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Hartz-IV-Betroffene, wie lebt Ihr?

I3sab#ell


DoN_

Gut, mein Fehler, ändert aber nicht viel an den Tatsachen, da ein ALG-II-Empfänger diverse Sondervergünstigungen hat und bei einer geringfügigen Beschäftigung in der Regel auch nicht die gleiche Höhe an Werbungskosten.

Diesbezüglich muß ich aber widersprechen.

Von Sondervergünstigungen etwaiger Art kann ich nur träumen und Werbungskosten sind auch nicht drin.

Entweder zahlt das der Arbeitgeber oder Du mußt sehen wie Du langkommst.

Das ist so eine landläufige Meinung, dass man als ALGII-Empfänger auch noch diesbezüglich unterstützt werden würde.

Wenn ich mal einen Job habe, muß ich sehen wie ich dahinkomme, etwaige Berufskleidung etc. finanziere.....das wird mir in keiner Weise vom Amt bezahlt!

Also mit diesem Vorurteil sollte man doch mal aufräumen.... :-/

B9ärentLatze


Ein richtiger Schritt könnte jetzt von den Grünen kommen, die wollen ja jetzt die Aushilfsjobs abschaffen, gut, sie hätten nie eingeführt werden dürfen, aber gut, das man Fehler auch mal einsieht.

EehemaligeyrH Nutzer 2(#I525892)


Dann kräusel mal schön bei Dir. Ich habe mit vielen Firmen zu tun und überall höre ich es immer wieder, dass es sehr schwer ist qualifizierte Fachkräfte zu bekommen. Ich spreche da auch aus eigener Erfahrung. 90% der Bewerbungen waren meist einfach unbrauchbar.

IBsabzell


Kontraindikator

Ich habe mit vielen Firmen zu tun und überall höre ich es immer wieder, dass es sehr schwer ist qualifizierte Fachkräfte zu bekommen.

Dass es zu wenige Fachkräfte in diversen Bereichen gibt, oder eben in dem jeweiligen räumlichen Umfeld, heißt also für Dich, dass ALGII-Empfänger nicht arbeiten wollen?

Was weiterhin dann heißt, dass ALGII-Empfänger gefälligst qualifizierte Fachkräfte sein müssen...? ":/

Oder soherum:

Natürlich gibt es 100erte, gar 1000ende, von nichtbesetzten Arbeitsplätzen. In jeglichen Bereichen. Aber was ist das denn für eine Milchmädchenrechnung zu sagen: "Hey, hier sind 100(0) freie Stellen, da sind 100(0) Arbeitslose – Problem gelöst!!"? ":/

Könnte durchaus sein, dass in Berlin ein Arbeitgeber sitzt, der genau die Stelle für mich hat die quasi maßgeschneidert ist – aber was nützt mir das in Frankfurt?

- erst Mal muß ich diese Stelle finden, bzw. der AG mich. Das ist der größte Punkt.

- dann muß ich hier die Zelte abbrechen, mich entwurzeln (in meinem Fall auch noch Kinder) eine Wohnung suchen....ABER:

- dann haben wir ja auch noch die Probezeit – was, wenn es dem AG einfällt mich doch nicht zu (über)nehmen? Kann ich dieses Risiko eingehen? Dann sitze ich in einer fremden Stadt und kann wieder auf's Amt rennen.

- Aber Hey! Vielleicht gibt's dann ja eine für mich passende Stelle in Frankfurt, was soll's, ab dafür.....

EThem&ali'ger NuKtzer (#5\25892x)


Und hey....ich gehe das Risiko nicht ein, möchte dann aber auch noch viele Vorteile haben, die andere nicht haben, die das Risiko eingehen.

Und hey... es ging um Firmen hier im Gebiet, die Arbeitskräfte aus diesem Gebiet gesucht haben und niemanden finden. Und das geht durch viele Branchen.

Klar gibt es auch einige, die einfach nichts finden. Aber trotzdem, eigentlich hat in Deutschland jeder die Chance die hier angesprochenen 1000, – zu verdienen. Es ist halt die Frage, ob ich das dann auch möchte, oder aber einfach der Meinung bin, das der Staat zahlt und ich dann noch ohne Abzug dazu verdienen möchte.

Wie oft heisst es bei den Arbeitgebern. Ja, den Aushilfsjob nehme ich gerne, aber melden Sie mich bitte nur für 100 EUR an, geben mir den Rest schwarz, damit ich meine Leistungen nicht gekürzt bekomme. Ich kenen unzählige Beispiele.

