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Hartz-IV-Betroffene, wie lebt Ihr?

_GPar*veati_


Die 10000 euro höchstrückzahlung schafft bei 5jahren uni fast jeder..

Das habe ich auch nicht bestritten.

Das heißt ich muss um zu sparen direkt knapp 7000 auf den tisch legen sonst zahl ich 10000..

Das ist so nicht ganz richtig und habe ich auch so nicht geschrieben. Wenn man 5 Jahre nach Ende der Förderungshöchstdauer die Möglichkeit hat das Bafög auf einen Schlag zurück zu zahlen, dann ist es ist nur eine der möglichen Rabattmöglichkeiten.

Wo das wenig ist hab ich immer noch nicht gesehen mit unter 30 jahren..

Ich habe auch nicht geschrieben, dass das wenig ist. Ich finde nur, dass hier teilweise etwas zu arg übertrieben wird, was diesen "Haufen" Schulden betrifft. Das sind durchaus noch überschaubare Schulden, die nach ein paar Monaten Arbeit mit nicht zwingend viel Entgelt und sparsamen Verhalten gut abzubezahlen sind.

Aber gut, wir kommen vom Thema ab...

b{eet,lre^juice|21


Stimmt ne andere Möglichkeit ist elitär zu sein und nen super abschluss zu haben..oder arbeitslos zu sein.. grins.

Hab meine 5000 gerade zurückbezahlt ich weiß wovon ich rede

m#nef


Tja, was du da elitär nennst ist für viele das Minimum, allein wenn man hier so quer liest was manche für Ansprüche haben....

EZhema$lig[er NNu%tzer "(#g4790x13)


@ Aeessa

Von Dir nicht :-)

Allerdings würde ich mal sagen, dass es insgesamt auffällig ist, dass der Bruchteil des Klientels immer und überall der ist, der als Erstes erwähnt wird ;-)

Das mag zutreffen, aber es erfolgt in der Regel nicht unter dem Gesichtspunkt, dass dieser Bruchteil für das gesamte Klientel repräsentativ sein soll - denn dem ist definitiv nicht so. Beispielsweise mache ich auch einen riesengroßen Unterschied zwischen Aufstockern und den per definitionem (Langzeit-)Arbeitslosen, denn geringfügige Beschäftigungen und Maßnahmen der Arbeitsvermittlung haben auch für den Arbeitnehmer nicht unbedingt etwas mit Effizienz gemein, sodass da definitiv eine hohe Leistungsbereitschaft für wenig Grenzvorteil erkennbar ist. Es geht vielmehr darum, den (versteckt-)freiwilligen Langzeitarbeitslosen als sehr wohl präsentes Problem, welches sich für alle Beteiligen negativ auswirkt, aufzuzeigen. Mir ist durchaus geläufig, mit welchen (legitimen) Methoden die Bundesagentur für Arbeit ihre Statistiken schönt, aber man kann auch hinsichtlich der offiziellen Arbeitslosenszahlen vieles negativer sehen, als es eigentlich ist. Absolute Vollbeschäftigung ist zunächst mal keineswegs praktisch wünschenswert und dann sind innerhalb der Arbeitslosenszahl noch mal Millionen durch makroökonomische Phänomene wie natürliche und friktionelle Arbeitslosigkeit erklärbar. Rechnet man dann noch die zwar mindestens 3 Stunden am Tag Erwerbsfähigen, die aber durch chronische Krankheit, Alter etc. praktisch gesehen wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, heraus, dann verbleibt hauptsächlich ein sehr träger Bodensatz, der sich immer wieder hinter der Arbeitsmarktsituation verstecken wird. Dabei hat sich diese bereits in den letzten Jahren durch den demografischen Wandel grundlegend verändert und Arbeitslosigkeit ist zunehmend durch einen Mangel an Fachkräften als durch ein Überangebot an Arbeitskräften bedingt. Der besagte Bodensatz ist aber nach wie vor derselbe und befindet sich genauso wenig wie vor diesen Veränderungen in Arbeit. Deswegen kann ich beispielsweise Forderungen nach einem Regelsatz von 500 € definitiv nicht nachvollziehen. Zum einen gibt es wissenschaftliche Belege dafür, dass die Arbeitslosenquote mit steigenden Lohnersatzleistungen ebenfalls steigt, und zum anderen - will man den regulär Erwerbstätigen wirklich jede Form von Leistungsanreiz wegnehmen? Unter diesen Bedingungen würde jede fünfköpfige HartzIV-Familie finanziell locker an einer fünfköpfigen Familie mit einem erwerbstätigen Durchschnitts-Akademiker vorbeiziehen. Bitte was soll das? Außerdem sollte jedem selbstverständlich bewusst sein, dass es sich hierbei um einen Umverteilungsprozess (aus dem allenfalls noch Zusatzbelastungen, z. B. Excess Burden, resultieren) handelt und das auch jeder HartzIV-Euro zunächst mal von irgendwem verdient werden muss. Und das ist auch der Grund, warum die freiwilligen Arbeitslosen, deren Zahl sich bei einer Erhöhung der Grundsicherungsleistungen automatisch mit erhöhen würde, maßgeblich an den schlechten finanziellen Bedingungen der tatsächlich Bedürftigen mitverantwortlich sind.

