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Wohnung ohne Heizung

Hi, aus finanziellen Gründen musste ich in eine Wohnung ziehen, eigentlich echt ok vom Preis da ich nur 215 Euro für 38mē bezahle. Einziges Manko: Es gibt keine Heizung. Kennt jemand vielleicht (...)   >>>

D9om1  am 11.03.10  16:23

13.03.10  07:13

Es gibt auch Nachtspeicheröfen, welche den Einbau eines zweiten Zählers erfordern, der Ofen speichert über Nacht den billigen Strom, so kann es auch günstiger mit Strom gehen.

Ich hatte das Problem mit meinem Büro, welches ich in den Dachboden verlegt hatte, wo keine Zentraheizung vorgesehen war. Erst versuchte ich es mit einem Petroliumofen, was die schlechsteste Lösung war (Geruch und Kosten), danach heitzte ich das Büro mit einem Katalystofen, wo man die Raumgröße beachten muss, allerdings war das Teil sehr effektiv, so das das regelässige Lüften nicht auffiel, doch auf Dauer wollte ich keine Gasflasche im Haus haben.

Jetzt habe ich mir einen Kaminofen eingebaut, aber da Du ja in Miete wohnst, müsstest Du erst den Vermieter um Erlaubnis fragen, denn es muss, falls ein Kamin vorhanden ist, ja ein Anschluss eingebaut werden.

Hört sich nach viel an, aber es lohnt sich auf jeden Fall.

Bevor jedoch alles in Angriff genommen wird, so muss man den zuständigen Kaminkehrer kommen lassen, und sein OK einholen (er kommt bei mir ja eh regelmässig, also kein Problem).

Zum Einbau des Kaminanschlusses sollte man ein wenig Handwerklich geschickt sein, es muss an das vorhandene Kamin ein Loch gebohrt werden, die Bohrkrone dazu kann man sich ja bei den Baumärkten ausleihen, dann muss das Anschlussstück mit dem Spezialzement angebracht werden.

Den Ofen auf eine feuerfeste Platte gestellt, und die Kaminrohre werden dann längenmässug angepasst, damit es auch nicht herausquallmt, danach den Kaminkehrer das abnehmen lassen (ist auch nur eine Formalität).

Die Wärme vom Kaminofen ist von allen die angenehmste, ich habe ja selbst im Wohnzimmer, zusätzlich zur Zentralheizung einen drin, denn die Abstrahlwärme ist einfach am schönsten.

Holz ist zudem ein günsitger Brennstoff, wenn man die Arbeit nicht scheut, man kann bei den Staatforsten auch zum Ausholzen für null Holz bekommen, allerdings muss es selbst gefällt und zerkleinert werden. Und man muss auch eine geeignete Lagerfläche zum trocknen haben.

H1oppelfHuss

13.03.10  07:38

Kohle habe ich kaum noch,

wenn du mit KOHLE heizen kannst muss doch ein Kamin vorhanden sein

oder war mit Kohle - GELD gemeint

ry a> l *f

13.03.10  07:55

Wie steht es mit dem Verbrauch von Infarotlampen?

Die geben eine sehr angenehme Wärme ab. Auf der Arbeit haben wir die in unseren Duschräumen und wenn ich die mal so betrete dann schwitze ich schon.

Zumindest für einen kleinen Bereich damit dir nicht kalt ist könnte das doch was sein wenn sie nicht zu viel verbrauchen?

W4aHndel5stexrn

13.03.10  09:14

hi,

welche genossenschaft ist das denn?

die "wohnung" ist leider unvollständig; gerade das fehlen der heizmöglichkeit ermöglicht dir meines wissens eine mietkürzung um 100% ... da wäre wirklich das aufsuchen des mieterbunds angeraten, denn 1. sind nicht alle wohnungsgenossenschaften gut (sprich tragen den genossenschaftsgedanken weiter, sondern sind mittlerweile normale unternehmen - vor einiger zeit gab es eine änderung des genossenschaftgesetzes) und 2. sollte das doch wirklich jemand einbauen, der davon mehr ahnung hat - das unfachgemäße anbringen von heizmöglichkeiten kann ja weitreichende folgen haben! :-o

meiner meinung ist das eindeutig aufgabe der genossenschaft - du hast doch sicherlich auch keinen "normalen" mietvertrag, sondern ein unbefristetes nutzungsrecht, d.h. so einfach kann man dich da auch nicht rausschmeißen ....

gruß,

zvuzxa

13.03.10  09:31

guten morgen,

klingt ja sehr dubios die ganze Geschichte.

