» »

Hilfe! Dringende Frage zum Wegerecht

m4arik,a }suterxn


kann sich dein vater nicht einfach für die paar meter weg ans steuer des entleerungswagens setzen :=o

TjwisMtxer2


Hast Du den Original Text aus dem Grundbuch?

Was ist das eigentlich für den Quatsch, dass kein anderer den Weg nutzen darf? Es ist doch eigentlich klar, dass man mal Freunde in den Garten einlädt?!?

CMhr7issNixS


@ Twister

Das Wegerecht ist im Grundbuch eingetragen. Die Kaution soll, soweit ich es verstanden habe, nur eine kurzfristige Sache sein, also Antrag zur Befahrung, verbunden mit 250 Euro, wovon 125 Euro sowieso schonmal keine Kaution sind, sondern eigentlich eine Benutzungsgebühr und der Rest nach Wegbesichtigung sofort wieder ausgezahlt werden soll. Vielleicht darf man ihn da nicht auf den Wortlaut der Kaution "festnageln"... ???

s<inghxa


@chrissis. In welchem Grundbuch ist das Wegerecht eingetragen?

Es müsste in der 2. Abteilung des Grundbuches stehen.

Es gibt auch noch ein Baulastenverzeichnis bei der Stadt, dort sind meistens auch noch Wegerechte eingetragen.

T!wisct1erx2


Geht zum Anwalt oder sitzt es aus.

Der Mann ist pleite und wenn ihr dem noch Geld in den Rachen schmeißt, kriegt ihr´s wahrscheinlich nie wieder.

Und stellt umgehend auf Torftoilette um. Wird zwar nur begrenzt geduldet, aber besser als eine übergelaufene Sickergrube! Man muß es ja auch nicht an die große Glocke hängen, was man hinten im Garten macht. :=o

CthrissxiS


kann sich dein vater nicht einfach für die paar meter weg ans steuer des entleerungswagens setzen :=o

Coole Idee! ;-D Nur wirds da wohl an der Entsorgungsfirma scheitern...

@ Twister

Nein, den Grundbuchtext hab ich nicht hier, den müsste ich erst besorgen. Ich denke aber, dass es genau so eingetragen ist, wie in dem Vertrag, also begehen und befahren seitens der Eigentümer und Rechtsnachfolger.

Besucher, die zu Fuß kamen, wurden bisher immer geduldet, solche, die mit dem Auto kamen noch nie. Ich finde die Ausgestaltung des Wegerechts für ein Gartengrundstück auch sehr ungewöhnlich und lebensfremd. Aber der Wegeigentümer ist dem Anschein seiner Schreiben nach auch nicht gerade rechtskundig, wenn ich ein solche Einschätzung mal wagen darf.

syingZha


Wenn du nicht in Bayern oder Brandenburg wohnst, ist das Wegerecht nicht im Grundbuch, sondern im Baulastenverzeichnis geregelt

[`Maertigenchen]


Meist steht im Grundbuch nur ein kurzer Text à la "Geh- und Fahrtrecht am Grundstück FlSt. xy der Gemarkung yz für den jeweiligen Eigentümer des Grundstücks FlSt. wx der Gemarkung yz. gemäß Bewilligung vom x. x. 19xx, eingetragen am x. x. 19xx.”

Ist das bei Euch auch so? Ein wenig mehr Info würde helfen.

[bM7artiexnchxen]


P.S. gleiches gilt für die schuldrechliche Vereinbarung. Ohne die Texte kann ich leider nichts dazu sagen.

CEhriBssiS


@ Dumal

Entweder deine Eltern gehen zu einem Anwalt oder es wird eben gewartet, bis die Nachbarn eine Antwort haben.

Bis zur Klärung ist die Grube übergelaufen... aber das mit dem Treuhandkonto ist eine gute Idee.

Ja, ich weiß, dass die Angelegenheit schon etwas speziell ist, aber einige Anregungen sind ja trotzdem schon dabei rumgekommen! Danke! @:)

@ singha

Danke auch für deine Antwort! @:) Ich mach mich bei meinen Eltern nochmal kundig, über die Eintragungen. Wie oben schon geschrieben, werde ich das mit dem Treuhandkonto erstmal vorschlagen.

