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Grundloses Mobbing an Schulen: Wie wird man Mobbingopfer?

s*omeon{e ,to truxst


Die Schuld des Mobbingopfers ist es selten, aber einen Grund für die anderen (der vielleicht auch nur für die anderen besteht) gibt es immer und auf der Ebene wird dann auch gemobbt!

Selten? Das heißt: In manchen Fällen ist es schon die Schuld des Mobbingopfers?

Das ist Quatsch. Es gibt wohl keinen einzigen Fall, in dem sich sagen ließe "Ja, hier hat das Opfer selbst Schuld, dass es systemmatisch ausgegrenzt, psychisch gequält und drangsaliert wurde, also, da muss es jetzt durch".

Selbst wenn ein Mensch sich noch so danebenbenimmt, man kann NIE sagen, dass es seine eigene Schuld ist, dass sich eine ganze Gruppe gegen ihn wendet! Nie.

cDoraCzon8x1


Ich war meine ganze Schulzeit hindurch Mobbing-Opfer. Dafür gab es viele Gründe. Zum einen war ich die Kleinste. Immer schon. Darüber hinaus verboten mir meine Eltern so gut wie alles, ich durfte nicht weg, durfte nicht mit anderen spielen, ich durfte gar nix. Das hilft natürlich auch nicht grade weiter. Und dann war ich noch verhältnismäßig gut in der Schule, ohne mich groß dafür anstrengen zu müssen. Ich bildete mich in meiner Freizeit weiter, was hätte ich auch sonst tun sollen?

Mein Wissen verlieh mir ein gewisses Selbstvertrauen. Sogar soviel, dass ich es wagte, Lehrern im Unterricht zu widersprechen, sie zu verbessern und sie in Diskussionen zu verstricken bei Themen, in denen ich mich besonders gut auskannte. Daraufhin war ich bei einigen Lehrern auch nicht mehr sonderlich beliebt, es brachte mir jedoch eine gewisse Achtung von Seiten der Mitschüler ein. Es kam ganz gut an, wenn es mir gelang, einen Lehrer blöd dastehen zu lassen.

Dennoch, beliebt war ich nie. Ich hab mich irgendwann mit meiner Rolle als Streber und Klugscheißer abgefunden und mich damit getröstet, dass die Schulzeit irgendwann vorbei ist und ich Menschen aus dieser Zeit nie wieder sehen muss, wenn ich das nicht will.

GLänseOblümmlein


Was meinst du damit? Was ist denn "ein Grund, der vielleicht nur für die anderen besteht"? Damit lässt sich doch Moibbing nicht rechtfertigen

Grund der nur für die anderen besteht: Die gemobbte Person ist hässlich, dumm, Missgeburt, Pickelfresse und und und.... was ich damit sagen will, da anderen sehen ein Problem im Opfer, was es selbst eigentlich nicht hat, denn sie sind nicht wirklich hässlich, doof oder sonstwas.... aber wenn man es oft genug gesgat bekommt, glaubt man es irgendwann auch >:(

ZnwergUenfxrau


Meiner (teilweise eigenen) Erfahrung nach, waren die Opfer Menschen mit wenig Selbstbewusstsein. Von diesen ist wenig Gegenwehr zu erwarten, was die Sache unglaublich leicht macht. Und es traut sich kein "neutraler", da irgendwie einzugreifen aus Angst, selbst zum Opfer oder nur ausgegrenzt zu werden.

Meine Genugtum war, dass die meisten "Hauptmobber" ihren Abschluss (Abi) nicht bekommen haben bzw. erst gar nicht bis in die Oberstufe gekommen sind.

Ich frage mich bis heute, was in diesen Köpfen vorgegangen ist und worin der "Spaß" liegt, andere psychisch fertig zu machen. Verstehen werde ich es nie.