Was Du da angemietet hast, und was im Mietvertrag drin steht - das solltest Du kontrollieren.

Das der "Wohnraum" in Deinem Fall nicht unbedingt als günstig anzusehen ist, sollte Dir auch klar sein. (abgesehen von der geographischen Lage der Wohnung).

Und da du auch noch an akutem Geldmangel leidest - wenn ich das richtig verstanden habe - dann bleibt Dir ja nur eine low budget Lösung übrig. Suche dir in deinem Ort oder in nächster Umgebung eine caritative bzw. diakonische Einrichtung und frage da nach warmer Kleidung, Decken und allem, wa dich sonst noch wärmen kann. Meines Wissens nach, bekommst Du da immer geholfen entweder ganz kostenlos aber zumindest für ganz kleines Geld.

paralel solltest Du aber wirklich prüfen, was du da lt. Vertrag angemietet hast, und der Mietrschutzbund hilft Dir auch - ich glaub sogar - kostenlos.

Abschliessend wär da noch eine Gespräch mit dem Vermieter anzuraten, vielleicht ist der ja hilfsbereiter als angenommen wird, und der wartet jedoch nur, daß Du dich an ihn wendest.

wünsch Dir viel Erfolg und auch daß der Frühling recht schnell Einzug hält *:)

BXarxon

13.03.10  14:34

Normale Heizlüfter verbrauchen so 2-3 kw/h Leistungsaufnahme, das wärn so etwa 50-60 Cent pro Stunde.

Also eine etwas bessere Elektroheizung (egal, ob Heizlüfter, Radiator.....) hat ja meist einen Thermostat, schaltet also aus, wenn die gewünschte Temperatur erreicht ist, und hält diese dann nur. D.h. Du zahlst da in 10 Stunden nicht 5 - 6 Euro..... Viel hängt natürlich von der Isolierung der Wohnung ab.

Ich habe auch schon in Wohnungen ohne Heizung gewohnt, und hatte da eigentlich nie horrende Stromrechnungen von ein paar hundert Euro..... Ist zwar sicher keine Ideallösung, aber vorübergehend kann sich das bei sonst sehr günstiger Miete durchaus lohnen. Zumal da man ja nicht das ganze Jahr heizt.....

A6nonVymax1

13.03.10  19:41

Wie steht es mit dem Verbrauch von Infarotlampen?

Kein bisschen besser, aaaber... Auch wenn es sich etwas von der Fragestellung des TE entfernt, möchte ich auf die Zusammenhänge kurz eingehen, sie sind nicht ganz uninteressant.

Strom in Wärme zu verwandeln, funktioniert physikalisch bedingt immer - egal welche Geräteart! - verlustfrei, mit dem traumhaften Wirkungsgrad von praktisch 100%. (Die dennoch sehr schlechte Ökobilanz elektrischen Heizens hat Gründe, die nahezu ausschließlich im Kraftwerk liegen, nämlich hohe Verluste bei der umgekehrten Umwandlung, also von Wärme in Strom. Und das beruht weitgehend nicht etwa auf Unzulänglichkeiten, sondern ergibt sich zwingend aus den physikalischen Gesetzen der Thermodynamik, weswegen diese Umwandlung notwendigerweise einen extrem schlechten Wirkungsgrad von - soweit ich weiß - deutlich unter 50% hat und auch durch noch so viele Bemühungen nicht über eine bestimmte Grenze gesteigert werden kann. Daneben geht natürlich auch die Energieverteilung bis zum Verbraucher nicht ganz ohne Verluste.)

Aber wie gesagt, aus Verbrauchersicht haben alle elektrischen Heizgeräte den gleichen maximalen Wirkungsgrad von praktisch 100%. So gesehen ist es also völlig egal, ob Heizlüfter, Radiator, Rotlichtlampe, Halogenheizer, Wärmewellenheizer oder was immer uns noch mit wohlklingenden Worten als "sensationell sparsam" angepriesen wird. Alles Unsinn - besser als 100% geht nun mal nicht.

