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Zwei Jahre arbeitslos nach Geburt des Kindes, hoffnungslos

aHrbei4tundkxind


@ Nadjalein:

Habe nix gegen Arbeiter, will sie auch nicht diskriminieren. Hab kein Problem in Arbeiter-Bereiche einzusteigen.

Hab das Studium fast in der Regelstudienzeit (10 Sem) abgeschlossen + 2 Semester, da 2 Auslandssemester. Ist bei Auslandssemestern an unserer Uni immer schwierig eine Anrechnung zu bekommen, daher muss man Kurse an der Heimat-Uni wiederholen. Aber hier schreien die AG auch wieder nach Auslandserfahrung, wenn die fehlt stimmt auch wieder was nicht. ":/

Hab mich auch auf Sekretärinnen-Jobs beworben, von manchen direkt Absage wg. Überqualifizierung, andere stehen noch aus, offensichtlich bin ich da nicht erste Wahl, man sucht lieber jm mit Lehre weil Berufserfahrung und passgenaue Ausbildung.

Würd solche Jobs auf jeden Fall annehmen wenn denn eine Zusage käme...

a.rbeiVtundMkind


Frage:

Habe folgendes Angebot bekommen (die einzige "Zusage" bis jetzt) :

Unbezahltes Praktikum in einer Rechtsanwaltskanzlei sowie

Angebot eine Lehre als Steuerfachangestellte zu machen.

Eines von beiden annehmen oder weiter bewerben?

AFnony%max1


Also die Lehre zur Steuerfachangestellten würde ich nur dann annehmen, wenn das ein Bereich ist, der Dich interessiert und in dem Du Dir auch vorstellen könntest, hinterher tätig zu sein. Denn eine Lehre dauert ja doch einige Zeit, und danach kannst Du Dich schwer nochmals umorientieren. Wenn Dich diese Tätigkeit dagegen interessiert, ist es sicher keine schlechte Kombination mit BWL.

Mit dem unbezahlten Praktikum kannst Du dagegen nichts verlieren (so lange wird das ja nicht sein), sprich: Du kannst Dich nebenbei weiterbewerben. Und wenn das eine große Kanzlei ist, kommst Du vielleicht auch mit anderen Unternehmn etc. in Kontakt.

aIrbdeit&undkinxd


Der Bereich Steuern interessiert mich schon sehr, aber 2 Jahre lang Lehre machen ist dann auch keine so kurze Zeit, Vergütung so um die 600 Euro.

Das Praktikum wäre 3-6 Monate, die Kanzlei ist leider recht klein, ca. 10 Angestellte. Weiss nicht, ob das eine Chance ist? ???

hLeir+atsbwraubt_3x3


@ nadjalein:

arbeitundkind will ja nicht gleich in die führungsetage, sie möchte einen job bekommen der ihren studien kentnissen entspricht und sich nicht unter wert verkaufen, das ist auch gut so. ich weiss nicht ob du selber studierst hast aber häufig fühlen sich leute ohne studium von solchen aussagen angegriffen und rechtfertigen sich damit, dass arbeiter ja nur was anderes machen würden und nicht weniger interelligent seien als solche mit studium, darum gehts doch aber nicht.

hWeiratsberaut%_33


beide angebote sind mist, weiterbewerben. dann kannst auch im laden aushilfe sein. man soll sich auch nicht ausnutzen lassen, noch lebst du nicht unter der brücke, unbezahlt würde ich nie arbeiten auch für die grösste chance nicht, damit verkauft man sich erst recht unter wert.

hVeiratesbrau]t_3x3


eine kanzlei, die dich nach einem unbezahlten praktikum übernimmt, wenn überhaupt, wird dir einen hungerlohn zahlen und die chancen auf einen gut vergüteten arbeitsplatz mit chancen sind noch kleiner.