GWän8sebTl/üWmHlxein


Die Leute die mich gemobbt haben, haben zu 90% das Abi geschafft %:|

Wzat~eUrlxi


Grundsätzlich gibt es keinen "Grund" der Mobbing rechtfertigt. Und "Mobbing" ist es ja auch erst, wenn es systematisch über längere Zeit erfolgt. Also jemand, der mal 2 Wochen damit aufgezogen wird, wie er beim Sport lustig hingefallen ist, und dann wieder in Ruhe gelassen wird, ist für mich noch kein Mobbingopfer. Ich denke bei solchen Leuten ist das auch schnell wieder vergessen.

Bei Mobbing bin ich grundsätzlich der Meinung, dass die Täter ein Problem haben. Man kann sich nämlich frei dafür entscheiden, andere fertig zu machen und ich finde so eine Entscheidung hat man allein zu vertreten, da muss man gar keinen Grund suchen. Das ist ein großer Fehler. Ich wurde außer in der Schule von zwei Personen NIE WIEDER gemobbt, also es kann an mir nicht liegen. Allerdings habe ich gesehen, wie diese Person mehrmal jemand anderen mobbte... für mich ein Beweis, dass diese Person krank im Kopf ist.

Als Abwehr gegen Mobbing kommt für mich daher auch nur in Frage, mit Eltern, Lehrern, Direktoren und der Polizei (Anzeige) zusammenzuarbeiten. Es ist nicht die Aufgabe des Gemobbten, sich zu ändern, sondern die Aufgabe aller, dem Mobber eine satte Strafe zukommen zu lassen, denn SEIN Verhalten ist falsch, sonst gar nichts. Und er sollte dafür Konsequenzen spüren.

W=aterxli


Ich finde die Täter haben noch weniger Selbstbewusstsein als die Opfer... warum sollten sie sonst sowas nötig haben? Also wirklich, ganz arme Würstchen sind das. Und die fliegen irgendwann noch auf die Fresse. Ich finds auch lustig, dass die eine es an die Supermarktkasse geschafft hat. :)=

Gbänseblüxmlein


ganz arme Würstchen sind das

Hilft dem Gemobbten aber leider herzlich wenig

K1erstiPn_mit_xPaul


Nach welchen Kriterien wird ein Schüler zum Mobbingopfer ???

Das ist leicht:

-sei du selbst

-kümmer dich nicht darum, was "in" ist

-habe deine eigene Meinung und trau dich die auch zu sagen

-zieh an, was du willst

-schmink dich, wie du willst

-mach deine Haare, wie du willst

das nonplusultra ist wahlweise eine dicke Brille, schlimme Akne, ein wenig zu viel/zu wenig auf den Rippen etc.

Und schon wirst du gemobbt. :)= Es lebe die Gesellschaft.

MfG ein ehem. Mobbingopfer.

A$lexga1


War auch ein Mobbing-Opfer :°( Es ist zwar schon 7 Jahre her, aber ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, obwohl ich es sehr versucht habe das zu verdrängen.

Den wirklichen Grund weiss ich bis heute nicht.

also ich war nen mobbing opfer weil ich vom gymnasium auf die realschule gewechselt hab und daher nur 1en schrieb.

Das war bei mir ähnlich, aber ich denke nicht der Grund, da ein Mädchen, dass mit mir vom Gymnasium wechselte verantwortlich für dieses Mobbing war.

Wir waren halt 1 Jahr älter wie die anderen und sie war sehr manipalativ. Da wir beide neu in die Klasse dazu kamen, wollte sie gleich beliebt sein, wie in ihrer alten Klasse (waren auf dem Gymnasium in der Parallelklasse). Sie war jetzt nicht grade die hübscheste, aber trug immer teure Klamotten und zeigte sich immer sehr selbstbewusst, was vor allem den Jungs in der Klasse anscheinend gefiel.

