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Grundloses Mobbing an Schulen: Wie wird man Mobbingopfer?

M2ayflZowexr


Sie war seine illegitime Tochter.... Mutter und Tochter waren beide Persona non Grata im Dorf.

Das war zu der Zeit zu verachten, abzulehnen, keinesfalls wollte man sich mit so Jemandem identifizieren. Das sind/waren gesellschaftliche Zwänge, die für die Kinder damals genauso wesentlich waren wie für die dazu gehörenden Erwachsenen. Rein objektiv ist das aber kein Grund, jemanden fertig zu machen! Meiner Meinung nach gibt es überhaupt keinen Grund, irgendjemanden fertig zu machen! Natürlich haben sich Mutter und Tochter in dem Beispiel dann auch selber sehr schnell schlecht und als Opfer gefühlt, was ihnen dann ja auch wohl ständig vorgeführt wurde.

Ich wünschte, ich könnte sagen, dass es heute besser ist - ist es aber nicht. Ich arbeite im Sozialwesen und wenn ich so meine Klienten mit Kindern betrachte, muss ich sagen, dass es sich immer noch sehr ähnlich verhält.

Einerseits gibt es da diese "Erblichkeits-Theorie". Wenn die Eltern sozial schwach sind, wird den Kindern oft nicht mehr Kompetenz zugebilligt.

Andererseits ist es unglaublich schwer, innerhalb einer Gemeinschaft einen sozialen Aufstieg zu machen, wenn man sozial an Rande platziert wird. Hat man erst mal seine Rolle, ist es sehr schwer, diese zu verändern. Der von mir erwähnte "Brünzli", hat im Kindergarten noch eingenässt, irgendwann war er dann auch trocken. Er war aber in der Oberstufe noch der Brünzli und wenn man ihn ärgern oder verletzen wollte, hat man zu ihm "He Brünzli, Du seichelisch!" gerufen (heisst übersetzt: "He Pisser, Du riechst nach Pisse!"). Und das Verrückte ist, wenn ich den Mann (der wäre heute Mitte Vierzig) auf der Strasse sehen würde, würde ich als erstes - na was wohl? -denken: "He, das isch ja dä Brünzli...!" :-/

Der beste und am meisten Erfolg versprechende Weg läuft über einen Neustart in einer nicht vorbelasteten Umgebung.

M`ona;_85


Tja, wie wird man Mobbingopfer? Gute Frage....

Ich war jedenfalls eines... 6 Jahre Realschule waren für mich die Hölle!

Ich wurde als "fette Sau" beschimpft... war ich das eigentlich wirklich? Gut, ich bin nicht vollschlank, hab keine 90-60-90, hab nen muskolösen Körperbau und den hatte ich schon immer... aber ich denke nicht dass ich mit Kleidergröße 38-40 und einem BMI unter 26 wirklich "fett" bin... und wirklich abgenommen habe ich nicht seit dieser Zeit.

Gut, ich war in der 5. Klasse durchweg einen Kopf größer als meine Klassenkammeraden, kam auch schon sehr früh in die Pubertät, wahrscheinlich hat dieses "Anderssein", einfach "Weitersein" ausgereicht um das schwarze Schaaf zu sein, um mich auszugrenzen und keine Gelegenheit auszulassen um mich fertig zu machen. Hinzu kam noch, dass ich in diesen 6 Jahren niemals irgendwas gelernt habe und immer mit Abstand Klassenbeste war in einer Klasse, in der das "Null-Bock-Image" angesagt war und in der man stolz war eine 6 geschrieben zu haben und in der gewisse Lehrpersonen auch fertig gemacht wurden. Ich war halt ein "Streber".

Hinzu kam dann noch, dass viele meine Klassenkammeraden meine Eltern kannten und diese nicht "leiden" konnten, bzw. die Eltern meiner Klasserkammeraden meine Eltern nicht mochten (nicht weil diese sozial schwach waren, eher das Gegenteil!).

Nunja, jedenfalls war ich seit Anfang an zum Außenseiter verurteilt... ich hatte einfach keine Chance, hatte keine Freunde und es wurde keine Gelgenheit ausgelassen mich in irgendeiner Art und Weise fertig zu machen... 6 Jahre lang... nach ca. 2 Jahren habe ich es einfach ignoriert weil ich eh keine Chance hatte...