Und allein um das Thema geht es hier ja.

I0sab<exll


Kontraindikator

Vielleicht stünde es Dir gut zu Gesicht, wenn Du mal Deine Scheuklappen ablegst und ein wenig nach rechts und links schaust.

Und hey....ich gehe das Risiko nicht ein, möchte dann aber auch noch viele Vorteile haben, die andere nicht haben, die das Risiko eingehen.

Wer sagt das? Von was für Vorteilen sprichst Du?

Und hey... es ging um Firmen hier im Gebiet, die Arbeitskräfte aus diesem Gebiet gesucht haben und niemanden finden. Und das geht durch viele Branchen.

Dann gibt es in diesem Gebiet eben nicht die benötigten Fachkräfte. Ich habe es oben schon thematisiert:

Wie kommt man auf die Milchmädchenrechnung, dass es für jeden Arbeitgebertopf den passenden Arbeitnehmerdeckel gibt?

Es könnte hier bei uns 100 zu besetzende Fachstellen in den Bereichen EDV, KfZ, Bäcker, Metzger oder was auch immer geben – ich als gelernte Justizangestellte habe da die Null gewählt. Warum ist das so schwer zu begreifen??

Klar gibt es auch einige, die einfach nichts finden. Aber trotzdem, eigentlich hat in Deutschland jeder die Chance die hier angesprochenen 1000, – zu verdienen.

So,so....und das Leben ist ein Ponyhof oder wie?

Es ist halt die Frage, ob ich das dann auch möchte, oder aber einfach der Meinung bin, das der Staat zahlt und ich dann noch ohne Abzug dazu verdienen möchte.

Du sagst das, als wäre das eine Entscheidung, das ist es aber nicht.

Wie oft heisst es bei den Arbeitgebern. Ja, den Aushilfsjob nehme ich gerne, aber melden Sie mich bitte nur für 100 EUR an, geben mir den Rest schwarz, damit ich meine Leistungen nicht gekürzt bekomme. Ich kenen unzählige Beispiele.

Natürlich gibt es das. Das gibt es überall, selbst bei Festangestellten "Chef, bezahle mir die Überstunden doch bitte schwarz aus".

Das heißt aber noch immer nicht, dass man aus ALGII so leicht rauskommt wie Du es darstellst. Mehr noch, Du behauptest ja, dass Jeder der will auch Arbeit bekommt. Nochmal, wie ist die Adresse von dem Ponyhof auf dem Du lebst?

Und allein um das Thema geht es hier ja.

Nein. Das Thema ist, wie man mit HartzIV, der Situation, zurecht kommt. Wie man damit lebt.

Und nicht, dass man doch gefälligst seinen Arsch mal hochbekommen soll, es gibt schließlich genug Arbeit für Alle. Solange man fachlich qualifiziert ist, was natürlich auch jeder ALGII-Empfänger für sämtliche Berufssparten ist. Zudem natürlich auch flexibel, gesundheitlich fit genug usw.....

Der Ponyhofruf wird immer lauter..... o:) :=o :=o :=o

E[hema,ligmer NuWtzer (#.479013x)


@ Isabell

Von Sondervergünstigungen etwaiger Art kann ich nur träumen und Werbungskosten sind auch nicht drin.

Es handelt sich dabei meistens um lokale Angelegenheiten – bei uns gibt es zum Beispiel Ermäßigungen im ÖPNV oder im Schwimmbad. Letztendlich kann man auch die Tafeln hinzuzählen. Deine Aussage mit den Werbungskosten verstehe ich wiederum nicht, da es sich um anfallende Kosten handelt, die man maximal von der Steuer absetzen kann. Wenn bei dir keine Werbungskosten "drin sind", ist doch für dich alles in bester Ordnung.

I>sabuell


DoN_

Deine Aussage mit den Werbungskosten verstehe ich wiederum nicht, da es sich um anfallende Kosten handelt, die man maximal von der Steuer absetzen kann. Wenn bei dir keine Werbungskosten "drin sind", ist doch für dich alles in bester Ordnung.

