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Adoption: Betroffene gesucht sowie Eltern

L*oVeQMixA hat die Diskussion gestartet


Hi!

Ich wusste nicht wo ich dieses Thema platzieren sollte, ob unter Psychiologie, Kindererziehung oder einfach nur Alltag. Ich denke hier würde wohl alles passen.

Ich hatte vor 2 Jahren einen Sohn zur Welt bekommen und diesen zur Adoption frei gegeben. Ich litt unter schweren Depressionen damals, auch heute gelegentlich immer wieder, und fand das es das Beste für alle war. Der Erzeuger setzte mich unter Druck, ich hatte keinen Job und musste sogar wegen gesundheitlichen Problemen meine Lehre abbrechen. Ich hatte eine viel zu kleine Wohnung und überhaupt war ich nicht in der Lage eine Bindung zu dem Ungeborenen aufzubauen. Eine Abtreibung kam aber nie für mich in Frage!!

Ich entschied mich für eine halboffene Adoption, da ich doch irgendwo eine gewissen Neugier hatte wie der Kleine aussieht und wie er sich macht. Aber ich wollte auch das er seine festen Bezugspersonen hat und sich nie hin-und hergerissen fühlen muss wie in einer Pflegefamilie. Er sollte es gut haben, besser als bei mir. Ich war stolz auf den Kleinen und froh darüber das ich meine Entscheidung so traf. Ich habe keine mütterliche Bindung, und doch bin ich froh das der Kleine auf der Welt ist.

Kurz nach Beginn der Pflegschaft der Adoptiveltern, erfuhr ich von jemanden wo sie wohnen. Es war Zufall. natürlich wäre ich nie auf den Gedanken gekommen da nachzuforschen, es war mir auch untersagt. Aber ich fande es nicht gut dies zu erfahren. Denn jetzt weiß ich wo er lebt und ich war auch schon öfters in diesem Ort. Soetwas sollte doch geheim bleiben! Von der Jugendamtmitarbeiterin bekam ich das auch nochmal gesagt wo die Fanilie wohnt und welchen Beruf die Adoptiveltern haben. Mit solchen Infos wäre es ja ein Klacks herauszufinden wer die Eltern sind. :-| :(v

Hätte die Vermittlungsstelle das gedurft? Sie sagten, die Eltern würden das nicht so eng sehen. Aber mehr als Briefe und Fotos schicken über die Vermittlungsstelle war nie drin gewesen, sonst hätten die das ja gleich über direkten Wege machen können wenn es denen ja nix ausmacht.

Aber auch egal jetzt, ich hätte nie vor gehabt mehr erfahren zu wollen. Mir reicht es wenn ich immer mal Bilder bekomme, und sollte dies irgendwann nicht mehr sein, muss ich das akzeptieren. :)z

Nun möchte ich wissen wer ähnliche Erfahrungen gemacht hat?

Wer hat auch ein Kind zur Adoption freigegeben? oder wer ist adoptiert und möchte berichten darüber? Auch Adoptiveltern können sich melden. ;-)

Eure Erfahrungen sind gefragt! PN ist auch möglich.

Antworten
LooVexMiA


...

k^le<ine ]Pailmex210


Ich bin weder adoptiert, noch ging es mir ähnlich.

Ich finde das ist ein schwieriges Thema.

Bevor hier irgendwer auf dir rumhackt: Du wirst deine Gründe gehabt haben.

Klingt hart, aber keine Mutter gibt einfach so, ihr Baby weg. Und dass was du schildest ist nachvollziehbar.

Dir fehlten die Vorraussetzungen.

Trotzdem denke ich, dass du zu dem Kleinen dennoch eine gewisse Bindung besitzt.

Das geht gar nicht. Der war 9 Monate in dir drinnen und ist mit gewachsen.

Das zeigt auch, dass du dir wegen der Adresse Sorgen machst.

Ob die Frau vom Jugendamt dass durfte kann schon möglich sein. Schließlich ist es ja eine halboffene Adoption.

Ich finde es gut, dass sie ihm später hoffentlich sagen werden, dass sie nicht die richtigen Eltern sind.

Zeit heilt alle Wunden.

Vielleicht bist du in 20 Jahren ja so weit, dass ihr euch mal kennen lernt. Oder du schließt voll damit ab und sagst, dass ist Vergangenheit. Du willst mit der Sache nichts zu tun haben.

Oftmals heilt die Zeit alle Wunden. Ist wirklich so. :)z

S(amlxema


Eine Adoptionswunde kann nie geheilt werden, wenn man nicht zumindest später mal Kontakt mit seinem Kind/seiner Mutter hat.