@ Isabell

Sorry, aber mir fällt keine sinnvolle Antwort auf deinen Beitrag ein, was nicht heißen soll, dass es an deinem Beitrag liegen würde.

IXsabecll


DoN_

Sorry, aber mir fällt keine sinnvolle Antwort auf deinen Beitrag ein, was nicht heißen soll, dass es an deinem Beitrag liegen würde.

In gewisser Weise echt witzig: Als ich Deinen Beitrag laß, bzw. ehrlicher gesagt: versucht habe zu lesen und auch folgen zu können – da sagte ich mir so im Hinterkopf die ganze Zeit: "Du wirst auf Deinen Beitrag keine wirkliche Antwort bekommen".

Auch das ist ebenfalls so gemeint, dass es nicht an Deinem Beitrag liegen muß.

Das Problem (bezüglich unseren momentanen Gesprächs) ist, dass Du völlig den Mensch als solchen außen vorlässt. Die individuellen Schicksale, die Menschen die hier schreiben. Was weder positiv noch negativ gewertet sein will und es mag vielleicht als wissenschaftliche oder statistische Abhandlung funktionieren, aber nicht in so einer Diskussion.

Was bei mir z.B. hängenbleibt, ist der Ausdruck "Bodensatz". Und ich kann 10 Mal ganz genau wissen, dass ich es nicht persönlich zu nehmen haben – ich empfinde es subjektiv aber als Beleidigung.

Ebenfalls empfinde ich subjektiv, fast schon aus dem Bauch raus empfunden, von vornherein eine gewisse Abwertung bezüglich ....hm...wie soll ich es sagen? Also rein emotional kommt es mir so vor als sei der rote Faden Deiner (aber auch durchaus anderer Beiträge), dass HartzIV-Empfänger zwangsläufig beruflich gesehen sowieso nie was "Dolles" zustande gebracht haben. Das ist natürlich arg subjektiv eingefärbt – dennoch bleibt einfach dieser "Nachgeschmack" bezüglich Beiträge wie dem Deinen.

Ich weiß nicht, ob ich wirklich rüberbringen kann was ich da so meine, gerade weil es äußerst subjektiv und emotional empfunden ist – aber ich fühle mich bei solchen Beiträgen noch mehr in die "HartzIV-Versager-Ecke" gedrängt als sonst (vor allem, weil ich nur die Hälfte verstehe) überhaupt.

Anstatt motiviert zu werden, werden mir irgendwelche Abhandlungen um die Ohren geschlagen.

Und, das muß ich dazu noch sagen:

1. Ich weiß aus Erfahrung, dass ein Faden wesentlich mehr Mitleser- als Mitschreiber hat. Ich bin mit Sicherheit nicht die Einzige die so empfindet. Da wird ein Faden eröffnet in dem die schlichte Frage gestellt wird, wie man mit HartzIV klar kommt – und dann sowas.

2. Ich weiß ebenfalls, dass ich ein intelligenter Mensch bin der sein Licht nicht unter den Scheffel stellen muß und das auch nicht tut. Doch wenn ICH mich schon -wieder mal- klein und dumm fühle, was fühlt ein Mensch beim Lesen solcher Beiträge der kein solches Selbstbewußtsein hat?

