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Woran erkenne ich eine Pro-forma-Ausschreibung?

Bxutcxh hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

gibt es eigentlich Indizien für eine Pro-forma-Ausschreibung?

Gerade im Öffentlichen Dienst oder an Unis werden Stellen, die eigentlich schon längst intern vergeben sind, öffentlich ausgeschrieben, weil das gesetzlich so vorgeschrieben ist.

Man selber schreibt sich einen Wolf, verbläst Geld für teure Büromaterialien, Fotos, Mappen, sowie Porto und findet die Bewerbung zusammengeknetscht Wochen später im Briefkasten wieder.

Ich hatte schon etliche Male den Eindruck, das meine Bewerbung für die Katz war.

Einmal hatte ich sogar mal in der Uni angerufen und wurde zum Abteilungsleiter durchgestellt, der mir bestätigte, dass sie grundsätzlich nur ihre selbst ausgebildeten Mitarbeitereinstellen und nur Pro forma ausschreiben. Ich denke der Mann wusste nicht einmal, dass er sich mit solch einer Aussage juristisch gesehen auf Glatteis begibt, aber egal. Seine Ehrlichkeit hat mich beeindruckt.

Jetzt meine eigentliche Frage wie eingangs:

Gibt es Indizien für Ausschreibungen, die eigentlich keinen Sinn für externe Bewerber ergeben?

Mir ist aufgefallen, dass Pro-forma-Ausschreibungen eine extrem kurze Laufzeit haben. Manchmal nur wenige Tage. Gibt es eurer Ansicht nach weitere Merkmale?

Danke und Grüße,

Antworten
kYa8roniRk


z.B. wenn steht Interne Ausschreibung.

M%rsT.Bawinbridxge


Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei solchen Bewerbungen ganz spezielle Erfahrungen oder Fähigkeiten Voraussetzung sind. Die Stelle ist eben genau auf den entsprechenden Bewerber zugeschnitten. Teilweise bezogen sich diese Erfahrungen auf ganz spezielle Praktiker, die der Bewerber gemacht hatte.

A-l6eo&nor


Ich würde telefonisch nachfragen und versuchen das herauszufinden.

Im Grunde genommen spart das denen ja auch arbeit, vielleicht lässt sich dadurch dann dein Aufwand reduzieren.

W;atHer5li


Also wenn du dich in deinem Wohnort oder da in der Nähe bewirbst, gibt es vielleicht die Möglichkeit, hintenrum in Erfahrung zu bringen, ob die Stelle wirklich schon "besetzt" ist, oder nicht. Die Stellen, die hier an der Uni sind, da könnte ich dir z.B. bei einer sagen, warum die frei ist. Und das hilft dann vielleicht, einzuschätzen, ob die schnell jemanden aus dem Ärmel zaubern können, oder nicht. Aber an Unis werden generell so irre Sachen verlangt, dass die Bewerber schon manchmal gefühlte 50-Jahre alt sein müssen, um das alles mitzubringen....

Vielleicht ist echt anrufen am besten, du kannst ja einfach nur fragen, ob sie schon jemanden haben... da müssen sie ja nicht lügen wegen dieser Ausschreibepflicht. Vielleicht sind sie ja auch überall so ehrlich. Oder du erfährst halt, ob sie wirklich dringend jemanden suchen. ;-)

w!eisnUichtmexhr2


Also meistens erkennt man diese Proforma-Inserate am ersten Satz:

"Wir sind ein junges, aufstrebendes Unternehmen".

Zu 80% Proforma, günstige Werbung ("uns gehts so gut, wir müssen einstellen"). Die restlichen 20% Sicherheit erfährst du am Telefon...

Ebenfalls Indiz: wiederkehrende Inserate... (alle paar Monate wird das gleiche Inserat geschaltet)

Entweder taugt die Personalselektion nichts, die neuen Mitarbeiter ergreifen die Flucht, oder das Inserat ist Werbung... Kurz: man muss schon SEHR dort arbeiten wollen, um sich dort zu bewerben...

Klar klingt das finster; aber aus mir sprechen 10 Jahre Stellensuch-Erfahrung...

Nbadj3aleixn


Butch, außer die A**stellen sind im öffentlichen Dienst alle schon längst vergeben (glaub mir, auch ich war mal so naiv zu glauben, ich hätte tatsächlich eine Chance).

Wenn du etwas Einblick hast, dann erkennst du an den ausgeschriebenen Stellen, dass sie genau für die vorgesehene Person ausgeschrieben ist. Das Stelleninserat beschreibt quasi den Lebenslauf des vorgehenen Anwärters und schwups - der war dann der, auf den die Beschreibung am Besten gepasst hat und die Personalabteilung muss keine unangenehme Fragen beantworten. Der Parteifreund hat einfach am Besten zum ausgeschriebenen Profil gepasst.

N7adLjaleixn


@ weisnichtmehr,

stimmt. Es ist schon längst Trick 17, dass Stelleninserate in Wahrheit Imageinserate sind.

K)adhKidxya


Und die neue weiß, dass ich die ganzen Zusatzaufgaben gemacht habe aber das passt ihr überhaupt nicht. Daher hat sie mich ja auch sofort davon entbunden. Ich denke nicht, dass sie das in dem Zeugnis erwähnen wird. Meine Kollegen können meine Arbeit aber bezeugen. Kann ich darauf bestehen, dass das alles mit rein kommt?

Na dann hat der TE seine Bewerbung ja schon abgeschickt, Porto bezahlt etc., von daher bringt ihm dieser Tipp nu wirklich nischt!

BUutcxh


karonik

z.B. wenn steht Interne Ausschreibung.