Ich war immer schon recht sportlich, besonders in der Leichtathletik, eine der besten in der Schule, trotzdem saß ich als letzte auf der Bank wenn Mannschaften gewählt werden sollten (da wählte man dann lieber eine wirklich unbewegliche Dame, die 100m in 23 sec. gelaufen ist in ihre Mannschaft als mich, die die 100m in unter 15 sec. gelaufen ist)

Bei Klassenfahrten bin ich später einfach nicht mehr mitgefahren weil ich froh war um jede Minute, in der ich die anderen nicht sehen musste. In der 9. Klasse war ich dann ziemlich fertig, psychisch ziemlich am Ende, nunja, von einer Ärztin durfte ich mir dann anhören, dass das alles so gesehen meine Schuld ist, weil ich mich nicht richtig gegenüber den anderen verhalten würde, das würde alles nur an meiner Ausstrahlung liegen....

Naja, ich hab die Tage gezählt und irgendwann war diese Zeit dann wirklich vorbei!

Und was kam danach? Ich ging in die Oberstufe eines Gymnasiums, hab mein Abitur gemacht und dort war ich von Anfang an sehr beliebt, war sogar Kurssprecherin, wurde von allen akzeptiert!

Und auch überall sonst wo ich bisher auf meinem Lebensweg vorbeigekommen bin wurde ich voll und ganz akzeptiert und ernst genommen!

Ich weiß nur, dass mich die 6 Jahre, in denen ich aufs übelste gemobbt wurde doch sehr geprägt haben und ich bin mir sicher, gewisse Dinge würden mir heute mit sicherheit leichter fallen wenn ich diese Erfahrung nicht hätte machen müssen!!!

cuonUtessax_et


Ich bin gerade auf den Faden gestoßen und wollte auch mal meine Erfahrungen als Mobbingopfer darlegen.

Wobei es zu meiner Schulzeit ('86-'96) das Wort Mobbing noch gar nicht in unserem Sprachgebrauch gab. Was an der Tatsache nichts ändert, dass es im Endeffekt doch Mobbing war.

Los ging es eigentlich in der 2. Klasse. Ich bin mit meinen Eltern umgezogen und kam an eine neue Schule. Von Anfang an wurde ich geschnitten, was zum Großteil auch an meiner damalligen Klassenlehrerin lag. Die hatte von Anfang was gegen mich, weil meine Eltern nicht die Zeit (und auch nicht die Lust) hatten, im Elternbeirat mitzuwirken. Zu DDR-Zeiten war das bald schon Hochverrat. Ich konnte meiner Klassenlehrerin nichts recht machen, schon beim kleinsten Huster gab es Einträge ins Hausaufgabenheft. Als mir mal schlecht wurde, durfte ich nicht auf die Toilette mit der Begründung, ich würde nur markieren. Ich wusste mir nicht zu helfen und erbrach mich neben meinen Stuhl. :°( Als Antwort kam der Schlüssel geflogen und ich musste alles selber wieder aufwischen. Nach Hause geschickt, was richtig gewesen wäre, wurde ich natürlich nicht.

Die Hänseleien gingen soweit, dass ich eines Nachmittags vom Einkaufen kam, das war so in der 3. Klasse, und kurz vor unserem Haus auf ein paar meiner Klassenkameraden getroffen bin. Ich wurde blöd angemacht, mir wurde versucht, den Einkaufsbeutel wegzunehmen und mir das Wechselgeld zu klauen, ich wurde beworfen mit Kastanien (den geschlossenen natürlich) und einer war mit einem Fahrrad hinter mir her und versuchte mich anzufahren. Ich bin dann völlig kopflos und blind über die Straße gerannt und hab nur noch das Quietschen von Reifen gehört und dann hab ich mich im Krankenhaus wiedergefunden. (Der Junge auf dem Fahrrad war hinterher allerdings so geschockt. Er hat sich - von selber - bei mir und meinen Eltern entschuldigt und wurde später auch zu meinem besten Freund. Leider ist er noch vor der Wende mit seiner Mutter geflohen und ich habe ihn lange Jahre nicht gefunden)

So zog sich das bis zur 10. Klasse weiter. Mir wurden Sachen geklaut. Ich hab auf dem Schulhof Prügel bezogen von Leuten, die manchmal zwei Klassen über mir waren. Ich wurde verbal runtergeputzt. Musste ich Vorträge halten, wurde dazwischen geredet, ich wurde mit Sachen beworfen. Jedes Gespräch mit Lehrern und Mitschülern war für die Katz. Hinerher wurde alles immer nur noch schlimmer.