Ich wurde mit 3,5 Jahren adoptiert und kenne meine Mutter bis heute nicht (bin 22). Ich weiß auch gar nicht, ob ich sie kennenlernen möchte, aber meinen (Halb)Bruder schon.

kMleine; PMalmex210


Ich dachte jetzt eher an den Fall der Mutter.

Klar, hast du Recht samlema.

Der Kontakt später erleichtert das.

Die Zeit heilt alle Wunden ist da falsch ausgedrückt.

Es wird mit der Zeit nur leichter. Dass meinte ich damit.

Wie gesagt, vielleicht könnt ihr euch ja später mal aussprechen.

Wen der Kleine größer ist.

L)oVeiMiA


Ja ich habe auch offen angegeben das er mich jederzeit treffen kann wenn er sich dazu bereit fühlt. Und tut er das nicht, muss und werde ich das akzeptieren, denn es ist seine Entscheidung. Viele möchten auch gar nicht wissen wer ihre leiblichen Eltern sind. Andere dagegen suchen später ganz Deutschland ab. Aber damit kann ich mich ja befassen wenn 18 Jahre vergangen sind, ca.

Jetzt ist er ja noch viel zu klein. Seine Adoptiveltern möchten ihm natürlich sagen das er adoptiert wurde, aber wann sie es tun werden ist denke ich mal noch offen.

Wann hattet ihr (Betroffene) von eurer Adoption erfahren? Und wie seit ihr damit umgegangen? Was empfandet ihr zu euren Adptiveltern nach so einer Mitteilung? Hattet ihr eure leiblichen Eltern verstanden für diese Entscheidung?

Ich kann mich da nicht wirklich reinversetzen.

Klar hat man eine gewisse Bindung zu seinem Kind, aber da ich wärend der SS so viele Probleme hatte, wollte ich nur noch das es ein Ende nimmt. Ich wollte nach der Geburt den Kleinen auch nicht sehen, weil fest stand das er zur Adoption freikommt und ich Angst hatte das eine Begegnung die ganze Planung zunichte machen könnte. So war es für mich leichter, ich erholte mich nach der Geburt recht schnell und die ersten Bilder von den Kleinen sah ich dann zum ersten Mal nach 4 Monaten. Und erst seit diesem Augenblick fühlte ich eine Bindung, die von Stolz und Neugier geprägt war. Mehr aber auch nicht. Richtige Liebe sähe anders aus. Ich weiß das er ein Teil von mir ist, aber mittlerweile auch ein festes Mitglied seiner neuen Familie. Ich bereue meine Entscheidung nicht. Aber sollte er irgendwann den Kontakt zu mir wünschen, so muss er mich nicht erst suchen, meine Türen stehen offen.

Im Großen und Ganzen empfinde ich es nicht als Wunde die es zu verkraften gilt. Ich weiß er ist gesund, ihm geht es mehr als prächtig zu Hause, er bekommt alles was er möchte da es sich seine Eltern finanziell leisten können. Die Liebe die er braucht bekommt er auch. Aber meine Neugierde wird bleiben. Was ja auch normal ist, schließlich ist und wird es immer das biologische Kind bleiben. :-D

kelein~e Palxme210


Ich finde deine Einstellung bewundernswert.

Viele Mütter, die ihr Kind weggaben, möchten dann nichts mehr mit den Kids zu tun haben und kümmern sich nicht mehr.

Hut ab, vor dir!

Klar, ist die Neugierde normal. Er besitzt ja deine Gene.

Mir hat mal jemand sehr schön gesagt: Zu Hause ist dort, wo du dich geborgen fühlst. Ganz gleich, ob genetisch oder nicht.

Mal ganz realistisch gesehen: ich finde es als Elternteil besser, sich in einer Notsituation einzugestehen, dass man das nicht schafft. Seinem Kind aber trotzdem die Chance geben will, ein geordnetes Leben zu führen. Du beweist damit viel mehr Verantwortungsgefühl, als wenn du ihn in einer solchen Notsituation auf Biegen und Brechen behältst und er dann vor die Hunde geht.

Und wenn du Briefe für später schreibst? Die ihm die Adoptivmama mit 14 oder so gibt?

Ich selbst wie gesagt, besitze keine Erfahrung. Aber ich kenne eine Familie, die einen Sohn adoptiert hatten. Aber dem Kleinen nie von seinen leiblichen Eltern erzählten. Er hat es mit 18 durch Zufall heraus gefunden und das Verhältnis zu den angeblichen Eltern war für immer zerstört.