N1adjaTlein


heiratsbraut, ich habe jura studiert.

arbeitundkind will ja nicht gleich in die führungsetage, sie möchte einen job bekommen der ihren studien kentnissen entspricht und sich nicht unter wert verkaufen

Sie bewirbt sich nach ihren Aussagen seit 2 vollen Jahren! Wie lange soll sie sich noch nicht unter Wert verkaufen?

h9eirat*sbra`ut_3i3


ja, jetzt hat sie ja umgedacht, ich glaube der thread hier wird ihr helfen, das richtige zu entscheiden bzw. eine richtung einzuschlagen, sie ist ja doch sehr geschwommen was sie machen soll etc.

V0e1rrücxkte


Wenn du jetzt eine Lehre als Steuerfachgehilfin annimmt, dann ist das Studium wirklich für die Katz gewesen und du wirst immer "eine kleine Angestellte" bleiben.

Elmqm+a_pPxeel


Hast du Interesse an einer Lehrtätigkeit? Aufgrund des Lehrermangeln haben Quereinsteiger in vielen Bundesländern ziemlich gute Chance. Hattest du eventuell ein Nebenfach, was dich da in irgendeiner Form weiterbringen könnte?

Ansonsten muss ich Nadja schon zustimmen: Deine Ausgangslage ist nicht die Beste und das Gequatsche über Qualifikationen, angemessene Stellen usw. ... Ich habe auch als Sachbearbeiterin gearbeitet und hatte Kollegen mit Studium, andere hatten "nur" eine Ausbildung. Gerade im Bürobereich sind die Grenzen fließend und ausschließlich Hochschulabsolventen findet man beinahe nur in den Führungsetagen und dort wirst du mit deiner Vorgeschichte leider sowieso schlechte Chancen haben – zumindest, wenn du da direkt einsteigen willst.

Ein sechsmonatiges, unbezahltes Praktikum würde ich allerdings auch nicht annehmen. Das ist Zeitverschwendung und klingt schon sehr nach Ausbeutung. Außerdem bliebe dann die Frage, wie du ohne finanzielle Aufwandsentschädigung sechs Monate Kinderbetreuung organisieren sollst.

Wichtig ist, dass du das was du machst 100%ig machst und dir möglichst eine Firma suchst, in der es Möglichkeiten gibt voranzukommen. Sekretärin bei einer großen Firma muss nicht das schlechteste sein und du hast sicher mehr Aufstiegschancen als wenn du irgendwo im Sonnenstudio hockst. Wenn du nebenbei vielleicht noch den ein oder anderen Kurs belegst, Engagement zeigst und auch als Mensch gut ankommst, werden sich sicher noch ein paar Türen öffnen. ;-)

hBeiratsXbra7ut_33


emma_peel :)^ :)=

E+mmEa_P4eexl


Wenn du jetzt eine Lehre als Steuerfachgehilfin annimmt, dann ist das Studium wirklich für die Katz gewesen und du wirst immer "eine kleine Angestellte" bleiben.

Die Frage ist doch, was sie will. Bisher ist mir auch noch nicht klar, wohin die Reise überhaupt gehen soll. Noch ein Kind? Jetzt oder später? Oder doch die große Karriere? Am besten beides?Muss es jetzt eine angemessene Stelle sein, "weil man das mit Studium ja so macht"? Oder aus Überzeugung und Ehrgeiz? Dann frage ich mich, warum sich in den vergangenen zwei Jahren so wenig bewegt hat und warum man überhaupt ernsthaft in Erwägung zieht, nun erstmal noch ein zweites Baby zu bekommen. ;-)

Und was ist "eine kleine Angestellte"? Der Niederlassungsleiter in meiner letzten Firma hat nie eine Uni von innen gesehen und ist seinen Weg eben anders gegangen.

Mein Beitrag ist kein Stück wertend gemeint, mir ist einfach nicht so ganz klar, wohin die Reise gehen soll und das herauszufinden wäre wohl das erste Ziel.