Ich meine damit, dass ich weder Fahrt- noch sonstige Kosten vom Amt bezahlt bekomme. Bleiben wir bei dem Beispiel von oben, mit den 400 Euro, von denen ich dann 160 Euro "mehr" hätte, muß ich z.B. trotzdem auch davon die Busfahrten bezahlen, die mich bei einem regelmäsigen Job für eine Monatskarte um die 50 Euro kosten – es sei denn wie gesagt der AG übernimmt sie. Was aber bei einem Job auf 450-Euro-Basis sehr unwahrscheinlich ist (bzw. mir noch nie passiert ist).

Ich möchte das nicht als Beschwerde verstanden wissen, ganz gewiss nicht – nur eben als Entgegnung darauf, dass Werbungskosten übernommen werden würden. Und steuerlich gesehen schon mal gar nicht, da ein 450-Euro-Job davon ja doch gar nicht betroffen ist ;-).

E hemalige"r rNutzer _(#479013)


@ Isabell

Ich meinte damit die Höhe der anfallenden Werbungskosten bei einer nicht nur geringfügigen Erwerbstätigkeit. Meine liegen jährlich bei über 3.100 Euro und das ist noch nichts Ungewöhnliches. Von einer Erstattung spricht überhaupt niemand, wobei ich mich entsinnen kann, dass Markt & Integration zu Beginn mal Fahrtkosten für geringfügige Arbeitsgelegenheiten eine begrenzte Zeit nach Aufnahme der Tätigkeit erstattet hat.

Iqsab<elxl


DoN_

Ich habe mich ursprünglich auf diese Aussage von Dir bezogen:

und bei einer geringfügigen Beschäftigung in der Regel auch nicht die gleiche Höhe an Werbungskosten.

Für mich klang das so, als hätten ALGII-Empfänger auch (?) hier Vorteile.

Ich persönlich habe weder, noch kenne ich, irgendeinen Vorteil den ich als ALGII-Empfänger gegenüber Jemandem hätte, der (voll) arbeiten geht. Und ich kenne nun mal beide Seiten.

I{sabDell


PS:

Ich bekomme auch oft von Bekannten/Freunden irgendwelche "Tips" weil sie ja doch von XY gehört haben, dass dies und jenes geht.....aber das sind Alles Einzelfälle – was ja zu gerne (gerade im Stammtischparolenbereich – damit meine ich jetzt nicht Dich, DoN_!) als Beispiel hergenommen wird.

Aber grundsätzlich läuft da gar nichts.

Man bekommt die Grundsicherung und fertig.

Auch bezüglich Schwimmbad, Turnverein etc. pp... ist nicht. Öffentliche Verkehrsmittel schon mal gar nicht. Mich kostet jeder Einkauf mittlerweile mindestens 4 Euro alleine an Busgeld.....

Emhema,liger Nutmzer (#4}79013)


@ Isabell

Für mich klang das so, als hätten ALGII-Empfänger auch (?) hier Vorteile.

Nein, haben sie nicht unmittelbar. Aber es sind eben Kosten, die insbesondere ein komplett erwerbsloser Hartz-IV-Empfänger gern mal außer Acht lässt, wenn er sein Einkommen mit dem eines Berufstätigen vergleicht. Und verzerrte Lohnvorstellungen gibt's da auch zur Genüge.

Ich persönlich habe weder, noch kenne ich, irgendeinen Vorteil den ich als ALGII-Empfänger gegenüber Jemandem hätte, der (voll) arbeiten geht. Und ich kenne nun mal beide Seiten.

Darum ging es mir nicht, sondern nur um die wahnwitzige Idee, Einkommen aus geringfügiger Tätigkeit vollkommen anrechnungsfrei auf das ALG II hinzuverdienen zu können. Und diesbezüglich haben wir beide ja bekanntlich dieselbe Meinung.

Evhem5alige{r N3utz3er (#39@39x10)


Bärentatze

wenn Du einen Aushilfsjob auf 400 Euro-Basis hast und davon 160 Euro behalten darfst, kommst Du auf fast auf die besagten 1000 Euro.

Du vergisst nämlich, dass das Amt ja zu Deiner Grundsicherung auch Krankenkasse und Wohnung (zumindest teilweise) bezahlt. Und für einen Stubenhocker wie Du es bist, reicht die Grundsicherung allemal zum leben.

SEüßer|_Klerin.e_r_Bengxel


Ich lebe mehr als gut :) Auto, Motorrad,...Wohnung,...alles anständig :-D Sozi Forever ^^

Ehhemali%ger Nlutzrer (#39x3910)


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never ever, wenn Beides angemeldet ist und auch regelmäßig genutzt wird. Außer Du gehst nebenher schwarz arbeiten.

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