hat noch eine kleine Stelle als Zahnputztante an einer Schule... und so wie es aussieht, lässt sich das nicht kombinieren. das ist Ausbeuterei >:(

S@mara"gdxauge


aber lieber 400 euro machen wollen, weil da hat man ja "mehr raus"

Was ist das für eine Bezahlung bei einer Teilzeitstelle, wo man nach Steuern weniger raus hat als 400 Euro?

b[eetle)juixce21


Nun fürs einfache rechnen um 400 euro zu haben mache ich entweder 40 std steuerfrei und hab netto wie brutto oder ich muss knapp 600 verdienen um 400 raus zu krieen.. also mehr arbeiten. .

Das die kurzsichtig rechnen hab ich ja gesagt aber fakt ist es

@malegna ehrlich gesagt fände ich es dreist wenn sich deine bekannte einfach zwei tage die woche komplett rausnehmen könnte sie mag dann nur 25wochen std haben aber die nur mo und do und fr arbeiten zu wollen so klappts nicht..

Einen festen frei kann man sicher verhandeln aber wenn sie sonst in den normalen schichtplab integriert würde muss man flexibel sein auch wegen wochenenden feiertagen etc

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