Das Leben als "kleiner Angestellte" kann ja auch für einen intelligenten Menschen mit Hochschulabschluss sehr zufriedenstellend sein, wenn er damit ein gewisses Einkommen erzielt, der Job seinen Interessen entspricht und er jeden Tag pünktlich um fünf Feierabend machen und sich um die Kinder kümmern kann. Alles eine Frage der Prioritäten. @:)

Fwid?otus


Hab mich auch auf Sekretärinnen-Jobs beworben, von manchen direkt Absage wg. Überqualifizierung, andere stehen noch aus, offensichtlich bin ich da nicht erste Wahl, man sucht lieber jm mit Lehre weil Berufserfahrung und passgenaue Ausbildung.

Wie sagt man so "schön": Du sitzt zwischen zwei Stühlen:

Einerseits bist du für "normale" Ausbildungsberufe überqualifiziert und zu alt (Sorry @:) ), denn da stehst du immerhin in Konkurrenz zu 20-Jährigen "gelernten" Konkurrentinnen und andererseits bist du für eine adäquate Stelle im Bereich BWL ohne Berufserfahrung und in fortgeschittenem Alter "unterqualifiziert".

Selbst wenn du jetzt eine Ausbildung dran hängen solltest, schreitet dein Alter weiter voran und der Abstand zur jungen Konkurrenz wird immer größer. Möglicherweise findest du eine Stelle, dein abgeschlossenes Studium wird dann aber zur Randnotiz in deinem Lebenslauf degradiert.

Eine Bekannte mit recht exotischen Studienfach arbeitet als promovierte Akademikerin - nach langer Durststrecke - seit ein paar jahren als Sachbearbeiterin im öffentlichen Dienst. In dem ganzen Laden weit und breit die einzige Frau Dr. Ihr Studium verbucht sie als "Lebensabschnitt" :-/

Leider habe ich auch kein Patentrezept :-(

awrbe_itnundkixnd


@ Nadjalein:

Wir haben vorher schon 1 Jahr, berufsbedingt durch meinem Partner im Ausland verbracht, hatte damals auch gedacht, dass ich mich ja im Ausland bewerben kann. Leider habe ich nicht berücksichtigt, dass man im BWL-Bereich eigene Leute hat und hier keine Ausländer braucht. Ausserdem muss der AG im Ausland immer nachweisen, dass es halt keine genauso qualifizierten Inländer gibt. Daher hab ich mich 1 Jahr lang vergeblich aufs Ausland konzentriert und somit wertvolle Zeit verloren.

@ Emma Peel:

Wo es hingeht, hängt leider nicht mehr allein von mir ab. Hab mich bereits in meinen favourite Branchen beworben, bin dort aber leider "unterqualifiziert". Insofern wird aus der "grossen Karriere" nix mehr werden, da bin ich realistisch. Die Prioritäten haben sich auch zu Gunsten meines Kindes geändert, versuche jetzt nur noch einen (halbwegs interessanten) Job mit krippenkompatiblen Arbeitszeiten und halbwegs vernünftigem Gehalt zu finden, da wär auch Sachbearbeiterin, Verwaltung etc. ok.

Natürlich möchte ich irgendwann (am besten etwas später) ein zweites Kind, Job hin oder her, bin schliesslich auch Privatmensch und zugunsten des Jobs auf ein Familienleben verzichten – von dieser naiven Vorstellung hab ich mich schon längst verabschiedet. Man lebt ja schliesslich nicht nur für die Arbeit bzw. sollte das jeder für sich selbst entscheiden ;-)

Hab das Gefühl, dass ich momentan praktisch das nehmen muss was einigermassen passt um überhaupt einzusteigen. Will jetzt nicht sagen, "ich nehm was kommt", ein bisschen selektieren möchte ich schon noch, aber so ungefähr ist es.

Was für eine Lehrtätigkeit meinst du denn? Berufsschule? Das wäre jetzt das einzige wo meines Wissens ein Quereinstieg möglich ist. Ein Bekannter arbeitet als Berufsschullehrer und er rät jedem davon ab. Nebenfächer gabs bei uns nicht, ist BWL mit Sprachen. Könnte also BWL und Sprachen unterrichten.

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