Ich bin mir sicher, dass Du es nicht böse meinst, bzw. nicht so meinst wie es ankommt. Dennoch wäre ein wenig mehr Taktgefühl meiner Meinung nach angebracht. Und das vielleicht nicht nur an diesem Ort hier.

A]pfeldkuchenx007


Ja, gut, nicht jeder, der studiert hat verdient außerordentlich gut. Vielleicht war es früher anders. Aber dennoch, ich will hier nicht pauschalisieren oder sonst was, aber mit einem guten Studium kann man sehr hoch aufsteigen. Wenn jemand eine Richtung wählt, die nicht sehr gefragt ist, dann ist das ja klar, dass dieser Mensch später mit einem Abschluss nur schwer oder keine Arbeit finden wird. Aber das muss sich jeder vorher überlegen in welchen Bereich er geht. Oder dass studierte Sozialpädagogen wirklich sehr schlecht bezahlt werden ist auch bekannt. Dass nicht alle Ärzte reich sind, das weiß ich, dennoch können viele sehr gut davon leben und fahren mit neuen und teueren Autos durch die Gegend ( kein Klischee, meine Erfahrung) . Natürlich muss man bedenken, dass nicht für jeden Menschen zum Beispiel 4000 – 5000 Euro viel sind. Wenn die Ansprüche sehr hoch sind und teure Autos, Urlaube, Luxus Kleidung usw zum Alltag gehören, dann ist das für Ärzte oder Rechtsanwälte usw. natürlich wenig Geld.

Die Schulden ( Bafög) während der Studienzeit können sich im Rahmen halten. Ich denke nicht, dass sich die Studenten mit 20.000 oder mehr verschulden. Es gibt auch gute Vergünstigungen für Studenten ( z.B. die Krankenkasse), das alles gibt es für Auszubildende nicht. Ich denke, es wird viel getan, um Studenten zu unterstützen. Wie werden aber Auszubildende unterstützt? Auf keinen Fall erhalten sie solche Hilfsmaßnahmen. Worauf ich hinaus will, ist, dass höhere Intelligenz gefördert wird. Die anderen aber, die nicht studieren können aus welchen Gründen auch immer, die müssen sich durchschlagen wie sie wollen und das bei nicht mal einem hohen Verdienst. Also haben sie sozusagen die A-Karte. Deswegen würde ich es gerecht finden, wenn da der Verdienst anders verteilt werden würde, so dass das Verdienstniveau zwischen den einzelnen Berufsgruppen weniger schwankt. Wenn man so im TV sieht, dass Bahnangestellte oder gar Piloten streiken, um noch mehr Geld zu verdienen, wobei sie eh schon tausende verdienen, da weiß ich nicht wo mir der Kopf steht.

Und mal als Vergleich: Wer verdient mehr: In einer Firma werden zwei Menschen angestellt. Der eine hat studiert, der andere hat eine Ausbildung gemacht. Der letztere bekommt einen simplen Bürojob und der Studierte wird in einer höheren Abteilung eingesetzt, da er entsprechende Qualifikationen nachweisen kann.

Ich streite nicht ab, dass es Berufe gibt, die man nicht studiert haben muss und in denen man sehr viel verdienen kann.

Und zum Thema bedingunsloses Grundeinkommen. Es gibt einige Bücher, die auf den Markt gekommen sind und sich genau damit beschäftigen wie es finanziert werden soll. Es ist nicht utopisch. Ich bin darauf aufmerksam geworden als ich bei einer politischen Diskussion, in welcher sich die FDP wieder einmal von ihrer blöden Seite gezeigt und sich blamiert hat, den DM Gründer Götz Werner gehört habe. Soweit ich weiß hat er ein Buch veröffentlicht, ich bestelle es mir und lese es durch.

A~ee'sxsa


Isabell

Ich könnte es nicht besser ausdrücken. Wunderbar. :)z

DoN_

Ich bin unglaublich müde und könnte jetzt nicht mehr adäquat auf Deinen Beitrag eingehen.

Aber ich finde auch, das Isabell das schon sehr gut beschrieben hat - mir geht es genauso wie ihr wenn ich in derartigen Fäden schreibe bzw. lese.

