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Lohnsteuerklasse 3 & Lohnsteuerjahresausgleich

B;arbxyBaby hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute

Mein Mann hat Lohnsteuerklasse 3 und ich 5, weil ich nicht arbeite!

Davor hatten wir 4 & 4 !

Ich habe schon oft gehört, dass andere bei der 3 & 5 ordentlich ans Finanzamt zurück zahlen mussten!

Kennst sich jemand damit aus?

Antworten
H]annLa-M>aria


Hi, mein Ex und ich hatten auch über Jahre 3/5 und haben eher immer am Ende noch etwas rausbekommen! ;-) Habt ihr Kinder? Bei 2 Kindern, normalen Krankheitskosten und Werbekosten hatte ich nie Rückzahlungen. Wenn man die gemeinsame Steuererklärung macht, ist es i.d.R. so, dass man wenigstens +/- 0 rauskommt. Ich bin eh immer erst mal mit meinen ganzen Unterlagen unterm Arm zum FA hin und habe den Sachbearbeiter dort treuseelig angeschaut und gemeint, dass ich einfach nicht durchsehe und dass er mir doch mal sagen soll, ob ich alles richtig gemacht habe.... Meist hat er/sie (sind immer ganz freundliche Leute) mir dann gezeigt, wo ich Fehler gemacht habe (d.h. damit ich nicht draufzahlen muss)... ;-)

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Muss man als Eheleute nicht gemeinsam die Steuererklärung machen? Ich frage einfach nur neugierig - nicht, dass es mich betrifft. Ich bin glücklich geschieden. ;-D

Ich habe auch gute Erfahrungen damit gemacht, wenn ich zum Finanzamt gehe und mich mit einer Aura von Hilflosigkeit umgebe. Zumindest als Alleinstehende *grins*. Einmal war ich sogar im falschen Finanzamt, und der Sachbearbeiter hat mir alles erklärt obwohl er mich auch zwei Häuser weiter hätte schicken können. Er war so eifrig.

Skilke)K.


Also:

Wir hatten bis zur Geburt unserer Tochter im Juli 2007 Steuerklasse 4/4. Dann haben wir uns bei der örtlichen Gemeindeverwaltung und auch beim Finanzamt informiert, weil es ab 2007 das "neue Elterngeld" gab und man sich wegen der Steuerklassen und einem möglichen Wechsel ausführlich informieren sollte.

Auf der Gemeindeverwaltung sowie beim Finanzamt empfahl man uns den Wechsel auf 3/5, weil man dann monatlich mehr raushätte. Natürlich könnte es zu einer Rückzahlung kommen, aber wenn man pro Monat von dem Geld, was man dann mehr raushätte, 50 Euro zurücklegen würde, könnte man eventuelle Nachforderungen vom Finanzamt "locker zurückzahlen".

Naja, so in etwa hatten wir das dann auch. Wir wechselten also Mitte 2007 die Steuerklassen auf 3/5 und mussten für 2007 knapp 500 Euro zurückzahlen. Naja, mit "50 Euro pro Monat zurücklegen" kamen wir nicht ganz hin, aber ok.

Im Jahr 2009 kam dann der Oberhammer. Wir hatten in 2008 weiterhin die Klassen 3/5 und ich machte Anfang 2009 die Steuererklärung. Als einige Wochen später der Bescheid eintraf, traf uns der Schlag:

Nachzahlung von 3236 Euro und ein paar Cents.

Ich heulte vor Wut....Wo sollten wir das Geld hernehmen ??? ? Zunächst rief ich aufm Finanzamt an und konnte mir einiges anhören....mal ein paar Auszüge davon:

"Ja, wenn Sie sich nun auf eine Beratung beim Finanzamt berufen und sich über höhere Rückzahlungen beschweren, dann hätten Sie sich damals von einem Steuerberater ausführlich alles darlegen lassen sollen" oder

"Wissen Sie, wir hören das als Sachbearbeiter immer wieder, dass das Finanzamt schuld ist, wenn Menschen wie Sie höhere Rückzahlungen leisten sollen. Das Geld steht dem Staat nunmal zu und Sie haben das zu zahlen. Da brauchen wir auch nicht zu diskutieren, ob da eine erneute Prüfung des Steuerbescheids wirklich was bringt. Sie hatten ja über mehr als 12 Monate monatlich auch mehr Geld zur Verfügung." oder

"Sie haben die Möglichkeit der Stundung! Entweder in 3 oder in 6 Monatsraten. Oder Sie nehmen sich bei Ihrer Bank einen Kredit auf. Wenn Sie in 6 Raten zahlen möchten, müssen Sie einen Nachweis von ihrer Hausbank bringen, dass sie nicht Kreditwürdig sind, legen uns einen Nachweis über alle Einkommen und die monatlichen Ausgaben (inkl. Handykosten etc.) vor und teilen uns mit, ob sie neben Kindergeld auch noch andere Leistungen beziehen. Ist der Betrag nach 6 Monaten nicht komplett gezahlt, werden weitere Schritte eingeleitet und das Geld eingefordert."