Ein Schulwechsel war bei uns nicht möglich, weil wir nach Einzugsgebieten auf die Schulen verteilt wurden. Es gab keinen Weg auf eine andere Schule.

Freunde hatte ich keine. Zur Hofpause musste ich mit raus auf den Schulhof, niemand durfte im Gebäude bleiben. Ich war dort stets allein. Die Prügeleien nahmen zu, als mein Cousin mit der Schule fertig war. Er war drei Klassen über mir und der einzige, der mich etwas in Schutz genommen hatte, soweit er es konnte. Aber ich bekam es auch ab, als er sich von der Schwester meiner Klassenkameradin getrennt hatte und die nun am Boden zerstört war. Ich bekam deren Wut zu spüren.

Ich hab drei Kreuze gemacht, als die Schule vorbei war. Und wenn ich heute per Zufall jemanden treffe oder auf Klassentreffen bin, dann ist das alles nicht mehr präsent. Es wird getan, als wäre nie etwas passiert. :(v

Ich habe eigentlich ein gutes Selbstvertrauen, hatte auch immer Freunde, aber halt nicht an meiner Schule, immer von außerhalb gehabt. Aber es gibt auch heute fast 15 Jahre später immer noch Situationen,w o ich denke, reden die jetzt über mich? Lachen die über mich? Warum hört das Gespräch auf, wenn ich den Raum betrete?...usw. Ich kann es einfach nicht ganz abstellen. Aber zum Glück hatte ich immer eine Familie die hinter mir gestanden hat und das heute auch noch tut.

Aber es ist eigentlich eine Erfahrung, die ich lieber nicht gemacht hätte :|N

Oje, sorry, dass es so viel Text geworden ist. Aber ich könnte noch mehr schreiben...

r\edpep~per2x84


ich bin auch opfer. von 2007 bis 2009. mit sage und schreibe damals 24/25 jahren.

in meiner grundschul und unterstufen-zeit war eigentlich noch alles in butter.

ich war allerdings immer eher ruhig, habe gerne gelesen oder mich musischen dingen gewidmet.

meine mutter war nicht steinreich und ich war eigentlich auch nie trendy gekleidet.

ab der 7. klasse hatte ich deshalb schon öfter zu leiden. ich will es noch nicht mobbing nennen... ich war halt nicht toll gekleidet, hatte keine exklusiven hobbies und und und. nachdem die kurse am gymmi gemischt wurden hatte sich das dann auch geändert und ich habe ausserhalb meiner klasse kontakte geknüpft.

trotzdem war ich immer irgendwie vorsichtig und habe gruppenaktivitäten vermieden, man wollte ja nicht ins fadenkreuz gelangen.

habe das gymnasium dann abgebrochen und bin auf die berufsschule, habe dort abi gemacht und habe mich endlich wohl gefühlt. auch dort gab es keine dicken freundschaften, aber das sozialverhalten stimmte.

ich bin eigentlich eher ein selbstbewusster typ mensch, mittlerweile konnte man dann ja,nicht mehr wie damals als junger teenie/kind seinen kleidungsstil beeinflussen und dank nebenjob auch finanzieren.

meine 2. ausbildung machte ich dann nach abgeschlossener ausbildung zur piercerin an einer privaten schule. (PTA) es war die hölle. die schülerinnen dort waren alle im alter von 17 bis ca 30.

nach ca einem jahr begann die truppe der "coolen" mädels die in ihren augen uncooleren fertigzumachen. ich saß damals noch auf deren seite, habe mich dann aber schleunigst aus dem staub gemacht.

die dickste und hässlichste (120 kg, mein alter) der tollen truppe, die dort m.E. auch nur gelitten war, suchte sich dann mich als opfer aus. anfangs war mich das gar nicht so bewusst, ich merkte wie mich andere, mit denen ich vorher gut klar kam mieden. ich rätselte.... dann wurde ich auch von ihr bewusst beschimpft. ging ich im labor an ihr vorbei kamen bemerkungen wie "blöde fo**e". ich fiel echt aus allen wolken. was hatte ich ihr nur getan? ich war doch immer freundlich gewesen ihr ggü?

