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Hartz-IV-Betroffene, wie lebt Ihr?

AceeDssa


Würde er also genauso viel verdienen, wie ein Müllmann, würde er auf das Arbeitsleben gerechnet sogar deutlich weniger erhalten. Er muss also schon allein deswegen besser bezahlt werden, um den Vorsprung aufzuholen.

Daran ist nur ein Haken: Wir sprechen beim Müllmann von harter körperlicher Arbeit die man nicht endlos machen kann.

Ein Akademiker steigt dagegen später ein - kann dafür seine Arbeit aber meistens weitaus länger weitermachen eben weil sie nicht so körperlich anstrengend ist wie die Arbeit eines Müllmannes ;-)

Außerdem - egal wer jetzt mehr bekommt oder gleich viel:

Der Mindestlohn bedeutet ja lediglich, das keiner von beiden weniger als einen bestimmten Betrag pro Stunden verdienen sollte. Dass da der eine oder der andere mehr verdient wäre ja völlig ok.

Aber ein Mindestlohn ist einfach nötig.

A9eesxsa


Ich schätze das durchaus. Aber ich finde es durchaus gerechtfertigt das ein Akademiker trotzdem besser verdient (was auch net so die Regel ist wenn ich das mal anmerken darf).

Da habe ich einfach ein Logikproblem... Warum hältst Du es für gerechtfertigt?

Ich habe da für mich eigentlich noch kein schlüssiges Argument gefunden.

Denn die Arbeit ist einfach auf verschiedener Ebene schwer - und der Müllmann kann seine Arbeit oft nicht so lange machen wie der Akademiker. Soll heißen, er muss dann in der kurzen Zeit in der er körperlich stark genug dafür ist, dann genug verdienen um später nicht in HartzIV zu fallen bzw nicht eine Minirente bezieht weil er körperlich nicht mehr arbeitsfähig ist...

Ich finde hier die Schwierigkeiten der Berufe liegen einfach auf verschiedenen Ebenen - aber sind nicht unterschiedlich hoch.

E<xTewmpxore


Daran ist nur ein Haken: Wir sprechen beim Müllmann von harter körperlicher Arbeit die man nicht endlos machen kann.

Ein Akademiker steigt dagegen später ein – kann dafür seine Arbeit aber meistens weitaus länger weitermachen eben weil sie nicht so körperlich anstrengend ist wie die Arbeit eines Müllmannes ;-)

Woher kommt eigentlich das unsägliche Gerücht, als "Malocher" würde man sofort gefeuert, wenn man körperlich abbaut?

Ein Mindestlohn würde sich übrigens in Windeseile zum Pauschallohn entwickeln. Das heißt einige wenige Branchen würden besser zahlen, dafür viele noch schlechter.

Deutschland wurde unter Schröder zu einem Land gemacht, dessen Binnenwirtschaft keine Rolle mehr spielt.

M!iR@o$Li


Weil ein Akademiker jede Menge Zeit (und streckenweise ordentlich Geld) in seine Ausbildung gesteckt hat?

Ich kenne einen Musiker, der sein Instrument seit seinem fünften Lebensjahr spielt, dieses Instrument studiert hat, gefühlte zwei Drittel seiner Lebenszeit mit Üben verbringt und heute in einem Orchester spielt (worüber er glücklich ist) – und weniger verdient als ein Müllmann der BSR.

Seit wann also geht es nach Ausbildungszeit oder -intensität?

A`leRonxor


Da habe ich einfach ein Logikproblem... Warum hältst Du es für gerechtfertigt?

Weil Angebot und Nachfrage den Preis machen.

Das Angebot an Akademikern ist knapper als das an potentiellen Müllmännern, daher werden erstere besser bezahlt.

AzleoUnor


Ich kenne einen Musiker, der sein Instrument seit seinem fünften Lebensjahr spielt, dieses Instrument studiert hat, gefühlte zwei Drittel seiner Lebenszeit mit Üben verbringt und heute in einem Orchester spielt (worüber er glücklich ist) – und weniger verdient als ein Müllmann der BSR.