Ich denke nicht, dass das bezüglich deiner Situation der Fall ist.

Wenn man fragen darf (aber du musst nicht antworten, wenn du nicht magst): Verhält sich der Kindsvater auch so offen wie du, oder existiert da kein Kontakt ???

L=oVTexMiA


Der Kindsvater hat sich nie für den Kleinen interessiert. Wollte sogar das ich abtreibe, was für mich nie in Frage kam. Ich hab da so meine Überzeugungen. Er hat auch alles versucht um ja keinen Unterhalt zahlen zu müssen, hat sich sogar nen Anwalt genommen, was sinnlos war da er hätte zahlen müssen. Das alles war noch am Anfang der SS. Er hat sich dann nie mehr gezuckt. Als der Kleine da war, hab ich ihm das nochmal schriftlich mitgeteilt, das er jetzt in einer Adoptivfamilie lebt. Der Erzeuger meinte daraufhin das meine Entscheidung die richtige war. Als er die Vaterschaftsanerkennung unterschreiben sollte (was trotzdem gemacht wird, trotz Adoptivstatus), musste man ihn förmlich zwingen dies zu tun, da sonst Busgeld gedroht hätte. Das es sein Kind ist wurde aber nie angezweifelt von ihm, das hat man auf dem ersten Blick schon gesehen.

Naja, Bilder bekommen will er zwar, aber tut nix dafür. Er meinte ich würde das schon regeln..

Als der Kleine mal ins Krankenhaus musste, interessierte ihn das auch nicht.

Mir war somit eindeutig klar das er mit der Geschichte abschließen wollte und keinerlei Kontakt wünschte.

Mir persönlich ist es auch egal was er denkt. Ich hatte nur gehofft noch an paar Infos zu kommen die für Junior später mal nützlich sein könnten.

k%lei"ne Palbme21x0


Das ist eine sehr emotionale Thematik.

Du, als Mama, die du ja trotz allem bist, hast zu ihm einfach eine stärkere Bindung.

Das ist von Natur aus so.

Und wenn du mal einen Brief an die Adoptivmama schreibst, in dem du deine damalige Situation schilderst?

Ich weiß nicht, was sie für ein Typ Mensch ist, davon hängt sicher viel ab.

Aber da ihr für den kleinen Mann beide das Beste wollt, zieht ihr irgendwo an einem Strang.

Das mit dem Kindsvater kannst du nicht ändern. Ist traurigerweise so.

Bekommst du die Fotos vom Kleinen übers Jugendamt oder von der Adoptivmama?

Das habe ich entweder überlesen oder nicht mitbekommen?

L:oVexMiA


Also Fotos und Briefe bekomme ich über das Jugendamt. Ich habe bereits schon viele Briefe an die Adoptiveltern geschrieben und auch genauso viele zurückbekommen. ich finde das klappt noch ganz gut, aber wer weiß ob das zukünftig noch so bleiben wird. Wenn der Kleine mal größer wird und den Sinn des ganzen versteht, könnte er vielleicht was dagegen haben das ständig Briefe und Fotos über ihn angefertigt werden um sie zu mir zu schicken. Aber bis dahin werden noch paar Jährchen vergehen hoff ich.

Von meiner Situation wissen die Adoptiveltern Bescheid, das wurde denen auch vom Jugendamt mitgeteilt.

Ich bin mal gespannt ob sich noch weitere Adoptionsbetroffene zu Wort melden. Wie es zum Bsp. für eine Adoptivmutter ist ein völlig fremdes Kind in den Armen zu halten und zukünftig ihr Eigen zu nennen. Oder was Adoptierte selbst dazu sagen, ob sie Kontakt zu den leiblichen Eltern wünschen oder ob sie Hass und Abscheu empfinden.

Natürlich würde ich mich eben auch über andere Muttis freuen die ihre Kinder zur Adoption freigaben, um mich mit denen auszutauschen.

Es gibt manchmal Tage wo ich noch denke das es schade war wie alles kam. Aber wer weiß obs ihm dann so gut ergangen wäre wie heute. Zum Glück hab ich das Kind eben glei nach der Geburt weggegeben. Hätte ich es erste ne Weile behalten, dann wäre noch eine Bindung entstanden die meinen Entschluss erschwert hätten. Oder auch nicht, man weiß es nicht. jedenfalls kams gar nicht erst zu einem Bonding, bin immer noch froh das es so ist wie es ist.