R1attloxs23


Apfelkuchen, deine Beiträge strotzen nur so vor Neid und Missgunst. Kein Leistungsträger möchte in einer Gesellschaft leben in der Intelligenz und Fleiß nicht auch entsprechend entlohnt wird.

Wenn du zu dumm zu studieren bist kannst du immer noch froh sein in Deutschland zu leben, da man hier auch mit einer Ausbildung viele Möglichkeiten hat etwas zu erreichen – ganz zur Not greift das soziale Netz und fängt einen auf.

Ich denke, es wird viel getan, um Studenten zu unterstützen. Wie werden aber Auszubildende unterstützt?

Azubis erhalten eine Ausbildungsvergütung, als was bezeichnest du das denn? Die muß er überigends nicht zurückzahlen... ;-)

Deswegen würde ich es gerecht finden, wenn da der Verdienst anders verteilt werden würde, so dass das Verdienstniveau zwischen den einzelnen Berufsgruppen weniger schwankt

Dir ist aber schon klar das genau dies dazu führen würde, dass schwere und aufwendige Berufe die einen hohen IQ erfordern kaum noch ausgeübt werden würden.. wieso sollte ich jahrelang BWL studieren, wenn ich als Bürokauffrau genausoviel verdiene.. ist dann die Frage wer die Bilanzen erstellt, das Rechnungswesen überwacht usw. Meine Kolleginnen können das nicht... Hättest du Lust 7 Jahre Medizin zu studieren (ohne Entlohnung) dann noch 7 Jahre die Facharztausbildung zu machen um dann mit Mitte 30 malvoll einsteigen zu können um dann soviel zu vedienen wie eine Krankenschwester (oder unwesentlich mehr)? Wohl kaum.

Es ist nunmal so, dass gewisse Jobs quasi jeder machen kann, für andere bedarf es viel Fachwissen. Sich dies anzueignen ist anstrengend, aufwendig und erfordert Einsatz. DU möchtest all das gerne unter den Tisch fallen lassen und bezeichnest es noch als fair? :|N

Der eine hat studiert, der andere hat eine Ausbildung gemacht. Der letztere bekommt einen simplen Bürojob und der Studierte wird in einer höheren Abteilung eingesetzt, da er entsprechende Qualifikationen nachweisen kann.

Kann der mit der Ausbildung denn das gleiche wie der Studierte? Wie willst du denn wissen dass für die höhere Abteilung nicht auch das Studienwissen benötigt wird um diesen auszuüben ???

E*hemaliguer NVutzer (#4P7901x3)


@ Isabell

Das Problem (bezüglich unseren momentanen Gesprächs) ist, dass Du völlig den Mensch als solchen außen vorlässt. Die individuellen Schicksale, die Menschen die hier schreiben. Was weder positiv noch negativ gewertet sein will und es mag vielleicht als wissenschaftliche oder statistische Abhandlung funktionieren, aber nicht in so einer Diskussion.

Das Thema "Mensch" lassen wir in unserem Gespräch auch besser außen vor, würde ich vorschlagen. Wenn du möchtest, kannst du gern mal nach Ulrich Horstmann googeln, um abzuschätzen, in welche Richtung meine Haltung dazu in etwa geht. Warum ich bevorzugt mit anonymen Mengen argumentiere – 100 Menschen mit individuellen Schicksalen, die alle erwarten, dass man ihnen als Allererstes hilft, werden sehr schnell zu einer dummen Masse, und die geht wiederum über Leichen. Es mag widersprüchlich klingen, aber ich sehe Individualismus gerade dadurch gewahrt, indem sich jeder Einzelne auch den Blick auf die kollektive Rationalität bewahrt. Das Sozialwesen beinhaltet nun einmal die Problematik, dass jede Übervorteilung des Einzelnen automatisch zur Benachteiligung aller anderen gerät.

Was bei mir z.B. hängenbleibt, ist der Ausdruck "Bodensatz". Und ich kann 10 Mal ganz genau wissen, dass ich es nicht persönlich zu nehmen haben – ich empfinde es subjektiv aber als Beleidigung.

Es gibt Gründe, die ich hier nicht erläutern kann, warum ich solche Ausdrücke bewusst gebrauche. Und ja, es liegt dem eine "Auge-um-Auge"-Philosophie zugrunde.