Ich hätte echt ko..en können. Dann fragt man nach, was die beste Lösung für einen ist und schwupps kriegt man neben einem hohen Steuerbescheid noch nen Stapel Frechheiten an den Kopf geknallt. Ich hab mich deshalb auch schriftlich beim Landrat beschwert, denn ich sehe nicht ein, dass man sich solche Dinge gefallen lassen muss. Vor allem, wenn man nachweisen kann, dass das Finanzamt einem solche Empfehlungen zum Steuerklassenwechsel gegeben hat. IN den Elternzeitungen stand damals "informieren Sie sich am besten beim zuständigen Finanzamt, die können ganz genau Auskunft geben". Tja, entweder hatte der Beamte von damals gerade eine Tiefschlafphase oder war einfach nicht wirklich qualifiziert für diesen Job.

Allgemein: Rückzahlungen haben einige bei Steuerklasse 3/5 (zumindest in unserem Bekanntenkreis) draufzahlen müssen. Kam aber immer drauf an, wie die familiären Verhältnisse etc. waren. Unsere Nachbarn z. B. haben auch Klasse 3/5 und zahlen gaaanz selten was drauf.

Wie Hanna-Maria schon gesagt hat: Wenn man selbst die Steuererklärung macht, am besten persönlich zum Finanzamt gehen und alles durchsehen lassen. Die geben einem oftmals auch gute Tipps, wie man´s beim nächsten Mal besser machen kann.

Ich hab inzwischen aufm Finanzamt auch ne gute Sachbearbeiterin gefunden. Die ist zwar nicht wirklich für mich zuständig, aber die hab ich im Berater-Zentrum dort kennengelernt und wende mich nur noch an diese Person, weil ich zu den anderen inzwischen kein wirkliches Vertrauen mehr habe.

B=arb_yBabxy


Ich habe nun den Lohnsteuerbescheid bekommen und wir müssen zum Glück nix nachzahlen.

Man war ich froh, ich hatte schon schweißausbrüche als ich am Briefkasten stand ;-D

S+vena_33


Die Steuerklassenkombination 3 und 5 ist für Ehepaare gedacht bei denen das Einkommensverhältniss ca. 60 zu 40 beträgt. Je weiter die Einkommen der Ehepaar auseinander gehen umso wahrscheinlicher wird eine Nachzahlung und je weiter sich die Einkommen aneinander annähern umso wahrscheinlicher wird eine Erstattung.

Beim Elterngeld kommt die Besonderheit hinzu, das dieses Geld zunächst steuerfrei an die Eltern ausgezahlt wird, am Jahresende aber bei der Berechnung des Steuersatzes mit einbezogen wird und somit zumindest teilweise nachversteuert wird (sog. Progressionsvorbehalt). Dies führt regelmäßig zu einer Steuernachzahlung. Das heißt aber nicht, das man deshalb die Steuerklasse nicht wechseln soll...... es kann durchaus günstig sein in eine für den Partner ungünstige Steuerklasse zu wechseln um zunächst ein höheres Monatsnetto zu erziehlen. Man kann dadurch erreichen ein höheres Mutterschaftsgeld und höheres Elterngeld zu erzielen. Allerdings muss man sich vorher erkundigen mit was für einer Steuernachzahlung man in bei seinen Einkommensverhältnissen rechnen muss und dieses Geld dann zur Seite legen.

Die Beratungspflichten des Finanzamtes sind übrigens stark eingegrenzt so das man sich später nicht darauf berufen kann niemand hätte einem gesagt das man bei einem Steuerklassenwechsel unter Umständen mit einer Steuernachzahlung rechnen muss, vorallem weil diese Tatsache alleine noch kein Grund dafür ist einen Wechsel nicht vorzunehmen. Wie bereits erwähnt kann es durchaus Vorteilhaft sein eine Steuernachzahlung in kauf zu nehmen.

Für solche Gestaltungen sollte man daher zunächst einen Steuerberater befragen oder sich selber informieren wie das mit der Steuerberechnung läuft. Das Internet bietet hier wirklich große Möglichkeiten.

Lg

7D7erg*reixs


:)^ Sven hat Recht

kTleinxes82


Kleiner Tip,die Lohnsteuerprogramme sind Gold wert!!!Da kann man auch einfach mal so durch rechnen.....da wir 4/4 haben ich nen Haufen Werbungskosten absetzten kann gabs ne fette Rückzahlung ;-D ....diese Lohnsteuervereine sollen auch ganz gut sein....

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