Ich habe ja heute noch eine kleine Tochter. Zu der empfinde ich alles was man nur empfinden kann, und die Situation war einfach nicht die selbe wie damals. Ich habe dadurch den direkten Gefühlsvergleich. Für meine Tochter würde ich durchs Feuer gehen. Für meinen Sohn dagegen würde ich es nicht, ist eben wirklich nur Bindung in Form von Neugier. Ich bin stolz und glücklich das es ihm gut geht. Er ist ein kleiner hübscher Junge für den man richtig schwärmen kann, aber wenn es hart auf hart käme, dann wäre ich womöglich nur für meine Tochter da. Er hat ja nun seine Familie die alles für ihn tut. Es würde also nie brenzlige Situationen geben wo ich gefordert wäre. Sicherlich würde ich helfen wenn man mich darum bitten würde, sei es mal wegen Erbkrankheiten wo man mich auch testen müsste oder sei es wegen Blut spenden usw..! Aber die Ängste und die Sorgen die ich um meine Tochter manchmal habe, die empfinde ich ausschließlich nur für sie.

Ich weiß nicht ob andere Muttis da ähnlich fühlen würden? Ist eben ein kompliziertes Thema find ich, wo manche Leute auch viele Vorurteile hegen.

klle7ine' Palmex210


Ich finde es eine super Sache, dass du dich hinsichtlich dem Kleinen nicht verschließt. Es gibt Mütter, die wollen mit den Kindern nichts mehr zu tun haben. Aber du schreibst ja quasi über seine Adoptivmama.

Und von der Adoptivmama ist das auch ein echt großartiges Ding. Ihr trag sehr viel Menschlichkeit in euch. Beide! Sie hätte sich auch total dagegen auflehnen können, weil sie Angst hat, dass er sie nicht als Mutter annimmt.

Wie gesagt. Man kann nur vermuten, aber ich glaube nicht, dass gar keine Bindung zwischen ihm und dir besteht. Zu deiner kleinen fühlst du mehr, weil du den Kontakt eben zugelassen hast.

Ich weiß nicht, welche Dinge, damals zu der Zeit als du mit ihm schwanger warst noch vorherrschten, aber das wird sicher auch damit rein spielen, dass du sagst, du hättest zu ihm nicht so die Bindung.

Eben die Umstände, wie er entstanden ist.

Die Menschen, die Vorurteile gegenüber Betroffenen haben, sehen einfach nicht die Details, die dahinter stecken.

Und das Ziel. Und das bleibt: Dem Kind ein erstrebenswertes Leben zu bieten, sowie die Bedürfnisse zu stillen. Im materiellen und ideellen Wert und natürlich Liebe.

Manchmal geht das eben nicht.

Du kannst sehr stolz auf dich sein, weil du dir Hilfe geholt hast und einsahst, dass du das nicht in der Situation schaffst.

Hut ab!

LWoWVeMxiA


|-o |-o |-o :=o

Danke dir!

Und ich bin mal gespannt auf alles weitere.. *:)

sVtarliSghtx08


ich find es auch schön das du dir hilfe etc geholt hast. manche mütter wählen schlimmere wege! trotzdem kommt es mir ziemlich hart rüber.

AsbbyNliOcjious


Hallo :)

Ich gebe mal einen Bericht als Adoptivkind ab. Ich wurde als Baby adoptiert und kann nur sagen, dass ich es nie besser hätte haben können. Menschen, die Kinder adoptieren, wünschen sich meistens nichts sehnlicher und deshalb hatte ich die beste Kindheit, die man sich vorstellen konnte. An meine leiblichen Eltern, habe ich nie gedacht, obwohl ich ab einem alter von 4 Jahren wusste, dass ich adoptiert bin. Für mich gab es immer nur Mama und Papa, ich hatte allerdings als kleines Kind panische Angst, meine echte Mutter würde kommen, und mich wegholen.

Was die Auskunft des Jugendamtes über die Adoptivfamilie angeht, denke ich nicht, dass so etwas erlaubt ist. Zumindest haben meine Eltern immer versichert, dass meine leiblichen Eltern mich nicht ausfindig machen könnten, wenn sie wollten.

Nun, die ersten 18 Jahre, kümmerte ich mich also nicht wirklich um meine Vergangenheit, bis ich meine leiblichen Geschwister kennen lernte, die über das Jugendamt anfragten, ob ich sie kennen lernen möchte. Da lernte ich in meiner Schwester eine ganz andere Seite kennen, denn sie wollte ALLES über unsere richtigen Eltern wissen, im Gegensatz zu meinen Bruder und mir. Ich denke, da spielt der familiäre Hintergrund eine sehr sehr entscheidende Rolle, denn im Gegensatz zu mir, fühlte sie sich in ihrer Familie nie wohl und akzeptiert. Ich denke dann, ist es viel wahrscheinlicher, dass man nach den Menschen sucht, zu denen man 'gehört'.