Ebenfalls empfinde ich subjektiv, fast schon aus dem Bauch raus empfunden, von vornherein eine gewisse Abwertung bezüglich ....hm...wie soll ich es sagen? Also rein emotional kommt es mir so vor als sei der rote Faden Deiner (aber auch durchaus anderer Beiträge), dass HartzIV-Empfänger zwangsläufig beruflich gesehen sowieso nie was "Dolles" zustande gebracht haben. Das ist natürlich arg subjektiv eingefärbt – dennoch bleibt einfach dieser "Nachgeschmack" bezüglich Beiträge wie dem Deinen.

Ich weiß nicht, ob ich wirklich rüberbringen kann was ich da so meine, gerade weil es äußerst subjektiv und emotional empfunden ist – aber ich fühle mich bei solchen Beiträgen noch mehr in die "HartzIV-Versager-Ecke" gedrängt als sonst (vor allem, weil ich nur die Hälfte verstehe) überhaupt.

Keine Sorge, das mit dem Verstehen ginge mir genauso, wenn hier Einige mal richtig aufdrehen würden – ich weiß sehr wohl, wo ich stehe und dass ich mir nix darauf einbilden brauche. Übrigens ist meine Ausdrucksweise nicht prätentiös gemeint, sondern mehr oder minder ein "soziologischer Unfall". In Kurzform hab ich sinngemäß gesagt, dass Leute wie du aus den Gegebenheiten das Maximum an Eigenleistung herausholen und mehr kann man denke ich auch nicht erwarten – alles andere als eine Beleidigung also. Und was meinen roten Faden angeht, so besteht der darin, dass Einige eine sehr unangemessene Erwartungshaltung bzw. Vorstellung davon haben, wie das Geld, was sie als Sozialleistung beziehen, erwirtschaftet wird – und zwar immer noch auf dem Rücken anderer. Davon abgesehen hören die Probleme mit genügend Geld nicht auf, aber das wollen wiederum Einige offenbar nicht verstehen, wenn sie jedes Entgegenkommen zum Anlass nehmen, um nach noch mehr zu schreien.

@ Apfelkuchen007

Es gibt auch gute Vergünstigungen für Studenten ( z.B. die Krankenkasse), das alles gibt es für Auszubildende nicht. Ich denke, es wird viel getan, um Studenten zu unterstützen. Wie werden aber Auszubildende unterstützt? Auf keinen Fall erhalten sie solche Hilfsmaßnahmen.

Genau, es gibt kein nicht rückzahlbares BAföG für schulische Auszubildende oder Berufsausbildungsbeihilfe %-|

Iisabjelxl


DoN_

Das Thema "Mensch" lassen wir in unserem Gespräch auch besser außen vor, würde ich vorschlagen.

Aber genau das ist doch der Knackpunkt in dem momentanen Gespräch zwischen uns. Du stehst hier nicht auf einem Vortragspodium um einen sozialkritischen Vortrag zu halten, sondern so ein Faden wie dieser hier besteht nun mal aus verschiedenen Menschen, einzelnen Schicksalen, bzw. Umständen/Situationen.

Klar wird so eine Diskussion auch mal von allgemein gehaltetenen Meinungen/Auffassungen etc. getragen – aber Du gehst ja noch einen ganzen Schritt weiter.

Es mag widersprüchlich klingen, aber ich sehe Individualismus gerade dadurch gewahrt, indem sich jeder Einzelne auch den Blick auf die kollektive Rationalität bewahrt.

Finde ich nicht widersprüchlich. Sehe ich ähnlich. Deshalb sage ich für mich auch immer, dass ich keinen Grund zum schimpfen habe, dankbar bin für das was ich bekomme, denn die Allgemeinheit, das Kollektiv, ermöglicht mir meine momentane Grund/Existenzsicherung.

Das Sozialwesen beinhaltet nun einmal die Problematik, dass jede Übervorteilung des Einzelnen automatisch zur Benachteiligung aller anderen gerät.

Darüber kann man wieder streiten. Denn es ist ja bei Weitem nicht nur das Sozialwesen, sondern es sind auch andere Posten die von der Allgemeinheit getragen werden (also zur Benachteiligung dieser) – es wurden mal irgendwo Zahlen mit Quellangabe genannt, dass das Sozialwesen in Relation zu Anderen staatlichen Ausgaben einen wesentlich geringeren Teil trägt. Sorry, bin jetzt gerade am frühren Morgen zu faul zum Googeln (mein Kaffee ist noch nicht intus ;-D). Doch bei diesen Posten geht es dann nicht um den Einzelnen der Vorteile oder Übervorteilung genießt.