es ging soweit dass sie uns (mich und die beiden anderen opfer) vor den prüfungen anschwärzen lassen wollte damit wir nicht zugelassen werden.

ich habe keine bleibenden mitbringsel aus der zeit, aber es hat mich doch psychisch sehr beschäftigt. ich habe zu der zeit schlecht geschlafen und bin morgens mit bauchschmerzen in die ausbildung gefahren.

ich habe sie dann einmal offen vor der ganzen klasse gefragt was sie für ein problem mit mir hat.

die antwort war ernüchternd, aber haben mich wieder ruhiger schlafen lassen. denn ich als mensch war gar nicht ihr problem. sie sagte damals, sie könne mich nicht leiden, weil ich ja mit einem neuen wagen in die schule kommen würde und sie nicht. weil ich einen laptop hätte und sie nicht, weil ich die neueren turnschuhe hätte als sie.... und ähnliche nichtigkeiten. es ging nur um materielle dinge. ich war nun nicht die einzige mit modischen sneakers (keine über 80 euro) oder einem kleinen netbook zum mittippen. gut, mein auto habe zu dieser zeit als neuwagen gekauft, aber kein aufhebens drum gemacht. ich habe jahrelang dafür eisern gespart und er ist definitiv kein statussymbol. ich kam auch damals einfach statt mit meiner alten karre mit dem neuen und habe nicht betont dass ich nun ein neues auto fahre.

aber so schnell kann es gehen.

aber dass man mit mitte 20 nicht darüber stehen kann ist mir ein rätsel. wie neidzerfressen kann man sein?

vllt war ich ihr dann noch zu selbstbewusst oder was auch immer. auf jeden fall war ich ein dorn im auge und somit wurde ich gemobbt.

eine der anderen opfer ist nun eine gute freundin vin mir, ein gutes hatte es ja.

es ist schon seltsam mal in die abgründe der menschlichen natur zu sehen einfach so, weil man eben grad am falschen ort zur falschen zeit ist.

eine lehrerin stand uns damals zum glück zur seite.

achja, und nun nach ablegen der prüfung ist die dame unglaublich nett zu mir gewesen. tja, warum auf einmal der sinneswandel?

ich weiss es nicht. ich hoffe jedenfalls sehr, dass man das problem mobbing, gerade an weiterführenden schulen, wo der terror mehr kaputt macht bei den teenagern als vllt bei mir irgendwann in den griff bekommt.

lgettshere%bZerocxk


ich war ungefähr 6-8 jahre lang mobbingopfer

begonnen hats als ich mit 9 von der stadt in ein dorf gezogen bin und dort auf die dörfliche hauptschule gegangen bin

anfangs wars nicht arg

dann wurde mir fast täglich gesagt wie hässlich ich doch wäre

ich hatte eine brille. :=o

außerdem wär ich eine streberin (weil ich kein problem hatte mir dinge zu merken)

etc. etc

anfangs war ich total fertig deswegen, in der letzten hauptschulklasse hab ich mich damit abgefunden gehabt

dann kam ich aufs gymnasium

dort kam ich wieder einmal in eine klasse wo sich schon alle kannten

wieder dasselbe nur mit anderen leuten

habe dann ständig die schule und schulstunden geschwänzt, habe mich extra immer allein hingesetzt

und ich war klug genug so zu schwänzen dass mir die lehrer nichts anhaben konnten. was grund genug war von den mobbern mir vorzuwerfen wie gemein das doch wäre dass ich einfach so schwänzen würde und man es mir nicht vorwerfen konnte.

dann hab ich endlich die klasse gewechselt. da gabs dann auch zwei-drei leute die versucht haben zu mobben, aber irgendwie war mir das scheissegal und ich hab mich nur darüber lustig gemacht. außerdem hat der rest der klasse da nicht mitgemacht. :-p

tja, ich hab übrigens in der 5.klasse gymnasium aufgehört zu lernen, weil ich die schule gehasst habe, und war danach ein grottenschlechter schüler. hab matura aber dann gemacht

irgendwie hängt mir die zeit noch immer nach und ich frage mich was gewesen wäre, wär mir das nicht passiert.