Über sie habe ich dann auch recht viel über meine 'richtige' Familie erfahren, weil sie mit unserer Mutter Kontakt aufgenommen hat, aber ich habe damit nichts zu tun haben wollen. Zum Einen, weil ich mir dachte : pah, die wollte mich nicht, dann braucht sie jetzt auch nicht ankommen. Zum Anderen, weil ich wusste, dass es meinen Adoptiveltern sehr weh getan hätte. Ich denke alle Eltern, die sich zum Schritt Adoption entscheiden, haben irgendwie ANgst, ihre Kinder irgendwann zu verlieren an die leiblichen Eltern.

Auch wenn ich als Adoptivkind nicht verstehen kann, warum Eltern ihre Kinder abgeben, bin ich Dankbar, dass meine Mutter diesen Schritt ging, denn damit hatte ich wohl ein besseres Leben als bei ihr. Auch dir bin ich 'dankbar' dass du diesen Schritt gegangen bist, denn damit hast du wohl das Beste für dein Kind getan, immerhin hättest du es auch abtreiben lassen, oder schlecht aufwachsen lassen können. Ich persönlich würde kein Kind abgeben, aber es in die Hände andere Leute zu geben, die sich gut darum kümmern, ist immerhin noch ein Zeichen dessen, dass die Mutter sich annähernd um das Wohl des Kindes Gedanken gemacht hat.

Ich hoffe, dass dein Kind annähernd so viel Glück mit der Familie hat wie ich mit meiner und für dich, dass der Kontakt nie abbricht. Ich finde es mutig, dass du hier geschrieben hast und hoffe, ich durfte meinen Beitrag dazu abgeben ;-)

LNoYVNeMieA


Ja natürlich und vielen Dank! :) Es ist doch immer schön zu hören wenn eine Adoption gut ausging. Wie war das bei dir? Hatte deine leibliche Mutter Briefe und Fotos hinterlegt? Hatte sie dir je angeboten sie kennenlernen zu können?

Und welche Adoptionsform hattet ihr? Anonym oder offen?

Ich weiß ja nicht wie die Eltern des Kleinen das so sehen. In Briefen scheinen sie kein Problem damit zu haben. Und sie schrieben auch das sie dem nicht im Weg stehen werden wenn er jemals seine Wurzeln kennenlernen möchte. Sie glauben auch das er mich nicht dafür hassen wird. Es kommt wohl auch drauf an wie man erzogen wird diesbezüglich. Ich hab auch schon von vielen Adoptierten gehört die es gut hatten in ihrer Familie und trotzdem ihre Wurzeln gesucht hatten.

Aber irgendein Gefühl sagt mir das es den Kleinen nicht interessieren wird. Ihm geht es so gut in seiner Familie und wenn er nach seinem Erzeuger kommt, dann ist es ihm mit Sicherheit egal.

Aber irgendwo ja auch verständlich. Man hat eine tiefe Bindung zu den Adoptiveltern herrgestellt und zu den leiblichen eben gar keine, wie auch! Und da sieht man die echten Eltern eben nicht aus der Sicht wie man sie sonst sehen würde. Sie sind Fremde. Außer die optische Ähnlichkeit gibts kaum Gemeinsames an Erfahrungen und viell. auch Ansichten. Und wenn man nichts anderes als seine Adoptiveltern kennt von Klein an, dann sind und bleiben das immer die wahren Eltern mit allem Urvertrauen und Gemeinsamkeiten. Man fühlt sich da heimisch, man ist geborgen, wozu das ändern wollen?

Allerdings hätten mich dann trotzdem Fotos oder Briefe interessiert sofern vorhanden.

Wie war es bei dir? hattest du Fotos?

Und deine Geschwister waren demzufolge auch adoptiert?

haben deine Eltern je schlecht über deine Wurzeln gesprochen? Manchmal prägt sowas dann auch fürs spätere Leben.

Aber im Großen und Ganzen ist es eine Charakterfrage und eine Sache der Erziehung.

Ich könnte mir auch gut vorstellen das der Kleine viell. statt mich, nur seine Halbschwester kennenlernen möchte. Geschwister sind ja diejenigen die nix für konnten und selber damit klarkommen müssen.

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