In Kurzform hab ich sinngemäß gesagt, dass Leute wie du aus den Gegebenheiten das Maximum an Eigenleistung herausholen und mehr kann man denke ich auch nicht erwarten – alles andere als eine Beleidigung also.

Ich habe auch nicht Deine allgemeine Haltung als beleidigend empfunden (dazu ist sie mir auch insgesamt zu abstrakt), sondern lediglich den Begriff "Bodensatz".

Und was meinen roten Faden angeht, so besteht der darin, dass Einige eine sehr unangemessene Erwartungshaltung bzw. Vorstellung davon haben, wie das Geld, was sie als Sozialleistung beziehen, erwirtschaftet wird – und zwar immer noch auf dem Rücken anderer. Davon abgesehen hören die Probleme mit genügend Geld nicht auf, aber das wollen wiederum Einige offenbar nicht verstehen, wenn sie jedes Entgegenkommen zum Anlass nehmen, um nach noch mehr zu schreien.

Und damit sagst Du nichts Anderes als:

"Es gibt Schmarotzer in unserem Lande, die sich auf unserem Sozialsystem ausruhen und dazu noch Ansprüche stellen und rumjammern – und sich über den Nachbarn lustig machen, der sich für das gleiche Geld im Monat den Rücken krumm arbeitet".

Und da stimme ich Dir voll und ganz zu. Die gibt es.

Und nun? Das ist doch nichts Neues, die gab es schon immer. Seit dem Bestehen eines/unseres Sozialwesens. Und weil Du (und auch Andere) schon mal gesagt hast, "wir", die wir betroffen sind von HartzIV würden kollektiv dagegen angehen: Das stimmt nicht. Keiner von uns hat das je bestritten.

Der Punkt ist: Was hat diese Feststellung hier in diesem Faden zu suchen?

Das ist es, woran ich mich stosse. Dass in wirklich jeder Diskussion über HartzIV genau DAS immer wieder auftaucht obwohl es dafür meist gar keine Grundlage gibt. Man will – z.B. hier ganz klar und deutlich- einfach über das (oder sein eigenes Leben) mit HartzIV reden und dann kommt sowas. Die Grundlage wäre da, wenn Jemand einen Faden aufmacht der so "schmarotzend" denkt und lebt.

Das ist genauso als wenn in einem Psychologiefaden Einer über seine Therapie schreibt, dass sein Therapeut gut ist und ihm hilft – und dann Jemand auftaucht und rein"ruft": "Es gibt aber auch schlechte Therapeuten!!"

Das sollte aber nicht zu verwechseln sein damit, dass eine Diskussion sicher mal abschweift, wie z.B. jetzt in den Vergleich HartzIV-Bafög/generell Studenten. Oder in die Problematik der Niedriglöhne.

A=pfewlkuDch_en007


Ratlos23

Sorry. dein Beitrag ist ähm...wie soll ich schreiben...ich lass mal den Ausdruck offen, kannst dir ja denken was du willst, um näher darauf einzugehen. Unsachliche Diskussionen sind nicht mein Ziel.

Missgunst und Neid ??? . Naja, gut, wenn du was hineininterpretieren und deine eigene Version basteln willst, dann tu das. *:)

E8hemaligaer <Nut9zer (I#C479013x)


@ Isabell

Aber genau das ist doch der Knackpunkt in dem momentanen Gespräch zwischen uns. Du stehst hier nicht auf einem Vortragspodium um einen sozialkritischen Vortrag zu halten, sondern so ein Faden wie dieser hier besteht nun mal aus verschiedenen Menschen, einzelnen Schicksalen, bzw. Umständen/Situationen.

Klar wird so eine Diskussion auch mal von allgemein gehaltetenen Meinungen/Auffassungen etc. getragen – aber Du gehst ja noch einen ganzen Schritt weiter.

[...]