[-Marptilen%chDen]


P.P.S. Soweit ich weiß, werden in das Baulastenverzeichnis auch nur die öffentlich-rechtlichen Verpflichtungen eines Grundstückseigentümers gegenüber der Baubehörde eingetragen. Grunddienstbarkeiten etc., die aufgrund schuldrechtlicher Vereinbarung entstehen, werden überall ins Grundbuch eingetragen.

C5h rFis:sixS


@ Martienchen

Die genaue Eintragung muss ich erst nochmal erfragen, aber im Vertrag steht folgendes:

"Verkäufer und Käufer vereinbaren folgendes Wegerecht: Der Käufer (und sein jeweiliger Rechtsnachfolger) ist berechtigt, die im anliegenden Lageplan als "Weg" eingezeichneten und gelb gekennzeichneten Flächen zum Gehen und Fahren zu benutzen. Der Umfang des Benutzungsrechtes ist dadurch beschränkt, dass der Käufer sein Gartengrundstück erreichen kann.

Demgemäß bewilligen und beantragen die Erschienenen, zugunsten des jeweiligen Eigentümers des mit dem heute zum Kauf angebotenen Flurstückes ein Wegerecht im Grundbuch des Verkäufers von ...(Ort), Blätter soundso zu Lasten der dort verzeichneten Flurstücke (Wegeflächen) einzutragen."

siinVghxa


@ martienchen:

Ja Geh- Fahr und Leitungsrecht für die allgemeinheit ist eine öffentlich rechtliche Verpflichtung - aber unsere Infos hier sind einfach zu dünn: Stochern im Nebel ;-)

[zMa rtLienIchen]


Daraus zumindest geht meines Erachtens NICHT hervor, dass ausschließlich der Eigentümer der Gartengrundstückes und niemand sonst den Weg "nutzen" darf. Nur von diesem Textfragment ausgehend würde ich eine Auslegung des Wortes "nutzen" vornehmen. Ich denke, alles hängt an dem Ausmaß des Nutzungsumfanges. Ich würde behaupten, dass unter einer "Nutzung" die gewöhnliche Nutzung eines Weges zu verstehen ist, also die Nutzung, die erforderlich ist, normale Bedürfnisse eines durchschnittlichen Menschen zu erfüllen. Hierzu gehört meines Erachtens auch, dass nicht nur der jeweilige Eigentümer des Grundstückes selbst den weg nutzen darf, sondern auch diejenigen Personen aus seinem Wirkungskreis, die den Weg nutzen müssen, um eine übliche und durchschnittliche "Nutzung" des Weges für den Grundstückseigentümer zu gewährleisten. Deshalb würde ich behaupten, dass sowohl Besucher des Grundstückseigentümers als auch diejenigen Hilfspersonen, die zur Erfüllung der objetiv erforderlichen Bedürfnisse des Grundstückseigentümers auf das Gartengrundstück gelangen müssen, diesen Weg gemäß der oben angeführten Vertragspassage nutzen DÜRFEN.

Sollte irgendwo noch explizit stehen, dass nur und ausschließlich der im Grundbuch als Eigentümer des Gartengrundstückes eingetragene Eigentümer den weg begehen und befahren darf, könnte man sich über die Wirksamkeit einer solchen Klausel unterhalten.

Ich denke, der Typ will Euch einfach nur Geld aus dem Kreuz leiern. Ich würde das nicht auf mir sitzen lassen und einen Anwalt einschalten.

T~wis3ter2


Ja, also wenn der Eigentümer nicht klein beigibt, kann der Vater auch mit nem Panzer hochfahren. Berechtigt ist er dazu. Ich gebe es zu, ich bin so link und würde das bringen. Allerdings nur nachts und das mehrmals. ]:D

In Verträgen kann man alles mögliche festhalten, ob das am Ende vor Gericht Bestand hat, steht auf einem ganz anderen Blatt. Lass dich davon nicht irre machen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beruf, Alltag und Umwelt oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Allergien · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH