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Wie sagt man ab, ohne den anderen zu enttäuschen?

SXaphirQ_Rubin hat die Diskussion gestartet


Hallo,

seit einem Jahr bin ich Reitbeteiligung bei einem tollen Pferd und einer wundervollen Besitzerin. Und genau das macht es mir so schwer.

Das Pferd ist Hufkrank und es ist nicht abzusehen, wie lange noch. Bereits seit 6 Wochen kann ich ihn nicht mehr reiten, das wird noch mindestens 8 Wochen dauern. Da ich berufstätig bin, habe ich mir das Hobby Reiten extra gesucht, um einen Ausgleich zu haben. Nun ist es aber so, dass ich nur noch zum Misten, Füttern und Putzen hinfahre, was mich monatlich knapp 40 Euro kostet. Generell mach ich all diese Aufgaben wenn ich reiten gehen kann, aber dafür zahle ich dann auch noch zusätzlich 50 Euro (diese entfallen seit diesem Monat). Aber ich will nun auch nicht mehr hinfahren, um zu Misten, das nervt mich, wenn ich nix davon habe, da meine Zeit und mein Geld draufgeht. Jetzt würde ich gerne das beenden, zumindestens so lange, wie ich nicht reiten gehen kann, da außer Spesen nichts gewesen!

Die Besitzerin hingegen hat durch mich einige Vorteile, da sie somit an den Tagen, an denen ich das alles übernehme sich um ihr Kind kümmern, ihrer Arbeit nachgehen und ihrem Hausbau widmen kann. Somit verlässt sie sich auf mich, aber das finde ich nicht gut und auch nicht in Ordnung, da ich kein Pfleger sondern Reitbeteiligung bin. Ich möchte sie aber auch nicht so arg vor den Kopf stoßen, da ich sie sehr mag.

Wie kann ich das ihr sagen, so dass sie nicht sauer bzw. enttäuscht ist?

Vielen Dank

Antworten
Tyortcuga


Dir bleibt nur eines: Es genauso sagen wie es ist. Das ist der einzige Weg. Da sie wohl so einige Vorteile aus der "Reitbeteiligung" hat, wird es sich nicht verhindern lassen, dass sie enttäuscht ist, wenn diese bequeme Lösung wegfällt.

Wenn Du sie nun gar nicht enttäuschen willst, dann musst Du halt weiter still halten.

Gruß

Kvadhidxya


Sag ihr, dass Du das Pferd sehr gerne magst, aber dass Du merkst dass Du unausgeglichen bist weil Dir eben diese Möglichkeit fehlt.

Wobei es auch "netter" wäre, solange zu warten, bis sie eine Alternative gefunden hat, und dann wäre die Zeit wohl auch rum, in der man den Gaul nicht reiten kan...

Oder die Frage ist, ob Du so schnell eine neue Retbeteiligung findest, dann sagst Du ab und es geht dem Pferd wieder gut, Du hast aber noch kein neues Pferd...

Könnte Dir auch in speziell diesem Fall zu einem Ruf verhelfen, dass Du keine neue bekommst.

Meine persönliche Meinung ist ähnlich, dass sowas eben dazugehört. Bei der Reitbeteiligung hast Du ja absichtlich auch Aufgaben, die der Pferdehalter übernimmt (wie Misten, Putzen, Fütern, Verarzten). Dazu gehört eben auch, dass man mal auf das Reiten verzichtet wenn das Pferd gesundheitliche Probleme hat. nd die sind hier ja auch zeitlich absehbar, es ist ja nicht so, als ob ungewiss wäre ob das Pferd überhaupt wieder gesund wird, nur die Dauer (4 Wochen, 6 Wochen, 8 Wochen) steht aus.

Meine Familie besteht auch großteilig aus Reitern, wir hätten nicht daran gedacht, die Reitbeteiligung aufzugeben, wenn ein Ende absehbar wäre.

Ein Pferd "funktioniert" eben nicht immer, das sollte einem klar sein, wenn man sich auf einen Sport einlösst, bei dem Lebewesen eine Rolle spielen.

Wenn Dir das Tier an sich so egal ist (Du schreibst gar nichts, dass Du Dir Sorgen machst, ob es wieder gesund wird oder Schmerzen hat, Du gehst nur von dem aus, was für Dich unbequem ist - nämlich "Ich kann nicht reiten"), solltest Du überlegen, ob eine Reitbeteiligung das Richtige für Dich ist.

Reitunterricht wäre vllt besser, denn da steht jederzeit ein Perd zur Verfügung, es sollte auch etwas billiger sein, Du lernst noch dazu und kannst ja auch ein "Stammpferd" vereinbaren.