Und damit sagst Du nichts Anderes als:

"Es gibt Schmarotzer in unserem Lande, die sich auf unserem Sozialsystem ausruhen und dazu noch Ansprüche stellen und rumjammern – und sich über den Nachbarn lustig machen, der sich für das gleiche Geld im Monat den Rücken krumm arbeitet".

Und da stimme ich Dir voll und ganz zu. Die gibt es.

Und nun? Das ist doch nichts Neues, die gab es schon immer. Seit dem Bestehen eines/unseres Sozialwesens. Und weil Du (und auch Andere) schon mal gesagt hast, "wir", die wir betroffen sind von HartzIV würden kollektiv dagegen angehen: Das stimmt nicht. Keiner von uns hat das je bestritten.

Der Punkt ist: Was hat diese Feststellung hier in diesem Faden zu suchen?

Das ist es, woran ich mich stosse. Dass in wirklich jeder Diskussion über HartzIV genau DAS immer wieder auftaucht obwohl es dafür meist gar keine Grundlage gibt. Man will – z.B. hier ganz klar und deutlich- einfach über das (oder sein eigenes Leben) mit HartzIV reden und dann kommt sowas. Die Grundlage wäre da, wenn Jemand einen Faden aufmacht der so "schmarotzend" denkt und lebt.

Das ist genauso als wenn in einem Psychologiefaden Einer über seine Therapie schreibt, dass sein Therapeut gut ist und ihm hilft – und dann Jemand auftaucht und rein"ruft": "Es gibt aber auch schlechte Therapeuten!!"

Das sollte aber nicht zu verwechseln sein damit, dass eine Diskussion sicher mal abschweift, wie z.B. jetzt in den Vergleich HartzIV-Bafög/generell Studenten. Oder in die Problematik der Niedriglöhne.

Nein, die Diskussion in diesem Thread wurde erst neu entfacht durch die Forderung nach kompletter Anrechnungsfreiheit von Hinzuverdiensten auf das ALG II für bestimmte Gruppen von Hilfebedürftigen und das ist definitiv ein abstrakt-genereller Vorschlag, der nicht nur ein Einzelschicksal berührt. Und allein schon aufgrund der gegebenen Informationsasymmetrie kann hier eine Seite nur mit allgemein gehaltenen Auffassungen argumentieren, weil sie eure Einzelschicksale nicht bis ins Detail kennt (auch wenn sich hier Einige - nicht du - selbst verplappern, wie eigenverschuldet ihre Situation eigentlich ist und dass eben nicht die böse Gesellschaft daran Schuld war). Was du vorschlägst, ist bei Lichte betrachtet nichts anderes als ein Jammer-Thread für Betroffene, in dem keine kritische Gegendarstellung, und sei sie noch so fundiert, erlaubt ist. Wir hingegen dürfen die Betroffenen finanziell aushalten, sollen aber mal schön die Klappe halten und weiterarbeiten. Und wenn dem so ist, haben einige der kritischeren Stimmen hier (einschließlich mir) die Konzeption des Themas natürlich verfehlt.

Darüber kann man wieder streiten. Denn es ist ja bei Weitem nicht nur das Sozialwesen, sondern es sind auch andere Posten die von der Allgemeinheit getragen werden (also zur Benachteiligung dieser) – es wurden mal irgendwo Zahlen mit Quellangabe genannt, dass das Sozialwesen in Relation zu Anderen staatlichen Ausgaben einen wesentlich geringeren Teil trägt. Sorry, bin jetzt gerade am frühren Morgen zu faul zum Googeln (mein Kaffee ist noch nicht intus ). Doch bei diesen Posten geht es dann nicht um den Einzelnen der Vorteile oder Übervorteilung genießt.

Nein, kann man nicht. Übervorteilung habe ich hier synonym für "zu Unrecht begünstigt" gebraucht und das impliziert bereits, dass es nicht rechtens ist, weil man dabei über die angestrebte Gleichstellung hinausschießen würde. Aus dem Grund sind der Anpassungsmöglichkeit einer behördlichen Entscheidung an die Umstände eines Einzelschicksals auch irgendwo grenzen gesetzt - auf einen angehäuften Schuldenberg kann man beispielsweise in den seltensten Belangen vollumfänglich Rücksicht nehmen, weil meistens irgendwo Grundsätze einer wirtschaftlichen Lebensführung verletzt wurden und das wiederum hat einfach nur noch was mit mangelnder Selbstdisziplin zu tun. Was die Ausgaben angeht - die Sozialleistungsquote (in der allerdings auch Renten-, Kranken-, Pflegeversicherung usw. enthalten sind) kann durch 75 % der öffentlichen Abgaben gedeckt werden.