Seit wann also geht es nach Ausbildungszeit oder -intensität?

Wo wir dann auch wieder bei Angebot und Nachfrage sind.

k,aNmOikiaze


Aessa

Ich finde hier die Schwierigkeiten der Berufe liegen einfach auf verschiedenen Ebenen – aber sind nicht unterschiedlich hoch.

Entscheidend ist für mich die jeweilige Verantwortung. Die Tragweite eines Fehlers bei einem Arzt, Anwalt oder Pilot mit den entsprechenden (Haftungs-)Folgen ist weitaus höher als bei einem Müllmann, der Bäckerfachfrau oder Frisöse.

Auf den Beruf kommts für mich also an, egal ob akademisch oder nicht. Mitarbeiter im Kernkraftwerk sollten also gut bezahlt werden ;-)

A~eestsxa


Ok, ich sehe ein - da kommen wir auf keinen grünen Zweig :-) Kann sein, dass ich auf dem Holzweg bin ;-)

Was ich aber ganz sicher denke ist: kein Vollzeit-Lohn sollte unter dem Existenzminimum liegen dürfen.

Und es widerspricht sich ja nicht wenn der geringer bezahlte dann eben "nur" den Mindestlohn bekommt - und der höher bezahlte dann etwas mehr.

Wichtig ist nur dass es eben dieses Minimum an Lohn gibt.

txuffarxmi


Entscheidend ist für mich die jeweilige Verantwortung. Die Tragweite eines Fehlers bei einem Arzt, Anwalt oder Pilot mit den entsprechenden (Haftungs-)Folgen ist weitaus höher als bei einem Müllmann, der Bäckerfachfrau oder Frisöse.

dann müssten aber z.b. krankenschwestern auch wesentlich besser bezahlt werden! ;-)

k'amiAkaze


Wichtig ist nur dass es eben dieses Minimum an Lohn gibt.

Jap.

kkami`kazxe


Ja, tuffarmi, sehe ich auch so. Und sämtliche studierten Beamten, die machen können was sie wollen, sind völlig überbezahlt.

AFeessxa


Ich denke tatsächlich das Aleanor recht hat und das Verhältnis Angebot und Nachfrage den Lohn bestimmt.

Wobei ich dann aber auch bei dem ganz skandalösen Gedanken bin, das nicht als fair zu empfinden.

Denn ich finde, die riesengroße Anstrengung sollte bewertet werden... und die Tatsache, das wir alle - egal ob wir im Büro oder auf der Baustelle arbeiten - ganz schön blöd aussähen wenn die Müllmänner ihren Dienst aufgeben würden ;-)

Ich möchte keinen längeren Streik von Müllmännern erleben ;-)

kyamikAaze


Ich möchte keinen längeren Streik von Müllmännern erleben

Ich hatte das mal während eines Sommerurlaubes in Malaga. Ich erspare die Einzelheiten.

E;xTeEmpore


Ja, tuffarmi, sehe ich auch so. Und sämtliche studierten Beamten, die machen können was sie wollen, sind völlig überbezahlt.

Wenn Lehrer noch schlechter bezahlt würden, würde niemand mehr 5-7 Jahre Ausbildung dafür akzeptieren.

Wenn Justizangestellte noch schlechter bezahlt würden, gäbe es noch weniger Nachwuchs, der Bock hat, gegen sich immer höher auftürmende Berge anzuarbeiten.

Nene, Beamte sind nicht alle gleich.

MliRboxLi


Entscheidend ist für mich die jeweilige Verantwortung. Die Tragweite eines Fehlers bei einem Arzt, Anwalt oder Pilot mit den entsprechenden (Haftungs-)Folgen ist weitaus höher als bei einem Müllmann, der Bäckerfachfrau oder Frisöse.

Dann sollte das Gehalt eines Busfahrers dem eines Piloten entsprechen und um vielfaches höher liegen als das Einkommen eines Anwaltes – letzterer hat nämlich genauch nichts zu verantworten.

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