ach übrigens: einer meiner mobber aus der hauptschulzeit hat sich vor 3 jahren bei mir entschuldigt (7 jahre nachdem er mich gemobbt hat) und war total geknickt was er für ein arschloch war (seine worte)

war zwar spät aber dennoch hab ich respekt vor seiner courage. ;-D

lBettWhere@berocxk


ich war ungefähr 6-8 jahre lang mobbingopfer

begonnen hats als ich mit 9 von der stadt in ein dorf gezogen bin und dort auf die dörfliche hauptschule gegangen bin

anfangs wars nicht arg

dann wurde mir fast täglich gesagt wie hässlich ich doch wäre

ich hatte eine brille. :=o

außerdem wär ich eine streberin (weil ich kein problem hatte mir dinge zu merken)

etc. etc

anfangs war ich total fertig deswegen, in der letzten hauptschulklasse hab ich mich damit abgefunden gehabt

dann kam ich aufs gymnasium

dort kam ich wieder einmal in eine klasse wo sich schon alle kannten

wieder dasselbe nur mit anderen leuten

habe dann ständig die schule und schulstunden geschwänzt, habe mich extra immer allein hingesetzt

und ich war klug genug so zu schwänzen dass mir die lehrer nichts anhaben konnten. was grund genug war von den mobbern mir vorzuwerfen wie gemein das doch wäre dass ich einfach so schwänzen würde und man es mir nicht vorwerfen konnte.

dann hab ich endlich die klasse gewechselt. da gabs dann auch zwei-drei leute die versucht haben zu mobben, aber irgendwie war mir das scheissegal und ich hab mich nur darüber lustig gemacht. außerdem hat der rest der klasse da nicht mitgemacht. :-p

tja, ich hab übrigens in der 5.klasse gymnasium aufgehört zu lernen, weil ich die schule gehasst habe, und war danach ein grottenschlechter schüler. hab matura aber dann gemacht

irgendwie hängt mir die zeit noch immer nach und ich frage mich was gewesen wäre, wär mir das nicht passiert.

ach übrigens: einer meiner mobber aus der hauptschulzeit hat sich vor 3 jahren bei mir entschuldigt (7 jahre nachdem er mich gemobbt hat) und war total geknickt was er für ein arschloch war (seine worte)

war zwar spät aber dennoch hab ich respekt vor seiner courage. ;-D

lretGtherDeberyoxck


oh mann, doppelt...

C?Barkxyn


Was ich witzig finde.

Hier steht oft, die Streber wurden gemobbt.

Tja, ich wurde als Klassenschlechteste bezeichnet und DESWEGEN gemobbt, gerade das Gegenteil.

DIe anderen Schüler hofften immer, ich bekäme die schlechteste Note, weil sie diese ja nicht haben wollen.

Und in der Grundschule wurdei ch gemobbt, weil ich sehr früh Brüste bekam.

Ach, Mobber sind für mich einfach dumme Menschen. Mir fehlt da die menschliche Intelligenz, das EInfühlungsvermögen...

ich bleiub dabei... sind für mich dumme Menschen :=o

K!yri e


Ich hole den Beitrag mal wieder hervor, da im "Darf mein Lehrer mich zum Duschen zwingen"-Thread auf Mobbing mit eingegangen wurde.

Zu meiner Situation: ich wurde als Kind sehr stark gemobbt von zwei Mädchen, die auch noch direkt neben mir wohnten. Beide waren sehr beliebt, machten regelmäßig Sport (ich natürlich nicht) und waren auch sonst laut Meinung der Klasse total trendy. Das Mobbing verlief rein verbal und jeder in der Klasse lachte damals über mich, wenn eine der Beiden wieder lauthals rief, wie dumm ich doch sei. Zu Hause setzte das sich dann fort, sie klingelten an der Tür, fragten ob ich zum Spielen komme. Ich wollte nicht, da haben sie mich überredet "sie würden sich freuen" usw. Nun ja, ich hoffte natürlich das Beste, ging raus. Und da war eine ganze Gruppe von vllt. sechs Leuten, die immer wiederholten wie hässlich und dumm ich doch sei, sie machten ein Spiel daraus, vor mir wegzurennen und mich dann wieder zu beleidigen. Meine Sachen wurden mir geklaut, meine Lieblingsbücher zerfetzt und wieder Lachen, wenn ich heulend am Boden lag – das ganze Programm eben.