Ayeessxa


Das ist es, woran ich mich stosse. Dass in wirklich jeder Diskussion über HartzIV genau DAS immer wieder auftaucht obwohl es dafür meist gar keine Grundlage gibt. Man will – z.B. hier ganz klar und deutlich- einfach über das (oder sein eigenes Leben) mit HartzIV reden und dann kommt sowas. Die Grundlage wäre da, wenn Jemand einen Faden aufmacht der so "schmarotzend" denkt und lebt.

Das ist genauso als wenn in einem Psychologiefaden Einer über seine Therapie schreibt, dass sein Therapeut gut ist und ihm hilft – und dann Jemand auftaucht und rein"ruft": "Es gibt aber auch schlechte Therapeuten!!"

:)^ :)z

ISsabxell


DoN_

Nein, die Diskussion in diesem Thread wurde erst neu entfacht durch die Forderung nach kompletter Anrechnungsfreiheit von Hinzuverdiensten auf das ALG II für bestimmte Gruppen von Hilfebedürftigen und das ist definitiv ein abstrakt-genereller Vorschlag, der nicht nur ein Einzelschicksal berührt.

Das stimmt. Muß ich Dir recht geben.

Nur begannen -allerdings nicht unbedingt Deinerseits- schon wieder aufgrund dieser Forderung Einzelner, solche Aussagen wie "die meisten sind so und so, kommen aus dem und dem Umfeld" etc.

Was du vorschlägst, ist bei Lichte betrachtet nichts anderes als ein Jammer-Thread für Betroffene, in dem keine kritische Gegendarstellung, und sei sie noch so fundiert, erlaubt ist.

Wieso ein Jammer-Thread?? ":/

Erst mal habe ich das nicht vorgeschlagen, sondern es war die Eingangsfrage dieses Fadens und dann: Warum kann man sich nicht über schwierige finanzielle Verhältnisse (die übrigens ja noch längst nicht nur HartzIV-Empfänger betreffen) austauschen, erzählen wie man selbst organisiert etc. – ohne gleich als "Jammerer" dazustehen? Was hat das Eine mit dem Andere zu tun?

Und warum muß man sich einer Kritik stellen, wenn man erläutert wie man mit XY Euro monatlich haushält?

s[now%wixtch


ich lese und schreibe hier zwar normal nicht mit, habe aber gerade oben den Beitrag gelesen und dazu möchte ich kurz was sagen

@ Ratlos23

also nicht jeder der studiert hat, hat unbedingt einen hohen IQ und nicht jeder der einen hohen IQ hat, hat auch studiert. Das finde ich etwas herablassend. Es hört sich so an, als sei jeder der nicht studiert dumm. Da bist du aber völlig auf dem Holzweg. Ich kenne viele die kein Studium abgeschlossen haben und dennoch viele mit Studium in die Tasche stecken, weil denen oft die praktische Erfahrung fehlt. Aber ich gebe dir recht, wenn sich schon einer lange für einen Beruf vorbereitet, dann muss er auch mehr verdienen. Die Frage ist wieviel mehr und ob das dann noch sozial gerecht ist.

Und schwere Arbeit würde ich das nicht unbedingt bezeichnen, was jemand der studiert hat tut. ;-) Aber das mehr als Scherz. Schwer ist bei mir eine Arbeit die körperlich was abverlangt und da kenne ich einige Berufe, die eine eindeutig höhere Bezahlung verdient hätten, sie aber nicht bekommen und dann fehlt mir die soziale Gerechtigkeit.

Aber, und ich weiß jetzt nicht mehr ob du das geschrieben hast, es ist schon richtig, in Deutschland wird man sehr gut vom Sozialennetz aufgefangen. Das ist in sehr vielen anderen Ländern nicht so. Auch wenn ich das jetzt noch ausweiten und Ungerechtigkeiten aufzeigen könnte, aber das ist mir zu viel. Es ist wie es ist und wir können in Deutschland immer noch froh sein, dass es so ist.

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