(Übrigens: man kann der Rotlichtlampe theoretisch sogar einen etwas schlechteren Wirkungsgrad als den meisten anderen Geräten bescheinigen, weil hier ja ein Teil der Energie in sichtbares Licht anstatt in Wärme umgewandelt wird. Praktisch ist dieser Anteil aber eher gering, ich schätze unter 1-2%. Selbst bei einer normalen klassischen Glühbirne gilt: etwa 95% des Stroms werden in Wärme verwandelt, nur 5% in Licht.)

Obwohl also alle Geräte die elektrische Energie gleich gut in Wärme umwandeln und einander deshalb langfristig ebenbürtig sind, unterscheiden sie sich aber subjektiv dennoch deutlich. Dazu muss man wissen, dass es zwei sich sehr unterschiedlich anfühlende Arten der Wärmeabgabe gibt: Strahlung und Konvektion. Letzteres meint die Erwärmung der Luft, welche dann im Raum zirkuliert (warme Luft steigt ja nach oben) und die Wärme verteilt. Strahlung hingegen ist nicht an ein Medium gebunden und wird direkt gespürt (vgl. Sonnenstrahlung).

Konvektionswärme wirkt erstmal an der Oberfläche unserer Haut, tiefere Schichten werden allenfalls indirekt und verzögert durch Wärmeleitung und Verteilung durch den Kreislauf erreicht. Strahlungswärme kann dagegen ein wenig eindringen und somit direkt und sofort (etwas) tiefere Gewebeschichten erwärmen.

Beide Arten der Wärmeabgabe sind je nach Gerät in unterschiedlichen Anteilen vertreten, und das sorgt für unterschiedliches subjektives Wärme-Empfinden. Beispiele: Rotlichtlampe: fast nur Strahlung, Heizlüfter: fast nur Konvektion, Radiator: beides. Strahlungswärme wird augenblicklich als "warm" empfunden, selbst wenn die Raumluft noch kalt ist - ob diese Diskrepanz angenehm ist, sei dahin gestellt. Auch ein Heizlüfter kann wegen der beschleunigten Luftumwälzung sehr schnell für gefühlte (angenehmere) Wärme sorgen. Eine gewisse Energieersparnis erscheint wiederum durch bewusste Ausnutzung von Strahlungswärme möglich, sofern diese gezielt nur dorthin gerichtet wird, wo sie gebraucht wird. Das geht natürlich mit einer Rotlichtlampe fast punktgenau.

Weitere subjektve Faktoren sind die Wärmekapazität und -trägheit der Geräte (ein Radiator wirkt "träger" als etwa ein Heizlüfter oder eine Rotlichtlampe), auch Geräuschentwicklung und Luftzug z.B. eines Heizlüfters mögen als unangenehm empfunden werden. Und so weiter...

Prinziell gilt aber: elektrisches Heizen, egal wie, ist in der Gesamtbilanz ungefähr so effektiv, wie wenn man für jede Kohle, die man in einen Ofen legt, zwei weitere aus dem Fenster wirft... ;-)

Sorry für den Exkurs, vielleicht interessiert's ja jemanden...

Ignd5ivGiduaHlist

14.03.10  02:56

Erstmal danke für die ganzen Beiträge.

Zum Thema "da muss man sich vorher drüber Gedanken machen". Ich habe da nicht viel Auswahl. Man findet in einer großen Stadt schwer eine günstige Wohnung, dazu war es bei mir sehr kurzfristig...ich hatte knapp einen Monat Zeit. Nur als Beispiel, die günstigste Wohnung außerhalb einer Genossenschaft hätte mich bei 28mē 340 Euro warm gekostet.

Einen Kaminschaftzugang habe ich meines Wissens nicht, muss ich noch klären. Ich denke aber nicht das die Genossenschaft da eine Genehmigung geben würde. Es gibt auf jeden Fall das Angebot das Heizungen in die Wohnung eingebaut werden, Problem ist halt das das den Mietpreis generell um einiges anheben würde. Ich werde da mal nachhören wieviel das genau wäre, aber ich denke das es dann schon fast billiger wäre halt durch Strom etc zu heizen. 215 Euro is halt nix im Monat, wenns schön warm draussen is.