Das wäre natürlich optimal, wenn da stehen würde: "Dies ist eine Interne Ausschreibung. Bitte bewerben Sie sich nicht, da wir Pro-forma ausschreiben müssen, so wie dies gesetzlich vorgeschrieben ist. Wir haben genügend interne Bewerber und uns bereits für einen Kandidaten entschieden." ;-D

Das würde wirklich allen Beteiligten Arbeit ersparen. :)=

Mrs.Bainbridge

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei solchen Bewerbungen ganz spezielle Erfahrungen oder Fähigkeiten Voraussetzung sind. Die Stelle ist eben genau auf den entsprechenden Bewerber zugeschnitten. Teilweise bezogen sich diese Erfahrungen auf ganz spezielle Praktiker, die der Bewerber gemacht hatte.

Interessant. Danke für die Info. :)^

Aleonor

Ich würde telefonisch nachfragen und versuchen das herauszufinden.

Im Grunde genommen spart das denen ja auch arbeit, vielleicht lässt sich dadurch dann dein Aufwand reduzieren.

Das ist einerseits ein guter Tipp. Wobei ich auch da die Erfahrung gemacht habe, dass sich die Leute bedeckt halten. Wer gibt schon gerne zu, ein Windei ausgeschrieben zu haben?

Waterli

Also wenn du dich in deinem Wohnort oder da in der Nähe bewirbst, gibt es vielleicht die Möglichkeit, hintenrum in Erfahrung zu bringen, ob die Stelle wirklich schon "besetzt" ist, oder nicht.

Meine Bewerbungen liefen nie immer nur regional, sondern mindestens deutschlandweit. Leider habe ich nicht in alle Regionen Connections. :-( Aber danke für den Ratschlag.

weisnichtmehr2

Entweder taugt die Personalselektion nichts, die neuen Mitarbeiter ergreifen die Flucht, oder das Inserat ist Werbung... Kurz: man muss schon SEHR dort arbeiten wollen, um sich dort zu bewerben...

Ich kenne das von Zeitarbeitsfirmen und Callcentern. Die sind ja da sehr massiv. Pro-forma-Ausschreibungen sind´s ja nicht gerade, aber arbeiten will dort auch keiner.

Nadjalein

Hi!

Da gebe ich dir recht. Der Öffentliche Dienst nimmt die selber ausgebildeten Leute oder ist einfach so inzestuös, dass da gar nichts mehr geht. Wobei ich es immer überall versucht habe und nicht immer erfolglos war. :-)

A0leonnor


Zeitarbeitsfirmen stellen die Leute ja nicht direkt ein. (Jedenfalls nicht die, bei denen mein Freund bisher war) Die Bewerber kommen in eine Kartei und wenn die ZAF einen Kunden hat wird der Arbeitssuchende eingestellt.

Diejenigen die in der Kartei sind kosten kein Geld, da kann man ruhig viele in der Kartei haben.

Ntadjaxlein


Butch, geht es hier nicht ausschliesslich um den öffentlichen Dienst? Private schreiben manchmal aus und stellen NIEMANDEN ein, die machen das als Marketing.

Vielleicht wäre es ratsam, ein paar Tage zu warten, dann anzurufen ob die Stelle schon besetzt wurde oder ob man noch Unterlagen schicken darf. Die Proformageschichten geben dann vielleicht zur Antwor, dass die Steller leider schon besetzt ist?

d,umms1chma?rrerx74


Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei solchen Bewerbungen ganz spezielle Erfahrungen oder Fähigkeiten Voraussetzung sind. Die Stelle ist eben genau auf den entsprechenden Bewerber zugeschnitten.

Genau. Insbesondere ungewöhnliche Kombinationen von Fähigkeiten, für die einem eigentlich keine vernünftige Tätigkeit einfällt, ist auffällig.

BautIch


Aleonor

Zeitarbeitsfirmen stellen die Leute ja nicht direkt ein. (Jedenfalls nicht die, bei denen mein Freund bisher war) Die Bewerber kommen in eine Kartei und wenn die ZAF einen Kunden hat wird der Arbeitssuchende eingestellt.

Diejenigen die in der Kartei sind kosten kein Geld, da kann man ruhig viele in der Kartei haben.

Vielleicht haben die Zeiten sich geändert. Ich war vor 15 Jahren direkt bei der Zeitarbeitsfirma beschäftigt und wurde verschiedenen Firmen ausgeliehen.

Nadjalein

Butch, geht es hier nicht ausschliesslich um den öffentlichen Dienst? Private schreiben manchmal aus und stellen NIEMANDEN ein, die machen das als Marketing.

Sowohl, als auch. Aber tendenziell geht es um den Öffentlichen Diens bzw. dem Öffentlichen Dienst nahe Institute. Wie gesagt, das mit dem Werbung machen per Stellenanzeigen ist mir neu.

Vielleicht wäre es ratsam, ein paar Tage zu warten, dann anzurufen ob die Stelle schon besetzt wurde oder ob man noch Unterlagen schicken darf. Die Proformageschichten geben dann vielleicht zur Antwor, dass die Steller leider schon besetzt ist?

So in der Art werde ich das künftig angehen. Das erspart beiden Seiten Arbeit, Zeit und Geld.

dummschmarrer74

Genau. Insbesondere ungewöhnliche Kombinationen von Fähigkeiten, für die einem eigentlich keine vernünftige Tätigkeit einfällt, ist auffällig.

Danke für die Bestätigung. :-)

NOadjaCleLixn


Butch, suchst du schon länger Arbeit? Bist du in Beschäftigung oder arbeitslos?

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