Ich denke, dass daraus ein großer Teil der psychischen Probleme resultierte, die ich dann als Frühpubertierende hatte – Depressionen und selbstverletztendes Verhalten. Später in der Schule (11te, 12te) wurde eine Mitschülerin von mir gemobbt. Ich habe nicht mitgemacht, aber sie auch keinen Deut verteidigt, sondern einfach nur zugesehen. Ich hatte ehrlich betrachtet zuviel Angst, wieder selbst Opfer zu werden.

Heute bin ich mit einem der Mobber-Mädchen befreundet, auch wenn ich das nie gedacht hätte. Zufällig studierten wir das Gleiche und gleich zu Beginn wollte sie ein Gespräch mit mir. Sie entschuldigte sich für all das, was sie mir damals angetan hat (wie bei dir, letthereberock). Und ja, ich habe ihr verziehen und komme heute wirklich gut mit ihr klar. Nur mit der zweiten Person verbinde ich immer noch einen Hass, weil sie diejenige ist, die nie gesehen hat (auch heute nicht), was sie damit anderen Menschen antat.

Letztens in der Bahn habe ich wieder eine Situation beobachten können: eine Gruppe von vier Jungs hänselte einen Vierten. Das ging los mit den Mutter-Witzen (äußerst widerwärtige aber), hinzu "du bist fett, hässlich,...", dabei sah der Junge alles andere als fett und hässlich aus – die vier Täter beluden ihn einfach mit allem, was ihnen einfiel, egal, ob es zutraf oder nicht – nur um ihn zu verletzen. Das Opfer versuchte noch zu lachen und so zu tun, als ob es ihn nicht störte, dann ist er auf einen losgegangen. Innerhalb weniger Minuten spielte sich die ganze Szene ab und KEINER in der Bahn hat eingegriffen – auch ich nicht. Das hat mich sehr bestürzt und zum Nachdenken angeregt. Was hätte ich tun sollen und warum habe ich es nicht getan? Hätte man überhaupt viel erreichen können? Die Jungen gingen offensichtlich mit ihm zur selben Schule und sahen ihn jeden Tag. :|N

j(ea[nniex81


Hallo, auch als als Opfer melde mich mal.

Bei mir ging es in der Aussbildung los, ich 18, er 23. Wir haben uns vorher schon gekannt, durch Zufall in die gleiche Lehre rein. Wir sind dann auch , mit meinen, Lebenspartner zusammengezogen. Ja, dann ging es plötzlich los. Er mobbte, was das Zeug hielt. Den Tod meines OPas hat er als "Aufmerksamketistörung" hingestellt. Aber leider war mein Opa wirklich gestorben. Naja, es wurde ein -jahr lang nur das übelste von mir verbreitet. Hab Schulden, hure durch die Betten, und und das will ich gar nicht wiedergeben. Der Höhepunkt war, Todeskarten zu mir zu schicken UND in meiner Abwesenheit meine Katze zu töten. Ja das hat er gemacht.

Ich habe mich gewehrt und? Es hat ein Jahr gedauert, bis es fast aufhörte. Das ist nicht so leicht, da wieder rauszukommen. Glaubt mir, ich habe echt gekämpft. Naja auch mein Partner war hilflos. Soll ich Euch den Grund für das Mobbing nennen ???

Mein Mobber ware scharf auf meinen Freund und wollte ihn mir über das Mobbing ausspannen. Dafür mußte ich ein Jahr lang leiden. Und ich tu es bis heute. Ich vertraue so gut wie keinen mehr. Ich bin so mißtrauisch geworden. Wenn ich ihn heute sehe (Kontrolleur bei der BVG) dann muß ich mich so zusammenreißen, nicht auf ihn loszugehen. Oh man......

l7ettkher]ebero^ck


ja, bei mir hat das psychisch auch so einiges kaputt gemacht...

allerdings, ohne diese erfahrung wär ich heut nicht der mensch der ich bin... insofern...

wie isnich?tmehxr2


@ letthereberock

allerdings, ohne diese erfahrung wär ich heut nicht der mensch der ich bin... insofern...

wir alle sind dadurch geprägt worden... (auch ich bin mobbing-opfer; mehrfaches sogar (schule, 1. job, studium; erst brille, dann gewicht, dann weil ich ein so schönes opfer war, dann weil einer nen sündenbock brauchte, und schlussendlich: projektion von hass auf alle dicken)) was mir allerdings immer und immer wieder durch den kopf geht (sind irgendwie alles noch offene wunden, weil:)