Ich war immer sehr ruhig, zierlich und süss und musste mich in der Schule für meine guten Noten überhaupt nicht anstrengen im Gegensatz zu ihr. Ich denke, es hat sie immer geärgert, wenn ich eine 1 und sie eine 2 hatte.

Aber ich denke, der Grund war eher Eifersucht, bestimmt auch weil ich mich für die Noten kaum anstrengen musste. Da wir ja beide neu waren, haben wir uns anfangs versucht anzufreunden, war dann auch bei ihr in der Clique, ja nur dort hatten sich die Jungs dann für mich plötzlich interessiert und nicht mehr für sie. Waren auch etwas älter, wie die Jungs in der Klasse (2-3 Jahre). darunter auch ihr Exfreund und ihr Schwarm, womit das Mobbing dann anfing. Verbreitete Gerüchte in der Klasse, wurde dann als Schlampe und was weiss ich noch beschimpft, meine Bank wurde in die hinterste Ecke verschoben usw. Bin also komplett von der Klasse ausgegrenzt worden. Als ich mich dann versucht hatte mit der Parallelklasse anzufreunden, wurden die Gerüchte da natürlich auch verbreitet. Stand dann ganz alleine da, wurde komplett von allen Schüler ignoriert und das über 2 Jahre. Einmal wurden mir auch nach der schule von Mädchen, die ich nicht mal kannte die Haare ausgerissen. Gespräche mit Lehrern halfen natürlich nichts. Das endete dann bei mir mit einem Nervenzusammenbruch und naja nicht grade besonders gutem Schulabschluss, wie er es hätte sein können.

Ich finde die Täter haben noch weniger Selbstbewusstsein als die Opfer... warum sollten sie sonst sowas nötig haben.

Das denke ich auch.

Noch heute habe ich große Probleme damit, wenn ich auch nur unabsichtlich ignoriert werde :-(

P|owe/rPufxfi


:-( ich wurde auch gemobbt, von der grundschule an bis zu 7. klasse. der grund war, dass ich etwas pummelig war. damals wog ich genauso viel wie heute und war aber 20cm kleiner.

ständig sagte man mir, das ich hässlich und fett sei und irgendwann glaubte ich es. ich ging nicht mehr vor die tür und aß noch mehr, sodass ich noch dicker wurde. irgendwann wurde es mir dann zu viel und aus lauter selbsthass und selbstzweifel verfiehlt ich einer essstörung, mit der ich heute noch kämpfe.

nachdem ich meine seelischen probleme überwunden hatte, wechselte ich die schule, lernte mich selbst zu akzeptieren und selbstbewusst zu sein und seitdem hatte ich nie mehr probleme mit mobbing. leider aber mit agressionen. bei einem einzigen wort und kritik gegen mich, raste ich förmlich aus. ich könnte solchen leuten an die gurgel springen, dabei meinen sie es ja meist gar nicht böse. aber als gebranntes kind kann man das schon oftmals gar nicht mehr unterscheiden, was konstruktiv und was fies sein soll.

ich wünschte, ich hätte das alles nie erleben müssen. soweit wird es zumindest nie wieder kommen.

Gzä(nse^blü/mlexin


Ich war von der 9.-13. Klasse Opfer. Ich konnte mich in dem Alter nicht wehren, ich konnte meine Akne nicht wegzaubern und die Freundin gegen die es eigentlich ging (und ich hatte zu ihr gehalten, sonst wäre ich da gar nicht mit reingezogen worden). Hat sich in der 12. Klasse mit den andern verbündet und ich stand alleine da. Hätte ich Freunde gehabt wäre damals auch die Beziehung zu meinem Freund nicht zerbrochen {:( Scheiß Zeit war das

MbonsdhäschWen9x1


Selten? Das heißt: In manchen Fällen ist es schon die Schuld des Mobbingopfers?

ja das sehe ich schon so! wir hatten jetzt eine die sich aufgrund von lügen usw selbst in die aussenseiter- /mobbingopferrolle "verfrachtete" hat.