Wobei es auch fraglich ist, ob der Reitsport auf Dauer das Richtige für Dich ist, meiner Ansicht nach, denn für Dich ist das Perd vor allem in seiner Funktion als Reittier dar und nicht als Lebewesen, das man gern hat; so stellt es sich zumindest hier dar.

S(ap]h:ir_Rxubin


leider ist es nicht absehbar, ob er je wieder gesund wird, deshalb stellt sich mir ja diese Frage... Er ist oft krank und ich konnte schon oft wochenlang nicht reiten, das war ja in Ordnung, doch nun sieht es eher so aus, dass er wirklich nicht mehr gesund wird.

Ja, ich sehe das Reiten als Abwechslung zu meinem Beruf, was ich nicht verwerflich finde, denn würde ich das Tier als Lebewesen in den Vordergrund rücken, so würde ich mir ein eigenes zulegen. Für mich stellt sich so eine Frage allerdings nicht, da ich die Zeit einfach nicht habe, und somit dies nicht zu verantworten wäre. Ich finde auch, dass es verständlich ist, dass man davon was haben möchte, wenn man Reitbeteiligung ist. Wäre ich Pfleger, bekäme ich zumindest das Geld für die Fahrten und noch für die Zeit.

Ich möchte auch das Reiten nicht als Sport betreiben, da ich es selbst auch nicht als Tiergerecht erachte, sondern für mich ist es ein Ausgleich, der beiden - Tier und Mensch - Spaß machen soll. Wobei es ihm immer viel Spaß gemacht hat, da er es liebt durch die Gegend zu gehen, schöne Dinge anzustarren und mal richtig Gas zu geben. Doch nun darf er das alles nicht mehr. Er steht Tag für Tag rum, hat keinen Ausgleich, ist schlecht gelaunt, ärgert seinen Mitbewohner.

Doch nun ist es halt einfach so, dass er nicht mehr kann und ob er jemals wieder kann, keine Ahnung.

Viele Pferdebesitzer kaufen sich bereits in so einem Stadium ein neues REITBARES Pferd, das "alte" wird auf der Koppel abgestellt... dies ist noch verwerflicher, als meine Einstellung. Oder noch schlimmer, sie geben es ab entweder auf einen Gnadenhof oder zum Abdecker -grausame Realität....

Kwadhi1dyxa


Was andere Pferdebesitzer machen, ist Latte.

Es geht darum, was DU machst. Da deine Pferdebesitzerin Kinder hat, würde ich es als fair empfinden, wenn Du solange das Arrangement hältst, bis sie eine Alternativlösung hat.

Dass das Pferd vorher schon oft lange krank war, hast Du nicht erwähnt. dann wird es etwas verständlicher. (Für mich sind übrigens auch "Buschreiter" Menschen, die Pferde-Sport betreiben. ;-) )

Außerdem, wenn Du am Reiten hängst, solltest Du Dich vorher nach Alternativen, also anderen Reitställen, evt auch welche mit Unterricht (manchmal kann man auch draußen die Schulpferde reiten, z.B. wenn man den reiter-Paß nachweist, dass man Ahnung von Pferden hat und weiß, wie man sich im Gelände verhält) oder Möglichkeiten, um Pferde einzustellen.

Denn es könnte sein, dass Du in Deinem alten Stall keine neue Reitbeteiligung mehr bekommst, wenn Du dieses Pferd aufgibst.

Ksad.hidxya


Ja, da fehlt das Wort "suchen", bitte ergänzen Sie es nicht selbst, verehrtes Publikum, das war ein bewusstes Stilmittel, sowas nennt man Ellipse ]:D

Nbamjxa


Ich muss ehrlich sagen, ich würde auch wenig Wert darauf legen geld dafür zu bezahlen, dass ich den Stall ausmisten darf. Dafür WIRD man normalerweise bezahlt ;-)

Gut, dass ich eine Reitbeteiligung hatte ist schon eine ganze Weile her, aber ganz ehrlich? Ich finde nicht, dass man in einer Reitbeteiligung drin bleiben muss in der man die "Vorteile" (also das Reiten) dauerhaft nicht hat, aber für die "Nachteile" - ich zumindest miste nicht so gern - noch bezahlt. Ich finde das mindeste was die Besitzerin hätte machen können, ist, dir für die Zeit die du nicht reiten kannst und trotzdem einen Haufen Arbeit machst sämtliche Kosten zu erlassen.

Nwadj\alxein


Saphir, ich finde du hast kein Pferd verdient. Fahr Fahrrad, das kannst du bei Bedarf in eine Ecke stellen. Wegen 40,- Euro im Monat und ausmisten die Beteiligung beenden? Unglaublich :|N

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