"was für ein mensch wäre ich ohne das mobbing, und wo würde ich im leben stehen"

denn ich weis: als in der schule das mobbing aufhörte (als ich mich wehrte, und die schule wechselte (stufen-übertritt von sekundarschule in's gymnasium, ja – ich hatte als mobbingopfer die aufnahmeprüfung geschafft)) wurden meine noten besser; leistungssteigerung 200%+. job und studium – was hätte ich erreichen können, was für "handlungsstränge und zeitlinien" wären entstanden, wäre das mobbing nicht gewesen...

offene wunden sind's deshalb, weil ich sie nicht schliessen kann; bei jeder mistigen bewerbung wird man daran erinnert, bei jedem vorstellungsgespräch auf den etwas "verkorksten lebenslauf" (die frage ist immer: stationen angeben, oder ne riesen lücke im cv haben) angesprochen... und jedesmal die frage: anlügen (und auffliegen), oder wahrheit sagen (und als potentieller versager die absage kriegen)...

das mobbing hällt immernoch an. auch ohne die mobber, ohne direktes mobbing. es sind die folgen. und irgendwie scheint alles, was man gegen die folgen & das mobbing machen kann (und dann auch macht), die situation nur zu verschlimmern....

fwreundP und fe5ixnd


Vor allem im Dorf hat man schnell verschissen und ich rede hier von richtigen Dörfern (wie bei uns: 768 Einwohner) und ich nicht von Kleinstädten: War bei uns auch so. Einer, dessen Mutter depressiv und alkoholabhängig war, wurde von Anfang an gemobbt, seitdem er in die Grundschule kam. Er hatte nie ne andere Chance, weil Krethi und Pleti besser über seine Familie bescheid wussten als er selbst. Das war so krass: Jeder kannte irgendwen, der schonmal was über seine Mutter gehört hatte und die Frau galt echt als untendurch. Logisch, dass alle ihn mieden und ausgrenzten, die Eltern der anderen Kinder hätten auch keine Freundschaft zu ihm erlaubt. Auf der weiterführenden Schule ging der Stuss dann weiter. Irgendwann laberten ihn fremde Leute an, die er nicht kannte, sie aber schon und er wurde zusätzlich gedemütigt. Leider war er dann auch wirklich nicht mehr sonderlich zutraulich. Habe mal versucht, mit ihm zu reden aber er war sehr abweisend. Durch die negativen Erfahrungen hat er sich natürlich dann auch selbst ausgegrenzt, wurde dick, was dann Zündstoff für weitere Demütigungen war.

sMuneshinee83


Jeder, der irgendwie aus der Reihe fällt, wird gemobbt. Ich musste jahrelang Mobbing durchmachen. Es hat deutliche Spuren hinterlassen. Es dauerte lange, bis ich wieder zu Personen Vertrauen fassen konnte.

l{ett/her}eaberoxck


ich bin ein ziemlicher chaot, extrem dickköpfig. wenn mir jemand sagt was ich tun soll, neige ich anfangs dazu genau das NICHT zu tun. ich weiß nicht so genau was ich mit meinem leben anfangen soll (jobtechnisch) und es fällt mir schwer dinge zu planen. ich bin leicht zu reizen und neige dazu mich merkwürdig zu verhalten, wenn ich mich unter fremde menschen begebe die ich noch nicht einschätzen kann...

ich weiß nicht ob ich so bin oder ob sich das alles nur so entwickelt hat wegen dem mobbing...

allerdings habe ich nicht mehr so viel angst. bzw. wenn ich angst habe in einer situation bin ich extrem ehrlich und tu das kund oder ich verhalte mich extra merkwürdig um mich noch angreifbarer zu machen. das irritiert zwar einige, aber obwohl ich es ständig provoziere, es macht den leuten wohl keinen spaß mehr mich zu mobben.

ich umgebe mich einfach nicht mehr mit menschen die ich nicht leiden kann und ich scheine manchmal auch ein wenig arrogant zu wirken auf fremde. ich brauche bei manchen menschen ewig bis ich mich mit ihnen unterhalten kann...

allerdings bin ich seit einem halben jahr in therapie und seit es mir ein bisschen besser geht, fällt es mir auch leichter gespräche anzufangen und auf menschen zuzugehen. meine kleine tochter hat mich zusätzlich sozialer "gemacht"... :)z

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