sie hat einem das so erzählt dem anderen so und dem 3. wieder ganz anders...

sie hat sich in ihren eigen lügen verstrickt - und das man mit lügnern nix zu tun haben will ist ja wohl klar oder? ich meine eine lüge kann man ja verzeihen (was viele von uns auch bei ihr gemacht haben,) aber als wir merkten das selbst das gespräch nicht geholfen hat haben wir sie dann gemieden und ab und an auch dumme sprüche ab gelassen

C>Ba=rkyAn


War ein Mobbin Opfer, kein richtig hartes, aber, die Klasse war schon gegen einen.

Es wurden nur schlimme Worte gesprochen, Taten folgten zum Glück nie.

Mich hatte das damals sehr gestört, ich war durchaus sehr aggressiv, konnte keine Kritik vertragen, und war unsicher. Hatte Vertrauen in jeden Menschen, usw.

Das ganze Mobbing, ging von einer einzigen Person aus.

Das einzige, was ziemlich unverständlich klingt, was aber so ist.

Ich bin dankbar dafür.

Ich bin dankbar dafür etwas gemobbt worden zu sein, weil heute weiß ich wie damit umgehen.

Ich bin jetzt selbstbewusster, nicht mehr aggressiv, zwar kalt geworden, aber, ich kann über solche Leute nun hinweg sehen.

Klingt wirklich unverständlich, das ganze hat mich eifnach kalt gemacht, aber ich bin einfach dankbar dafür.

Ich bin jeztt in einer anderen Schule, und da gibt es kein wirkliches Mobbing.

Ich weiß es zu schätzen....

Es klignt wirklich dumm, aber ich bin wirklich dankbar dafür. Nicht wegen den Mobbern, sondern gesamt.

Ich bin dadurch gereift, ein anderer Mensch geworden, und stolz drauf. Stolz drauf, das ich diese Zeit überlebt hatte.

Einziger Nachteil : Zwischenmenschliche Gefühle, kann ich kaum äußern...

Ich empfinde keinen Neid gegenüber anderen, kein Mitleid, keine Trauer, kein gar nichts.

Ich lebe für mich selbst....es gibt 1 Person die mir Nahe steht, und wo diese Gefühle existieren, aber bei anderen Menschen...geht dies nicht mehr...

Ich war auch eine von den seltenen die sich vor die Mobbing Opfer stellte, ich hielt zu ihnen, es war mir lieber, sie richteten ihr Mobbing auf mich, anstatt auf meine Freunde.

Klappte gut.

CQB\arkyxn


ja das sehe ich schon so! wir hatten jetzt eine die sich aufgrund von lügen usw selbst in die aussenseiter- /mobbingopferrolle "verfrachtete" hat.

sie hat einem das so erzählt dem anderen so und dem 3. wieder ganz anders...

sie hat sich in ihren eigen lügen verstrickt - und das man mit lügnern nix zu tun haben will ist ja wohl klar oder? ich meine eine lüge kann man ja verzeihen (was viele von uns auch bei ihr gemacht haben,) aber als wir merkten das selbst das gespräch nicht geholfen hat haben wir sie dann gemieden und ab und an auch dumme sprüche ab gelassen

:|N Sie wollte aber selbst sicher nicht in die Opfer-Rolle fallen :|N Sie wusste es sicher nur nicht besser, sie wusste nich wie sich verhalten...das war nicht ihre Schuld.

:|N Furchtbar.. ich kann nur den Kopf schütteln....

MAXIMAL, ist ein mobbing opfer selbst Schuld, wenn es sich bewusst und absichtlich für die Außenseiterrolle entscheidet...

Ich wollte zB nie zur "coolen" Clique gehören...

wah....wah.. das tut weh zu hören.... sie wird wohl einen Grund dazu gehabt haben zu lügen, vll dachte sie, es hätte keine Folgen... :|N

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