Und die ganzen Klamotten und Pelztips, danke, aber ich bin ja net bescheuert. :D

Klar frier ich mir nich total einen ab und packe mich ordentlich ein, aber das kann eben kein Dauerzustand sein. Ich kann ja niemand zu mir einladen weil man sich in der Küche den Arsch abfriert...außerdem fühle ich manchmal schon stark in meiner Lebensqualität eingeschränkt, wenn ich mich ins eiskalte Badezimmer unter die Dusche quälen muss etc...

Und @Individualist: Danke für den Exkurs, aber mir ist das alles durchaus bewusst. ;-)

Nur habe ich eben keine großen Alternativen momentan

D;omx1

14.03.10  03:59

Hast du einen Grundriss der Wohnung online? Wenn ja, stell ihn bitte mal ein.

k7roeMllxebora

14.03.10  15:47

Habe leider keinen hier grad, hab aber mal grob was zusammengeschustert wie es ungefähr aussieht. Kommt ganz gut hin.

img638.imageshack.us/img638/9202/wohnflche.jpg

D0om1

14.03.10  15:51

und mir einen pelzmantel holen, [...]

sofia34-39 jahre alt

Pfui!!

PysycYhoG!hosxt

14.03.10  16:05

und mir einen pelzmantel holen, [...]

sofia34-39 jahre alt

Pfui!!

PsychoGhost

was soll denn das jetzt ? man kanns auch mit der tierliebe übertreiben, sofia hat geschrieben sie hatte von ihrer oma einen geerbt oder so, soll man den jetzt wegwerfen? damit ist diesem tier auch nicht mehr geholfen ........

sru,nsAhinexy

14.03.10  16:13

Bei der Vermietung war ja bestimmt jemand von der Genossenschaft dabei oder? hat der nichts zum Thema heizen gesagt? Vor dir hat ja sicherlich auch schon jemand in der Wohnung gelebt...

6v8FaJbixan68

14.03.10  16:15

aber ich denke das es dann schon fast billiger wäre halt durch Strom etc zu heizen. 215 Euro is halt nix im Monat,

Eben. Selbst wenn Du 6 Monate lang zusätzliche Stromkosten von 100 Euro pro Monat hättest (und das ist deutlich mehr, als ich in der Regel hatte....), wären das aufs Jahr gerechnet 50 Euro pro Monat, die Wohnung also immer noch sehr günstig. Ob das ökologisch sinnvoll ist bzw. inwiefern Du es als Einschränkung Deiner Lebensqualität empfindest, wenn Du halt nur Küche / Wohnzimmer warm hast, ist natürlich ein anderes Thema.....

Wie schon geschrieben, eine Dauerlösung wäre es für mich nicht, aber vorübergehend (Studium, Ausbildung, befristete Arbeitsstelle oder ähnliches.....) finde ich das nicht so tragisch.

AsnoTnyma1

14.03.10  17:10

Also was man noch dazu sagen muss, ich wohne halt in Köln und zwar in dem Viertel in dem ich meine Jugend und auch den großteil meines Erwachsenendaseins verbracht hab. Alle meine Freunde wohnen hier, Eltern etc...ich mag die Gegend. Ich werde sicherlich längere Zeit dort wohnen bleiben, insofern ich nicht ein Top-Angebot von der Wohnungsgesellschaft bekomme.

Mein Plan sieht jetzt so aus mit so wenig Stromheizen wie möglich bis zu wärmeren Temperaturen zu warten...und dann wenn ich finanziell besser dastehe halt ne Heizung nachrüsten zu lassen. Oder eine Alternative zu finden.

Ansonsten ist die Wohnung halt voll ok, Gemeinschaftsgarten, Waschküche, großer Keller, Putzdienst fürs Treppenhaus, KabelTV umsonst, schönes Laminat, Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel vor der Haustür, für mich persönlich sehr schöner Schnitt und halt gnadenlos günstig im Vergleich zu anderen Buden...

D7oxm1

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